In den letzten Monaten sind gleich zwei schwerwiegende Sicherheitslücken in Android aufgetaucht, die einem Angreifer nahezu die volle Kontrolle über das System geben: Zum ersten der bekannte Stagefright-Bug der unbemerkt auf das Smartphone kommt und zum zweiten der Bug im Garbage Collector mit dem sich Apps einfach austauschen lassen. Ein Sicherheitsforscher hat nun eine weitere Lücke entdeckt, die zwar längst nicht so schwerwiegend ist, aber doch eine große Schwäche im Lockscreen aufzeigt. Mit etwas Geduld lässt sich die Eingabe des Passworts aushebeln.
Unter Android hat jede installierte App die Möglichkeit, Benachrichtigungen einzublenden und den Nutzer über beliebige Dinge zu informieren. Und auch wenn sich viele Nutzer den Großteil der aktiven Zeit innerhalb von Apps aufhalten, besteht das mobile Internet natürlich nicht nur daraus, sondern auch aus mobilen Webseiten innerhalb des Browsers. Schon vor einigen Monaten hat Google daher die Push Notifications für Chrome for Android angekündigt, mit dem auch mobilen Webseiten Benachrichtigungen einblenden können - und jetzt wird diese Funktion auch von Facebook benutzt.
Nicht nur in der EU stehen Google Milliardenstrafen wegen Wettbewerbsbehinderung bevor, sondern auch in Russland hat man nun ein sehr ähnliches Problem: Russische Kartellwächter werfen Google den Machtmissbrauch durch Android und dem Play Store vor, mit denen sich das Unternehmen angeblich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen soll. Ausgelöst wurden diese Ermittlungen aufgrund einer Beschwerde des Konkurrenten Yandex.
Derzeit verbreitet sich in den USA ein Trojaner für Googles Betriebssystem Android, der sich besonders tief ins System einnistet und dem Nutzer kaum eine Möglichkeit gibt, die Kontrolle über das eigene Smartphone wieder zu erlangen: Die Sicherheitsforscher von Eset haben den Trojaner auf die Bezeichnung Android/LockerPin.A getauft und geben einen genauen Einblick in die Vorgangsweise der sehr hinterhältigen App. Diese ändert den PIN-Code des Smartphones und soll sich angeblich erst durch die Zahlung von 500 Dollar wieder entfernen lassen.
Auch wenn die Nexus-Geräte mittlerweile aktualisiert und das Problem behoben sein sollte, klafft noch immer in vielen Millionen Smartphones die Stagefright-Lücke, mit der ein Angreifer potenziell die Kontrolle über das gesamte System übernehmen könnte. Jetzt hat der ursprüngliche Entdecker der Lücke, die Sicherheitsforscher von Zimperium, einen funktionierenden Exploit für Android 4.04 veröffentlicht. Damit liegt die grundlegende Funktionalität nun offen, und es sind in Zukunft tatsächliche Angriffe über die Lücke zu befürchten.
In der ersten Developer Preview von Android Marshmallow, die bereits Ende Mai freigegeben worden ist, gab es neben den vielen bekannten Neuerungen auch eine nicht offiziell beworbene Änderung: Die Preview bot dem Nutzer die Möglichkeit an, die Farbgebung der gesamten Benutzeroberfläche zu ändern. Doch wer sich nun auf dieses Feature gefreut hat und den endgültigen Release von Android Marshmallow kaum noch abwarten kann, wird nun enttäuscht: Die Funktion war fehlerhaft und wird es vorerst nicht in die offizielle Version von Android 6.0 schaffen.
Eigentlich sollte man meinen dass es mittlerweile mehr als genug Hersteller von Android-Smartphones auf dem Markt gibt: Laut der letzten Statistik gibt es mehr als 1.300 Android-Hersteller, die sich allesamt kaum voneinander abheben und meist nur MeToo-Geräte im Angebot haben. Doch jetzt ist auf Kickstarter ein sehr interessantes Projekt aufgetaucht, das ein Smartphone auf Basis von Android entwickeln möchte, das endlich auch das Speicherplatz-Problem der Geräte lösen soll. Hinter dem Projekt stehen ehemalige Mitarbeiter von Google, Apple & HTC.
Schon seit Monaten gibt es Gerüchte über ein Android-Smartphone von BlackBerry, das sich in den letzten Wochen durch mehrere geleakte Renderbilder immer wieder einmal gezeigt hat. Jetzt sind gleich 8 vermeintlich echte Fotos des fertigen Smartphones aufgetaucht, die exakt den bisherigen Leaks entsprechen und durchaus ein BlackBerry mit Android zeigen könnten. Das auf den Namen "Venice" getaufte Gerät verfügt über eine Hardware-Tastatur und soll im Laufe des Novembers in den Verkauf gehen.
Mit der neuen Android-Version Marshmallow bekommt der Benutzer endlich mehr Kontrolle über die Berechtigungen der installierten Apps und kann diese bei Bedarf auch verwehren bzw. wieder entziehen. Mit der Android Marshmallow Preview 3 ist dies nun zu großen Teilen umgesetzt und zeigt diese Funktion innerhalb einer laufenden Apps im Einsatz. Zumindest bei den vorinstallierten Google-Apps hat der Nutzer nun die Möglichkeit, bestimmte Berechtigungen zu entziehen - woraufhin die App dann wieder erneut um die Erlaubnis bittet.
Es gibt diverse Möglichkeiten, das eigene Android-Smartphone vor fremden Zugriffen zu schützen, doch eine erfreut sich besonderer Beliebtheit: Das Sperrmuster. Eine neue Studie kam jetzt zu dem wenig überraschenden Ergebnis, dass dieses Muster allerdings sehr unsicher ist und nur wenig Schutz von Außen bietet. Viele Nutzer verwenden ein sehr ähnliches Muster und haben so mittlerweile das Äquivalent zum berühmten "1234"-Pin oder dem "Passwort"-Passwort geschaffen. Die Studie hat für diese Erhebung die Entsperrmuster von mehr als 4.000 Nutzern ausgewertet.
Jedem Hersteller steht es frei, das Betriebssystem Android für seine eigenen Zwecke zu nutzen und soweit wie nötig anzupassen. Wer aber auch den Play Store und die Play Services vorinstallieren möchte, benötigt eine Google-Zertifizerung. Diese ist mit weiteren Pflichten verbunden und schreibt den Herstellern etwa auch vor, welche Apps sie auf dem Smartphone oder Tablet vorinstallieren müssen. Diese Liste wurde von Google nun überraschend wieder gekürzt: Das prominenteste Opfer der Streichung ist die Google+ App.
Schon seit langer Zeit gibt es Gerüchte darüber, dass der heftig strauchelnde Smartphone-Pionier in Zukunft auch auf Android setzen könnte, aber in den letzten Monaten sind diese Pläne immer konkreter geworden. Gleich mehrere neue geleakte Renderfotos zeigen nun das BlackBerry Venice - ein Smartphone, das nicht nur BlackBerry endlich wieder gute Verkaufszahlen bescheren könnte, sondern auch ein sehr wichtiges Gerät für den Android-Markt sein kann: Denn es verfügt natürlich über eine Hardware-Tastatur, und diese vermissen einige Nutzer bis heute schmerzlich.