News Vor ziemlich genau 2 Jahren hat Google sein News Archive gestartet, mit dem sich auch Zeitungsartikel aus der fernen Vergangenheit durchsuchen lassen - teilweise geht das bis zu 200 Jahren zurück. Seitdem ist es sehr ruhig um dieses Archiv geworden, aber jetzt kann es mit einer Funktion aufwarten die richtiges Stöber-Feeling aufkommen lässt: Teilweise sind jetzt Original-Scans der Zeitschriften verfügbar. Google News Archive Scan
Bisher war Googles News Archive im Grunde nur ein Archiv mit Links zu den Original-Artikeln auf der Webseite der jeweiligen Zeitung. Mit dem heutigen Update, wird daraus allerdings ein echtes Archiv: Google hat die originalen Ausgaben von den Verlagen besorgt, diese eingescannt und stellt diese jetzt zur Verfügung - natürlich mit Volltextsuche und vollem Zugriff auf alle Inhalte der kompletten Zeitschrift. Realisiert wird das ganze mit der Engine von Google Book Search bzw. dem PDF-Viewer von Google. Im Grunde ist das ganze eine Verknüpfung von News Archive und Book Search, statt Büchern werden jetzt eben Zeitungen eingescannt. Das macht die ganze Scan-Thematik natürlich noch sehr viel interessanter und gibt jetzt wirklich Zugriff auf Ausgaben an die man als normaler Mensch wohl nicht mehr herangekommen wäre. So lässt sich z.B. die Original-Schlagzeile der Mondlandung inklusive der kompletten Ausgabe der Pittsburgh Post Gazette abrufen und auch eine Original-Anzeige die für den Ford T wirbt befindet sich mittlerweile im Index. Ist wirklich interessant durch die alten Zeitungen quasi zu surfen wie in einem Archiv in der Bibliothek. Leider gibt es noch kein wirkliches Archiv, die Ausgaben sind nur über die Suchfunktion zu erreichen - aber das wird sich hoffentlich demnächst noch ändern. Interessanterweise befindet sich in der Sidebar auch ein Bereich mit dem Titel "Related Articles". Hier scheint man wohl ähnliche Artikel zu der selben Thematik darstellen zu wollen - das surfen durch die Zeitungen wird damit noch interessanter und die Recherche einfacher. Bei meinen Tests gab es allerdings nie einen Eintrag in diesem Bereich - kann die Relevanz daher nicht beurteilen. » Beispielausgabe: The Evening Independent - Apr 6, 1912 » Ankündigung im Google-Blog
StreetView-Auto in Wuppertal
Gestern Nachmittag wurde das Google StreetView-Auto mal wieder in 2 weiteren deutschen Städten gesehen und fotografiert. Sowohl Wuppertal als auch Meißen (Sachsen) scheinen vom Start weg mit dabei zu sein. Wie immer handelt es sich dabei nicht wirklich um spektakuläre Fotos, aber als Beweis dafür dass das Auto wirklich unterwegs ist liefern wir sie trotzdem ;-) Bei dem obigen Foto handelt es sich um das Auto in Wuppertal - folgende 2 Fotos wurden in Meißen aufgenommen: StreetView-Auto
StreetView-Auto
P.S. Irre ich mich, oder bricht da ein Streetview-Fahrer mal wieder die Verkehrsregeln? [thx to: Markus (Wuppertal) & Stefan (Meißen)]
AdSense Derzeit scheint Google wieder ein kleines Design-Update an seinen AdSense-Anzeigen zu testen: Diesmal geht es um die Ad Units und um die weitere Minimalisierung - so wenig Platz wie möglich verschwenden. Der aktuelle Test ist meiner Meinung nach aber viel zu minimalistisch ausgefallen und verstößt sogar gegen Googles eigene Richtlinien. AdSense-Anzeige
