Android

Im März stellten wir ein Tool für Android vor, welches Kontakte, Apps, Lesezeichen und Musik mit einer Geste aufruft. Dazu genügt es, wenn man den Anfangsbuchstaben auf das Smartphone schreibt. Um das Programm jetzt noch leichter starten zu können, gibt es in der neuen Google Gesture Search 1.2 ein Flip-Mechanismus. 

Und so funktioniert es: Man muss jetzt das Smartphone nur noch kurz in eine Seitenlage bringen und dann wieder zurück in die normale Position. Damit aber nicht jedes Mal das Programm aufgerufen wird, wenn man gerade mit etwas Anderem beschäftigt ist, hat man einige Optionen und Regler, bei denen man die Empfindlichkeit einstellen kann.



Neu in Version 1.2 außerdem: Bessere Benutzbarkeit und eine bessere Performance, damit alle Inhalte noch schneller gefunden werden. Leider fehlt weiterhin die Möglichkeit, dass man die Gesture Search im Alltag (bspw. im Web) benutzen kann.

Google Gesture Search 1.2 kann für jedes Android-Telefon ab Android 1.6 heruntergeladen und installiert werden. QR-Code.

» Android-App: Google Gesture Search
Open Spot

OpenSpot ist eine neue Anwendung für Android und soll bei der Such nach einem freien Parkplatz helfen. Das Tool steht als Google Labs kostenlos zum Download bereit. Freie Parkplätze kann jeder mit der Software eintragen.

OpenSpotDie Markeriungen für frei Plätze werden maximal 20 Minuten angezeigt und ändern ihre Farbe. Neu eingetragene sind rot, nach fünf Minuten wird diese orange und nach 10 Minuten ist der Parkplatz gelb markiert. Zum Eintragen wird ein Google Account benötigt. Eine Verknüpfung der OpenSpot-Daten mit dem Login findet aber laut den Datenschutzhinweisen nicht statt.

Android Open Spot

Desweiteren kann man Karma points vergeben. Wofür diese genau ist, erklärt Google aber noch nicht. Die App steht derzeit vermutlich nur in den USA zum Download über den Android Market bereit. Einfach nach Open Spot suchen oder diesen QR-Code scannen:
 
» Open Spot
Maps

Google hat heute zwei neue Experimente im Google Maps Labs veröffentlicht. Mit dem einen bekommt man eine kompakte URL, das andere vergrößert mit zwei Klicks jeden Ort der Welt maximal.

Short URL bzw. Kurze URL kürzt die teilweise recht langen URLs zu Google Maps mithilfe von goo.gl auf ein erträgliches Maß. Eine URL schaut dann bspw so aus: http://goo.gl/maps/KppE. Der Nachteil an diesem Test ist aber, dass man den Code zum Einbinden der Karte nicht mehr angezeigt bekommt. 

Show Me Here! bzw. Hier anzeigen! fügt einen weitere Punkt zum Kontextmenü hinzu. Hiermit kann man eine Stelle maximal vergrößern.
Reader

Google Reader hat ein klein wenig Update bekommen. Zwei, drei Features, die wir euch schon vorgestellt haben, und natürlich Neuigkeiten, die erst jetzt zum Vorschein kommen.

Der Blog-Eintrag beginnt sehr lustig. "A little bit of polish --- Jak wielokrotnie robili?my w przesz?o?ci, ekipa Google Reader po?wi?ci?a czas pomi?dzy wypuszczaniem wiekszych projektów na prac? nad ma?ymi usprawnieniami i napraw? istniej?cych b??dów --- Oh wait, not that kind of Polish, this kind of polish." Google Reader wurde mal wieder aufpoliert, das gibt man auch stolz bekannt.

Und das sind die Updates:
- HTML5-Audio und -Video-Tags in Reader
- Mehr Empfehlungen

Reader Play
und heute kommt ein weiteres Update: Dieses Mal für den neuen Play-Service, der den Reader visualisieren kann. Denn der Reader Play unterstützt jetzt die Autowiedergabe, das manuelle Abschalten der Willkommens-Seite und man kann sich jetzt auch spezielle Feeds anzeigen lassen.

Automatische Wiedergabe
Man muss dazu autoplay=1 in die URL einfügen. Beispiel: reader/play/?autoplay=1
Abschalten der Willkommens-Seite
Diese Option schaltet die Willkommens-Seite von Play ab und springt direkt zur Präsentation. Beispiel: reader/play/?welcome=0
Speziellen Feed anzeigen
Und diese Option kann einen gewissen Feed, nicht den kompletten Reader, anzeigen. Dazu einfach #feed/ angeben. Beispiel: reader/play/#feed/http://feeds.feedburner.com/jmboard/UITV

Information bei automatischen Update
Reader Update
Wenn der Reader mal wieder aktualisiert wird, wird man darüber direkt informiert. Eine kleine Leiste on Top zeigt an, ob Reader grade ein Update bekommen hat und man die Seite nachladen sollte. Das ist besonders für Benutzer interessant, die Reader den ganzen Tag im Tab offen haben (wie ich ;)).
transliteration

Google hat heute 5 neue Sprachen in seine Transliteration-Tools hinzugefügt. Letztes Jahr wurden insgesamt 17 neue Sprachen hinzugefügt. Damit kann der Editor jetzt in 22 Sprachen umformatieren.

