Street View

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat heute beschlossen ein Gutachten zu Rechtsfragen, die Street View betreffen einzuholen.

Das Gutachten solle untersuchen, ob das Vorgehen von Google Street View nach geltendem Recht, insbesondere unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Bestimmungen, dem Recht am eigenen Bild, dem allgemeinen Persönlichkeitsrechten und dem Schutze der Privatsphäre zulässig sei, betont der Justizminister Heinz Georg Bamberger.

Das Gutachten werden Professor Thomas Dreier und die Professorin Indra Spiecker von der Uni Karlsruhe erstellen. Bamberger unterstrich, dass die vollständige Erfassung des Wohnumfeldes von Bürgerinnen und Bürgern und die weltweite Verbreitung über das Internet von vielen als persönliche Beeinträchtigung und als Einschränkung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung empfunden werde. Deshalb müssten die Möglichkeiten einer weiteren Stärkung der Rechte der Betroffenen geprüft werden. "Die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger muss auch von Internet-Diensten respektiert werden", so Bamberger 
Netzwert
Das Internet verändert die Möglichkeiten von Unternehmen und Kunden in fast allen Branchen und Märkten. Um die Chance für Unternehmen klarzustellen, führen die Universität St. Gallen, Google und das Handelsblatt nun die Expertise ausgewiesener Hochschul- und Branchenexperten im YouTube Channel Netzwert zusammen. Der Channel zeigt wie Unternehmen mit dem Internet ihren wirtschaftenlichen Erfolg steigern können.

Die Professorin Dr. Miriam Meckel, geschäftsführende Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, sagt, dass das Internet im Bereich der Unternehmens- und Kundenkommunikation ganz neue Möglichkeiten bietet, die auch in wirstschaftlich schwierigen Zeiten spannend sind, da sie nichts oder nur sehr wenig kosten. Sie ist eine von fünf Hochschulexperten, die Videos in den Netzwert-Kanal gestellt haben. Darin weist die auf die veränderte Rolle von Konsumenten im Internet hin. Sie betont neue Anforderungen an die Kundenkommunikation und Markenführung.

Stefan Tweraser, Country Director Sales von Google Deutschland: "Unternehmer bekommen mit "Netzwert" einen intuitiven Zugang zu Experten-Tipps, die wertvoll für Prozesse innerhalb und außerhalb des eigenen Unternehmens sein können. Unternehmen und alle, die versuchen die Krise als Chance zu sehen, werden in dem Netzwert-Kanal kompetent beraten und informiert", so Tweraser. "Man kann aus jeder Situation lernen und sie positiv nutzen. Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, so wie wir sie gerade erleben."

Handelsblatt-Chefredakteur Bernd Ziesemer begründet die Teilnahme am Projekt so: "Experten-Know-How im Rahmen des "Netzwert"- Kanals zu bündeln und auf den Punkt zu bringen, ist ein ausgezeichneter Ansatz, der unsere Berichterstattung rund um Themen der IT- und Onlinewirtschaft sehr gut ergänzt." Das Handelsblatt wird die Beiträge aus dem YouTube Channel bei sich online Stellen, aber auch im Print aufgreifen und in weiterführende Berichte einbinden. Diese Verbindung bietet den Nutzern von YouTube und den Lesern das Handelsblatts einen abwechslungsreichen und informativen Mehrwert. Man setze so einen innovative, cross-medial vernetzte Journalismus um.

Street View

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte Hanspeter Thür fordert Google auf seinen Dienst Street View für die Schweiz wieder offline zu nehmen. Beschwerden und eigene Recherche des Datenschützer hätten gezeigt, dass die automatische Software zum Verwischen von Gesichtern und Kennzeichen teilweise Gesichter nicht oder nur unzureichend zensiert hat.

Es fordert von Google nun die Einstellung des Dienstes und Nachbesserungen vorzunehmen. Thür will diese Woche weitere Gespräche mit Google führen. 

Google hingegen hatte bisher einen guten Gedankenaustausch mit dem Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten. Man freue sich auf weitere Gespräche zur Vorführung der technologisch führenden Werkzeuge, mit denen die Privatsphäre der Nutzer geschützt werden kann. Wenn das Entfernen oder eine stärkere Verfremdung verlangt wird, beträgt die Reaktionszeit in den meisten Fällen nur Stunden. Konkret wurde die Anonymisierung bisher nur bei jeweils einem von 20000 betrachteten Panoramabildern verlangt.

