Microsoft + Yahoo Wie bereits in Gerüchten nach der Verkündung der schlechter werdenden Lage bei Yahoo öfter gemunkelt wurde, kam nun tatsächlich ein Kaufangebot von Microsoft. Microsoft ist bereit 45 Milliarden US-Dollar für das Unternehmen zu zahlen. Damit bewegt sich das Angebot weit über dem aktuellen Börsenwert. Bereits im Mai 2007 hatte Microsoft angekündigt Yahoo kaufen zu wollen. Nun scheint die Aktie offensichtlich günstig genug, um die Transaktion durchzuführen. Laut Microsoft soll der Deal im 2. Halbjahr abgeschlossen werden. Die Google-Aktie ist abgeschlagen um etwa 8%. Doch Microsoft scheint zuversichtlich und kommentiert, dass eine Verdoppleung des Online-Webemarktes von 40 Millarden auf 80 Milliarden US-Dollar von 2007 zu 2008 erwartet werde. Yahoo-Sprecher kommentieren, dass der Markt zudem zunehmend von einer Firma dominiert wird. Wer gemeint war, kann man sich denken... Chief Software Architect bei Microsoft Ray Ozzie kommentiert das Angebot: "Die Kombination der beiden großartigen Teams würde uns ermöglichen, gemeinsam eine breite Palette von Lösungen und Anwendungen für unsere Kunden zu liefern, zu der jeder als einzelnes Unternehmen nicht in der Lage gewesen wäre." Die möglichen Einsparungen durch die Fusion belaufen sich laut Microsoft auf etwa eine Millarde US-Dollar jährlich. Auch Yahoo hat inzwischen Stellung bezogen. Demnach soll das Angebot schnell geprüft werden. Der Verwaltungsrat werde die "unaufgeforderte" Offerte sorgfältig und rasch abwägen. Man wolle das beste Vorgehen im Sinne der Aktionäre wählen. Wird Yahoo das Angebot annehmen ? Und muss sich Google nun warm anziehen ? Ergänzung von Pascal: Die Yahoo Aktie steht nun im Vorhandel bei 30,31 $ (+60 %) und damit nur knapp unter dem was Microsoft bietet. Microsoft herhofft sich einen zusätzlichen Gewinn von 1 Milliarde pro Jahr. Laut Kevin Johnson, Präsident von Microsofts Platforms & Services sei es besser mehr als einen Marktteilnehmer zu haben. Die Hälfte des Kaufpreises soll bar auf den Tisch gelegt werden, die anderen 50 % in Form von Microsoft Aktien. Das zeigt wiederum, dass Microsofts Pläne schon weitestgehend abgeschlossen sind, denn auch die Yahoo Ingenieure und Speziallisten sollen bald weitergebildet werden und an MS-Maßnahmen teilnhemen. Kommentar von Stefan: Auch wenn Microsoft im Vergleich zu Google gigantische Barreservern hält, ist diese hohe Kaufsumme davon nicht gedeckt. Die Hälfte soll daher in Microsoft-Aktien beglichen werden, die darauf promt leicht federten. Solche starken Kursschwankungen nach oben haben wohl weder Google, Yahoo noch Microsoft in der letzten Zeit verzeichnen können... Offensichtlich sind die Aktionäre begeistert von dem Angebot. Ergänzung: Vote! Offizielle Presseankündigung zu dem Angebot von Microsoft Pressekonferenz mit Telco und Präsentation PowerPoint Präsentation zur Pressekonferenz [heise.de, golem.de, ARD, ftd.de, AFP, winfuture.de, focus.de , reuters, Google Blogscoped, redmondSpy, bloomberg, cnn; thx to: MainP]
Marissa Mayer Googles Produktchefin Marissa Mayer hat wieder einmal in die Zukunft der Suchmaschinen geblickt und sich dabei vorallem auf das sogenannte "Social Search" bezogen. In der Zukunft sollen Suchergebnisse nicht mehr nur statisch oder auf die eigenen Bedürfnisse angepasst personalisiert sein, sondern auch die Profile der Freunde mit einbezogen werden. Aber ob die User das wirklich wollen? Bisher hat es Google noch nicht einmal geschafft den eigenen Suchverlauf, Surfverlauf, die Bookmarks oder weitere Daten zur Personalisierung der Suchergebnisse mit einzubeziehen, aber Marissa geht schon einen Schritt weiter: In ferner Zukunft sollen die Suchergebnisse auch von den Bookmarks und den Verläufen von Freunden geprägt sein. Wenn eure Freunde eine bestimmte Seite besuchen soll diese dann in Folge auch bei euch weiter oben in den Suchergebnissen stehen.
