Wenn Google Umbauarbeiten oder Änderungen in einem weit verbreiteten Produkt ankündigt, dann kann es auch schon mal länger dauern. Vor gut drei Monaten wurde der Übergang von Google Feed auf Google Discover angekündigt - und heute ist es nun endlich soweit. Viele Nutzer sehen nun statt den Feed die Discover-Seite, die sich auf den allerersten Blick kaum von der alten Version unterscheidet. Dennoch gibt es viele wichtige Neuerungen.
Zum 20. Geburtstag der Websuche hat Google einige große Verbesserungen angekündigt, die nun nach und nach ihren Weg zu den Nutzern finden. Dazu gehörte auch die Ankündigung, dass der Google Feed unter der neuen Bezeichnung Discover auf die mobile Startseite kommt - übrigens die größte Änderung der Startseite seit 20 Jahren. Jetzt scheint der großflächige Rollout zu beginnen, denn der Stream ist bei immer mehr Nutzern zu sehen.
Der Google Feed gehört seit seiner Einführung und der Integration in den nullten Homescreen vieler Android-Smartphones zu den wichtigsten Traffic-Lieferanten überhaupt. Seit neuestem heißt der Feed nun Discover und soll jetzt eine sehr viel größere Verbreitung finden und die Traffic-Ströme gezielter lenken. Das dürfte Google auch bald für die eigenen Interessen nutzen und testet nun erneut Werbeanzeigen direkt in diesem Feed, die nur auf den zweiten Blick als solche zu erkennen sind.
Pünktlich zum 20. Geburtstag der Websuche hatte Google viele neue Funktionen für die Websuche angekündigt, die sich nicht nur auf die Browserversion für den Desktop beschränken, sondern auch auf die mobile Webseite und App abzielen. Dazu gehört auch ein Redesign des Google Feed inklusives einer neuen Bezeichnung für diesen Stream. Jetzt wird dieser bei den ersten Nutzern ausgerollt und steht auch in einer dunklen Version zur Verfügung.
Die Google-Startseite wurde in den letzten 20 Jahren häufig verändert, ist aber stets dem Grundsatz treu geblieben, dem Nutzer eine schlanke Webseite mit einem Suchfeld und einigen Buttons zu bieten. Doch ausgerechnet zum 20. Geburtstag des Unternehmens wird dieser Grundsatz über Bord geworfen und die populärste Startseite der Welt plötzlich mit Content aufgebläht. Das könnte große Folgen für das gesamte Web haben.
In dieser Woche feiert Google den 20. Geburtstag und wird anlässlich dessen einige Verbesserungen in die Websuche bringen. Einige in der Vergangenheit bereits getestete Funktionen werden nun ihren Weg in die Websuche finden und sollen dem Nutzer dabei helfen, noch schneller und leichter zu den gewünschten Ergebnissen zu kommen. Dazu gibt es neue Infokarten, vereinfachte Möglichkeiten zum Speichern sowie eine Integration des Google Feed.
Anfang dieses Jahres hat Google das neue Format AMP Stories vorgestellt und möchte die schlanken mobilen Webseiten damit interaktiver und auch deutlich interessanter gestalten. Bisher ist das Format kaum verbreitet, findet nun aber nach einer ersten Testphase in der mobilen Websuche seinen Weg in den Google Feed. Dort werden sie als "Featured Visual Story" beschrieben.
Seit vielen Jahren wünschen sich Android-Nutzer von Google einen systemweiten Dark Mode, doch auch in diesem Jahr gab es wieder eine klare Abfuhr und eine solche dunkle Oberfläche hat nicht den Weg in Android Pie gefunden. Dafür werden derzeit aber nach und nach viele Google-Apps mit einem solchen optionalen Modus versehen - und gestern ist wieder ein Neuzugang aufgetaucht: Der Google Feed zeigt sich bei ersten Nutzern in einer dunklen Oberfläche.
Googles Designer lieben es, halbwegs etablierte Oberflächen immer weiter anzupassen und ihnen eine neue Optik zu verleihen - und das manchmal auch gegen den Willen der Nutzer. Genau das passiert derzeit in der Google-App und dem dazugehörigen Google Feed, der eine doch recht stark veränderte Oberfläche bekommt, die schon vor einigen Monaten getestet wurde. Außerdem hat nun auch die Suchleiste ein neuen flaches Design.
Wie in so vielen anderen Bereichen auch, ist die Nachrichten-Strategie von Google nicht ganz eindeutig. Es gibt mehrere Angebote mit unterschiedlichen Konzepten, wobei der Fokus des Unternehmens aber aktuell vor allem auf die Google News gerichtet sein dürfte. Eine Aktualisierung der Google-App sorgt nun für Spekulationen darüber, dass der Google Feed vielleicht keine große Zukunft mehr vor sich hat.