Labs
Google Wave lässt sich über verschiedene Gadgets erweitern und man kann so schnell Umfragen machen, eine Karte einbinden oder einfach nur gemeinsam eine Runde Sudoku spielen. Bekanntlich hat Google seinen Dienst eingestellt, lässt ihn aber noch einige Zeit online. Google Shared Spaces erlaubt die Nutzung von Gadgets auch ohne Wave.

Derzeit gibt es noch nicht alle Gadgets ohne Wave, aber es sind schon einige nützliche dabei. Ruft man eines davon auf, wird man aufgefordert sich bei einem Konto anzumelden. Zur Auswahl steht nicht nur Google, sondern auch Yahoo und Twitter.

Danach muss man ggf. noch bestätigen, dass Shared Spaces auf Google Buzz zugreifen darf. Nun erhält man eine einzigartige URL, die man seinen Kollegen schicken kann. So lässt sich zum Beispiel ein Bild gemeinsam malen.

Hier ein Beispiel eines „künstlerisch wertvollem“ Bild:

Google Shared Spaces

Wer will, kann hier weiter malen.

Alle Gadgets findet man auf dieser Seite. Außerdem gibt es für dieses Google Labs auch eine API und externe können eigene Gadgets schreiben.
Body Browser
Auf dem Chrome OS Event hat Google auch eine Demo des Google Labs Body Browser gezeigt. Dieser Test setzt auf WebGL und benötigt einen modernen Browser wie Chrome 9 (dev, Canary) oder Firefox 4 Beta1 oder neuer.

Google nutzt für die gesamte Anwendung moderne Techniken und verzichtet im Gegensatz zu ähnlichen Seiten auf Flash oder andere Plugins. Über einen Schiebregler kann man die Haut, Muskeln, Knochen, Organe, den Blutkreislauf und das Nervensystem ausblenden. Auch das einzelne Ausblenden ist möglich.

Wer Chrome 8 verwendet und es mal testen möchte, sollte sich das Canary Build installieren. Weiterhin werden Firefox 4 und andere Browser mit WebGL unterstützt. Über die Suche findet man auch bestimmte Elemente des Körpers zielgenau und bekommt dann die Position angezeigt.

» Body Browser
Labs

Google hat über das Google Labs einen neuen Service für Indien gestartet. Mit Indic Music Search kann man - wie der Name schon sagt - nach indischer Musik suchen. Derzeit begrenzt sich der Service aber auf Musik in Hindi.

Mit den Partnern  in.com, saavn and saregama bietet Google es Nutzern aus Indien auch an sich die Songs komplett anzuhören. Zahlreiche Gerüchte und Spekulationen besagen, dass Google einen ähnlichen Dienst auch in den USA starten will. Es wird immer wieder von Dezember im Zusammenhang mit Android 3.0 gesprochen.

Nachdem sich Google noch immer nicht mit der GEMA wegen YouTube einigen konnte, wird es wohl so einen Dienst - falls er starten sollte - noch nicht sofort in Deutschland geben.

Indic Music Search kann auch von Deutschland aus aufrufen und sich die Songs anhören.  
Android Labs

Auch bei Google arbeiten Menschen, die über ein Handicap verfügen (hier ist jetzt nicht Golf gemeint). Einer von diesen ist T.V. Raman. Er ist im Alter von 14 Jahren erblindet und setzt sich für die Barrierefreiheit im Internet und in Software ein. Seit 2005 arbeitet er bei Google. Nun hat er zwei Apps veröffentlicht, die die Barrierefreiheit von Android verbessern.

In der Ankündigung schreibt Raman, dass er die Aussprache von Routen bei Google Maps sehr nützlich findet. Aber seit es mit Google Maps 4.5 die Fußgänger-Navigation nun auch auf dem Android gibt, wollte er diese für blinde nutzbar machen. WalkyTalky gibt die Adressen in der Nähe wieder wenn man an ihnen vorbei läuft. Gleiches gilt für Straßennamen. Die Richtungen für die Navigation werden ausgesprochen. 

