In den letzten Wochen und Monaten sind gleich eine ganze Reihe von Sicherheitslücken in Android bekannt geworden bzw. Apps in Umlauf gekommen, die eben diese Lücke für sich ausnutzen. Normalerweise hat Google mittlerweile sehr gute Filter im Play Store, so dass schadhafte Apps automatisch herausgefiltert werden und gar nicht erst eingestellt werden können. Doch nun hat es eine Malware-App sogar zum wiederholten male in den Play Store geschafft - und diese kann auf dem Smartphone des Nutzers erheblichen Schaden anrichten.
Seit einigen Tagen wird ein Update für die Google-App ausgerollt, das eine Reihe von Verbesserungen mit sich bringt und auch den Google Now Launcher auf den neuesten Stand bringt. Der App Drawer wird nach der Aktualisierung nun wieder vertikal statt horizontal gescrollt, was dem Nutzer durch die natürlichere Scrollrichtung das Suchen und Finden von Apps erleichtern soll. Doch gleichzeitig wurde auch eine kleine Verbesserung vorgenommen, die erst jetzt aufgefallen ist: Durch langes drücken auf das App Drawer-Symbol kann direkt nach einer App gesucht werden.
Pünktlich zum Start von iOS 9 hat Apple seine erste Android-App Move to iOS veröffentlicht, die den Wechsel von Android auf iOS mit nur wenigen Schritten ermöglicht und alle Daten vollautomatisch auf Apples Plattform umzieht. Doch da sich Apple mit dieser App das erste mal offiziell in das "Gebiet des Feindes" begeben hat, ließ der Spot der Android-Nutzer natürlich nicht lange auf sich warten. So gibt es hunderte spöttische Kommentare unter der App, die mit nur zwei Sternen abgestraft wird. Außerdem begeistert derzeit eine neue App: Stick with Android.
Seit gestern steht Apples neues Betriebssystem iOS 9 zum Download zur Verfügung und auch die neuen iPhones wurden bereits angekündigt - Apple hat also die Weichen für das nächste Jahr gestellt. Wer sich nun von den neuen Features wie 3D Touch einwickeln hat lassen, dem macht es Apple nun sehr einfach von Android auf das eigene Ökosystem zu wechseln. Dazu hat Apple seine erste eigene Android-App in den Play Store gestellt, die sich Move to iOS nennt, und genau das tut was man von ihr erwartet: Sie zieht die Daten auf iOS um.
In den letzten Monaten sind gleich zwei schwerwiegende Sicherheitslücken in Android aufgetaucht, die einem Angreifer nahezu die volle Kontrolle über das System geben: Zum ersten der bekannte Stagefright-Bug der unbemerkt auf das Smartphone kommt und zum zweiten der Bug im Garbage Collector mit dem sich Apps einfach austauschen lassen. Ein Sicherheitsforscher hat nun eine weitere Lücke entdeckt, die zwar längst nicht so schwerwiegend ist, aber doch eine große Schwäche im Lockscreen aufzeigt. Mit etwas Geduld lässt sich die Eingabe des Passworts aushebeln.
Unter Android hat jede installierte App die Möglichkeit, Benachrichtigungen einzublenden und den Nutzer über beliebige Dinge zu informieren. Und auch wenn sich viele Nutzer den Großteil der aktiven Zeit innerhalb von Apps aufhalten, besteht das mobile Internet natürlich nicht nur daraus, sondern auch aus mobilen Webseiten innerhalb des Browsers. Schon vor einigen Monaten hat Google daher die Push Notifications für Chrome for Android angekündigt, mit dem auch mobilen Webseiten Benachrichtigungen einblenden können - und jetzt wird diese Funktion auch von Facebook benutzt.
Nicht nur in der EU stehen Google Milliardenstrafen wegen Wettbewerbsbehinderung bevor, sondern auch in Russland hat man nun ein sehr ähnliches Problem: Russische Kartellwächter werfen Google den Machtmissbrauch durch Android und dem Play Store vor, mit denen sich das Unternehmen angeblich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen soll. Ausgelöst wurden diese Ermittlungen aufgrund einer Beschwerde des Konkurrenten Yandex.
Derzeit verbreitet sich in den USA ein Trojaner für Googles Betriebssystem Android, der sich besonders tief ins System einnistet und dem Nutzer kaum eine Möglichkeit gibt, die Kontrolle über das eigene Smartphone wieder zu erlangen: Die Sicherheitsforscher von Eset haben den Trojaner auf die Bezeichnung Android/LockerPin.A getauft und geben einen genauen Einblick in die Vorgangsweise der sehr hinterhältigen App. Diese ändert den PIN-Code des Smartphones und soll sich angeblich erst durch die Zahlung von 500 Dollar wieder entfernen lassen.
Auch wenn die Nexus-Geräte mittlerweile aktualisiert und das Problem behoben sein sollte, klafft noch immer in vielen Millionen Smartphones die Stagefright-Lücke, mit der ein Angreifer potenziell die Kontrolle über das gesamte System übernehmen könnte. Jetzt hat der ursprüngliche Entdecker der Lücke, die Sicherheitsforscher von Zimperium, einen funktionierenden Exploit für Android 4.04 veröffentlicht. Damit liegt die grundlegende Funktionalität nun offen, und es sind in Zukunft tatsächliche Angriffe über die Lücke zu befürchten.
In der ersten Developer Preview von Android Marshmallow, die bereits Ende Mai freigegeben worden ist, gab es neben den vielen bekannten Neuerungen auch eine nicht offiziell beworbene Änderung: Die Preview bot dem Nutzer die Möglichkeit an, die Farbgebung der gesamten Benutzeroberfläche zu ändern. Doch wer sich nun auf dieses Feature gefreut hat und den endgültigen Release von Android Marshmallow kaum noch abwarten kann, wird nun enttäuscht: Die Funktion war fehlerhaft und wird es vorerst nicht in die offizielle Version von Android 6.0 schaffen.
Eigentlich sollte man meinen dass es mittlerweile mehr als genug Hersteller von Android-Smartphones auf dem Markt gibt: Laut der letzten Statistik gibt es mehr als 1.300 Android-Hersteller, die sich allesamt kaum voneinander abheben und meist nur MeToo-Geräte im Angebot haben. Doch jetzt ist auf Kickstarter ein sehr interessantes Projekt aufgetaucht, das ein Smartphone auf Basis von Android entwickeln möchte, das endlich auch das Speicherplatz-Problem der Geräte lösen soll. Hinter dem Projekt stehen ehemalige Mitarbeiter von Google, Apple & HTC.