Im Laufe des Jahres 2019 wird Google mal wieder einen neuen Anlauf auf dem Messenger-Markt starten und im Zuge dessen zwei mehr oder weniger etablierte Produkte einstellen und durch Nachfolger ersetzen. Details dazu gibt es noch nicht, doch heute hat sich Google erstmals etwas ausführlicher zu den G Suite-Plänen geäußert und dabei zwischen den Zeilen ein interessantes Detail verraten: Es könnte einen kostenpflichtigen Messenger für Privatnutzer geben.
Der Messenger Hangouts gehört für viele Nutzer eigentlich schon längst zu den Google-Produkten, die ihren Platz auf dem ewigen Google-Friedhof bereits sicher haben oder sich zumindest seit langer Zeit im Zombie-Status befinden. Doch das ist offenbar nicht der Fall, denn jetzt hat ein Google-Sprecher angekündigt, dass Hangouts weiterleben wird. Und zwar, das ist leider keine Satire, gleich in zwei Apps.
Googles Messenger-Strategie war in den letzten Jahren nicht ganz so leicht zu durchschauen und hat durch die vielen verschiedenen Angebote nicht gerade zur Klarheit und Popularität beigetragen. Doch im vergangenen Jahr hat man sich dann ganz neu aufgestellt und eine klare Strategie für die Messenger offen gelegt. Dazu zählen auch die beiden Business-Messenger Hangouts Chat und Hangouts Meet, mit denen die Kommunikation in Unternehmen erleichtert werden soll. Für Hangouts Chat fällt heute offiziell der Startschuss.
Obwohl Google eine klare Struktur in seine Messenger-Strategie gebracht hat, ist diese für einen Außenstehenden nicht ganz so leicht zu durchschauen und ruft immer wieder ein Kopfschütteln hervor. Doch selbst innerhalb eines Bereichs scheint nicht so ganz Klarheit darüber zu herrschen, welcher Messenger für welchen Bereich geeignet ist: So gibt es derzeit einiges an Verwirrungen rund um die Business-Lösungen Hangouts Chat und Hangouts Meet.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Unternehmen mehrere Lösungen für ein Problem anbietet und so feststellen möchte, welches Produkt beim Kunden bzw. Nutzer am besten ankommt. Natürlich kann man es aber auch übertreiben und einfach nur Blind durch die Gegend schießen und ein Produkt nach dem anderen auf den Markt bringen - und das immer wieder am Nutzer vorbei. Genau das passiert spätestens seit dem vergangenen Jahr bei Google - und es wird immer schlimmer...
Mit der Ankündigung von Hangouts Chat und Hangouts Meet hat Google in der vergangenen Woche sein Versprechen wahr gemacht, sich mit Hangouts zukünftig stärker auf Business-Nutzer zu konzentrieren. Da sich die beiden im vergangenen Jahr vorgestellten Messenger Allo und Duo aber längst noch nicht etabliert haben, ist es völlig unklar wie es für Privatnutzer weitergeht. Auf Twitter sind Googles Produktmanager derzeit aktiv und verteidigen die aktuelle Strategie.
Schon nach der Ankündigung von Allo und Duo sahen schon viele Nutzer die bisherige Messenger-App Hangouts auf dem ewigen Google-Friedhof. Doch um diese Sorgen zu zerstreuen, hatte Google schon kurz darauf angekündigt, dass Hangouts bestehen bleiben und sich in Zukunft auf den Business-Bereich konzentrieren wird. Heute hat Google nun den Start von zwei neuen Hangouts-Messenger angekündigt, die sich auf zwei verschiedene Bereiche konzentrieren.