Mit dem KI-ChatBot Gemini haben alle Nutzer die Möglichkeit, innerhalb der Konversation Web-Anwendungen zu erstellen - zu völlig verschiedenen Zwecken. Jetzt wird eine große Neuerung ausgerollt, die dieser Funktion eine völlig neue Qualität gibt und vielleicht richtungsweisend sein wird: Alle Web-Apps lassen sich zu Google Sites exportieren, wo sie für andere Nutzer zugänglich sind.
Der KI-ChatBot Gemini bietet den Nutzern schon seit langer Zeit die Möglichkeit, kleine Web-Apps zu erstellen, die sich direkt im Chatfenster anpassen, ausprobieren und bei Bedarf auch teilen lassen. Jetzt wird eine starke Integration eines Google-Produkts ausgerollt, das vielen gar nicht (mehr) bekannt sein dürfte: Die Web-Apps lassen sich zu Google Sites exportieren.
In den vergangenen Monaten wurden viele Google-Produkte auf das aufgefrischte Material Design mit dem sehr ähnlichen Namen Material Theme umgestellt. Dieses Design bringt einige Veränderungen und neue Merkmale mit sich und ist somit auf den ersten Blick zu erkennen. In den kommenden Wochen werden auch Googles Dokument-Apps Docs, Slides, Sheets und Sites auf diese neue Oberfläche umgestellt. Screenshots gibt es bereits.
Google Sites gehört mittlerweile schon zu den Antiquitäten unter den Google-Produkten und wurde sehr lange Zeit vernachlässigt und nicht mehr aktualisiert - bis jetzt. Nun hat man das Produkt kurz vor dem Google-Friedhof gerettet und ihm eine komplett neue Oberfläche und moderne Funktionen spendiert. Jetzt lassen sich mit Sites moderne Webseiten bauen, die sich mit vielen weiteren Inhalten aus dem eigenen Produkt-Universum erweitern lassen.
Sites

Ein kleines Update, das mal wieder für große Effekte sorgt, darf heute Googles Homepage-Baukasten Sites erfahren. Neben der Besten Neuerung, dass jetzt auch horizontale Menüs möglich sind, kann man jetzt auch einen Footer hinzufügen, Dokumente direkt mit Docs öffnen lassen und hat einen neuen Bereich, indem man gelöschte Elemente wiederherstellen kann. 

Horizontales Menü

Man fragt sich natürlich immer, warum Google noch nicht früher auf die Idee gekommen ist, dass Benutzer nicht auch immer links eine Navigation haben wollen, sondern etwa oben. Das hat Google jetzt eingebaut. Man erreicht es, indem man auf "Weitere Aktionen" -> "Site verwalten" -> "Site-Layout" -> "Site-Layout ändern". Dabei hat man jetzt 3 neue Optionen: Felder, Tabs oder Links - das kann man später auf "Content bearbeiten" einstellen. Die Farbe lässt sich wie gewohnt über "Farben und Schriftarten" ändern. Neu ist aber dort der Punkt "Horizontale Navigationsleiste". 

Ein Beispiel einer horizontalen Navigation 

Horizontales Menü mit Boxen (Felder) 


Globaler Footer (Fußzeile)

Diesen kann man ab sofort einstellen und - beispielsweise - für ein zweites Menü nutzen. Zu erreichen ist auch dieses Tool unter "Site-Layout ändern" im Site-Manager. Danach lässt sich der Inhalt gewohnt einfach editieren.

Globale Fußzeile

Schneller eingebettete Dokumente öffnen 

Wenn man Dokumente auf seiner Seite eingefügt hat ("Bearbeiten" -> "Einfügen" -> [Dokumenttyp]), kann man diese jetzt auch als Seitenbesucher ganz einfach öffnen. Dazu klickt man unter dem Dokument auf der Seite auf "... öffnen". Die 3 Punkte stehen für den Dateinamen.