Der rote Rahmen gehört natürlich nicht zum Banner Bei dem aktuellen Test kann man eigentlich schon garnicht mehr von einem Banner sprechen, sondern eher von einem per Script integrierten Text. Es gibt weder einen Rahmen um den Banner, noch wird irgendwo das Wort "Google-Anzeigen" oder "Werbung" eingeblendet. Der Banner ist also nicht als solcher Erkennbar. Aber schlimmer noch: Google hat automatisch die Farbe an das Design des Blogs angepasst, so dass der Banner komplett untergeht und Fehlklicks praktisch provoziert werden. Ich muss sagen, ich war noch nie ein Freund Von Googles Ad Units, aber das ist wirklich schon extrem. Dass die Anzeigen jetzt scheinbar automatisiert farblich angepasst werden ist okay, kann nur nützlich sein - aber dass das ganze nicht als Banner erkennbar ist geht meiner Meinung nach zu weit. Aber vielleicht ist es ja auch nur viel Aufregung um nichts und es hat sich einfach um einen Fehler seitens Google oder des Browsers gehandelt... [icedcream]

Chrome & Picasa vs. Microsoft

Der 3. September 2008 markiert mal wieder einen sehr wichtigen Tag in Googles 10jähriger Geschichte: Ohne große Vorankündigung - gerade einmal 1 Tag Vorlauf-Zeit - hat Google 2 Programme veröffentlicht mit dem man sich auf dem heimischen PC noch breiter macht als man eh schon ist. Mit Chrome und Picasa hat man ein heimliches Betriebssystem und einen Standard-Photo-Viewer auf den Markt gebracht, der in Redmond die Stühle diesmal sehr sehr tief fliegen lassen dürfte... Chrome Google Chrome ist jetzt nicht gerade ein Browser der durch Funktionsvielfalt überzeugt - aber das soll er ja auch garnicht. Chrome ist ein schlanker Browser ohne viel Schnickschnack und mit einer sehr hohen Zuverlässigkeit und Stabilität. Also genau das was die Google-Homepage vor 10 Jahren in den überfüllten Web-Portalen gewesen ist. Ein Lichtblick im Browser-Markt und wahrscheinlich die Einläutung des 3. Browser-Krieges (1. Krieg, 2. Krieg). Zwar handelt es sich nur um einen einfachen Browser (1 Eingabefeld, 4 Buttons, fertig!), aber in Wirklichkeit handelt es sich dabei um eine Art Betriebssystem für Googles Anwendungen. Eric Schmidt betonte noch vor 2 Jahren, keinen eigenen Browser zu brauchen - es sei denn das Angebot reicht für Googles Zwecke nicht mehr aus - en voilá! Der Browser ist vorallem darauf ausgerichtet Googles Anwendungen potenziell schneller laufen zu lassen. In punkto Geschwindigkeit ist der Browser top, die JavaScript-Engine wurde komplett neu entwickelt und Googles Anwendungen laden dadurch wesentlich schneller und laufen stabiler als im IE oder FF - vom Opera mal ganz zu schweigen... Dadurch werden Googles Anwendungen jetzt erst Recht zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für Desktop-Software insbesondere aus dem Hause Microsoft. Durch den Window-Modus lassen sich die Anwendungen so ausführen, das der Browser drumherum nicht mehr sichtbar ist. Und schon ist die reine Software aus dem Internet Wirklichkeit - und Chrome stellt das Betriebssystem dafür da. Und damit andere Browser-Hersteller gleichziehen, veröffentlicht Google das ganze als OpenSource [inklusive der neuen, schnelleren JavaScript-Engine] und hofft auf baldige Umsetzung der Konkurrenz. Mit Chrome hat Google seine wohl zukünftig wichtigste Software veröffentlicht - das ganze Unternehmen existiert praktisch nur im Internet und ist auf die Schnittstelle Browser angewiesen. Man kann quasi sagen, Google baut den Feldweg zwischen google.com und dem User zu einer Autobahn aus und hofft dadurch auf mehr Kundschaft, längere Online-Zeit und dementsprechend mehr