Wer das seit einem Jahr verfügbare Google Earth verwendet, kommt durch die eingebaute Routeplanung schnell auf die Idee diese Technologie als Navigationssystem in Fahrzeugen zu verwenden. Eine nicht gerade neue Erfindung, denn Betrebungen in diese Richtung gibt es schon lang. VW und Honda kooperieren mit Google für den Bau eines Navigationssystems zum Einbau in neue Fahrzeugmodelle. Nun gibt es den ersten Prototyp.Google Earth Navi PrototypAm Electronics Research Laboratory von Volkswagen wird das System an die Fahrzeuge angepasst. Durch Anbindung von mobiler Kommunikation unterstützt das System sogar die Anzeige der aktuellen Wetterlage. Kleine rote und grüne Punkte zeigen an, wo es auf Straßen zu Staus und Wartezeiten kommt. Die Daten liefern Verkehrsüberwachungskameras. Per Fingerdruck kann der Fahrer zusätzliche Informationen aus dem Internet zuschalten ? wie etwa Tankstellen samt Öffnungszeiten oder Kinos inklusive Programm.Noch handelt es sich nur um einen Prototyp ? und einige Jahre (Schätzungen sprechen von 3) wird dies auch so bleiben. Aber nicht nur Google setzt auf den Markt. Auch Yahoo, Amazon, Ask.com und Microsoft stehen in den Startlöchern, zwingen Google in allen Bereichen zur Flucht nach vorn.[Joerg, Focus.de, teletarif.de, welt.de - Google wird VW Zulieferer]
In der amerikanischen Sendung Condé Nast Portfolio äußert sich Google Firmenchef Eric Schmidt über die generelle Firmenstrategie und die Entscheidung zum Markteintritt in China. Hier der Link zur Übersetzung und einige seiner Kernaussagen:Er sagt: "Bei Google geht alles geht um Geschwindigkeit. ... Wenn wur eine Entscheidung 3 oder 6 Monate früher treffen, sind wir noch viel besser. ... Die China-Entscheidung, die wie ich denke die kontroverseste in der gesamten Firmengeschichte war, ist eine, die im nachhinein betrachtet, früher hätten treffen sollen. Weil der Markt so schnell wächst. Ich denke nicht, dass wir die Entscheidung anders getroffen hätten, aber ich denke, je früher destso besser."Eric Schmidt fügt hinzu, dass die kürzlich gemachten Aussagen von Mitgründer Sergey Brin konsistent zu seinen eigenen seien. Die momentan 110 Millionen chinesischen Google Nutzer sollen nicht von den Google Diensten ausgeschlossen werden. Zudem seien die entfernten Inhalte nur wenig, leider sind es genau solche die viele interessieren.Das Besondere an Google China im Vergleich zu Mitbewerben sei, dass Google als einzige Suchmaschine kenntlich macht, dass Inhalte entfernt wurden, was im ersten Moment unwichtig klingt, aber eine Menge ausmacht. Außerdem speichern wir die Daten der Benutzer, wie E-Mails usw. nicht lokal, sondern in den USA, was eine großer Beitrag des Datenschutzes für die Benutzer ist. Die Realität sei die Entscheidung von einem 90% funktionsfähigen Google.com gegen ein teilweise zensiertes 100% funktionsfähiges Google.cn gewesen.Auf die Frage, ob Google aufgrund der vielen anderen Engagements in die unterschiedlichsten Forschungsprojekte und Webdienste sich vom Hauptziel der suche wegentwickeln wird, antwortet Eric: "Die Suche wird immer Googles Kerngeschäft bleiben und wir stellen das sicher, indem wir 70% des Unternehmens auf die Suche focusieren. Zwischenzeitlich sind wir davon auf 60% abgerückt und intervenieren momentan, indem wir mehr Anstrengungen in Suche und Werbegeschäft investieren. Die Aufteilung ist 70% Kerngeschäft, 20% verwandte Dienste, wie News und Video und 10% investieren wir in belibige andere freie Forschungsprojekte, in denen sich die Mitarbeiter durchaus in Teams ganz eigenen träumerisch/visionären Ideen hingeben. "Zur Innovationsfreudigkeit erklärt er: "Je größer zentral organisierte Unternehmen werden, destso tränger und innovationsärmer werden sie. Die Aufgaben der Mitarbeiter werden langweiliger. Wir versuchen kreativität skalierbar zu machen, was bedeutet, dass