Gestern Abend hat Google nicht nur Marshmallow als offizielle Bezeichnung für Android 6.0 bekannt gegeben, sondern hat auch gleichzeitig die dritte und letzte Developer Preview des neuen Betriebssystems veröffentlicht. In dieser gab es im Vergleich zur zweiten Preview fast keine Änderungen, doch die wohl auffälligste Änderung gibt es gleich nach dem ersten Start des Betriebssystems: In Android 6.0 gibt es eine neuen Boot-Animation, die sich am besten mit dem Attribut "farbenfroh" beschreiben lässt.
Die Fragmentierung auf dem Android-Markt ist bekanntlich sehr groß, sowohl was die Hersteller, die Modelle als auch die Android-Versionen angeht. Wie im vergangenen Jahr hat OpenSignal auch dieses mal wieder auf Grundlage von mehr als 700.000 Nutzern eine sehr umfangreiche Statistik erstellt, die die Fragmentierung sehr gut zeigt. Insgesamt hat man mehr als 24.000 verschiedene Geräte von knapp 1.300 verschiedenen Herstellern in der Statistik erfasst. Dadurch ergeben sich nun sehr interessante Statistiken.
Die Stagefright Sicherheitslücke in Android lässt Google nicht zur Ruhe kommen: Nachdem man dachte, dass das Problem zumindest für Besitzer eines Nexus-Smartphones nach dem Rollout des Sicherheits-Updates behoben ist, musste man nun feststellen dass der Patch keinen vollwertigen Schutz bietet. Denn auch der Patch lässt noch eine Lücke offen und macht das System weiterhin angreifbar. Einen erneuten Patch, der auch diese Lücke schließt und das System endlich wieder sicher machen soll, wird Google aber nicht vor September ausrollen.
Bei der Fülle von Apps im Google Play Store sollte man eigentlich glauben, dass es Nichts mehr gibt was es nicht gibt und mittlerweile schon alle Bereiche der Sinnhaftigkeit und Kuriosität abgedeckt sind. Mit einem neu gestarteten Portal beweist Google nun aber, dass man noch längst nicht am Ende der Fahnenstange angekommen ist und durch ein geschicktes Zusammenspiel aller Smartphone-Funktionen noch ganz neue Arten von Apps kreiert werden können. Die Android Experiments haben nicht unbedingt einen Sinn, zeigen aber doch sehr eindrucksvoll und kurzweilig die Möglichkeiten.
Immer noch hält die Stagefright-Lücke die Android-Nutzer und -Hersteller in Atem, da haben Forscher von IBM schon die nächste Lücke in Googles Betriebssystem entdeckt: Durch einen Fehler in einer internen Systemfunktion kann der Angreifer beliebigen Code im Kontext einer App ausführen und diese gar gegen eine andere austauschen. Die Lücke betrifft wieder eine große Zahl von Nutzern und war auch in der ersten Preview-Version von Android M vorhanden.
Bei Google arbeiten bekanntlich sehr viele kreative Menschen, und diese bekommen auch immer wieder die Möglichkeit, diese auszuleben. Unter anderem aus diesem Grund gibt es die Google Creative Labs, in denen eher künstlerisch wertvolle statt sinnvolle Apps veröffentlicht werden. Jetzt gibt es wieder drei neue Apps, die bestens in dieses Muster hereinpassen: Sie haben als eigenständiges Produkt absolut keinen Sinn, sind aber witzig gemacht und die dahinter stehenden Technologien könnten zumindest teilweise in einigen Produkten zum Einsatz kommen.
In den letzten Jahren haben sich die Spiele unter Android sehr stark weiter entwickelt und vor allem in punkto Grafik einige Schippen draufgelegt. Doch während die Displays immer hochauflösender, die Prozessoren immer leistungsfähiger und die Spiele immer anspruchsvoller wurden, hat sich unter der Haube von Android schon längere Zeit nichts mehr getan. Jetzt hat Google angekündigt, dass man schon bald die neue Vulkan Engine in Android unterstützen möchte, die eine deutlich bessere Leistung hat als das bisher verwendete OpenGL ES.
Im vergangenen Jahr hat Google das Android One Programm ins Leben gerufen und möchte sich damit vor allem auf die Schwellenländer wie Indien, Bangladesch oder auch die Philippinen konzentrieren, denen man eine große Zukunft im mobilen Bereich vorhersagt. Ziel des Programms ist es, möglichst viele Menschen mit günstigen Geräten zu erreichen und die eigenen Angebote in die Hände möglichst vieler neuer Nutzer zu bringen. Doch bisher war das Programm nur wenig erfolgreich, was Google nun zu einem Neustart veranlasst.
Erst vor wenigen Tagen hat Microsoft die Windows Bridges vorgestellt, mit denen sich Android- und iOS-Apps auch unter Windows 10 ausführen bzw. auf die Plattform portieren lassen. Während man eine erste Vorabversion für iOS-Apps bereits zur Verfügung gestellt hat, wurde die Android-Version aber bisher noch unter Verschluss gehalten. Jetzt wurde das Tool allerdings von einem chinesischen Software-Entwickler geleakt und kann heruntergeladen und verwendet werden. Doch die Version zeigt auch bereits eine große Schwachstelle des Tools.
Für lange Zeit sah es so aus, als wenn Microsoft auf verlorenem Posten stehen würde und mit den Strategien der letzten Jahre, allen voran Windows 8.x und Windows Phone, so ziemlich alles falsch gemacht hat was man falsch machen konnte. Doch mit Windows 10 ist dem Unternehmen sehr wahrscheinlich ein Befreiungsschlag gelungen, der es endlich wieder auf Augenhöhe mit Google & Co. bringen soll. Jetzt hat Microsoft zwei Tools vorgestellt, mit dem sich sowohl Android- als auch iOS-Apps direkt auf die Windows-Plattform portieren und dort ausführen lassen.
Seit Ende Juli schwebt das Schreckgespenst Stagefright über allen Android-Nutzern und verwandelt fast 1 Milliarde Geräte in ein mobiles Sicherheitsrisiko. Zwar hat Google bereits vor Wochen Patches an die Smartphone-Hersteller ausgeliefert, doch bisher ist davon noch keines bei den Endnutzern angekommen. Mit zwei simplen Apps lässt sich nun testen, ob das eigene Gerät ebenfalls von der Lücke betroffen ist, bzw. ob ein ausgeliefertes Update bereits Wirkung gezeigt hat.
Nachdem in Redmond spätestens seit dem Antritt von CEO Satya Nadella die Hölle bei Microsoft zugefroren ist und das Unternehmen zunehmend Software für Android entwickelt, scheint es nun auch in Cupertino bald so weit zu sein: Aktuelle Jobangebote von Apple beweisen, dass das Unternehmen in Zukunft auch Software und Apps für Googles Android-Plattform entwickeln möchte. Worum es dabei genau geht ist allerdings bisher noch unklar.
Die Situation mit der Bereitstellung und Auslieferung von Updates bei Android war noch nie wirklich zufrieden stellend und für viele Nutzer ein großes Ärgernis. Doch gerade die Ereignisse der letzten Wochen haben gezeigt, dass das ganze auch ein großes Risiko ist und Sicherheitslücken Tür und Tor öffnet. Jetzt ergreifen Google und Samsung eine dringend notwendige Maßnahme und kündigen monatliche Sicherheitsupdates für die Smartphones an.