Mit Intersection Explorer kann man Karten erkunden. Bewegt man seinen Finger über die Karte, dann wird der Straßennamen sowie je nach Auswahl auch die Entfernung zur nächsten Kreuzung wiedergeben.

Wenn ihr die Apps mal ausprobieren wollt, sucht einfach im Market danach. Man findet sie auch im deutschen Market. Lokalisiert - also übersetzt - ist die App noch nicht. Englische Begriffe wie currently, move, and, meters und named werden einfach auf Deutsch vorgelesen.

T.V. Raman hat bei Adobe zum Beispiel auch die Barrierefreiheit des PDF-Formats entwickelt.

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Calendar Labs

Google hat ein altes Experiment im Calendar verbessert. Ab sofort kann man über die Einstellungen für das Labs Freundliche Erinnerungen bzw. Gentle Reminders auch festlegen, dass bei einer Erinnerung ein Sound abgespielt werden soll. 

Gentle Reminders greift aut Desktop Notifications zurück. Diese Technik wird derzeit nur von Chrome unterstützt. Ist das Experiment aktiviert, dann erinnert Google nicht mit einem Alert via JavaScript an den Termin sondern nutzt Desktop Notifications. Hierdurch kann man weiter mit arbeiten und der Browser wechselt nicht in den Calendar-Tab.

Für den Sound benötigt man Flash.  
Google Scribe

Google hat heute eine neues Produkt im Google Labs veröffentlicht. Mit Google Scribe soll sich das Tippen von Texten beschleunigen. Derzeit funktioniert das leider nur auf Englisch, da aber ein Auswahlmenü bereits vorhanden ist, kann man davon ausgehen, dass Google weitere Sprachen einführen wird.

Bei der Eingabe eingier Buchstaben schlägt Google in einer Liste weitere Worte vor. Unter bestimmten Bedinungen schlägt Google auch gleich vor, wie der Satz weiter gehen könnte. Jeder Vorschlag hat eine Nummer. Drückt man auf der Tastatur eine dieser Nummern, dann übernimmt Google den Vorschlag mit der Nummer. Den ersten kann man auswählen, wenn man auf Enter drückt.

Scribe

Google stellt das Tool aber nicht nur auf scribe.googlelabs.com zur Verfügung, sondern bietet auch ein Bookmarklet an. Mit diesem kann man das Tool auf jeder Webseite installieren. Hierfür muss man den Link Google Scribe Bookmarklet in die Lesezeichenleiste des Browsers ziehen. Bei der gewünschten Seite nun das Lesezeichen anklicken und schon installiert sich Scribe. Das Tool lässt sich auch im TinyMCE verwenden, den Wordpress zum Beispiel im Admin einsetzt.  

» Google Scribe
» Hilfe mit Tastenkürzel 
Android

Im März stellten wir ein Tool für Android vor, welches Kontakte, Apps, Lesezeichen und Musik mit einer Geste aufruft. Dazu genügt es, wenn man den Anfangsbuchstaben auf das Smartphone schreibt. Um das Programm jetzt noch leichter starten zu können, gibt es in der neuen Google Gesture Search 1.2 ein Flip-Mechanismus. 

Und so funktioniert es: Man muss jetzt das Smartphone nur noch kurz in eine Seitenlage bringen und dann wieder zurück in die normale Position. Damit aber nicht jedes Mal das Programm aufgerufen wird, wenn man gerade mit etwas Anderem beschäftigt ist, hat man einige Optionen und Regler, bei denen man die Empfindlichkeit einstellen kann.



Neu in Version 1.2 außerdem: Bessere Benutzbarkeit und eine bessere Performance, damit alle Inhalte noch schneller gefunden werden. Leider fehlt weiterhin die Möglichkeit, dass man die Gesture Search im Alltag (bspw. im Web) benutzen kann.

Google Gesture Search 1.2 kann für jedes Android-Telefon ab Android 1.6 heruntergeladen und installiert werden. QR-Code.

» Android-App: Google Gesture Search