Wenn sich Google auch über die Zukunft von Google+ ausschweigt, gab es in den vergangenen Tagen doch eine sehr große Weiterentwicklung, von der allerdings so gut wie niemand es mitbekommen hat: Die Nutzungsbedingungen des Netzwerks wurden in einigen entscheidenden Punkten geändert, die allesamt Richtungsweisend sind und auch ein Vorbild für Facebook, Instagram & Co. sein könnten. Konkret geht es um Nacktheit und Cybermobbing.
Wer zwischen 2012 und 2014 im Google-Netzwerk unterwegs gewesen ist, und dazu zählen alle Angebote von GMail über Android bis YouTube, kam um Google+ kaum drumherum. Doch irgendwann im vergangenen Jahr hat Google+ plötzlich seinen Antrieb verloren und schnell kamen Gerüchte über eine baldige Einstellung auf. In der vergangenen Woche wurden nun Fakten geschaffen und der populäre Foto-Dienst abgespalten. Aber wie geht es denn nun mit Google+ weiter?
Seit gut zwei Monaten testet YouTube einen neuen Videoplayer, dessen auffälligste Änderung es ist, dass die Kontrollelemente in der Größe gewachsen sind und nun auf einem transparenten Hintergrund angezeigt werden. Durch den altbekannten Cookie-Trick konnte dieser Player schon länger genutzt werden, und jetzt ist YouTube bereits für ein größeres Testpublikum: Über TestTube lässt sich dieser Player jetzt standardmäßig aktivieren. Und für die nahe Zukunft verspricht man weitere Verbesserungen.
Die Website zur diesjährigen Google I/O war vom technischen Standpunkt betrachtet wie in jedem Jahr mal wieder ein Highlight und ging mit gutem Beispiel voran. Nicht nur dass die Website vom Smartphones über das Tablet bis zum PC die gleiche Oberfläche geboten hat, was mittlerweile ohnehin zu Googles Standard gehört, sondern sie hatte auch viele aktuelle Technologien eingesetzt die noch nicht unbedingt zum Standard gehören. Jetzt wurde die gesamte Website inklusiver aller Codes als Open-Source freigegeben.
Auf viele Webseiten und Apps hat man Standardmäßig die Wahl zwischen verschiedenen Login- und Registrierungsmöglichkeiten: Entweder man legt sich einen eigenen Account bei einem Anbieter an, oder man erstellt einen mit wenigen Klicks über den Login mit dem Google- oder auch Facebook-Account. Glaubt man den Statistiken, wird der Facebook-Account von den Nutzern aber sehr viel häufiger ausgewählt als der von Google, so dass man nun auch hier ordentlich Gas gibt: Über die neue Identy Platform sollen Zugangsdaten nun auf allen Plattformen zur Verfügung stehen.
In den vergangenen Monaten hat Google die Verbindung zwischen Android-Apps und Webseiten weiter verbessert und findet via App Indexing mittlerweile auch Suchergebnisse innerhalb von Inhalten, die eigentlich nur innerhalb von Apps zur Verfügung stehen. Jetzt hat man einen ersten Schritt in die Richtung getan, um dies in Zukunft auch für iOS-Apps zu gewährleisten. Mit einer Auswahl von Partnern testet Google diese Funktion ab sofort und wird sie schon in den nächsten Tagen in die Suchergebnisse bringen.
Für zu lange Zeit hat Microsoft den mobilen Markt verschlafen und sowohl beim Betriebssystem als auch bei der Cash-Cow Office auf den Desktop und auf Offline-Arbeit gesetzt. Mittlerweile hat man aber die Zeichen der Zeit erkannt und hat wirklich sehr gute Office-Apps auch für Googles Betriebssystem Android entwickelt - jetzt müssen nur noch die Nutzer davon überzeugt werden. Dies tut man nun auf die gewohnte Art und Weise: Schon in den nächsten Wochen werden 20 weitere Tablet-Hersteller ihre Geräte mit vorinstalliertem MS Office ausliefern.
Wer schon etwas länger im Internet unterwegs ist, dem wird vielleicht die Suchmaschine Lycos etwas sagen. Diese hat ihren Zenit zwar schon gute 15 Jahre hinter sich und ist heute nach mehreren Verkäufe nur noch ein Schatten ihrer selbst - aber besitzt noch immer ein großes Patent-Portfolio. Diese Patente, die sich auf viele wichtige Bereiche der Websuche beziehen, stehen nun zum Verkauf - und Google wäre gut beraten wenn man zuschlagen würde.
Schon seit längerer Zeit befinden sich Apps auch im Google Suchindex und können vom Nutzer, wenn es denn vom Entwickler unterstützt wird, auch durchsucht und direkt an dieser Stelle aufgerufen werden. Da verbundene Apps mittlerweile zu einem wichtigen Rankingfaktor geworden sind, setzen immer mehr Webseiten auch auf eigene Android-Apps. Bisher konnten Details und Klickzahlen dazu kaum ermittelt werden, mit dem letzten Update der Google Search Console können Apps aber nun genau so wie Webseiten behandelt werden.
Im vergangenen Jahr hat Google das Android-Betriebssystem auf viele neue Plattformen gebracht und spricht nun von großen "Geräten" (Android Auto) über Fernsehern (Android TV) bis zu Smartwatches Android Wear nahezu alle wichtigen Bereichen an. Doch schon in naher Zukunft dürften auch sehr viel andere Geräte über Internetzugang verfügen und miteinander kommunizieren. Laut internen Quellen arbeitet Google an einer neuen Android-Version für das "Internet of Things".
In genau einer Woche, auf der Google I/O 2015 wird die neueste Version von Googles mobilen Betriebssystem Android vorgestellt, und dürfte wieder mit einer ganzen Reihe von neuen Funktionen ausgestattet werden: Android M, das bisher immer noch keine offizielle Bezeichnung und auch keine Versionsnummer hat, wird eine nativ in das Betriebssystem integrierte Fingerabdruck-Erkennung haben. Durch die tiefe Integration soll sich dies in allen Apps einsetzen lassen und das Passwort ersetzen.
Bei einer nicht unerheblichen Zahl von Nutzern ist eines der ersten Dinge nach der Installation eines neuen Browsers der Download einer AdBlock-Extension. Das mag nicht jedem gefallen, aber die Nutzungszahlen entsprechender Extensions zeichnen einfach ein solches Bild. Doch auf mobilen Geräten ist das ganze, mangels der Möglichkeit Extensions einzubinden, natürlich nicht ganz so einfach - doch jetzt gibt es eine erste Lösung: Das Team von AdBlock Plus hat nun einen eigenen Android-Browser entwickelt, der die Funktionalität direkt integriert hat.
Vor einigen Jahren waren Tweets in den Suchergebnissen von Google zu finden und haben der Suchmaschine eine damals völlig neue Aktualität gegeben. Doch nach einigen Jahren wurde twitter dann Größenwahnsinnig und wollte die volle Kontrolle über die Verbreitung der eigenen Tweets haben und hat Google den Zugriff auf die Datenbank entzogen. In den letzten Monaten gab es dann wieder vermehrt Gerüchte über eine Wiederaufnahme von twitter - und heute ist es nun offiziell soweit. Allerdings vorerst nur in der mobilen Websuche und nur in der englischen Oberfläche.