Habt ihr schon mal probiert, auf einer russischen Tastatur zu schreiben? Es wird schwierig, wenn man nie weiß, welche Bedeutung ein Buchstabe hat. Zumal man ja nicht immer entsprechendes Tastatur-Layout zur Hand hat. Also sucht man sich Transliterations-Tabellen im Internet heraus und kopiert mühsam von Hand Buchstaben oder Worte. Das beansprucht Zeit und ist nicht ganz einfach, denn nicht jedes Wort ist direkt zu finden.

Google schafft Abhilfe: Was zunächst einmal als "Geschenk" an die Hindi's gedacht war, hat sich mittlerweile zu einen brauchbaren Editor gewandelt. Zunächst gibt es das Offline-Transliteration-Tool. Dieses wendet einfach gängige Worte an und setzt dann alles formatiert in die Sprache um. Dabei kann man noch zwischen vorgegebenen Möglichkeiten wählen. Aber als bessere Methode, da schneller geladen und mehr Formatierungsmöglichkeiten, stellt sich der HTML-Editor heraus. Dieser hat sogar ein Wörterbuch, indem man unbekannte Begriffe nachschlagen kann. Was aber toll am Offline-Editor ist: Er unterstützt jetzt auch 64-Bit-CPUs und hat die Möglichkeit, Macros einzuspeichern.

Tranliteration

Schön einfach: Die IME legt sich in die Sprachenleiste von Windows. Möchte man etwas in der Sprache eingeben, muss man nur noch diese auswählen und lostippen - mehr nicht. Als Möglichkeit hat man dann noch, einzelne Buchstaben auszuwählen.

Der Editor erklärt sich von selbst: Links wählt man die Sprache. Dann tippt man Wort für Wort ein; bei jedem Leerzeichen gibt es eine automatische Transliteration.

Etwas ganz Neues bietet aber die Script Converter Engine im Google Labs an. Der Script-Converter kann Webseiten oder Text in die jeweilige Sprache übersetzen und sogar zurückübersetzen (Englisch), sodass schnelles Übersetzen von Texten oder Webseiten möglich wird. Klassischer Weise kann man aber auch den Google Translator nehmen, der einem auch Texte (fast) wortwörtlich wiedergeben kann.
Calendar Labs

Google hat ein weiteres Experiment im Google Calendar Labs vorgestellt. Der Smart Rescheduler ist ein Gadget für den Google Kalender und soll das erneute Planen von Terminen vereinfachen. 

Ein weiterer Kalender zeigt an, ob Kontakte Zeit haben. Hier findet man nur Einträge, die von den anderen freigeben wurden. Google schlägt dann eine mögliche Zeit vor, die mit den Terminen der anderen in keinem Konflikt stehen. Weitere Details findet Ihr im Google Mail Blog.
Labs

Im Google Labs gibt es seit Juni 2009 ein Experiment mit dem Namen "Sputnik", welches in erster Linie die JavaScript-Engines dieser Welt testen soll. Heute ist der neue Test-Runner gestartet, der auch die JavaScript-Engines live auf Fehler in der Kompatibilität überprüfen kann.

Man kennt es ja schon von den verschiedenen Acid-Tests, die die JavaScript-Engine nach Fehlern und Kompatibilitäten abklopfen. Eine JavaScript-Engine ist ein komplexer Teil eines Browsers, der alle JavaScript-Funktionen interpretiert und ordentlich umsetzt, vorallem in letzter Zeit durch das AJAX-Thema hochgekocht wird. Ferner ist es um so wichtiger, dass die JavaScript-Engine ordnungsgemäß arbeitet und keine Fehler produziert. 

Diesen Test mögen die Google-Leute sich abgeschaut oder besser gemacht haben, denn mit ihrer neuen Entwicklung aus dem Google Labs, Sputnik, soll man seine JS-Engine auf Fehler überprüfen lassen. Das ist ein ziemlich langwieriger Prozess, der einige Minuten und knapp 5000 Tests später zu einem Ergebnis führt: Opera 10.50 liegt mit nur 78 Fehlern vorne, Googles Browser Chrome 4 und Mozilla Firefox 3.6 liegen fast gleich auf mit rund 250 Fehlern und Internet Explorer 8 mit 463 JavaScript-Fehlern weit abgeschlagen.