Social search happens every day. When you ask a friend ?what movies are good to go see?? or ?where should we go to dinner??, you are doing a verbal social search. You?re trying to leverage that social connection to try and get a piece of information that would be better than what you?d come up with on your own. For example, it?s clear that people would attribute more authority to the pages that their friends have visited. So if we took Web History and allowed that data to influence rankings, such that pages that your friends have visited were now bumped up in your search ranking, that that might be a good augmentation to something like personalized search. In essence, it?s a fusion of personalized and social search. In this case, what we would do is say: This Google Mail account which maps to Marissa Mayer then maps to these other friends, allow those friends to influence this ranking.
Die Frage ist ja nur, ob die User das wirklich wollen und wie sinnvoll das ganze ist. Auch der allerbeste Freund hat dennoch andere Interessen und Vorlieben als ich und sollte nicht in meinen Suchergebnissen rumpfuschen. Es kann natürlich praktisch sein wenn man gemeinsame Termine oder Ausflüge plant, aber nicht bei der persönlichen oder alltäglichen Suche. Am besten wäre so eine Funktion natürlich wenn sie individuell zuschaltbar ist. Google müsste also 3 verschiedene Suchergebnisse aufbauen: Statisch, Personalisiert, Freunde-bezogen personalisiert. Eventuell könnte man auch jeden Freund einzeln hinzuschalten bzw. aus einer Suche entfernen dürfen. Denn nur weil mein Freund Porno-Surfer ist, muss ich nicht die gleichen Interessen haben wenn ich nach einem Star suche ;-) Die Frage ist natürlich auch, wie Google erkennen möchte wer Freund und wer Feind ist. Das läuft ja schon bei den Reader Shared Items etwas verquer... Natürlich könnten die Daten von OpenSocial mit einbezogen werden, aber auch diese werden von den meisten nicht wirklich gepflegt und ein Großteil der User nimmt eh jede Freunde-Anfrage einfach an... Marissa erklärte übrigens auch, dass sie nicht glaubt dass solche oder ähnliche Funktionen innerhalb der nächsten 10 Jahre zu erwarten sind. Sie betonte auch dass Google derzeit nicht an solchen Funktionen bastelt. Wohl aber wird man ein passendes Konzept in der Schublade haben, sonst hätte sie wohl kaum darüber erzählt... [Google Blogoscoped, Google OS]
Google Pünktlich zu Ende des Monats hat Google seine aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht: Im abgelaufenen Quartal hat das Unternehmen einen Umsatz von 4,83 Milliarden Dollar im Gegensatz zu 4,32 Milliarden im Vorquartal erwirtschaftet. Die Gewinnverteilung zwischen AdSense, der Google.com-Werbung und den weiteren Einnahmequellen ist hingegen gleich geblieben. Insgesamt hat Google einen Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Google Gewinnanteile
Auch in diesem Quartal kann Google seine Tradition, den Umsatz in jedem Quartal zu steigern, (noch) beibehalten: Immerhin eine halbe Milliarde Dollar mehr als noch vor 3 Monaten. Dennoch ist Google mehr als offensichtlich viel zu abhängig von der Werbung - lediglich 1% werden durch den Verkauf von Lizenzen, Speicherplatz und anderen Einnahmequellen gedeckt. 65% stammen von AdWords und 34% von den AdSense-Partnerwebseiten. Auch die Zahl der Mitarbeiter wurde in diesem Quartal noch einmal erhöht: Waren es im 3. Quartal noch 15.916 Googler, steht der Counter mittlerweile bei 16.805 Vollzeitangestellten. Also auch hier verläuft noch alles positiv und problemlos. Dennoch sind die Anleger enttäuscht - was ist schon eine halbe Milliarde Zuwachs? Die Aktie fiel nach der Ankündigung um 6,5%... » Die nackten Zahlen bei Google » Google-Quartalszahlen in der Übersicht [Googlified]