Die Milliarden-Strafe gegen Google in der vergangenen Woche kam zwar nicht ganz unerwartet, hat in ihrer Höhe und den geforderten Konsequenzen aber doch überrascht. Doch wie Bloomberg nun berichtet, hätte es gar nicht soweit kommen müssen, denn zu einem früheren Zeitpunkt wären durchaus noch Verhandlungen der beiden streitenden Parteien möglich gewesen. Aber offenbar sind die Fronten mehr als verhärtet.
Android ist das mit Abstand am weitesten verbreitete Betriebssystem und gleichzeitig auch das erfolgreichste Consumer-Betriebssystem der Geschichte. Doch trotz des riesigen Erfolgs wird seit einiger Zeit an mehreren Stellen am Thron des grünen Androiden gesägt, der nun schon heftiger am Wanken ist, als man auf den ersten Blick denken würde. Es ist gut möglich, dass Android in der bekannten Form schon in wenigen Jahren eingestellt wird.
Vor etwa zwei Wochen hat Google die populäre ÖPNV-App Öffi aus dem Play Store geworfen und auch mit einer nicht ganz so vorbildlichen Kommunikation für Ärger beim Entwickler und unter den Benutzern gesorgt. Auch zwei Wochen später ist die Situation noch immer ungeklärt und der Entwickler hat sich nun dazu entschlossen als Open-Source freizugeben und über weitere Wege anzubieten. Google selbst scheint bemüht, hält die Blockade der App aber weiterhin aufrecht.
In dieser Woche hat die EU-Kommission eine Rekordstrafe gegen Google verhängt und wird das Unternehmen um ganze 5 Milliarden Dollar erleichtern, die dem EU-Haushalt zugutekommen sollen. Google hatte direkt einen Widerspruch gegen das Urteil angekündigt und bekommt nun auch Schützenhilfe von ganz oben: US-Präsident Donald Trump droht damit, dass sich die USA nicht weiter von der EU ausnutzen lassen.
Seit vielen Monaten werfen wir regelmäßig einen Blick auf Fuchsia, Googles neues Betriebssystem, dem seit langer Zeit nachgesagt wird, die Nachfolge für Android und Chrome OS anzutreten. Laut einem neuen Bericht könnte es tatsächlich in absehbarer Zeit dazu kommen, das Fuchsia sowohl auf Smartphones als auch auf Tablets und Laptops zum Einsatz kommt. Zuerst sollen es aber die Smart Home-Geräte richten.
Anfang des Monats hat Google die vierte Developer Preview von Android P veröffentlicht und hat mit dieser das Betriebssystem grundlegend auf den Stand gebracht, mit dem es in wenigen Wochen als aktuelle Version 9.0 ausgerollt wird. Doch leider wurden mit dem letzten Update eher Funktionen entfernt statt hinzugefügt. Darunter ist nun auch die einfache Möglichkeit zum Austausch der Homescreens, die nun nicht mehr verfügbar ist.
Was lange Zeit nur Spekulation war, ist gestern Wahrheit geworden: Die EU-Kommission hat Google zu einer Rekordstrafe verdonnert, die man dem Unternehmen aufgrund der App-Bündelung aufbürdet. Gleichzeitig müssen aber auch Auflagen erfüllt werden, die Googles gesamtes Businessmodell mit Android infrage stellen. Zwischen den Zeilen ist nun schon zu lesen, dass die Zeit des kostenlosen Android schon bald vorbei sein könnte.
Schon seit langer Zeit hatte die EU-Kommission gegen Googles Android ermittelt und es hatte sich schon seit längerer Zeit abgezeichnet, dass die App-Bündelung nicht mehr länger in der EU geduldet wird. Heute hat die Kommission nun geurteilt, dass die Bündelung der Apps mit dem Play Store nicht mehr länger zulässig ist und hat gleichzeitig eine Rekordstrafe von 4,3 Milliarden Euro gegen den Konzern verhängt.
Vor wenigen Jahren hat Microsoft große Angriffe auf den Smartphone-Markt gefahren und versucht, das Duopol aus Android und iOS aufzubrechen - allerdings mit sehr begrenztem Erfolg. Mittlerweile hat Microsoft diesen Angriff bekanntlich aufgegeben, kann aber den wichtigen mobilen Markt nicht außer Acht lassen. Schon bald könnte es eine Neuauflage geben - dann allerdings mit veränderten Vorzeichen, denn Microsoft soll an eigenen Android-Smartphones arbeiten.
In den nächsten Tagen oder Wochen könnte es ein neues Urteil der EU-Kommission geben, dass Google sowohl finanziell teuer zu stehen kommen als auch einen wichtigen Teil des Geschäftsmodells bedrohen könnte: Es geht um die Bündelung bzw. Vorinstallation von Google-Apps auf den Android-Smartphones. Das könnte Google möglicherweise untersagt werden und dafür sorgen, dass der Nutzer vor die Wahl gestellt werden muss, welche Software er nutzen möchte.
Der Rauswurf der Öffi-App aus dem Play Store sorgt derzeit für einen kleinen medialen Wirbel, bei dem sich praktisch alle Betroffenen auf die Seite des Entwicklers stellen und diesen Schritt nicht nachvollziehen können. Bis vor wenigen Stunden war von Google nur ein einziges Wörtchen als Begründung geliefert worden, aber jetzt wurde eine tiefergehende Begründung sowie eine neue Beschuldigung nachgeschoben. Beides wirft Fragen auf.
Dank des Smartphones muss man sich heute nicht mehr damit aufhalten, die Papier-Aushänge an der Haltestelle zu entziffern um herauszufinden, wann der nächste Bus kommt und wohin er fährt. Leider hat jeder Verkehrsverbund eigene Angebote und Apps, die untereinander zu einem großen Teil nicht kompatibel ist. Eine populäre deutsche App hat dieses Problem für viele Regionen gelöst, ist nun aber ohne nachvollziehbaren Grund von Google aus dem Play Store geworfen worden.
Es gibt drei Dinge, von denen Smartphone-Besitzer niemals genug haben können: Akku, Speicherplatz und ein großes Traffic-Kontingent. Alle drei Dinge lassen sich durch diverse Methoden in Form von Einsparungen oder Dritt-Apps etwas schonen, aber nur die wenigsten erreichen wirklich gute Ergebnisse. Auch Google hat einige Lösungen im Sortiment, mit denen sich Traffic einsparen und so das Datenkontingent etwas entlasten lässt. Die drei womöglich wichtigsten Beispiele stellen wir an dieser Stelle kurz vor.
Mit dem Release der vierten Developer Preview von Android P steht langsam aber sicher die finale Version des Betriebssystems auf dem Plan, von der uns nur noch eine kurz eingeschobene Zwischen-Preview trennt. Googles Entwickler haben nun einen kleinen Einblick darin gegeben, was sich in einer vermeintlich sehr simplen Komponente des Betriebssystems ändern bzw. für Entwickler verbesser wird: Der Darstellung Text.
Android-Apps können sich sehr umfangreiche Berechtigungen vom Nutzer gewähren lassen, um auf viele Daten und Funktionen des Smartphones zuzugreifen. Doch es gibt auch viele Funktionen, für die eine App aus gutem Grund keine Berechtigungen benötigt, aber dennoch zu Datenschutzproblemen führen können. Jetzt ist wieder ein Fall geworden, bei dem eine App sensible Daten des Nutzers abfilmt, ohne dass dieser es autorisieren müsste.