Smartphone-Alltag optimieren: Drei Google-Apps helfen beim Traffic-Sparen

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Es gibt drei Dinge, von denen Smartphone-Besitzer niemals genug haben können: Akku, Speicherplatz und ein großes Traffic-Kontingent. Alle drei Dinge lassen sich durch diverse Methoden in Form von Einsparungen oder Dritt-Apps etwas schonen, aber nur die wenigsten erreichen wirklich gute Ergebnisse. Auch Google hat einige Lösungen im Sortiment, mit denen sich Traffic einsparen und so das Datenkontingent etwas entlasten lässt. Die drei womöglich wichtigsten Beispiele stellen wir an dieser Stelle kurz vor.

Datally

datally update

Die Google-App Datally ist noch relativ jung und hat es sich zum Ziel gesetzt, dem Nutzer dabei zu helfen, das immer zu knappe Traffic-Kontingent zu schonen. Dazu bietet Datally diverse Möglichkeiten an, die den Nutzer im Alltag nur bedingt beeinflussen. Dazu bietet Datally zur eigenen Kontrolle die Möglichkeit an, den mobilen Datenverkehr vollständig zu überwachen. Es werden umfangreiche Statistiken der vergangenen Tage angezeigt und ein Live-Widget kann über den aktuellen Verbrauch informieren. Dadurch lässt sich schon gut feststellen, welche aktuell verwendete App gerade fleißig an den Mobilen Daten saugt.

Aber die App agiert nicht nur passiv, sondern kann auch aktiv eingreifen: So lässt sich ein tägliches Limit festlegen, nach dessen Grenze die App dann den Nutzer warnt bzw. auch den Datenverkehr komplett blockieren kann. Außerdem lässt sich jede App einzeln blockieren und komplett vom Datenverkehr abschneiden. Das gilt übrigens alles nur für die Mobilen Daten und wird bei einer aktiven WLAN-Verbindung außer Kraft gesetzt. Als weitere Alternative bietet die App auch noch eine Karte aller bekannten öffentlichen WLAN-Netzwerke in der unmittelbaren Nähe.

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Chrome Data Saver nutzen

Chrome Data Saver

Wer viel mit dem Smartphone surft, kann auch im Browser – ganz abseits der einschlägigen Social Networks – viel Traffic verbrauchen und sich plötzlich darüber wundern, wieviel bereits von dem Kontingent verbraucht wurde. Google tut einiges dafür, um das gesamte Web mobilfreundlicher zu machen, etwa durch den Erfolg der Accelerated Mobile Pages, die nicht nur für einen schnellen Ladevorgang sorgen, sondern auch sehr viel weniger Ballast mitbringen.

Der Chrome-Browser selbst verfügt in den Einstellungen über eine praktische Funktion, mit der sich der Traffic ganz ohne Änderung des Surfverhaltens etwas einschränken lässt. Der Chrome Data Saver, der sich im Deutschen „Datensparmodus“ nennt, leitet den gesamten Traffic erst einmal durch Google-Server, auf denen die Webseiten und Dateien komprimiert und in dieser Form an den Nutzer gesendet werden. Das dauert dann zwar etwas länger, aber die Zeitdifferenz befindet sich im Millisekundenbereich und ist damit eher zu vernachlässigen.

Allerdings sind einige Kategorien davon ausgenommen, was in der heutigen Zeit schon wieder dafür sorgt, dass nicht ganz so viele Daten eingespart werden: Verschlüsselte Verbindungen werden nicht komprimiert und auch alle über den Inkognito-Modus aufgerufene Webseiten werden nicht optimiert. Da Erstes auch durch Googles Druck längst zum Standard geworden ist, muss jeder für sich selbst wissen, wie sinnvoll dieser Datensparmodus noch ist.

Außerdem ist natürlich zu beachten, dass damit der gesamte Surfverlauf über Google-Server läuft, was auch nicht jedem geheuer ist. Durch den synchronisierten Verlauf und die vielen Google-Scripte auf einem Großteil aller Webseiten ist das ohnehin schon der Fall.

Der Datensparmodus lässt sich übrigens auch im Desktop-Browser verwenden und zeigt dort auch sehr detaillierte Statistiken über die Einsparungen.



Google Maps Offline-Karten

Auch die Google Maps, die von vielen Nutzern häufig verwendet werden, können sehr datenhungrig sein. Da es nicht sehr sinnvoll ist, immer wieder die gleichen Daten herunterzuladen, ist die App schon vor einiger Zeit dazu übergegangen, den Wohnort des Nutzers herunterzuladen und so Offline zur Verfügung zu stellen – und auch gleichzeitig Daten zu sparen. Aber dieses Herunterladen kann man auch manuell anstoßen und sich beliebige Kartenausschnitte herunterladen.

Wie der Download dieser Karten funktioniert, haben wir euch bereits vor einiger Zeit in diesem Artikel beschrieben. Der Prozess ist in einem WLAN schnell erledigt und lädt einfach das gesamte gewünschte Kartenmaterial auf das Smartphone herunter – das belegt dann zwar wieder Speicherplatz, aber hält sich doch vergleichsweise in Grenzen. Am besten lädt man sich einfach den gesamten eigenen Wohnort inklusive eines großen Dunstkreises herunter und kann so einiges an Traffic einsparen.

Die Offline-Karten lassen sich wie gewohnt verwenden und werden von Google Maps vollautomatisch verwaltet. Fehlen Informationen, werden sie einfach nachgeladen, aber eben ohne all den ganzen weiteren Ballast.

» Google Maps: Tipp – So lassen sich Kartenausschnitte zur Offline-Nutzung herunterladen


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