Gestern Abend hat Yahoo! die Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2015 verkündet und musste wieder einmal einen weiteren Rückgang verkraften: Um die Analysten etwas von dieser weiteren Hiobsbotschaft abzulenken, hat man am Rande der Konferenz auch eine erfreuliche Nachricht verkündet: Yahoo! hat einen neuen 3-Jahres-Vertrag mit Google geschlossen, der es dem Portal ermöglicht, die Google Websuche und auch die Werbeanzeigen von dem Unternehmen aus Mountain View zu beziehen. Allerdings wird Google kein Exklusiv-Lieferant sein, sondern muss sich den Platz mit Microsoft und eventuellen anderen Konkurrenten teilen.
Schon zum Start von YouTube Gaming vor gut zwei Monaten hat YouTube angekündigt, dass man schon bald auch das Streaming von mobilen Spielen anbieten wird - und mit dem letzten Update wird diese Funktion nun erstmals auf die Android-Smartphones gebracht. Auf der Plattform können nun alle Android-Spiele live gestreamt werden, eine spezielle Unterstützung durch das Spiel selbst ist dabei nicht notwendig.
Google hat für die Nexus-Linie schon mit einer ganzen Reihe von Partnern zusammen gearbeitet und mit diesen gemeinsam Smartphones und Tablets entwickelt - doch ein Hersteller scheint sich dabei so gut geschlagen zu haben, das dieser nun von einem hochrangigen Google-Manager als "bester Partner" bezeichnet wird: LG. Gerade erst man gemeinsam das Nexus 5X vorgestellt, und dabei dürfte es sich wohl nicht um das letzte gemeinsame Projekt handeln.
Schon seit langer Zeit gibt es Gerüchte darüber, dass YouTube ein kostenpflichtiges Abo-Modell plant und dabei vor allem auf seine Stars setzen möchte. Der Start von YouTube Music Key vor gut einem Jahr kann als ein großer Testlauf betrachtet werden, der nun auf die gesamte Plattform und allen Videos ausgeweitet werden soll. Viele YouTuber sind in den letzten Tagen von der Plattform kontaktiert und darüber informiert worden, dass sie neuen Nutzungsbedingungen zustimmen müssen, in denen ein solches Abo-Modell vorgestellt wird.
Googles mobiles Betriebssystem Android ist schon seit einigen Jahren führend und kann noch immer in vielen Ländern ein starkes Wachstum aufweisen. Doch das hat natürlich nicht nur positive Seiten für das Unternehmen, denn auch die Wettbewerbsbehörden interessieren sich bei zunehmender Dominanz für das Betriebssystem. Die US-Handelsbehörde FTC hat nun angekündigt, dass man Untersuchungen gegen Google und Android einleiten wird, da das Unternehmen angeblich die hohe Verbreitung des Betriebssystems zur Verdrängung der Konkurrenz nutzen soll.
In der Developer-Version von Chrome for Android testen Googles Entwickler immer wieder einige Neuerungen, die in den meisten Fällen nach einigen Monaten auch ihren Weg in die offizielle Version des Browsers finden. In der aktuell ausgerollten Dev-Version gibt es nun zwei kleine Änderungen an der Oberfläche, die dem Nutzer das Leben in einigen Situationen erleichtern können: Zum einen kann nun auch die gesamte Adressleiste in der von der Webseite festgelegten Farbe eingefärbt werden und zum anderen gibt es nun eine Information für den Nutzer, wenn ein Download beendet wurde.
Seit zwei Tagen wird ein Update für die GMail-App über den Play Store ausgerollt, die keine nennenswerten Neuerungen mit sich bringt und lediglich einige Bugs beseitigt. Doch hinter den Kulissen hat sich deutlich mehr getan, und so hat AndroidPolice in der APK-Datei der App einige Hinweise auf zukünftige Funktionen erhalten. Diese bringen die App nach langer Zeit endlich wieder näher an den Standard der Browser-App und bringen ihr das Formatieren von Text und auch die lange geforderte Verbindung mit dem Kalender bei.
Unter Android hat jede installierte App die Möglichkeit, Benachrichtigungen einzublenden und den Nutzer über beliebige Dinge zu informieren. Und auch wenn sich viele Nutzer den Großteil der aktiven Zeit innerhalb von Apps aufhalten, besteht das mobile Internet natürlich nicht nur daraus, sondern auch aus mobilen Webseiten innerhalb des Browsers. Schon vor einigen Monaten hat Google daher die Push Notifications für Chrome for Android angekündigt, mit dem auch mobilen Webseiten Benachrichtigungen einblenden können - und jetzt wird diese Funktion auch von Facebook benutzt.
Nicht nur in der EU stehen Google Milliardenstrafen wegen Wettbewerbsbehinderung bevor, sondern auch in Russland hat man nun ein sehr ähnliches Problem: Russische Kartellwächter werfen Google den Machtmissbrauch durch Android und dem Play Store vor, mit denen sich das Unternehmen angeblich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen soll. Ausgelöst wurden diese Ermittlungen aufgrund einer Beschwerde des Konkurrenten Yandex.
Über mittlerweile zwei Jahrzehnte haben sich Suchmaschinen damit zufrieden gegeben, den Nutzern eine Reihe von Links anzuzeigen und diese dann auf die angeklickte Webseite weiterzuleiten. Doch zumindest für aktuelle Inhalte könnte sich dies in Zukunft ändern, denn Google soll derzeit an einer "Instant Article"-Funktion arbeiten. Diese soll Inhalte auf dem Google-Server hosten und dem Nutzer dann direkt innerhalb der Websuche anzeigen, ohne dass eine externe Seite aufgerufen oder die Websuche verlassen werden muss.
Google hat, das liegt in der Natur der Sache, ein sehr gespaltenes Verhältnis zu AdBlockern: Einerseits duldet man diese im Chrome Web Store und sieht dabei zu, dass diese die Spitzenplätze der Charts erklimmen, aber auf der anderen Seite leidet natürlich das eigene Geschäftsmodell darunter. Jetzt wendet das YouTube-Team einen Trick an, mit dem man Nutzern eines AdBlockers ein Schnippchen schlagen will: Bei aktiviertem AdBlocker ist es ab sofort nicht mehr möglich, die Werbeanzeige vor einem Video zu überspringen.
Immer mehr Webseiten und Online-Angebote haben eigene Apps im Angebot um ihre Inhalte aufzubereiten und den Nutzer einfacher an sich zu binden. Eine solche Verknüpfung ist seit einigen Monaten sogar ein Ranking-Faktor in der Google Websuche, aber dennoch sollte man es mit der Promotion der eigenen App nicht übertreiben: Wer seinen Besuchern beim Aufruf der mobilen Seite den Download der eigenen App zu sehr ans Herz legt - sprich mit einer Vollbildanzeige - der wird schon bald dafür von Google abgestraft und im Ranking weiter nach Unten gestuft.
Mit Inbox betreibt Google derzeit noch eine zweite Mail-Verwaltung neben GMail, die zwar auf die selbe Datenbank zugreift, aber eine völlig eigenständige und grundlegend andere Oberfläche besitzt. Da man mit Inbox neue Wege gehen wollte, hatte man absichtlich viele Funktionen von GMail nicht übernommen und erst einmal nur eine grundlegende Mail-App entwickelt. Diese wird nun nach und nach weiterentwickelt und um neue Features ergänzt: Ab sofort lassen sich mit Inbox nun auch Mail-Texte wieder grundlegend formatieren.