Werbeeinnahmen. Und wenn andere Browser-Hersteller mitziehen kann das dem Unternehmen nur Recht sein. Picasa [Photo Viewer] Mit dem Picasa Photo Viewer hat Google heute ein weiteres Programm in Microsofts Revier veröffentlicht. Bei Windows gilt noch heute: Notepad, Paint & Windows Bild-Anzeige. Konkurrenzsoftware ist allen 3en meilenweit überlegen, aber an die Simplizität dieser 3 Anwendungen hat sich bisher niemand herangetreut. Für letzteres hat Google jetzt eine Alternative geschaffen die der von Microsoft überlegen ist. Wer sich Fotos am PC anschaut, wird dies wahrscheinlich nicht mit einem gewaltigen Programmpaket im Hintergrund tun, sondern eben mit solchen schnellen Viewern. Wenn sich Picasa in diesem Bereich durchsetzt, steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit dass der Nutzer seine Fotos zu einem der Google-Dienste hochlädt - diese Möglichkeit ist direkt in den Viewer integriert worden. In naher Zukunft wird sich Picasa wahrscheinlich nicht gegenüber MS-Software durchsetzen können, aber mit entsprechender Promotion und Vorinstallierungen auf neuen PCs (was derzeit aber nur wenige PC-Hersteller tun) könnte sich das ändern. Und Microsoft hätte einen weiteren Markt an einen Konkurrenten verloren. Google setzt sich auch auf dem PC durch Sowohl Picasa als auch Chrome dürften in den nächsten Tagen zu der am meist-heruntergeladenen Software werden und der Konkurrenz kräftig Marktanteile abknabbern. Auch wenn beide Anwendungen, wie schon gesagt, keinem der Konkurrenten überlegen ist, so sind sie doch simpel zu bedienen und bieten dem Nutzer genau die Funktionen die er erwartet. Ich denke das beide Anwendungen Standard-Programme auf vielen PCs werden dürften. Gerade bei dem Browser geht es für Google um viel - daher wird dieser derzeit auch kräftig beworben. Neben dem enormen Medienecho - und das schon vor der Veröffentlichung - wird das ganze jetzt auch auf der Startseite in so gut wie jedem Land beworben. Der gleichzeitige Release der Software in 100 Sprachen - quasi ein Novum von Google - zeigt wie wichtig die Software ist. Ich denke das wir in nicht all zu ferner Zukunft auch Funktionen in Google-Diensten sehen werden die "only for Chrome" sind und so viele Menschen zum Umstieg bewegen könnten. Könnte auch nach hinten losgehen, aber das Risiko wird Google wohl eingehen müssen...
Picasa Wie schon angekündigt, hat Google heute nicht nur die Picasa Web Albums komplett überarbeitet, sondern auch die lang erwartete Version 3.0 von Picasa veröffentlicht. Neu dazugekommen, sozusagen als kleiner Bruder von Picasa, ist der Picasa Photo Viewer mit dem sich Bilder ganz einfach betrachten lassen, ohne das komplette Paket starten zu müssen. Die Oberfläche Picasa Übersicht
Nach dem Start von Picasa 3.0 fragt man sich erst einmal: Wo sind die neuen Funktionen? Denn auf den ersten Blick ist alles beim alten geblieben - die neuen Funktionen verstecken sich tiefer im Programm und kommen erst zum Vorschein wenn man sie braucht. Aber auch an der Oberfläche, also der Foto-Übersicht, haben sich einige Dinge getan: In der oberen Leiste befinden sich jetzt alle Anzeige-Optionen. Hier kann ausgewählt werden welche Fotos aktuell angezeigt werden sollen. Es steht die Wahl zwischen Allen Fotos, favorisierte Fotos, Fotos die zu den Web Albums hochgeladen worden sind, und Fotos auf denen Gesichter zu erkennen sind. Alternativ kann auch ein Suchbegriff eingegeben werden - das Suchfeld ist jetzt allgegenwärtig. Außerdem befinden sich jetzt direkt über jedem Album einige Optionen mit den Bildern zu interagieren: Mit einem Klick lässt sich z.B. eine Slideshow starten, eine Collage erstellen, ein Präsentation mit dem neuen Movie Maker erstellen oder das ganze als Abzug auf CD bestellen. Außerdem kann ein Ordner mit einem Klick auf "Sync" jederzeit mit den Web Albums synchronisiert werden. Nach dem einmaligen Upload ist es damit egal ob eine Fotobeschreibung in Picasa oder in den Web Albums hinzugefügt wird. Foto-Bearbeitung Fotos mit Text
An den Möglichkeiten zur Bearbeitung der Fotos hat sich leider nicht viel getan. Es ist größtenteils bei den alten Optionen und Effekten geblieben - Picasa kann (und will vielleicht auch garnicht) nicht zur Bearbeitung von Fotos empfohlen werden. Lediglich neu hinzugekommen ist die automatische Erkennung von Roten Augen [obwohl ich mir relativ sicher bin dass das vorher schon da war, aber Google kündigt es als neu an] und die Möglichkeit Text in Fotos einzufügen. Mit der Retouch-Funktion, kann ein Foto in den grundlegenden Zügen retouchiert werden. Einfach ein Teil des Bildes auswählen, dann das Muster auswählen mit dem dieser Teil ersetzt werden soll und Picasa übernimmt den Rest. Es wird einfach das Muster aus der ausgewählten Stelle auf die zu retouchierende Fläche übertragen und ein wenig verwischt. Das mag für winzige Beseitigungen (Staub auf der Linse) ausreichen, aber zur professionellen Entfernung von Gegenständen ist das ganze nicht geeignet. Mit wenigen Klicks kann in Picasa jetzt auch Text auf einem Foto eingebaut werden - allerdings nur mit sehr begrenzten Bearbeitungs-Möglichkeiten und Effekten. Der Text kann frei in der Größe und Ausrichtung verändert werden. Ebenso seine Farbe, die Transparenz und die dicke der umgebenden Linie um die Buchstaben. Bis auf Schriftart und Größe war es das dann aber auch schon. Leider lässt sich ein einmal eingefügter - und schon abgespeicherter - Text nicht wieder vom Foto entfernen. Upload Picasa Web Uploader
Der Photo-Uploader für die Picasa Web Albums wurde komplett überarbeitet und zeigt jetzt eine Reihe weiterer Informationen zum gerade ausgewählten Album an. Hatte man bisher das Problem, gerade bei vielen vorhandenen Alben, nicht zu wissen um welches Albums es sich handelt - sieht man jetzt ein Vorschaubild inklusive Beschreibung und Titel. Von hier aus können diese Informationen auch direkt bearbeitet werden. Es ist nicht mehr nötig die Web albums dafür zu öffnen. YouTube Uploader
Videos können wahlweise zu den Web Albums oder zu YouTube hochgeladen werden - wegen der Speicherplatzbegrenzung der Web Albums ist allerdings YouTube zu empfehlen. Dieser Uploader kam neu dazu, und ist noch nicht ganz so komfortabel wie der größere Bruder. Die Eingabe des Titels, Beschreibung, der Tags und die Auswahl der Kategorie reicht und schon wird das Video hochgeladen. Außerdem kann noch ausgewählt werden ob das Video öffentlich zugänglich sein soll oder nicht - standardmäßig ist es privat. Picasa Photo Viewer Picasa Photo Viewer
