Nicht nur Privatnutzer, sondern auch immer mehr Unternehmen verlagern einen immer größeren Teil ihrer Daten in die Cloud, und setzen dabei meist auf die Hilfe der großen Technologie-Konzerne. Nachdem diese nun alle ihre Quartalszahlen vorgelegt haben, lässt sich die Verbreitung der einzelnen Unternehmen ein Stückweit an den Umsatzzahlen nachvollziehen. Und in dieser wichtigen Branche sieht es ausgerechnet für Google derzeit gar nicht rosig aus.
Google ist mit den unzähligen eigenen Angeboten und der Cloud-Infrastruktur nicht nur einer der größten Traffic-Verursacher im Web, sondern arbeitet seit langer Zeit auch daran, die Kapazitäten zu erhöhen und den globalen Datenverkehr zu beschleunigen. Zu diesem Zweck wird das Unternehmen im kommenden Jahr gleich drei neue Unterseekabel verlegen lassen. Außerdem wurden gleichzeitig fünf neue Regionen für die Cloud-Infrastruktur angekündigt.
Es gibt immer mehr Details zur schweren Prozessor-Sicherheitslücke Meltdown and Spectre, wobei vor allem Google derzeit als Sprachrohr der gesamten Industrie zu fungieren scheint. Das mag wohl auch daran liegen, dass die Lücke ursprünglich von Google entdeckt und dessen Behebung vom Project Zero koordiniert wird. Jetzt äußert sich das Unternehmen zu den Auswirkungen auf das eigene Cloud-Geschäft.
Google und Microsoft stehen sich in vielen Bereichen als Konkurrenten gegenüber, in der Öffentlichkeit wird häufig aber nur die Situation bei den Betriebssystemen und Büro-Apps wahrgenommen. Ein finanziell deutlich größerer Kampf herrscht aber im Business-Bereich des Cloud-Geschäfts, bei dem Microsoft besser aufgestellt ist. Google versucht nun diese Kunden zu umwerben und schickt ihnen unaufgefordert Chromebooks mit Werbebotschafen zu.
Viele Nutzern lagern einige Gigabyte an Daten in Googles Cloud-Speicher und dürften dort über die Jahre Massen an E-Mails, Dokumenten, Fotos und anderen Dateien abgelegt haben. Diese Daten werden normal über das Internet übertragen und stehen dann jederzeit zum Abruf zur Verfügung. Bei größeren Datenmengen hingegen ist diese Lösung nicht mehr praktikabel, denn der Upload würde schlicht Jahre dauern. Google hat dafür nun die Transfer Appliance vorgestellt.
In dieser Woche fand in San Francisco die erste Google Cloud Next-Konferenz statt, auf der alle Entwicklungen rund um die Google Cloud gebündelt präsentiert worden sind. Da Google die Cloud als zukünftiges sehr großes Geschäftsfeld sieht, das eines Tages auch die Umsätze durch Werbung überflügeln soll, gibt es derzeit eine enorme Konzentration auf dieses Thema. Insgesamt hatte man in den drei Tagen 100 Ankündigungen (!) zu machen.
In den letzten Jahren haben Technologien zur Erkennung von Bildern bzw. Objekten in Fotos große Fortschritte gemacht und vor allem dank der Künstlichen Intelligenz sind die Ergebnisse mittlerweile sehr zuverlässig. Auf der Cloud Next-Konferenz hat Google nun den nächsten Schritt angekündigt, und hat eine API vorgestellt, mit der sich auch Objekte in Videos erkennen und sogar nach diesen durchsuchen lassen.
Google führt den Kampf um den Spitzenplatz als Cloud-Anbieter gleich auf mehreren Ebenen: Zum einen gibt es natürlich den Durchschnittsnutzer, der seine Daten auf Googles Servern ablegt. Als nächstes gibt es das Hosting-Angebot für Webprojekte und das dritte Standbein ist die G Suite, mit der man Unternehmenskunden eine umfangreiche Office-Suite zur Verfügung stellt. Bei den letzten beiden wird man in Zukunft auch mit dem Softwarekonzern SAP zusammen arbeiten.
Alle vier Jahre wird in unseren Kalendern ein zusätzlicher Tag eingeschoben - der 29. Februar. Auch das Jahr 2016 war ein Schaltjahr und hat so nun 366 Tage - so weit, so bekannt. Weniger bekannt hingegen ist die Schaltsekunde, die ebenfalls alle paar Jahre eingeschoben wird und die minimale Differenz zwischen unserer Zeitrechnung und der Erdrotation abgleichen soll. Google hat nun einen interessanten Beitrag darüber veröffentlicht, wie man in diesem Jahr mit der Schaltsekunde umgeht.