Sputnik Test
Grafik: Google Chromium Blog 

Das Test-Script richtiet sich nach dem ECMAScript-Standard, welcher jetzt auch in Version 5 verfügbar ist. Dieser Standard beschreibt, wie die JavaScript-Sprache als Webstandard aufgebaut ist und auch benutzt werden sollte.

Das Tool möchte auch erreichen, dass Webentwickler entlastet werden und die Inkompatibilitäten zwischen den verschiedenen JavaScript-Engines zurückgehen oder ganz eingestellt werden (zum Beispiel catch-Befehle endlich ein Ende haben). Damit wäre vorallem dem Endanweder geholfen, der die Webseite und das JavaScript auf der Webseite in jedem Browser richtig anzeigt und ausgeführt bekommt.

Mehr Informationen zum Tool und zur Bauweise findet man auf der neuen Webseite des Tools selbst. Dort kann man den Test auch mit allen JS-Enabled Browsern durchführen sich Erklärungen zum Ablauf geben lassen.
Reader
Google Reader Play ist ein experimentelles Feature für den Google Reader. Es stellt einen Feed in einer anderen Form dar und ermöglicht es viele andere Feeds zu finden. Diese sind nach Möglichkeit personalisiert.

Man kann jeden einzelnen Feed oder auch einen ganzen Ordner in Reader Play öffnet, wenn man im Menü „view in Reader Play“ wählt. Zwei Pfeile machen das Lesen des nächsten bzw. vorherigen Eintrags möglich. Funktionen wie markieren, bervorzugen („like“) und weiterempfehlen sind ebenfalls zu finden.

Reader

In Reader Play fließen auch Empfehlungen von Kontakten ein. Google Reader Play steht unter google.com/reader/play zur Verfügung.
Calendar Labs

Google hat gleich drei neue Experimente für den Google Calendar im Labs veröffentlicht. Derzeit werden in den deutschen Einstellungen lediglich zwei angezeigt. Die Experimente heißen: Automatisches Ablehnen von Terminen, Freundliche Erinnerungen und Kalenderflair.

Letzteres findet man nicht im deutschen Interface. Es lässt sich aber nutzen, wenn man es auf Englisch aktiviert und dann wieder Deutsch als Sprache auswählt. Dieser Test fügt sich als weiteres Gadget in die Sidebar ein. Wählt man nun einen Termin aus, kann man über dieses Gadget ein Icon für den Termin auswählen. Derzeit stehen 40 verschiedene Icons zur Verfügung.

Calendar Icons

Freundliche Erinnerungen deaktivieren den PopUp und zeigen stattdessen einen Hinweis im Kalender. Dadurch kann man weiterarbeiten, bekommt aber dennoch einen Hinweis auf den Termin, da der Google Calendar Tab blinkt. Nutzt man Google Chrome, schaut es dank Desktop Notifications etwas anderes aus:

Google Calendar Notifications

Mit „Automatisches Ablehnen“ werden Einladungen zu Terminen automatisch abgelehnt, wenn ein anderer Termin, der zeitgleich stattfindet „Beschäftigt (Einladungen ablehnen)“ markiert ist.

» Labs Einstellungen
Public Data Explorer

Google seit Ende 2009 kann man in den Suchergebnissen direkt Daten von der Weltbank einsehen. Google hat nun ein neues Experiment im Google Labs veröffentlicht, dass diese Daten visualisiert und interaktiv darstellt. Neben der Weltbank findet man auch Daten der EU und einigen anderen. Der Dienst heißt Google Public Data Explorer.

In seiner Ankündigung schreibt Google, dass man die Suchprotokoll gezielt nach Informationen durchsucht hat, die viele Nutzer wissen wollen. Diese Erhebung erfolgte anonym. Diese Themen interessieren viele Nutzer:
1. School comparisons
2. Unemployment
3. Population
4. Sales tax
5. Salaries
6. Exchange rates
7. Crime statistics
8. Health statistics (health conditions)
9. Disaster statistics
10. Gross Domestic Product (GDP)
11. Last names
12. Poverty
13. Oil price
14. Minimum wage
15. Consumer price index, inflation
16. Mortality
17. Cost of living
18. Election results
19. First names
20. Accidents, traffic violations
Alle 80 findet man in diesem PDF.

Weiter heißt es, dass es viele gibt, die sich für Statistiken interessieren, aber die Auswertung zu komplex ist. Deswegen will man mit dem Google Public Data Explorer diese Daten visualisiert und durch verschiedene Diagramme verständlicher machen. Zudem ist es kinderleicht einzelne Daten herauszufiltern. Interaktiv kann man den Zeitraum einschränken.

Jedes Diagramm kann man auch in Webseiten einbinden. Hier das BIP von Deutschland, Österreich und der Schweiz: