Social Graph API
Mit XHTML Friends Network (Kurz: XFN) lassen sich ausgehende Links nach sozialen Aspekten beschreiben: So kann etwa angegeben werden dass ich mit dem Webmaster von Link A verwandt bin, mit Link B garnichts zu tun habe und Link C meine Freundin ist. Genutzt wird diese Technik vorallem in Blogrolls sehr intensiv, allerdings wurde sie bisher kaum bis garnicht ausgewertet. Zu diesem Zweck gibt es jetzt die Social Graph API von Google.XFN-Daten können per Rel-Angabe zusätzlich zum A-Tag hinzugefügt werden und geben dem Robot der Suchmaschinen so Hinweise darauf in welcher Beziehung die beiden Webseiten miteinander stehen. Leider wurden diese Daten bisher weder von Suchmaschinen noch von Browsern offiziell ausgewertet oder genutzt - so dass diese Angaben eigentlich immer im verborgenen geblieben sind und sich diese Technik bisher dadurch kaum verbreiten konnte.Google hat diese Daten (wen wundert es?) aber natürlich schon gesammelt und auch ausgewertet und stellt diese jetzt via der Social Graph API bereit. Die API ist, ähnlich wie die Chart API rein URL-basiert und gibt seine Daten im bekannten GData-Format zurück. Nach Angabe einer Webseite wird eine Liste von Links mit XFN-Angabe zurückgegeben, inklusive der Beziehung der Webseiten untereinander.Einen wirklichen Anwendungsbereich gibt es für diese API für den normalen Nutzer meiner Meinung nach nicht, dafür aber umso mehr für soziale Netzwerke. Gerade für Open Social ist das mal wieder mehr als interessant und kann dazu beitragen Profile automatisiert ohne jegliches Zutun des Users aufzubauen. Die Veröffentlichung der API soll jetzt wohl lediglich die User dazu anspornen diese Technologie zu nutzen.P.S. Fast vergessen: Die Social Graph API wertet auch FOAF-Dateien aus.» Ankündigung im Google Code Blog[thx to: 7h0ma5]
Urchin Mit der Übernahme von Urchin Software hatte Google damals nicht nur die Software für das heute populäre Google Analytics übernommen, sondern auch weitere Analyse-Software für andere Anwendungsbereiche. Eine davon heißt schlicht und ergreifend Urchin und ist für den lokalen Einsatz auf dem Server konzipiert. Heute wurde, nach der Ankündigung im Oktober, eine 90-Tage-Beta-Testversion veröffentlicht.Urchin
Im Gegensatz zu Google Analytics wird Urchin nicht per Script in eine Webseite integriert, sondern sammelt seine Daten direkt vom Server. Die Software läuft also lokale und nistet sich tief im System ein. Auf diese weise können noch mehr Daten gesammelt werden (die allerdings [noch] nicht zu Google gesendet werden) und einzelne Abläufe können sehr viel genauer getrackt und individuell ausgewertet werden.Die Features die zusätzlich zu den Analytics-Funktionen zur Verfügung stehen: - Noch bessere Geo-Referenzierung der Besucher - E-Commerce-Verläufe können noch besser nachverfolgt werden - Verbesserter Kalender zur Überwachung und dem automatischen Starten von Cronjobs - Verbessertes User-Interface - Stabilere Speicherung der LogdateienÜber 2 Jahre lang hatte Google die Software nicht weiter entwickelt und sich ausschließlich auf Google Analytics konzentriert - bis es dann zu Protesten der User der damaligen Software kam. Seitdem kam wieder Bewegung in die Sache und Google hat beschlossen die Software weiter zu entwickeln. Allerdings scheint man sich auch weiterhin davon etwas distanzieren zu wollen, denn auch das neue Produkt wird nicht unter eigenem Namen veröffentlicht.Da Google die Daten die durch die Software gesammelt werden nicht verwenden kann, lässt man sich den Einsatz dieser Software kräftig vergolden: Nach einem kostenlosen 90tägigem Test müsst ihr schlappe 2.995 Dollar für das Programm auf den Tisch legen. Für Privatanwender kaum lohnenswert, auf großen Webseiten aber sicherlich eine gute Alternative zur bisherigen Statistik-Software.» Urchin downloaden oder kaufen » Ankündigung im Google Analytics-Blog
YouTube Seit heute besitzt die Suche bei YouTube ein Drop Down Menü. In diesem Menü finden sich die Videos und Kanäle. Ich finde diese Änderung ist gerade für Nutzer schön, die nur eine langsame Verbindung besitzen. Ein anderer Grund könnte auch sein, dass fast keiner Kanäle nutzt und Google durch das Menü diese etwas beliebter machen will. Das könnte ein erster Schritt sein, um YouTube etwas googliger zu machen. Meiner Meinung nach könnte das Menü auch erweitert werden. Zum Beispiel um Freude. Wenn ein Kumpel sehr viele Videos hochgeladen hat, kann es ja sein, dass er genau das hat wonach man gesucht hat. Eine andere Möglichkeit könnte "Gruppen" sein. Ich schätze mal kaum ein YouTube Nutzer weiß, dass es Gruppen gibt, übrigens auch eine für den GWB. So könnte aus YouTube eine Social Community werden.Ergänzung: Bei einer Suche Videos wird nun auch die Kanalsuche vorgeschlagen. Zum Beispiel Deutschland [Thx to: fabi]
