Es ist mittlerweile bekannt, dass Google den Produzenten von Android-Smartphones einige Fesseln anlegt und das Betriebssystem für die Hersteller nicht ganz so offen ist wie man bisher dachte. Laut mehreren internen Quellen geht die Gängelung mittlerweile schon so weit, dass Google eine starke Anpassung der Android-Oberfläche nicht mehr duldet und den Herstellern keine Lizenz für den Play Store erteilt.
Noch vor wenigen Monaten hätte es wohl kaum einer für möglich gehalten, dass Nokia jemals ein Smartphone mit Android-Betriebssystem vorstellen wird - aber genau dies haben sie heute getan. Die Spatzen haben es schon seit längerem von den Dächern gepfiffen, dennoch war es eine kleine Sensation als Nokia gleich 3 X-Smartphones vorgestellt hat - die den Spagat wagen Android und Windows zu verbinden.
Im Herbst 2003 hat Andy Rubin das Unternehmen Android gegründet und mit der Entwicklung eines mobilen Betriebssystems für Smartphones begonnen. Nach etwa 18 Monaten hatte er dann ein vorzeigbares Vorserien-Produkt in der Hand, ihm war aber klar dass er die Software nicht ohne einen großen Partner im Rücken verbreiten können wird. Bei der Suche nach Investoren klopfte er auch bei Samsung an, und wurde Eiskalt abgewiesen.
Microsoft hat ein Problem: Während man auf dem Desktop mit dem Windows-Betriebssystem immer noch die dominierende Kraft ist, sieht das auf dem mobilen Markt komplett gegenteilig aus. Zwar konnte Windows Phone in den letzten Monaten einige Achtungserfolge erzielen, der wirkliche Durchbruch will dem mobilen Betriebssystem aber einfach nicht gelingen. Nun überlegt man in Redmond, in Zukunft auch Android-Apps zu unterstützen.
Einer der größten Kritikpunkte an Googles Android-Betriebssystem, und gleichzeitig wohl auch eins der größten Probleme des offenen Konzepts, ist die große Fragmentierung. Während der eine Teil der Nutzer mit Nexus-Geräten oder Flagship-Modellen der großen Hersteller meist aktuell ist, hängt ein nicht zu verachtender Teil der Nutzer bis heute bei Version 2.x fest. Eine neue Richtlinie soll die Hersteller nun dazu zwingen stets die aktuellste Version auszuliefern.
Seit einigen Wochen hält sich das hartnäckige Gerücht, dass Nokia schon bald ein eigenes Android-Smartphone auf den Markt bringen wird. Angesichts der Tatsache dass man sich jahrelang gegen Googles Betriebssystem gestreubt hat, und mittlerweile eine Microsoft-Tochter ist, war das Gerücht bisher mehr als wage. Aber nun soll Microsoft grünes Licht gegeben und das Projekt Normandy schon Ende Februar auf dem MWC vorgestellt werden.
Die Mozilla Foundation startet einen weiteren Angriff auf Android: Nachdem man im vergangenen Jahr das Firefox OS vorgestellt hat und die ersten kompatiblen Smartphones mit dem Betriebssystem bereits auf dem Markt sind, wagt man nun auch den Schritt auf die Android-Smartphones. Mozilla hat eine eigenen Launcher für Googles Betriebssystem vorgestellt, der zu großen Teilen auf EverythingMe basiert.
Samsung Vor einigen Tagen haben Google und Samsung ein umfangreiches Patentabkommen bekannt gegeben und damit einen sehr großen Schritt aufeinander zugemacht. So sehr die beiden Unternehmen derzeit gegenseitig aufeinander angewiesen sind, so sehr standen sie sich noch vor wenigen Wochen fast feindlich gegenüber. Jetzt soll es aber noch eine weitere Vereinbarung geben, die aus den beiden Unternehmen wieder dicke Freunde macht.
Ende letzten Jahre hatte Google angekündigt, schon bald die Möglichkeit zu schaffen Chrome Apps auch auf das Smartphone zu bringen - und jetzt ist es soweit: Ab sofort gibt es eine Developer Preview eines Frameworks, das die Portierung von Chrome Apps auf die mobilen Plattformen übernimmt und dem Entwickler die ganze Arbeit abnimmt. Allerdings haben diese Apps mit dem Chrome-Browser nicht viel zu tun.
Samsung Die mobile Branche war in den vergangenen Jahren nicht nur durch die rasanten Entwicklungen geprägt, sondern vor allem auch durch viele große Patentstreitigkeiten und Gerichtsverfahren zwischen den IT-Giganten. Jetzt haben die beiden Schwergewichte Google und Samsung ein 10 Jahre währendes Patent-Abkommen bekannt gegeben, dass die gemeinsame Nutzung aller Patente erlaubt - ein Gewinn für beide Seiten, der millionen-teure Prozesse erspart.
Derzeit kursiert das Gerücht bzw. die Meldung durch das Internet, dass Google von den Smartphone-Herstellern Lizenzgebühren für die Installation der Google Play Services verlangt. Da das nackte Android ohne Google-Tools für die Nutzer aber wenig attraktiv ist, wird dies dem Unternehmen in diversen Meldungen schon als Erpressung ausgelegt. Doch trotz der vielen Meldungen, handelt es sich dabei um eine falsche Behauptung.