DataPortability
Gemeinsam mit Facebook ist Google der DataPortability Workgroup beigetreten und hat jeweils einen verantwortlichen dafür abgestellt. DataPortability beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit dem Transfer von Daten von einem Gerät bzw. von einer Plattform auf die andere. Dabei sollen offene Protokolle gefördert, neue entwickelt und miteinander verbunden werden. DataPortability listet beispielsweise RSS, OPML, openID und RDF als unterstützte Technologien auf. Google wird wahrscheinlich OpenSocial zu dieser Liste beisteuern und eventuell auch die Google Data API - schließlich basiert sie auf RSS. Die Mitglieder von DataPortability werden, soweit es bei ihrem Angebot möglich ist, all diese Austauschformate unterstützen und eigene mit beitragen. Ziel ist es, Daten problemlos von einer Anwendung auf die nächste und am besten auch von einem Gerät auf das andere zu übertragen - ohne umständliches exportieren und umwandeln und ohne Probleme. Google hatte schon vor langer Zeit angekündigt, bald die Möglichkeit zu schaffen die Daten des Google Accounts exportieren zu lassen, so dass jeder alle dort eingetragenen Daten auf dem lokalen PC sichern kann bzw. zu einem anderen Portal wechseln kann. DataPortability könnte der Weg dort hin sein. » DataPortability [ReadWriteWeb, thx to: seekXL]
Google Im Dezember wurde überraschend die Google Chart API veröffentlicht und begeistert von den Usern aufgenommen. Leider besteht die API nur aus einer einzigen URL mit vielen verschiedenen Parametern und bietet derzeit keine Benutzeroberfläche an. Das haben jetzt die User übernommen und jede Menge GUIs zur einfachen Diagramm-Erstellung gebastelt. Chart Maker Mit dem Chart Maker lassen sich alle 5 Diagrammtypen erstellen, die Daten müssen direkt eingegeben werden und ihr könnt das Diagramm titulieren sowie die Größe voreinstellen. Als Ergebnis spuckt das Tool den Link zum Diagramm aus, zeigt es aber nicht in der Benutzeroberfläche an. Schade. » Chart Maker Google Charting Tool Das Charting Tool kann nur die beiden verschiedenen Liniendiagramme erstellen, die Daten müssen direkt eingegeben werden. Außerdem kann die Farbe und Breite der Linien des Diagramms eingestellt werden sowie alle möglichen Beschriftungen eingestellt werden. Als Ergebnis seht ihr das fertige Diagramm plus den dazugehörigen Link zum Einbau in die eigene Webseite. » Google Charting Tool Google Charter Der Google Charter kann alle Formen von Diagrammen erstellen, die Daten müssen direkt eingegeben werden. Es können außerdem alle Farben und Beschriftungen sowie ein Diagramm-Titel eingegeben werden. Als Ergebnis bekommt ihr das Diagramm, den dazugehörigen Link und ein HTML-Snippet zur direkten Integration in die Webseite. » Google Charter Online Charts Builder Mit dem Online Charts Builder lassen sich alle Arten von Diagrammen erstellen, und auch hier müssen die Daten direkt eingegeben werden. Für das Diagramm kann nur eine Grundfarbe eingestellt werden, aber nicht einzelne Farben für die verschiedensten Einträge. Außerdem können auch einige Titel für das Diagramme eingestellt werden. Der Charts Builder überzeugt zwar nicht mit Funktionen, hat aber die benutzerfreundlichste Oberfläche. » Online Charts Builder -- Also wirklich begeistert bin ich von allen nicht, da muss wirklich noch etwas besseres her. Wird Zeit dass sich Googles Designer dem annehmen und eine wirklich gut benutzbare Oberfläche anbieten. Wäre sicherlich auch für die Verbreitung dieser API sehr förderlich ;-) » Links & Oberflächen über die Chart API » Posting im Google Code Blog
Earth Das Navigations-Tool von Google Earth gehört designtechnisch zu den genialsten Dingen die Google bisher hervorgebracht hat: Es nimmt wenig Platz weg, vereint sehr viele Funktionen in sich und wirkt dennoch nicht überladen und ist intuitiv zu bedienen. Der Google Earth Blog hat sich mit diesem Tool beschäftigt und alle Funktionen sauber aufgelistet. Hier die deutsche Übersetzung. Google Earth Tool