Maps Seit einigen Monaten kann man das aktuelle Wetter in Google Earth betrachten. Nun gibt es für Google Maps ein Layer.Leider bleiben die Einstellungen welche Wolken angezeigt werden sollen, die Temperatureinheit und die Points of interest nicht gespeichert. Die Karte ist wie man sieht die sogenannte Terrain-Ansicht. Die Daten werden von weather.com gestellt.» The Weather Channel Interactive Weather Layers[InsideGoogle]
Microsoft + YahooWie bereits in Gerüchten nach der Verkündung der schlechter werdenden Lage bei Yahoo öfter gemunkelt wurde, kam nun tatsächlich ein Kaufangebot von Microsoft. Microsoft ist bereit 45 Milliarden US-Dollar für das Unternehmen zu zahlen. Damit bewegt sich das Angebot weit über dem aktuellen Börsenwert. Bereits im Mai 2007 hatte Microsoft angekündigt Yahoo kaufen zu wollen. Nun scheint die Aktie offensichtlich günstig genug, um die Transaktion durchzuführen. Laut Microsoft soll der Deal im 2. Halbjahr abgeschlossen werden. Die Google-Aktie ist abgeschlagen um etwa 8%.Doch Microsoft scheint zuversichtlich und kommentiert, dass eine Verdoppleung des Online-Webemarktes von 40 Millarden auf 80 Milliarden US-Dollar von 2007 zu 2008 erwartet werde. Yahoo-Sprecher kommentieren, dass der Markt zudem zunehmend von einer Firma dominiert wird. Wer gemeint war, kann man sich denken...Chief Software Architect bei Microsoft Ray Ozzie kommentiert das Angebot: "Die Kombination der beiden großartigen Teams würde uns ermöglichen, gemeinsam eine breite Palette von Lösungen und Anwendungen für unsere Kunden zu liefern, zu der jeder als einzelnes Unternehmen nicht in der Lage gewesen wäre." Die möglichen Einsparungen durch die Fusion belaufen sich laut Microsoft auf etwa eine Millarde US-Dollar jährlich.Auch Yahoo hat inzwischen Stellung bezogen. Demnach soll das Angebot schnell geprüft werden. Der Verwaltungsrat werde die "unaufgeforderte" Offerte sorgfältig und rasch abwägen. Man wolle das beste Vorgehen im Sinne der Aktionäre wählen.Wird Yahoo das Angebot annehmen ? Und muss sich Google nun warm anziehen ?Ergänzung von Pascal: Die Yahoo Aktie steht nun im Vorhandel bei 30,31 $ (+60 %) und damit nur knapp unter dem was Microsoft bietet. Microsoft herhofft sich einen zusätzlichen Gewinn von 1 Milliarde pro Jahr. Laut Kevin Johnson, Präsident von Microsofts Platforms & Services sei es besser mehr als einen Marktteilnehmer zu haben.Die Hälfte des Kaufpreises soll bar auf den Tisch gelegt werden, die anderen 50 % in Form von Microsoft Aktien. Das zeigt wiederum, dass Microsofts Pläne schon weitestgehend abgeschlossen sind, denn auch die Yahoo Ingenieure und Speziallisten sollen bald weitergebildet werden und an MS-Maßnahmen teilnhemen. Kommentar von Stefan:Auch wenn Microsoft im Vergleich zu Google gigantische Barreservern hält, ist diese hohe Kaufsumme davon nicht gedeckt. Die Hälfte soll daher in Microsoft-Aktien beglichen werden, die darauf promt leicht federten.Solche starken Kursschwankungen nach oben haben wohl weder Google, Yahoo noch Microsoft in der letzten Zeit verzeichnen können... Offensichtlich sind die Aktionäre begeistert von dem Angebot.Ergänzung: Vote!Offizielle Presseankündigung zu dem Angebot von Microsoft Pressekonferenz mit Telco und PräsentationPowerPoint Präsentation zur Pressekonferenz[heise.de, golem.de, ARD, ftd.de, AFP, winfuture.de, focus.de , reuters, Google Blogscoped, redmondSpy, bloomberg, cnn; thx to: MainP]
Marissa Mayer Googles Produktchefin Marissa Mayer hat wieder einmal in die Zukunft der Suchmaschinen geblickt und sich dabei vorallem auf das sogenannte "Social Search" bezogen. In der Zukunft sollen Suchergebnisse nicht mehr nur statisch oder auf die eigenen Bedürfnisse angepasst personalisiert sein, sondern auch die Profile der Freunde mit einbezogen werden. Aber ob die User das wirklich wollen?Bisher hat es Google noch nicht einmal geschafft den eigenen Suchverlauf, Surfverlauf, die Bookmarks oder weitere Daten zur Personalisierung der Suchergebnisse mit einzubeziehen, aber Marissa geht schon einen Schritt weiter: In ferner Zukunft sollen die Suchergebnisse auch von den Bookmarks und den Verläufen von Freunden geprägt sein. Wenn eure Freunde eine bestimmte Seite besuchen soll diese dann in Folge auch bei euch weiter oben in den Suchergebnissen stehen.
