Seit mittlerweile mehr als zwei Monaten sorgt das Projekt Dragonfly sowohl intern als auch extern von Google für große Diskussionen. Es geht um nichts Geringeres als den Wiedereinsteig in den sehr lukrativen chinesischen Markt, der aber laut offiziellen Angaben längst noch nicht beschlossen ist. Jetzt hat Google-CEO Sundar Pichai, der sich in letzter Zeit sehr rar gemacht hat, das Projekt erneut verteidigt.
Im Jahr 2010 hat sich Google nahezu komplett aus China zurückgezogen und die wenigen damaligen aktiven Dienste abgeschaltet und auch die Google Websuche eingestellt. Doch mittlerweile scheint es klar zu sein, dass Google mit einer zensierten Websuche zurückkehren wird. Wie nun bekannt wurde, hat Google aber auch während der langen Abstinenz Daten über die Suchanfragen der Nutzer gesammelt, die man einfach an Baidu weitergeleitet hat.
Die gestern bekannt gewordenen Google-Pläne zur Rückkehr auf den chinesischen Markt sorgen weiter für Diskussionen: Der Widerstand scheint sowohl intern als auch extern sehr groß zu sein und könnte ein wichtiger Wendepunkt in Googles Asien-Geschäft sein. Jetzt gibt es neue Meldungen, laut denen diese Pläne einmal dementiert werden und laut einem anderen es sogar noch weitere Google-Apps für China geben soll.
Die Amerikaner und die großen US-Unternehmen sind für ihre nicht immer ganz so leicht nachvollziehbare Zensur-Politik bekannt. Da die meisten Europäer diese amerikanischen Plattformen nutzen, müssen sie sich wohl oder übel diesen Richtlinien beugen. Der YouTube-Kanal des deutschen TV-Senders Tele 5 möchte sich das aber nicht mehr gefallen lassen und geht nun - auf niedrigem Niveau - auf volle Konfrontation mit Googles Videoplattform.
Google hat sich vor gut acht Jahren nahezu komplett aus dem chinesischen Markt zurückgezogen und wollte sich der Zensur der Regierung nicht beugen - doch schon damals war abzusehen, dass China sich zu einem der wichtigsten Märkte überhaupt entwickeln würde. Laut einem Insider steht das Unternehmen nun kurz vor einer großangelegten Rückkehr auf den Riesenmarkt und wird eine stark zensierte Version der Websuche anbieten.
Trotz aller Social Networks gilt auch heute für viele Nutzer noch immer der Grundsatz: Was Google nicht findet, existiert im Internet auch nicht. Aus diesem Grund ist es natürlich auch sehr wichtig, im Auge zu behalten wie man sich selbst in der Websuche präsentiert und sollte nichts veröffentlichen, das später einmal peinlich oder hinderlich werden könnte. Eine ehemalige FEMEN-Aktivistin erhebt nun schwere Vorwürfe gegen Google und den dahinter liegenden Suchalgorithmen.
Heute findet in Spanien das umstrittene Referendum zur Unabhängigkeit der Region Katalonien vom Rest Spaniens statt - und das unter großen Unruhen. Spanien versucht seit Jahren diese Abstimmung zu verhindern und boykottiert die Abstimmung wo es nur geht. Auch Google wird jetzt zum Teil mit hereingezogen und muss den Boykott auf Druck der Regierung mitgehen. Eine App zur Erleichterung der Abstimmung musste aus dem Play Store entfernt werden.
Über den Transparency Report informiert Google seit Jahren sehr transparent und ausführlich über die Löschanträge von Unternehmen und Regierungen weltweit und zeigt damit der Öffentlichkeit, wie häufig und umfangreich die Suchergebnisse bereinigt werden. Für diese Tranparenz wird Google im Allgemeinen sehr gelobt, doch ein deutsches Gericht hat genau darin nun ein Problem gesehen und verbietet dem Unternehmen in einem bestimmten Fall, über eine Löschung zu informieren.
Google und viele andere Suchmaschinen arbeiten seit Jahren hart daran, die Suchergebnisse sauber zu halten und Spam- sowie Piraterie-Seiten aus den Ergebnislisten zu streichen. Das tun sie zur Steigerung der Qualität oftmals freiwillig, aber das reicht der Medienindustrie in Großbritannien nun nicht mehr aus. In dem Brexit-Land haben sich Google und Microsoft als größte Suchmaschinen-Betreiber nun verpflichtet, solchen Links überhaupt keine Chance mehr zu geben und zensieren ihre Ergebnisse freiwillig.
Google erhält Tag für Tag mehrere Tausend Anträge zur Löschung von einzelnen URLs aus den Suchergebnissen, hinter denen sich urheberrechtlich geschütztes Material verbirgt. Die wahren Ausmaße dieses Lösch-Irrsinns sind kaum noch zu begreifen, und eine jetzt von Google veröffentlichte Statistik zeigt, wie viele URLs man allein im vergangenen Jahr 2016 löschen musste: Nämlich knapp eine Milliarde Links.