Die wohl größte Neuerung in Picasa dürfte der kleine Bruder Picasa Photo Viewer sein. Dabei handelt es sich um einen einfachen Betrachter für den Explorer der in sekundenschnelle geladen ist und viele Optionen bietet. Das Foto wird direkt an Ort und Stelle angezeigt, mit einem transparenten Hintergrund. Von dort aus kann gezoomt werden, eine Slideshow gestartet werden und das Foto lässt sich mit einem Klick weiter bearbeiten bzw. hochladen. Im grunde bietet der Viewer die gleichen Funktionen wie die schnelle Foto-Ansicht von Windows - mit dem kleinen Unterschied das Picasa schneller lädt, eleganter aussieht und mehr Funktionen bietet. Ich persönlich bleibe jetzt beim Picasa Viewer, rein aus dem Grund weil er ein Foto wesentlich schneller laden kann als es die Windows-Vorschau konnte. In den Einstellungen könnt ihr jederzeit auswählen mit welchen Dateitypen (alle wichtigen werden unterstützt) der Picasa Photo Viewer geladen werden soll. Weitere neue Features: - Picasa Movie Maker Mit dem Movie Maker lassen sich aus Fotos einfache Slideshows mit einigen Übergangseffekten erstellen und diese dann als Videodatei abspeichern. Das ganze kann dann natürlich auch zu YouTube hochgeladen werden. Könnte eine interessante - kostenlose - Alternative zum Windows Movie Maker werden. Leider hat mein alter PC es nicht geschafft mich das ganze testen zu lassen - daher kein Screenshot. Ordner via Picasa Web verwalten Hat man Ordner und Fotos innerhalb der Web Albums umsortiert, ist das Chaos auf der Festplatte bisher immer das gleiche geblieben. Mit einer neuen Option lassen sich die Fotos auch direkt auf dem PC von Ordner zu Ordner verschieben. So findet man sich auch immer noch zu Recht wenn man mal gerade keine Web Albums zur Hand hat ;-) -- Ich denke die neue Version kann durchaus überzeugen und wird immer mehr zum Standardwerkzeug zur Fotoverwaltung. Auch wenn es hier und da noch einige Lücken gibt, kann man doch recht angenehm mit der Software arbeiten. Was ich immer noch schmerzlich vermisse ist eine echte Integration der Web Albums. Ich persönlich lösche unwichtige Fotos vom PC wenn ich sie zu den Web Albums hochgeladen habe. Warum kann ich mir diese in Picasa nicht mehr ansehen obwohl ich bei den Web Albums eingeloggt bin? Genau diese Verbindung wäre ein Killer-Feature [vielleicht was für Version 4?] - es soll keinen Unterschied mehr machen ob Dateien online oder offline gespeichert sind. Was mich ein verwundert hat ist, das ausgerechnet Picasa keine Funktion zur Erkennung von Gesichtern spendiert bekommen hat. Die Web Albums beherrschen diese Funktion jetzt, aber in der wichtigen Offline-Photo-Verwaltung scheint das Feature irgendwie vergessen worden sein. Ich denke (und hoffe) dass das ganze mit Version 4.0 oder besser 3.1 nachgerüstet wird. Dennoch kann ich den Download von Picasa nur empfehlen ;-) » Picasa 3.0 runterladen » Picasa What's New » Ankündigung im Google Photos Blog
Picasa Heute Nacht dürfen wir uns nicht nur auf den Google-Browser Chrome freuen, sondern auch auf eine neue Version von Picasa. Seit über 3 Jahren (Version 2.0) gab es keinen großen Versionssprung mehr, für Picasa 3.0 kündigt Google aber eine sehr wichtige Neuerung an: Die Software soll, nach einigem Training, in der Lage sein Gesichter auf Fotos zu erkennen und zuzuordnen. Nach dem Update auf Picasa 3.0, wird der User darum gebeten einige Personen die sich auf Fotos befinden zu taggen bzw. einen Namen zu geben. Auf Nachfrage durchforstet Picasa dann die Foto-Datenbank und sucht weitere Fotos auf denen diese Person auftaucht und betitelt sie automatisch. Ist das ganze erfolgreich, wird Picasa auch in Zukunft die Person immer wieder auf Fotos erkennen. Die technische Grundlage für die Gesichtserkennung dürfte das vor 2 