Social search happens every day. When you ask a friend ?what movies are good to go see?? or ?where should we go to dinner??, you are doing a verbal social search. You?re trying to leverage that social connection to try and get a piece of information that would be better than what you?d come up with on your own.For example, it?s clear that people would attribute more authority to the pages that their friends have visited. So if we took Web History and allowed that data to influence rankings, such that pages that your friends have visited were now bumped up in your search ranking, that that might be a good augmentation to something like personalized search. In essence, it?s a fusion of personalized and social search. In this case, what we would do is say: This Google Mail account which maps to Marissa Mayer then maps to these other friends, allow those friends to influence this ranking.
Die Frage ist ja nur, ob die User das wirklich wollen und wie sinnvoll das ganze ist. Auch der allerbeste Freund hat dennoch andere Interessen und Vorlieben als ich und sollte nicht in meinen Suchergebnissen rumpfuschen. Es kann natürlich praktisch sein wenn man gemeinsame Termine oder Ausflüge plant, aber nicht bei der persönlichen oder alltäglichen Suche.Am besten wäre so eine Funktion natürlich wenn sie individuell zuschaltbar ist. Google müsste also 3 verschiedene Suchergebnisse aufbauen: Statisch, Personalisiert, Freunde-bezogen personalisiert. Eventuell könnte man auch jeden Freund einzeln hinzuschalten bzw. aus einer Suche entfernen dürfen. Denn nur weil mein Freund Porno-Surfer ist, muss ich nicht die gleichen Interessen haben wenn ich nach einem Star suche ;-)Die Frage ist natürlich auch, wie Google erkennen möchte wer Freund und wer Feind ist. Das läuft ja schon bei den Reader Shared Items etwas verquer... Natürlich könnten die Daten von OpenSocial mit einbezogen werden, aber auch diese werden von den meisten nicht wirklich gepflegt und ein Großteil der User nimmt eh jede Freunde-Anfrage einfach an...Marissa erklärte übrigens auch, dass sie nicht glaubt dass solche oder ähnliche Funktionen innerhalb der nächsten 10 Jahre zu erwarten sind. Sie betonte auch dass Google derzeit nicht an solchen Funktionen bastelt. Wohl aber wird man ein passendes Konzept in der Schublade haben, sonst hätte sie wohl kaum darüber erzählt...[Google Blogoscoped, Google OS]
Google Pünktlich zu Ende des Monats hat Google seine aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht: Im abgelaufenen Quartal hat das Unternehmen einen Umsatz von 4,83 Milliarden Dollar im Gegensatz zu 4,32 Milliarden im Vorquartal erwirtschaftet. Die Gewinnverteilung zwischen AdSense, der Google.com-Werbung und den weiteren Einnahmequellen ist hingegen gleich geblieben. Insgesamt hat Google einen Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet.Google Gewinnanteile
Auch in diesem Quartal kann Google seine Tradition, den Umsatz in jedem Quartal zu steigern, (noch) beibehalten: Immerhin eine halbe Milliarde Dollar mehr als noch vor 3 Monaten. Dennoch ist Google mehr als offensichtlich viel zu abhängig von der Werbung - lediglich 1% werden durch den Verkauf von Lizenzen, Speicherplatz und anderen Einnahmequellen gedeckt. 65% stammen von AdWords und 34% von den AdSense-Partnerwebseiten.Auch die Zahl der Mitarbeiter wurde in diesem Quartal noch einmal erhöht: Waren es im 3. Quartal noch 15.916 Googler, steht der Counter mittlerweile bei 16.805 Vollzeitangestellten. Also auch hier verläuft noch alles positiv und problemlos. Dennoch sind die Anleger enttäuscht - was ist schon eine halbe Milliarde Zuwachs? Die Aktie fiel nach der Ankündigung um 6,5%...» Die nackten Zahlen bei Google » Google-Quartalszahlen in der Übersicht[Googlified]