Verschieben Um die Ansicht Frei Hand zu verschieben, klickt entweder auf einen der Pfeile in die jeweilige Richtung oder haltet den Button ganz in der Mitte gedrückt und schiebt ihn wie ein Joystick hin und her. Drehen Um die Ansicht zu drehen könnt ihr entweder das "N" gedrückt halten und frei verschieben, oder auf die jeweilige Position im Kreis klicken. Tipp: Um wieder zur Standard-Drehung zurückzukehren klickt einmal auf das "N". Zoomen Um in die aktuelle Ansicht herein- oder herauszuzoomen könnt ihr entweder den Slider frei in die jeweilige Richtung verschieben oder auf den + bzw. - Button klicken. Tipp: Wenn ihr auf das + oder - doppelt klickt zoomt ihr sofort voll rein oder voll raus. Kippen Um die Ansicht zu kippen könnt ihr entweder den Slider frei nach links oder rechts verschieben oder auf das dazugehörige + oder - klicken. Tipp: Doppelklick auf das + oder - kippt die Ansicht komplett in die jeweilige Richtung. Bedienung mit der Maus Google Earth kann aber auch komplett mit der Maus, ohne das Navigations-Tool, bedient werden: Verschieben: Linke Maustaste gedrückt halten Drehen: Mittlere Maustaste gedrückt halten und nach links oder rechts schieben Zoomen: Scrollrad - oder doppelt mit der linken oder rechten Maustaste klicken Kippen: Mittlere Maustaste gedrückt halten und nach oben oder unten schieben » Google Earth Blog
Panasonic
Lange Zeit wussten wir nicht was wir uns unter dem Stichwort Google TV vorstellen sollen, aber spätestens seit Ende November wurde zumindest die Richtung grob vorgegeben: Statt, Wie vermutet, eine SetTop-Box, wird Google schon in einigen Wochen auf den heimischen Fernsehern erscheinen - zumindest von der Marke Panasonic, eine entsprechende Kooperation wurde heute bekannt gegeben. Foto von der Oberfläche
Original Schon im Frühjahr werden Panasonic-Fernseher erscheinen die direkt auf YouTube und die Picasa Web Albums zugreifen können. Weitere Dienst sind ebenfalls möglich, aber noch nicht bestätigt. Dieses Angebot soll auch nicht exklusiv bei Panasonic bleiben sondern auf viele weitere Hersteller ausgedehnt werden - Panasonic stellt nur den ersten Test-Partner. Bei Erfolg dürfte Google wohl doch so etwas wie eine TV-Plattform entwickeln. Im nächsten Schritt könnte es sogar darauf hinaus laufen dass Google eine Art Betriebssystem oder zumindest Benutzeroberfläche für Fernseher entwickeln wird. Anhand der Tv-Gewohnheiten kann Google seine User sehr gut kennenlernen und so kontextbasierte Werbung anzeigen - direkt im Fernsehen. Damit schließt sich der Kreis wieder und auch die Finanzierung wäre damit sicher gestellt. Lassen wir uns einfach mal überraschen was daraus langfristig wird... [Google Blogoscoped, TechCrunch, thx to: SeekXL]
Android Während Google das android-Betriebssystem erst im Februar offiziell vorstellt, kommt ein Hersteller dem Initiator zuvor: Der chinesische Handyhersteller Wistron wird sein android-Handy im Laufe der nächsten 3 Tage auf der CES in Las Vegas vorstellen und es ab April-Mai offiziell vertreiben. Das GW4 von Wistron soll mit einer standardmäßigen QWERTZ-Tastatur ausgestattet sein und einen 2,5 Zoll Touchscreen besitzen. Internetzugang erfolgt ausgerechnet über Opera, aber auch Bluetooth soll mit an Bord sein. Unter der Haube soll ein 216 Mhz-Prozessor mit 64 MB Arbeitsspeicher werkeln (Ist das gut für ein Handy?). Ab März soll das Handy für Großkunden orderbar sein und wenige Wochen später offiziell verkauft werden. Das Handy wird sowohl auf dem asiatischen als auch auf dem europäischen und amerikanischem Markt erscheinen. Es würde mich aber wundern wenn sich ein - zumindest auf dem europäischen Markt - so unbekannter Hersteller hier durchsetzen würde. Das werden bei uns wohl wieder die üblichen verdächtigen unter sich ausmachen... [linux-magazin; thx to: seekXL]
Google Nachdem sich Google bisher bei der Standortwahl der Rechenzentren eher auf Amerika und den asiatischen Raum konzentriert hat , plant man derzeit angeblich ein Datenzentrum im Hohen Norden Europas. Aktuellen Gerüchten zufolge steht Google derzeit mit der Regierung von Litauen in Verhandlungen und ist auf der Suche nach einem geeigneten Plätzchen. Die Regierung schlägt einen Standort in der Nähe eines Wasserkraftwerks - wegen des hohen Stromverbrauchs - vor. [Wallstreet Online, thx to: Potsdam Blog]
YouTube In Punkto Feeds ist YouTube eines der größten Negativbeispiele im Web: Die gesamte Website mitsamt allen Kategorien, User-Seiten, Playlisten & co. wären potenzielle Kandidaten für Feeds, aber offiziell anbieten tut YouTube kaum welche - man möchte die User wohl lieber direkt auf seinen Seiten haben statt nur im Feedreader. Aber einige versteckte Feeds gibt es dennoch. Suche: http://gdata.youtube.com/feeds/api/videos?orderby=updated&vq=Google "Google" durch die Suchanfrage ersetzen Suche in Kategorien: http://gdata.youtube.com/feeds/api/videos/-/Music/?vq=Timbaland&orderby=updated "Music" durch die Kategorie ersetzen, "Timbaland" durch Suchanfrage ersetzen Channels: http://gdata.youtube.com/feeds/api/users/Google/uploads?orderby=updated "Google" durch den Namen des Channels ersetzen Suche in Channels: http://gdata.youtube.com/feeds/api/users/Googleradiohead/uploads?orderby=updated&vq=Google Mail "Google" durch Channel ersetzen, "Google Mail" durch Suchanfrage ersetzen Favorite Videos: http://gdata.youtube.com/feeds/api/users/jensminor/favorites?orderby=updated "jensminor" durch Usernamen ersetzen Playlisten: http://gdata.youtube.com/feeds/api/playlists/9EDECEA1E571DA8C "9EDECEA1E571DA8C" durch Playlist-ID ersetzen Ich hoffe dass YouTube trotz dieser Umwege über die YouTube API-Feeds irgendwann mal offizielle Feeds anbieten wird... ich denke dass das die Userzahl eher steigern als vermindern wird ;-) [Google OS] Ergänzung von Pascal: User http://www.youtube.com/rss/user/jensminor/videos.rss jensminor durch Benutzernamen ersetzen Danke Tim
Docs Seit dem Redesign von Google Docs gab es bei der Anwendung keine Tags mehr, sondern es wurde ein Ordner-System eingeführt. Allerdings macht das, außer dass bei der Darstellung Ordner-Symbole verwendet worden sind, absolut keinen Unterschied. Seit heute darf sich dieser Sortierungsmechanismus aber wirklich Ordner nennen, denn seit einigen Stunden können auch Unterordner angelegt werden. Google Docs Unterordner
Um einen Unterordner anzulegen, müsst ihr einfach in den darüber gelegenen Ordner gehen und dann im Menü "New->Folder" auswählen. Auch für diesen unterordner kann dann wieder ein weiterer Unterordner angelegt werden. Bei meinen Tests ging die Hierarchie bis 5 Ordner - das dürfte für den Anfang reichen. Dokumente können ganz einfach per Drag & Drop in die verschiedenen Ordner geschoben werden. In den letzten Wochen nutze ich die Google Docs sehr intensiv und hatte das bewährte Offline-Ordnersystem schon schmerzlich vermisst und bin froh dass Google dass Feature quasi genau dann einführt wenn ich es brauche ;-) Leider wird die Ordner-Hierarchie derzeit nur im rechten Ordner-Fenster angezeigt, in der linken Sidebar tauchen die Ordner hingegen noch garnicht auf - aber das dürfte sich in den nächsten Tagen sicherlich ändern. P.S. Wenn ich mich nicht irre ist dass der erste Google-Dienst der Unterordner anbietet. Wäre doch auch was für Google Mail und den Reader ;-) » Ankündigung im Docs-Blog [Google OS] Ergänzungen von Pascal Außerdem kann man jetzt auch direkt von der Startseite Dokumente umbenennen. Den Button findet man zwischen Delete und More actions. Zugleich wurde das "move to folder" Menü verbessert. Hier ist die Hierarchie der Ordner sichtbar:
Google Noch im letzten Jahr wurde Google zum besten Arbeitgeber der Welt gewählt, aber mittlerweile scheint sich dort einiges geändert zu haben. In den letzten Monaten verlassen auffällig viele, teilweise bekannte, Googler das Unternehmen in Richtung Konkurrenz oder Selbstständigkeit. In diese Liste reihen sich jetzt auch Kevin Fox und Nathan Stoll ein. Kevin Fox Kevin war bei Google seit einigen Jahren für die Userfreundlichkeit der Benutzeroberflächen zuständig und hat maßgeblich am Design von Google Mail, dem Google Calendar und dem Google Reader2.0 mitgewirkt. Ich für meinen Teil kann nur sagen dass er bei diesen Daily-Use-Produkten sehr gute Arbeit geleistet hat und Google ihn sicherlich schmerzlich vermissen wird. Über den Namen seines neuen Arbeitgebers schweig sich Kevin übrigens aus. Nathan Stoll Nathan Stoll war lange Jahre Produktmanager der Google News. Den Grund für seinen Abgang wollte er nicht nennen, es dürfte sich aber um große Differenzen betreffend der Zukunft der Google News gehandelt haben. Nathan wörtlich: "Ich denke dass Google durch meinen Abgang von neuen Bemühungen profitieren wird" - Alle Klarheiten beseitigt? Eines verbindet die beiden, und alle anderen Xoogler: Alle schwärmen selbst nach ihrer Kündigung in den höchsten Tönen von ihrem Ex-Arbeitgeber. Allerdings beziehen sich alle dabei auf die entferntere Vergangenheit und verlieren über die nähere Vergangenheit kein Wort... Höre ich da Knebelvertrag und Schweigegeld? » Abschiedsposting von Kevin Fox » Abschiedsposting von Nathan Stoll [TechCrunch]
Google Vor knapp 5 Jahren hat Google hinter den Kulissen den Supplemental Index eingeführt - einen zweiten Suchindex der nur im "Notfall" durchsucht und deren Ergebnisse angezeigt werden. Mittlerweile scheint Google diesen Index als überflüssig anzusehen und schafft ihn jetzt wieder ab - und verbannt bei der Gelegenheit auch gleich Feeds aus den Suchergebnissen. Supplemental Index Der Supplemental Index ist ein Index zweiter Klasse. Hier werden die Webseiten aufgenommen die es - laut Google - nicht wert sind in den Main-Index aufgenommen zu werden. Etwa weil die Seite schlecht bis garnicht verlinkt ist, dauerhaft nicht erreichbar ist, aus Duplicate Content besteht oder aus einigen weiteren Ausschluss-Gründen. Dieser Index wird nur dann angesprochen wenn im Main Index zu einer bestimmten Suchanfrage zu wenig Ergebnisse vorhanden sind. Durch diesen zweiten Index hat Google seinen Hauptindex schlank gehalten und konnte dadurch die Geschwindigkeit stark erhöhen - sowohl beim anzeigen der Suchergebnisse als auch beim crawlen. Übrigens zeigt Google etwa seit der Einführung dieses Indexes nicht mehr die Anzahl der indizierten Seiten an - damit dürfte dann wohl auch das geklärt sein, schließlich haben sich die 3 Suchmaschinen damals noch gegenseitig mit der Index-Größe überboten. Alle Seiten im Index Jetzt, 5 Jahre nach Einführung der Funktion, hat Google diesen Index wieder abgeschafft und hat nur noch einen Main Index für die Websuche. Hier erscheinen jetzt auch wieder die Seiten die damals eventuell als nicht wichtig eingestuft worden sind. Google scheint darauf zu vertrauen durch das Ranking diese Seite zuverlässig auch weiterhin weit hinten im Index zu halten und die Qualität der Suchergebnisse dadurch nicht zu senken. Dafür fliegen jetzt RSS- und Atom-Feeds aus dem Gesamtindex heraus. In der Vergangenheit kam es oft vor dass unter den ersten 10 Ergebnissen ein Feed verlinkt gewesen ist. Der sah ja in dem Ergebnis-Auszug noch ganz gut aus, bei einem Klick darauf konnte man damit aber nicht mehr viel anfangen. Deswegen hat Google alle Feeds jetzt verbannt, lässt lediglich Medien-Feeds - also z.B. Podcasts - im Index, da diese im Feed meist eine eigene kleine Webseite besitzen. Feeds können aber natürlich auch weiterhin mit Google Reader, Google Blogsearch und Google News gefunden und durchsucht werden. » Ankündigung im Google-Blog [golem, thx to: Richard]
Android Bisher existiert noch keine wirklich fertige Anwendungs-Software für Googles android-Betriebssystem, da tauchen schon Informationen über erste Spiele auf: Das Spiel WiFi Army ist ein Ego-Shooter der die virtuelle und reale Welt miteinander verbindet. Je präziser ihr jemanden mit eurem Handy "erschießt" desto mehr Punkte bekommt ihr. Wenn ihr einer Person begegnet die das Spiel ebenfalls installiert hat, orten sich die beiden Handys automatisch und stellen den jeweils anderen als virtuelle Figur im virtuellen Spielfeld da. Ihr müsst diese Person jetzt im realen Leben mit eurer Handy-Kamera "erschießen". Je genauer ihr trefft desto mehr Punkte bekommt ihr. Vorher müsst ihr die Person natürlich verfolgen - die Verfolgung und Positionsanzeige der Personen geschieht via Google Maps in Echtzeit. Das gesamte Spielgeschehen findet also virtuell und real gleichzeitig statt. Ihr bewegt euch durch die reale Welt und seht die Auswirkung auf dem Display. Während der Verfolgung eines Gegners - den ihr im schlechtesten Fall garnicht kennt - müsst ihr natürlich aufpassen nicht von einer anderen Person erschossen fotografiert zu werden. Klingt doch spannend ;-) P.S. Es handelt sich dabei übrigens nur um ein Fake - das Spiel existiert nicht ;-) Ist aber im Grunde garkeine schlechte Idee... » WiFi Army [Areamobile, thx to: MainP]
AdWords Von Zeit zu Zeit veröffentlicht Google bei AdSense und AdWords Erfolgsstorys von Kunden die durch eines der beiden Produkte quasi den Grundstein für ihre Webpräsenz gelegt haben. Heute hat das deutsche AdWords-Team per Newsletter wieder solch eine Erfolgsstory verschickt, allerdings scheint man nicht besonders gut recherchiert zu haben - diesmal handelt es sich bei diesem Kunden um einen alten bekannten. Hier der Wortlaut der Erfolgsstory von Marions Kochbuch:
"AdWords hatte ich anfangs nur eingesetzt, um das System der Werbeauslieferung bzw. Preisermittlung besser zu verstehen. Mittlerweile nutze ich AdWords sehr intensiv, um unser Produkt gezielt Kunden näherzubringen. AdWords macht Marions Kochbuch mit Sicherheit bei 200.000 Werbe-Einblendungen pro Tag immer mehr zu einem feststehenden Begriff in der Koch- und Lebensmittelszene. Meine Empfehlung wäre, auf jeden Fall AdWords auszuprobieren, bevor man Geld für Suchmaschinenoptimierung ausgibt." - Folkert Knieper von marions-kochbuch.de."
Auch wenn Marions Kochbuch in den letzten Monaten vorallem durch Abmahnungen aufgefallen und ansonsten nicht weiter in Erscheinung getreten ist, scheint das bei Google nicht angekommen zu sein. Natürlich steht es Google frei einen guten Kunden zu promoten und auf diese Weise Nachahmer finden zu wollen - aber man hätte schon vorher 2 Minuten (mehr hätte es nicht gebraucht) recherchieren können bevor man so eine Webseite als Aushängeschild verwendet... Halten wir den Googlern einfach mal zu Gute dass die halbe Belegschaft wohl noch im Urlaub ist ;-) [thx to: Jan Schuster & Dominik Osterholt]
Booksearch Google Book Search bietet schon seit langer Zeit die Möglichkeit an, Bücher als PDF herunterzuladen und diese dann selbst auszudrucken. Doch so ein liebloser Papierstapel kann ein Buch natürlich nicht ersetzen - diese Lücke schließt jetzt das Public Domain Reprints-Projekt. Bücher von Google Book Search und anderen Quellen können mit wenigen Klicks ausgedruckt und dann bestellt werden. Um ein Buch auszudrucken müsst ihr einfach auf dieser Seite die URL des Buches (Google Book Search, Amzaon Internet Archive,...) eintragen und nach wenigen Sekunden könnt ihr den Auftrag schon mit der Eingabe eines Captchas bestätigen. Das Buch wird dann bei Lulu.com gedruckt und kann dort oder bei amazon gekauft werden. Dabei fallen lediglich die Produktionskosten an. Um Copyright-Fragen muss sich der Betreiber der Seite keine Sorgen machen, da er dieses Problem einfach auf Google abschiebt. Wenn Google ein Buch als PDF-Download anbietet, dann weil das Buch in seiner kompletten Form veröffentlicht werden darf. Bücher die nicht als PDF angeboten werden können auch nicht ausgedruckt werden. Der Druck eines Buches (der in weniger als 10 Sekunden beantragt werden kann) verpflichtet übrigens nicht zum Kauf. Erst nachdem das Buch komplett fertiggestellt ist bekommt man eine eMail mit dem Link zur Seite auf der man das Buch dann käuflich erwerben kann. Die einzige Angabe die ihr vor dem Kauf abgeben müsst ist eure eMail-Adresse, Adresse oder gar Kontonummer möchte niemand haben. Bisher ist dieser Dienst offiziell noch nicht-kommerziell, soll es aber demnächst werden - auch wenn ich den Erfolg bezweifle. Ich denke mindestens 90% der Bücher die gedruckt werden - einfach weil User das mal ausprobieren wollen - werden nicht gekauft und so sitzt der Betreiber auf einem Haufen Bücher die er nicht braucht und auf einem Berg Rechnungen von Lulu. » Public Domain Reprint [Google Blogoscoped]
Google Mail + gulli.com
Das Webportal gulli.com bietet all seinen registrierten Usern jetzt die Möglichkeit an sich eine eigene gulli.com-Mailadresse zu holen: Via Google Apps kann so jedem User die beliebte Google Mail-Oberfläche inklusive 5 GB Speicherplatz geboten werden. Durch diese "Kooperation" ist gulli.com jetzt offiziell die erste deutsche Plattform die seinen Nutzern die Google Mail-Oberfläche anbietet - hätten sie jedenfalls gerne... Ich will darüber jetzt eigentlich garnicht soviel schreiben, da ich mich auch lange dagegen gesträubt habe diese News zu bringen - aber bevor sie mir noch 1000x vorgeschlagen und gemailt wird... Pressemeldung von gulli:
Als erste deutsche Plattform kann gulli seinen registrierten Nutzern eine gulli.com-Mailadresse mit 5 GB Speicherplatz, Pop3 und IMAP in Kooperation mit Google Mail anbieten. gulli:mail-Accounts auf der seit 1998 deutschen Internet bekannten Site sind damit für alle registrierten Community-Mitglieder frei verfügbar. » Komplette Meldung
Ich muss sagen, gullis Marketingfachmann weiß wirklich wie man so eine einfache Sache groß promoten kann. In Wahrheit kooperiert Gulli nicht mit Google, sondern hat sich lediglich einen Apps-Account für die eigene Domain für ein paar Dollar im Monat eingerichtet und nutzt halt jetzt dessen Angebot beliebig vielen Usern einen Mail-Account anzubieten. Das ist alles. Weder hat Gulli Geld von Google bekommen noch andersherum. Google weiß wahrscheinlich garnicht wie die das promoten. Und warum ist gulli das erste deutsche Webportal dass diesen Service anbieten kann? Ganz einfach, weil gulli glücklicherweise "gulli.com" statt "gulli.de" nutzt. DE-Domains sind nämlich weiterhin bei den Apps ausgesperrt und geben deutschen Portalen so (theoretisch) keine Chance zur Nutzung. Hier noch ein Screenshot vom exklusiven Gulli-Mail Gulli-Mail
Und jetzt noch eine kurze Erklärung warum ich keinen Artikel schreiben wollte: Gulli hat, wie oben schon gesagt, nicht mehr getan als sich einen Apps-Account einzurichten - in 5 Minuten. Punkt. Nach diesem Artikel hier müssten wir jedem Portal dass dies tut einen eigenen Artikel widmen. Okay, Gulli ist bekannt und hat seit langer Zeit einen festen Platz in der deutschen Online-Welt, aber so eine einfache Sache so aufzubauschen und die News gleich mehrmals zu bringen (Das Datum der Meldung wurde mehrmals korrigiert) gleicht eher einem Armutszeugnis als einer Innovation... GoogleWatchBlog-Presseerklärung (Bitte überall verbreiten!)
Als erster deutscher Blog bietet der GoogleWatchBlog seinen Usern seit dem 6. Juli 2006 die Möglichkeit an, eine @jmboard.com-Adresse deren Eigen zu nennen. Durch eine enge Kooperation mit Google ist die GoogleWatchBlog Inc. in der Lage seinen Nutzern 6 GB Speicherplatz, einen exzellenten Spam-Filter und weitere bewährte Google Mail-Features anzubieten. Jens Minor: "Wir freuen uns, als erste deutsche Webseite unseren Nutzern eine eigene eMail-Adresse mit all diesen Features bieten zu können. Durch die Masse der GWB-User wird dies sicherlich ein harter Belastungstest für Google" Finanzielle Details werden nicht bekannt gegeben.
» Gulli.com-Presseerklärung