Jahren übernommene Neven Vision sein. Ob Google diese Daten auch weiter verwendet (z.B. Gesichtsdaten + Titel an Google-Server senden) ist bisher noch nicht bekannt, ich gehe aber davon aus dass dies zumindest für die Web Albums der Fall sein wird. So hätte Google in relativ kurzfristiger Zeit zumindest alle prominenten Gesichter gespeichert. Weitere Features wurden bisher nicht angekündigt, ich gehe aber davon aus dass die Gesichterkennung nicht die einzige Neuerung sein wird. Die Software soll Heute Nacht verfügbar sein, wahrscheinlich zeitgleich mit Google Chrome. [TechCrunch, thx to: caschy]
Google Suggest
Wie letzte Woche schon angekündigt, ist Google Suggest jetzt standardmäßig auf google.com integriert. Geändert hat sich garnichts, sowohl das Design als auch die Funktionsweise sind komplett erhalten geblieben. Leider wird das ganze bisher nur auf der amerikanischen Website angezeigt - kann aber auch dort in den Einstellungen deaktiviert werden. Außerdem funktioniert das ganze nur auf der Startseite, bei der Eingabe einer Anfrage innerhalb der Suchergebnisse ist Suggest (noch) nicht integriert.
Earth GeoEye Das Google-Logo prangt nun auf einem Satelliten im Weltraum. Die bisher eingekauften Satellitenbilder von Maps und Earth werden nun mit Bildern eines neuen Satelliten der Firma GeoEye ergänzt, der Fotos mit einer noch höheren Genauigkeit schießt. GeoEye wird den neuen Satelliten schon in der nächsten Woche ins All schießen. Das Kartenmaterial dürfte dadurch deutlich aktueller werden.
Forestle
Die Website Forestle hat es sich zum Ziel gesetzt einen möglichst großen Teil des Regenwalds für die Ewigkeit zu retten - finanziert wurde das ganze durch Werbeeinnahmen von Google. Forestle hat Googles Suchmaschine genutzt und die Einnahmen aus den Klicks der Anzeigen zum Kauf der Regenwaldflächen verwendet. Jetzt hat Google aber den Hahn zugedreht, wegen Verstößen gegen die AdSense-Richtlinien. Forestle hat von Google vorgestern eine eMail erhalten, in der die Partnerschaft gekündigt wird, da "Anreize geschaffen wurden, künstlich auf Google-Anzeigen zu klicken". Das ist ganz eindeutig ein Verstoß gegen die Richtlinien. Allerdings gibt es jetzt Streit darum, ob Forestle tatsächlich seine User zum klicken auf die Anzeigen aufgefordert hat. In den FAQs steht ziemlich eindeutig dass man auf die Anzeigenklicks angewiesen ist - das dürfte schon die grenzwertige Stelle sein. Im Grunde kann man das als Aufforderung zum klicken verstehen und Google hat richtig reagiert. Allerdings steht bei Forestle auch dass man 0,5 Cent pro Suche und nicht pro Klick verdient - das ist aber natürlich nur ein Durchschnittswert. Am Ende läuft ohne Bannerklick garnichts. Nicht klicken
Mittlerweile finden sich auch überall auf der Website Hinweise wie obiger - aber ob die vorher schon dort gewesen sind wage ich mal zu bezweifeln, weiß es aber nicht genau. Forestle würde die Gespräche mit Google gerne wieder aufnehmen, ich denke aber nicht dass das noch einmal etwas wird. Vielleicht sollten sie einfach den Partner wechseln. Im April gab es mit Ecocho einen ähnlichen Fall, diese sind zu Yahoo! gewechselt und bisher scheint es keine Probleme zu geben. » Erklärung bei Forestle [Spreeblick]
