Die letzten Jahre waren für Google+ sehr turbulent und das Netzwerk stand mehrmals - zumindest aus Sicht vieler Beobachter - am Abgrund. Doch im November 2015 hat man dann einen kleinen Neustart hingelegt und dem Netzwerk einige neue Funktionen spendiert. Jetzt kündigt man weitere große und wichtige Funktionen an und zieht gleichzeitig bei der alten Version endgültig den Stecker.
Googles Entwickler sind immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, um Dinge und Abläufe zu optimieren: Ob es nun darum geht die Geschwindigkeit zu erhöhen, die Effizienz zu steigern oder auch Traffic zu sparen. Eine neue Technologie soll nun bei Letztem helfen und den Traffic der Google+ App deutlich verringern. Zum Einsatz kommt dabei die vor wenigen Monaten vorgestellte RAISR-Technologie, mit der sich die Dateigröße von Bildern deutlich schrumpfen lässt.
In dieser Woche gab es wieder ein kleines Update für die Google+ App, das allerdings keine neuen Funktionen mit sich gebracht oder Veränderungen an der Oberfläche bekommen hat. Dafür hat sich aber unter der Haube einiges getan, und AndroidPolice hat diese Änderungen natürlich wieder in einem Teardown entdeckt. Die wohl wichtigste Änderung betrifft gleich zwei Apps: Das Teilen des eigenen Standorts wird schon bald in die Google Maps ausgelagert.
Google baut die Unterstützung für die eigene AMP-Technologie weiter aus: Nachdem bereits die mobile Websuche und die mobile Version von Google+ die schlanken und schnellen Webseiten verlinkt, zieht nun auch die Android-App von Googles Netzwerk nach. Mit dem letzten Update der App werden nun automatisch die AMP-Versionen einer Website verlinkt, wenn diese zur Verfügung stehen.
Seit Anfang an erfreute sich Google+ bei Fotografen großer Beliebtheit, die dort ihre Werke veröffentlichen und sich in großen Communitys organisiert haben. Schon öfter hat Google die dort veröffentlichten Bilder in anderen Angeboten verwendet, und jetzt können sich noch mehr Nutzer die Kunstwerke täglich ansehen: Sowohl in der neuen Google Wallpaper-App als auch mit einer neuen Desktop-App können diese Fotos nun verwendet werden.
Google+ war und ist ein sehr bildlastiges Social Network und ermöglicht nicht nur das Einfügen einer Grafik in einen Beitrag, sondern auch direkt in den Kommentaren. Bisher mussten diese allerdings noch über den Datei-Dialog ausgewählt und hochgeladen werden, was je nach Speicherort immer in einer kleinen Klick-Orgie enden kann. Ab sofort ist das nun nicht mehr nötig, denn Google+ unterstützt nun auch Drag & Drop von Bildern direkt in das Browser-Fenster.
Langsam aber sicher wird die Unterstützung für das Project AMP bzw. für die Accelerated Mobile Pages immer breiter und ist in immer Google-Produkten integriert. Als neuester Zuwachs verlinkt nun auch die mobile Version von Google+ ab sofort auf die AMP-Version einer Webseite - wenn denn eine vorhanden ist. In der App ist diese Änderung noch nicht umgesetzt worden.
Jeden Tag werden bei Google Produkt-Entscheidungen getroffen, Funktionen und Features getestet und diese ausgerollt oder wieder zurück gezogen - das ist völlig normal. Doch dass man sich bei einer so simplen Sache wie das Filtern von Benachrichtigungen in der Google+ so oft umentscheidet ist schon ziemlich kurios. Seit einigen Tagen wird die Filterfunktion wieder ausgerollt und sollte nun endgültig allen Benutzern zur Verfügung stehen.
In den letzten Jahren haben praktisch alle großen Social Networks immer wieder an der Sortierung ihrer Streams gebastelt und die Reihenfolge der einzelnen Beiträge angepasst. Statt auf eine simple chronologische Reihenfolge zu setzen, verwenden alle mittlerweile eine automatische Sortierung nach Relevanz. Auch die Google+ Communities werden im Laufe der nächsten Tage auf diesen Quasi-Standard wechseln und die Beiträge der Nutzer nicht mehr zeitlich sortiert anzeigen.