Fuchsia: FIDL macht es Entwicklern sehr leicht, mehrere Programmiersprachen gleichzeitig zu nutzen

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In dieser Woche fand die große Entwicklerkonferenz Google I/O statt und war nicht nur für Millionen Google-Nutzer, sondern auch für die Entwickler auf Googles Plattformen sehr interessant. Leider hat das kommende Betriebssystem Fuchsia keine Rolle gespielt und wird nun wohl erst im nächsten Jahr im Mittelpunkt stehen. Dennoch dürfen Entwickler schon einmal euphorisch sein, denn mit Fuchsia wird auch für sie alles einfacher.

Überblick: Das ist Fuchsia

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Bei Fuchsia ist bekanntlich das gesamte Betriebssystem modular aufgebaut und soll grundlegend den Austausch aller Komponenten und Module ermöglichen, was für den Nutzer sehr viele Vorteile hat. Diese vollständige Modularität geht bis in die Tiefen des Betriebssystems und wird auch die Ebene der Entwickler betreffen bzw. ihnen volle Flexibilität bieten. Dazu kommt die Fuchsia Interface Definition Language (FIDL) zum Einsatz, die eine Brücke zwischen dem Code des Entwicklers und dem Betriebssystem bietet.

App-Entwickler müssen sich dadurch nicht mehr von Anfang an für eine Programmiersprache entscheiden, sondern können verschiedene Komponenten in ganz verschiedenen Sprachen schreiben und sie dennoch untereinander verwenden. FIDL sorgt für die Kompatibilität und soll so auch den Funktionsaufruf zwischen zwei oder mehr Sprachen ermöglichen. Für Entwickler hat das den Vorteil, dass sie mit einer Sprache beginnen, während der Entwicklung zu einer anderen Sprache wechseln und am Ende wieder eine andere nutzen. So lassen sich auch die Vorteile aller Sprachen für bestimmte Komponenten und Bereiche ausnutzen.

Unterstützt werden derzeit folgende Sprachen:

  • C / C++ Eine der populärsten und am weitesten verbreitete Programmiersprache
  • Dart Die von Google für Flutter bevorzugte Programmiersprache
  • Go Googles Programmiersprache für das Web
  • Rust Der von Mozilla vorangetriebene Nachfolger von C++



Das Konzept ist natürlich nicht neu, ist aber bei keinem aktuellen Betriebssystem so tief verankert und flexibel wie bei Fuchsia. Damit macht man es Entwicklern noch einmal leichter, Apps für Fuchsia zu entwickeln und stellt somit eine sehr attraktive Plattform da. Wer sich für FIDL interessiert, findet hier eine ausführliche Beschreibung inklusive dem berühmten ‚Hello World‘ sowie Server-Client Beispiele in C++ und Dart.

FIDL ist ein weiteres geplantes Erfolgsrezept für Fuchsia bzw. für den so einfach wie möglich gestalteten Übergang zum neuen Betriebssystem: Mit Flutter können schon heute Cross-Plattform-Apps entwickelt werden. Mit der tief in das System integrierten Virtual Machine Machina können Apps aller anderen Betriebssysteme unter Fuchsia ausgeführt werden und selbst die neue Oberfläche in Android P schlägt erste Brücken zu Fuchsia.

» FIDL Tutorial

Überblick: Das ist Fuchsia

[9to5Google]


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