Google Gerade erst ist die Verlegung des unterseekabels Unity zwischen Japan und den USA beschlossene Sache, da plant Google schon die nächste Erweiterung: Geplant ist ein Unterseekabel von Japan in den Südost-asiatischen Raum mit einigen Ablegern auf die Philippinen, Singapur und Thailand. Derzeit befindet sich das Projekt noch im Planungsstadium, Google soll aber schon genügend Partner zur Realisierung gefunden haben. Unterseekabel
Original von TeleGeography Wie man sieht schließt das neu geplante Unterseekabel direkt an das derzeit realisierte Unity-Projekt an. Im Grunde verlegt Google also ein Kabel von den USA nach Asien, mit einer Zwischenstation in Japan. Wann das Projekt realisiert wird und wie hoch sich die Kosten belaufen werden ist derzeit noch nicht bekannt. Weitere geplante Kabelprojekte gibt es zwischen den USA und Australien (sicherlich wieder eine Fortsetzung von Singapur nach Australien) und in Südafrika. Auch wenn sich die Kabelprojekte langsam häufen, plant Google nach eigenen Aussagen nicht den Aufbau eines GoogleNets. Die derzeitige Infrastruktur hält dem Datenvolumen einfach nicht mehr stand, daher muss diese dringend erweitert und verstärkt werden. Außerdem kommt es Google billiger die Kabel selbst zu verlegen als diese teuer zu mieten. Aber vielleicht wird man genau letzteres ja in Zukunft ebenfalls tun - als Vermieter ;-) » Artikel bei The Register [Google Blogoscoped]
YouTube YouTube wird im Jahr 2008 voraussichtlich nur einen Umsatz von 200 Mio. Dollar erwirtschaften und dabei wohl nur einen sehr kleinen bis garkeinen Gewinn einfahren. Um YouTube endlich zur langersehnten Cash-Cow zu verwandeln, wird Google in den nächsten Wochen und Monaten mit Anzeigen auf der YouTube-Seite experimentieren - mit gigantischen Preisen. Pineapple Express Werbung auf YouTube
"Insider" wollen herausbekommen haben, dass YouTube sich in den nächsten Wochen erst einmal auf die Monetarisierung der eigenen Homepage, anstatt der Videos, kümmern wird. So wird es Bannerplätze geben die bei einem Klick in den FullScreen-Modus wechseln. Der begehrteste Platz ist dabei rechts oben direkt unter der Hauptnavigation - der linke Rand ist mit dem User-Bereich belegt. Die Preise haben es in sich: Diese FullScreen-Banner kosten 200.000$ am Tag, eine Videoanzeige kostet 175.000$ am Tag + die Verpflichtung weitere 50.000$ bei Google oder YouTube auszugeben. Und das sind nur die Eröffnungspreise, im Spätherbst sollen diese noch einmal nach oben korrigiert werden. Mag sein dass man mit YouTube an einem Tag Millionen User erreicht - aber die Preise erscheinen mir dennoch relativ hoch. Google tut sich schwer damit Anzeigen innerhalb von Videos oder außen herum anzuzeigen, da man keine Rechte für den Content besitzt und saftige Klagen fürchtet. Aus diesem Grund muss die Werbung derzeit von Rechte-Inhabern freigeschaltet werden. Und für die handvoll Videos werden die Werbeeinnahmen sicherlich nicht wirklich hoch sein. Man merkt Google die Verzweiflung geradezu an die man mit der Monetarisierung von YouTube mittlerweile hat. Das hat man sich vor 2 Jahren sicherlich nicht ganz so schwer erwartet - das klassische Werbemodell funktioniert hier einfach nicht. YouTube hat zwar eine gigantische User-Basis, aber diese ist eben rein auf den Content fixiert und interessiert sich nicht für die Anzeigen drumherum... [TechCrunch]
Street View Dass das StreetView-Auto auch in Bremen unterwegs ist, dürfte dank TV-Berichten und Radio-Verfolgungsjagden die ganze Hansestadt mitbekommen haben, aber dennoch gibt es relativ wenige Fotos von den Autos aus dieser Stadt. Hier mal wieder 3 Exemplare, wahrscheinlich handelt es sich um das gleiche Fahrzeug wie im oben verlinkten Videoclip. Gesehen "Auf der Heide" in Bremen. StreetView Bremen StreetView Bremen StreetView Bremen [thx to: Simon, Fotos bei imageup.de gehostet]
