‚Cobalt‘: Neues Betriebssystem Fuchsia sendet jede Aktion des Nutzers zur Auswertung an Google-Server

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Google entwickelt mit Fuchsia ein Betriebssystem mit tiefer Cloud-Anbindung, dessen Stärken vor allem in der ständigen Synchronisation aller Daten und Apps liegen. Aber auch in einem weiteren Bereich wird es eine solche tiefe Anbindung geben, die den Entwicklern sehr wichtige Daten liefern wird. Mit Cobalt wird ein umfangreiches Nutzerstatistik-System direkt in das Betriebssystem integriert.


Mit Fuchsia hat Google die große Gelegenheit, ein Betriebssystem von Grund auf neu zu entwickeln und sich dabei weder an Vorgaben darunter liegender Architekturen noch bestimmter Geräte halten zu müssen. Das führt dazu, dass in diesem Betriebssystem einige neue Konzepte eingeführt werden, die man bisher vielleicht kannte, aber noch nicht ganz so konsequent umgesetzt und miteinander kombiniert wurden. Dazu gehört nun auch ein internes Statistik-System.

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Viele App-Entwickler hätten heute gerne Statistiken und Auswertungen darüber, wie die Nutzer ihre Apps und Oberflächen verwenden und können daraus wichtige Schlüsse für Verbesserungen und zukünftige Versionen ziehen. Auch Google gehört naturgemäß dazu und sammelt sehr umfangreiche Daten in den Web-Diensten aber auch, soweit der Nutzer dem zustimmt, in den Apps der diversen Plattformen. Mit Fuchsia wird diese Sammlung noch etwas tiefer implementiert.

Das System Cobalt wird ein Teil des Betriebssystems sein und Daten über alle Aktivitäten des Nutzers sammeln: Die wichtigsten sind vor allem, welche Anwendungen genutzt werden, wie diese in den Stories miteinander kombiniert werden und natürlich auch wie häufig diese Aktionen stattfinden. Diese und viele weitere Daten werden ebenfalls in die Cloud gesendet und in anonymisierter Form von Googles Systemen ausgewertet.

Cobalt is a system for collecting metrics from Fuchsia devices, sending metric observations to servers running in the cloud, aggregating and analyzing the collected observations and generating useful reports and visualizations.

Der Zweck dahinter ist bekannt: Die Nutzererfahrung soll verbessert werden – was gerade bei einem ständig synchronen Cloud-Betriebssystem mit dynamischen Apps ein sehr wichtiger Punkt ist.




Cobalt soll aber nicht nur die statischen Daten sammeln, sondern auch die Aktivitäten der Assistenten Kronk & Bucky aufzeichnen und auswerten. Eine tiefere Integration in die eigentlichen Anwendungen des Nutzers ist ebenfalls denkbar, derzeit aber weder umgesetzt noch an irgendeiner Stelle erwähnt. Tatsächlich hat diese eingebaute Überwachung aber neben der dadurch erhofften Komfort-Steigerung noch einen weiteren Vorteil: Den Datenschutz.

While Cobalt’s code and registration files are open source, the running system being managed by the Cobalt team is currently intended to be used by software engineers at Google in order to collect metrics in a way that preserves our users’ privacy.

Cobalt ist mit einem Schwerpunkt auf den Datenschutz entwickelt, der bei den vielen In-App-Lösungen der unzähligen Entwickler häufig nicht gegeben ist. Wenn Fuchsia also von Hause aus eine solche Infrastruktur mitbringt, muss es keine separaten Umsetzungen mehr geben. Wie die Entwickler darauf zugreifen ist noch nicht bekannt, es könnte aber nach dem bekannten Google Analytics-Schema funktionieren, das die zahlreichen Daten umfangreich aufbereitet.

Wir dürfen gespannt sein, wie diese Technologie schlussendlich umgesetzt wird und welche Daten welchem Kreis zur Verfügung gestellt werden.

Die ganze Serie: Das ist Fuchsia

[9to5Google]


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