Googles Chrome-Browser ist der mit Abstand meistgenutzte Browser und die zugrundeliegende Engine Chromium, die vor allem von Google vorangetrieben wird, dominiert das Web. Der von Mozilla entwickelte Firefox ist in der Masse der einzige Browser, der noch auf eine eigene Engine setzt. Das ist einem Microsoft-Entwickler ein Dorn im Auge, der den Mozilla-Entwicklern einen Wechsel zu Chromium nahelegt.
Vor wenigen Tagen gab es Spekulationen darüber, dass Microsoft an einem neuen Chromium-Browser arbeitet und dafür den Edge-Browser fallen lassen wird. Nicht alles an diesem Gerücht entsprach der Wahrheit, aber den Umschwung auf die Chromium-Engine wurde von Microsoft heute offiziell gemacht. Jetzt hat sich auch Google zu diesem Schritt geäußert und zeigt sich recht erfreut über den neuen Mitstreiter.
Googles Chrome-Browser baut auf dem vom Unternehmen voran getriebenen Chromium-Projekt auf, das seit jeher als Open Source freigegeben ist und den kompletten Quellcode zum Download und zur Verwendung frei gibt. Jetzt hat man angekündigt, dass ab sofort auch die iOS-Version des Browser-Projekts als Open Source zur Verfügung steht. Aufgrund der komplizierteren Mechanismen in der Rendering Engine hat dieser Schritt etwas länger gedauert.
Die Möglichkeiten von Chrome-Extensions sind absichtlich stark limitiert und erlauben keine großen Veränderungen am eigentlichen Browser: Bisher ist es ihnen nur erlaubt, sich über einen Button in den Browser einzufügen, mit dem sich dann weitere Aktionen auslösen lassen oder ein Menü öffnen lässt. Jetzt gibt es einen Hinweis im Chromium Issue Tracker, dass man derzeit an einer Sidebar arbeitet, in der Extensions ebenfalls frei definierbare Inhalte unterbringen können.
In den letzten Monaten setzt sich Google verstärkt dafür ein, die Verbindung zwischen Webseiten und Apps zu stärken und diese gegenseitig als Rankingfaktor zu benutzen, und in die gleiche Richtung geht nun auch das Chrome-Team: Mit der aktuellsten Chromium-Version wird eine Funktion eingeführt, die dem Nutzer die Installation der zu einer Webseite dazugehörigen Web-App vorschlagen soll. Dafür gibt es allerdings ein paar kleine Voraussetzungen.
Anfang April 2013 hat Google bzw. eigentlich das Chromium-Team angekündigt, dass man sich von Webkit verabschieden werde und mit Blink einen Fork von Webkit als Engine verwenden und weiterentwickeln wolle. In dieser Woche feiert Blink somit seinen ersten Geburtstag.
Wer kennt das nicht? Während einer längeren Surf-Session oder Recherche hat man schon einmal >10 Tabs im Browser geöffnet - und plötzlich spielt eine der geöffneten Webseiten nervigen Sound ab. Um die Identifikation der "schuldigen" Website zu vereinfachen, bekommen die Chrome-Tabs demnächst einen Audio-Indikator.
Google bastelt derzeit an einem neuen Fenster Manager, der die Chrome Fenster anders erstellt und auch dem Nutzer neue Möglichkeiten bietet. Der neue Look hört auf den Namen Aura und hat als Ziel: "[…]to produce a new desktop window manager and shell environment of with modern capabilities." Aktuell muss man sich ein Build mit diesen Fenster-Manager noch selbst bauen.