Um sich weiteren Klagen und Massenlöschungen zu entziehen, hat YouTube vor einiger Zeit eine neue Methode vorgestellt mit der alle Beteiligten (Uploader, Rechteinhaber, YouTube) zufrieden sein können: In Videos, die die Urheberrechte eines anderen verletzen, wird ab sofort Werbung eingeblendet [demnächst auch in Deutschland] - nur leider scheint das System Content ID derzeit noch gänzlich unbekannt zu sein. Die Initiative geht jeweils vom Rechteinhaber aus, nicht von YouTube oder dem Uploader: Er muss YouTube das Original-Material (Video oder Audio) zur Verfügung stellen und ein eigenes dafür entwickelter Algorithmus durchforstet alle Videos nach diesen Bildern oder Tonsequenzen. Wird eines entdeckt, gibt es 2 Möglichkeiten: Der Rechteinhaber kann das Video entweder löschen lassen, oder aber mit Werbung versehen, an dessen Einnahmen er beteiligt wird. Das System scheint dabei eine sehr hohe Toleranz zu haben, denn auch wenn der Sound verfremdet oder gekürzt ist, das Bild verwackelt oder gar vom TV abgefilmt, soll YouTube dennoch auch diese Videos entdecken. Das bei so einer hohen Toleranzgrenze auch mal Videos durchrutschen die kein geschütztes Material enthalten dürfte klar sein - allerdings wird man so etwas als User wohl nicht erfahren ;-) Bisher hat YouTube nur eine handvoll Partner (300+), das dürfte sich aber mit Bekanntwerden dieses Programms schnell ändern. Jede Plattenfirma wird wahrscheinlich nach ihrem gesamten Bestand suchen lassen und sich eine goldene Nase am einstmals verhassten YouTube verdienen - bei Filmproduzenten dürfte es ähnlich aussehen. Laut YouTube sind 90% der Videos mit denen Geld verdient wird, erst im Nachhinein durch diesen Filter entdeckt worden. » YouTube Content ID » Posting im YouTube-Blog
Android Wenn im November das erste android-Handy erscheinen wird, dürfte es erst einmal eine große Ernüchterung bei den Entwicklern geben: Anders als geplant können zu Anfang keine Bluetooth- und Google Talk-Anwendungen geschrieben werden. Leider hätten genau diese beiden Dinge das Handy besonders interessant gemacht, aber um den Start nicht noch weiter zu verzögern, hat man sich zu diesem Schritt entschlossen. Die Handys werden zwar über Bluetooth-Funktionalität verfügen, allerdings können die Entwickler nicht darauf zugreifen. Die Schnittstelle in android ist gesperrt, da die Entwickler dafür bis zum November keine Zeit mehr haben werden - in der zweiten Version dürfte sich das dann ändern. Erst dann wird das Handy erst richtig interessant, da Bluetooth die einzige vernünftige Möglichkeit ist 2 Handys miteinander kostenfrei zu verbinden. Der Zugriff auf Google Talk war ebenfalls für den Start eingeplant, wird aber wegen Bugs und Sicherheitslücken zu 99% nicht mehr Einzug in die erste Version halten. Wahrscheinlich wollte man bei Google den Start nicht noch weiter hinauszögern und hat auch dieses Feature für die zweite Version aufgespart. Schade eigentlich, denn Talk auf dem Handy wäre schon eine schöne Alternative zu den mobilen Webchats ;-) Hoffen wir das bis zum Start im November nicht noch mehr Funktionen auf der Strecke bleiben und Entwickler abspringen... » Ankündigung im Android-Blog [Spiegel Online, thx to: veith]