Gelöschte Elemente

Oft kennt man das Problem: Man hat eine Seite gelöscht, wollte aber erst etwas Anderes machen oder hat sich verklickt - Früher hieß das: Seite neu erstellen. Google Sites ist aber nicht so und speichert Seiten, Anhänge und alle anderen Inhalte für 30 Tage. Man erreicht den Punkt über das Menü links "Gelöschte Elemente". Sollte man sich dann aber sicher sein, kann man die Elemente auch dauerhaft löschen.

Gelöscht ist nicht gleich verloren. 

» g'docs blog
Docs Sites Internet Explorer
Google hat angekündigt, dass die Unterstützung für den Internet Explorer 6 am 1. März 2010 auslaufen wird. Ab diesem Zeitpunkt garantiert Google nicht mehr, dass Google Docs und Google Sites im veralteten Browser von Microsoft korrekt arbeitet. Ab hier kann es sein, dass neue Funktionen nicht funktionieren und alte nicht mehr korrekt arbeiten.

Google empfiehlt es den Nutzern ein Update auf IE 7+, Firefox 3+, Chrome 4+ oder Safari 3.0+ vorzunehmen. Google hat bereits bei YouTube die Unterstützung für den IE6 eingestellt. Weitere Produkte werden folgen, heißt es weiter.
Sites

Google hat die Vorlagen für Google Sites erweitert. Jeder Nutzer kann die öffentliche Template-Galerie durchsuchen und bei Google Apps Nutzer gibt es eine interne Galerie, wo man Vorlagen mit seinen Mitarbeitern teilen kann.

Jeder der möchte kann sein Layout als Vorlage veröffentlicht. Dies kann man unter More actions> Manage site>General mit "Publish this site as a template." tun. Besucher der Seite bekommen nun oben angezeigt, dass man mit dieser Vorlage eine neue Sites erstellen kann. Hierfür muss die Site öffentlich sein und man selbst Eigentümer.

Im Google Docs Blog findet man einige Beispiele
Sites + Docs Wenn es ein wichtiges Detail gibt, dass die vielen Google-Dienste mit ihren Speichermöglichkeiten von einer Online-Festplatte unterscheidet - dann ist das die fehlende Zentralität der Daten. Jeder Dateityp ist an einem anderen Ort und bei einem anderen Service gespeichert, das wird sich wohl auch beim GDrive nicht ändern - aber immerhin präsentiert Google jetzt ein Feature mit dem sich auf fast alle Daten zugreifen lässt. Google OnePick
Das neue Feature nennt sich "Google OnePick" und ist ein eigentlich recht simpler "Insert"-Dialog aus Google Sites, mit dem sich Inhalte aus den verschiedensten Diensten in die Seite einfügen lassen. Derzeit kann man auf alle Arten von Dokumente, Kalender, Maps, Photos und ganze Docs-Folder zugreifen - weiteres wird wohl später noch folgen. Der Dialog lässt sich unter der Adresse docs.google.com/picker auch separat aufrufen, was aus ihm in Zukunft wohl eine Daten-Zentrale machen wird (siehe Google Central). Wird der Dialog außerhalb von Sites geöffnet, hat er derzeit aber leider noch keine Funktion. Es lassen sich zwar alle Dateien bzw. Einträge aufrufen, geöffnet werden kann von der Stelle aus aber noch nichts. Das ganze wird wohl auf Raten eingeführt, so wie damals das lang ersehnte Google Contacts, auch das war anfangs nur eine Google Mail-Funktion. Wenn man sich die URL des Pickers ansieht, stellt man fest das quasi jeder Menü-Eintrag per URL hinzugefügt wird, was darauf schließen lässt dass je nach Dateityp der eingefügt oder geöffnet werden könnte eine Filterung stattfindet. Wird der Dialog ohne die Parameter aufgerufen sind nur Dateitypen von Docs verfügbar. Was aber auch daran liegen könnte dass das ganze unter der Docs-Subdomain gespeichert ist. » Google OnePick [Google OS]