wir unseren Teams Ziele geben und die Ergebnisse messen, ansatt direkte Aufgaben zu verteilen."Dann geht Eric auf relevante Radiowerbung ein und erklärt, dass die Vorraussetzungen dafür bereits vorhanden sind und ähnliche kontextbezogene Werbeansätze auch für Fernsehen in verhältnismäßig kurzer Zeit denbar sind: "Diese Märkte sind ein Milliardengeschäft." Hier geht er noch deutlich ins Detail, z.B. "testen wir bereits Werbeanzeigen in Zeitungen. Solche empirischen Studien sind ein sind ein wichtiger Bestandteil unserer Firmenkultur. "In Japan seien relevante, ortsbezogene und personalisierte Werbeanzeigen bereits für mobile Geräte verfügbar. Für den amerikanischen Markt soll diese Technologie innerhalb der nächsten 12 Monate verfügbar werden. Für Europa bereits im Sommer.Es folgen die Details zu GBuy, über die wir hier im Google Watch Blog bereits berichtet haben und noch ein paar weitere Betrachtungen zu Konkurrenten und eine Diskussionsrunde.Video vom Interview bei Condé Nast Portfolio Google in China Statement vom offiziellen Google BlogMitschrift des Interviews auf SearchEngineWatch von Danny Sullivan[Google Blogscoped]
Google Analytics Blog
In Googles Blog-Universum hat sich mal wieder ein neues Mitglied eingeschlichen. Diesmal wurde dem Besucher-Analyse-Tool Google Analytics ein eigener Blog gewidmet. Das lässt natürlich darauf schließen dass es in nächster Zeit größere Änderungen geben wird oder zumindest das Einladungs-System aufgehoben wird.Der Blog ist komplett im Stil von Analytics selbst gehalten, und integriert sich wunderbar in das vorhandene Design. Mit dem ersten Beitrag wird gleich eine Analyse von AdWords-Statistiken angekündigt und ab sofort freigeschaltet.» Google Analytics Blog
Die vor einigen Wochen angekündigte Kalender-Funktion von AdWords ist heute offiziell für alle AdWords-Kunden gestartet. Damit kann nun genau angegeben werden an welchen Tagen und zu welchen Zeiten die eigenen Anzeigen erscheinen sollen.Im Gegensatz zu der Anzeigen-Position garantiert Google auch, dass die Anzeige nur zu den angegeben Zeiten geschaltet werden und nicht außerhalb dieses Rahmens auf der Webseite erscheinen. Schöne neue Funktion, wird sicherlich rege genutzt - könnte ich mir jedenfalls vorstellen.» Ankündigung im AdWords-Blog
US-Personal Homepage
Nach der personalisierten Homepage für Dell, Current und Lenovo gibt es nun auch eine eigene für die US-amerikanische Regierung. Sie ist dafür gedacht, allen Personen die im Dienste des Staates stehen das Leben etwas zu erleichtern und bei der Informationsfindung zu helfen.Nicht nur die Module sind auf die Regierung angepasst, sondern auch die Websuche liefert nur Ergebnisse die wirklich relevant für die Politiker und deren Mitarbeiter sind. Ob Google dies von sich aus entwickelt hat oder im Auftrag der Regierung erstellt hat, ist bisher noch nicht bekannt - aber ich gehe davon aus dass es von Google selbst ausgegangen ist.Auch Googles Spezialsuche für die USA, die in unsere Dienste-Liste mit aufgeführt ist, existiert nun nicht mehr und leitet direkt auf diese Startseite um.Ich bin ja mal gespannt ob es irgendwann ein Feedback geben wird ob wirklich einige Leute diese Startseite benutzen. Interessant ist es ja, und so kann Google gleich noch versteckte Botschaften an alle Politiker richten :-D» Personalisierte Start - US-Regierungs-Version
GWB-Dossier Neue Dienste
AdWords Editor
Der im Januar erschienene AdWords-Editor steht nun auch in deutscher Sprache zum Download zur Verfügung. Mit diesem Editor lassen sich die Werbekampagnen und Anzeigenschaltungen auch offline verwalten und dann später mit der Online-Version problemlos abgleichen.Das Tool bietet alle Möglichkeiten die die Online-Version auch bietet, außer das schätzen des Traffics und der Klickraten. Aber das kann ein Offline-Tool natürlich nicht tun, da dafür auf Googles interne Datenbanken zugegriffen werden muss, also wird dies wohl auch niemals nachgerüstet werden können.Eine Beschreibung mit Screenshots des Editor gibt es Website Boosting: » AdWords Editor Beschreibung + Screenshots » AdWords Editor Download[thx to: Christian]
