Google Drive setzt mit den eigenen Apps von Docs über Sheets bis zu Slides auf eigene Dateiformate, kann aber auch einige weitere Formate lesen, bearbeiten und auch wieder in diesen Formaten speichern. Dazu gehören seit langer Zeit auch die Dateiformate von Microsoft Office, allerdings bis heute mit einigen Einschränkungen bei den Spezialfunktionen. Jetzt kann auch die Android-App des Drive passwortgeschützte Office-Dateien öffnen.
Im Google Play Store gibt es den berühmten Billionaires Club, in dem sich alle Apps befinden, die bereits eine Installationsbasis von mehr als 1 Milliarde Geräten aufweisen können. Schon seit über einem halben Jahr kam keine neue App dazu, aber jetzt hat es immerhin wieder einmal eine geschafft, den halben Weg zu nehmen. Diese stammt aus dem Hause Microsoft und dürfte wohl eine der populärsten Desktop-Anwendungen der Welt sein.
In Unternehmen oder Arbeitsgruppen ist es nicht unüblich, dass Dokumente durch verschiedene Abteilungen wandern und von vielen Teilnehmern gelesen und kontrolliert werden. Zu diesem Zweck lassen sich bei allen Dokumenttypen aus dem Microsoft Office Kommentare hinzufügen, die direkt in der Datei gespeichert werden und von jedem Nutzer gesehen werden können. Jetzt kann auch das Google Drive mit diesen Kommentaren umgehen und diese bearbeiten.
Wegen der großen Konkurrenz und zahlreichen Web-Apps wie etwa Googles Angebote aus dem Drive-Universum hat Microsoft Office heute nicht mehr eine so enorme Bedeutung wie vor 10 Jahren, ist aber noch immer für viele Nutzer unabdingbar - vor allem im Büro-Alltag. Jetzt hat Microsoft überraschend und ohne vorherige Ankündigung die drei populärsten Office-Apps auch für Chromebooks freigeschaltet und schafft damit ein weiteres gewichtiges Argument für Googles Laptop-Plattform.
Mit dem Google Drive und den angeschlossenen Apps Docs, Sheets und Slides unterstützt Google nicht nur die eigenen Formate, sondern kann auch Dokumente von einer Reihe anderer Anbieter Öffnen und Speichern. Die Dateien aus Microsoft Office gehören schon seit langer Zeit zur Liste der unterstützen Dateitypen - allerdings galt das bislang nicht für Dokumente, die mit einem Passwort verschlüsselt waren. Diese Lücke hat man nun auch geschlossen.
Viele Nutzer des Google Drive dürften im Alltag auch die diversen Tools wie Google Docs oder Sheets verwenden um schnell und einfach Dokumente zu erstellen. Doch bei größeren Projekten kommt oftmals noch das Microsoft Office zum Einsatz, das eben doch noch über einen deutlich größeren Funktionsumfang verfügt. Für diese Nutzer wurde im vergangenen Jahr das Google Drive Plugin für Microsoft Office eingeführt, das jetzt ein Update bekommen hat und nun auch in Outlook verwendet werden kann.