Es gibt Branchen, in denen Google trotz zahlreicher Anläufe einfach nicht auf einen grünen Zweig kommt - oder vielleicht gerade wegen der zahlreiche Anläufe? Ohne Frage gehört der große Messenger-Markt mit all seinen Unterkategorien dazu. Vor wenigen Tagen wurde der Start von Google Chat angekündigt, mit dem zwar mal wieder alles besser werden soll, das aber auch ein Fragezeichen hinter andere Aktivitäten in diesem Bereich stellt.
Googles Messenger Hangouts ist schon sehr lange am Markt und dürfte von vielen längst als Kandidat für eine baldige Einstellung wahrgenommen werden. Jetzt hat das Unternehmen einen großen Schritt in diese Richtung angekündigt, denn schon bald wird das Workspace-Produkt Google Chat allen Nutzern kostenlos angeboten werden. Der Umstieg soll leicht gemacht werden, aber dennoch gibt es nun ein kleines Update für Google Hangouts.
Google ist in vielen Bereichen sehr erfolgreich unterwegs und kratzt in manchen Bereichen an der Grenze zur absoluten Dominanz. Das gilt in jeglicher Hinsicht aber nicht für die Messenger, denn die einfachen Kommunikations-Tools bleiben für Google ein Buch mit sieben Siegeln und werden es niemals zum Erfolg schaffen. Die jüngsten Berichte rund um die Einstellung von Google Duo bringen mich zu folgender Frage: Sollte Google den Messenger-Markt nicht einfach aufgeben?
Messenger spielen in der digitalen Kommunikation schon seit vielen Jahren eine sehr große Rolle und gewinnen gerade in der aktuellen Situation noch weiter an Bedeutung. Jetzt hat sich die Bundesnetzagentur einmal ganz genau angesehen, wie die Deutschen die Messenger nutzen und in einer repräsentativen Umfrage erhoben, welche Produkte sie verwenden. Der Sieger dürfte nicht ganz überraschend sein, genauso wie Googles Platzierung in den unteren Rängen.
Googles Messenger-Strategie ist legendär. Das Unternehmen hat in den letzten 20 Jahren alles in allem mehrere Dutzend Messenger gestartet, umgebaut, wieder eingestellt oder fusioniert. Das aktuelle Lineup kann man mittlerweile als recht stabil bezeichnen, auch wenn es immer wieder Randerscheinungen und neue Messenger gibt. Jetzt hat sich Google-CEO Sundar Pichai recht grob aber direkt zu den Messengerplänen geäußert.
Die Geschichte der Google-Messenger ist nicht nur durch zahlreiche Neustarts und Einstellungen geprägt, sondern auch durch mehrfache Umbenennungen einzelner Apps - und jetzt ist es wieder einmal soweit. Google verabschiedet sich nun vom lange Zeit verwendeten Markennamen "Hangouts", der für viele Messenger und Aktivitäten stand, aber durch die Aufteilung in einzelne Produkte wohl für Verwirrung gesorgt hat. Die beiden Business-Produkte innerhalb von G Suite erhalten nun neue Namen.
Google arbeitet an einem neuen Messenger für G Suite-Nutzer, der zu einer mächtigen Kommunikationsplattform innerhalb von Unternehmen aufgebaut und in Konkurrenz zu den Mitbewerbern wie Slack oder Microsoft Teams gehen soll. Interessanterweise scheint Google damit wieder einmal einem Markt hinterherzulaufen, den man vor über zehn Jahren selbst geschaffen hat, dem aber viel zu früh der Stecker gezogen wurde: Die Rede ist von der Google Wave-Plattform.
Google verfolgt seit vielen Jahren eine für außenstehende Nutzer undurchsichtige Messenger-Strategie, die bekanntlich nur selten zum Erfolg geführt hat. Das hält das Unternehmen aber nicht davon ab, immer wieder neue Pläne zu schmieden und neue Messenger und Kommunikations-Tools zu entwickeln. Laut einem Medienbericht arbeitet das G Suite-Team derzeit an einer ganz neuen Kommunikationsplattform, die mehrere Google-Produkte zusammenführen soll.
Die Aufgabenverwaltung Google Tasks hat noch sehr viel Luft nach oben und könnte einige zusätzliche Features vertragen. Vorerst scheinen sich die Entwickler aber darauf zu konzentrieren, die Aufgabenverwaltung in andere Google-Apps zu integrieren, bevor sie dann an der eigentlichen Plattform weiterbasteln. Jetzt gibt es Hinweise darauf, dass Google Tasks in den Messenger Hangouts Chat integriert wird.
Als Suchmaschinen-Konzern sollte Google sehr genau wissen, wie man Struktur und Ordnung herstellt - doch diese Gabe wurde den Strategen des Unternehmens offenbar nicht mit auf den Weg gegeben: Vor wenigen Tagen hat das Unternehmen so ganz nebenbei bekannt gegeben, dass Google Hangouts nun doch nicht eingestellt wird und damit erneut die großen Pläne über den Haufen geworfen. Google liefert hier ein Lehrstück ab, wie man erfolgreich auch noch den letzten Messenger-Kunden vergrault.