AdSense
Hier mal ein persönlicher Erfahrungsbericht von mir mit dem Google AdSense-Team: Es ging darum, meine Kontaktdaten - genauer gesagt nur das Heimatland - zu ändern, dies ließ sich über das Web-Interface leider nicht regeln, daher wandte ich mich per eMail an das AdSense-Team, welches mir sehr kompetent zur Seite stand.Neuen Account anlegen Schon nach 7 Stunden bekam ich eine ausführliche - 2seitige - Antwort von Google. Sie erklärten mir sehr ausführlich dass es aus Steuergründen nicht möglich ist das Land einfach zu ändern. Ich musste mir also einen neuen Account anlegen, mein alter wird dann einfach auf den neuen übertragen - versprach mir Google.Aber vorher musste ich noch 3 Fragen beantworten, und zwar wie hoch meine ersten Einnahmen und die erste Seitenimpression war. Das ist nötig damit man sichergehen kann, dass das Konto wirklich mir gehört und ich Zugriff darauf habe. Ich habe also darauf geantwortet und mir dann ein neues Konto angelegt.Neues Konto erstellt Nachdem ich das neue Konto erstellt hatte, habe ich mich wieder an Google gewandt um zu erfahren wie es nun weitergeht. Sie antworteten mir dass ich einfach nur alle Anzeigencodes austauschen soll - was ich dann getan habe - und mich dann wieder melden soll. Also habe ich alle Codes ausgetauscht, einen Tag gewartet - um zu sehen ob auf dem alten Konto keine Impressionen mehr erscheinen und ich wirklich keinen Banner vergessen habe - und mich wieder bei Google gemeldet.Konto umstellen 2 Tage später kam dann eine Antwort von Google dass mein altes Konto geschlossen wurde und alle Einnahmen auf das neue Konto übertragen werden. Das hat alles wunderbar geklappt, das Geld von alten Konto kam zwar noch nicht an - aber das passiert auch erst im Juli in Form einer Gutschrift - versprach mir Google, und ich hoffe dass das auch passiert, aber da mache ich mir eignetlich keine Sorgen.FAZIT Der eMail-Verkehr mit dem Google-Team war sehr nett und sehr ausführlich, nicht so wie ich es bisher von anderen Unternehmen gewohnt war. Jede Mail war auch individuell auf mich angepasst. Also entweder haben sie sehr gute Fertig-Mails oder sie nehmen sich wirklich viel Zeit für jeden Kunden - ich tippe auf zweites. Alles ging rasch und ohne Probleme.Das einzige war nicht so schön ist, dass das Konto geschlossen werden musste und alle Berichte verloren gegangen sind, diese können leider nicht auf das neue übertragen werden. Aber da ich darüber informiert wurde, habe ich natürlich alle vorher auf meiner Festplatte gesichert.Note: 1,5 *Daumen hoch*
ShakespeareGoogles Buchsuche konnte bisher nur in Büchertexten und im Titel selbst oder nach dem Autor suchen, doch bot nie eine Möglichkeit an, die Bücher direkt herauszusuchen oder im Katalog anzusehen. Dies soll sich nun ändern und Google fängt an seine Bücher zu sortieren - den Anfang macht eine Liste aller Werke von Shakespeare.Auf der Shakespeare-Seite gibt es ein Foto vom Meister höchpersönlich, eine kurze Einführung zu ihm und seinen Werken und darunter all seine gesammelten Werke mit einem entsprechenden Link zur Buch-Seite. Doch leider ist kaum ein Buch digitalisiert worden - wahrscheinlich aus rechtlichen Problemen.So macht das ganze natürlich keinen Sinn. Google bietet bei fast jedem Buch nur einen Link zum Kauf oder einer Bibliothek an, was natürlich schön ist wenn man es sich besorgen möchte - aber nicht Sinn von Googles Buchsuche sein sollte. Hoffentlich wählen sie das nächste mal ein Thema aus bei dem ein paar mehr Bücher online zu finden sind.» Explore Shakespeare with Google