Seit dem Launch am letzten Dienstag konnte man eine Rekordnutzung feststellen. Dies zeigt, wie nützlich und populär der neue Dienst ist. Thomas Winkler, Mitglied der Geschäftsleitung von Schweiz Tourismus, sagte: ?Street View ist sehr wertvoll für unser Land ? für Schweiz Tourismus und die Wirtschaft. Seit der Veröffentlichung wurden wir mit begeisterten und unterstützenden Reaktionen von unseren lokalen Tourismuspartnern überhäuft, die Street View als ein grossartiges Mittel kennengelernt haben, all das zur Geltung zu bringen, was sie anzubieten haben.

Menschen aus der Schweiz und der ganzen Welt haben sich am Computer einen Eindruck von vielen Schweizer Städten verschaffen können. Jetzt brauchen Sie nur noch hierher zu reisen und sich das Land anzusehen. Es hat sich bereits in vielen anderen Ländern als nützlich und beliebt erwiesen, die Schweizer Tourismus-Branche wäre international benachteiligt, wenn dieses innovative Werkzeug entfernt werden würde.

Für Schweiz Tourismus ist Google Street View ein fantastischer neuer Kommunikationskanal, mit dem wir unsere schönen Städte und Landschaften der Welt zeigen können. Wir sind begeistert, unter den ersten zu sein, die diese Technologie auf unserer eigenen Webseite einbetten und wir freuen uns, ihn in den kommenden Wochen und Monaten noch besser zu integrieren und damit unseren Besuchern mehr Funktionalität und Nutzungsmöglichkeiten zu bieten.?

Googles Datenschützer Peter Fleischer freut sich auf die kommenden Gespräche mit dem EDÖB. Man wolle zeigen, dass man auf Bedenken eingehen werde und man möchte erneut demonstrieren, wie man die Privatsphäre in Street View schützt.
voice Apple

Im Zusammenhang mit der Nichtzulassung von Google Voice hat sich auch die Aufsichtsbehörde FCC eingeschaltet und prüft wieso die App von Google nicht zugelassen wurde. Apple hat nun geantwortet und sagt, dass man die App noch abgelehnt hat, sondern man diese noch überprüft. Apple gibt einen Einblick wie die Überprüfung abläuft.

Die Behörde stellte Apple sechs Fragen, die Apple auch beantwortet hat. Darin heißt es, dass man die App noch nicht freigeben konnte, da sie Funktionen vom iPhone bspw. die Telefonfunktion ersetzt und die Textnachricht abändert. Außerdem überträgt die App alle Kontakte an die Google Server, hier braucht man noch eine Garantie von Google, dass die Daten nur für Voice genutzt werden. Apple schlägt vor, dass Google eine Webapp entwickelt, was Google bereits tut, oder man eine Anwendung für Android entwickelt, die es übrigens schon gibt, und den Nutzern dann die Wahl lässt was sie nutzen wollen.

Auch widerspricht Apple Vorwürfen, dass der Exklusiv-Provider AT&T in die Entscheidung zur Zulassung der App eingebunden ist/war. Apple entscheidet immer noch alleine über Zulassung oder Ablehnung. Aber es gibt mit AT&T ein Abkommen das verhindern soll, dass Nutzer ohne die Zustimmung von AT&T VoIP nutzen können. Äußert der Provider Bedenken, wird Apple aktiv.

Ob Google Voice auch von dem Abkommen betroffen ist, ist aber unklar. Apple lässt nur Anwendungen zu, die für VoIP nicht das 3G Netz nutzen, sondern WLAN. 

[Golem]
Chrome Google arbeitet seit einigen Wochen an einer 64-bit-Variante von Google Chrome bzw. Chromium. Der Chrome-Manager Dean McNamee schreibt in der „Chromium dev“ Google Group, dass das V8-Team im Quartal gute Arbeit geleistet hat und einen 64-bit-Port entwickelt. V8 ist die JavaScript-Engine von Chrome und ebenfalls Open Source. Noch gibt es keine offiziellen 64-bit-Versionen doch, hier gibt es eine Anleitung wie man diese erstellen kann. Hier findet man Snapshots auch für 64-bit-Linux. Zwar gibt es Linux und Windows schon lange auch in 64-bit, aber es setzt sich nur sehr langsam durch. Zahlreiche Anwendungen sind zudem nur für 32-bit entwickelt und haben teilweise auf 64-bit Probleme.
iGoogleVideochat

Mit dem neuen iGoogle-Design, das es seit einigen Tagen auch auf Deutsch gibt, wurde in iGoogle Google Talk integriert. Heute Nacht wurde ein neues Feature beim Chat hinzugefügt, das man bereits aus dem Google Mail-Chat kennt: Video- und Voice-Chat

Video Chat iGoogle 

Alles was man braucht ist das Video-Chat Plugin, das in allen modernen Browsern auf Windows und Mac läuft. In der Ankündigung heißt es, dass man so den Videochat auch für Nutzer anbieten möchte, die nur einen Google Account haben, aber kein Google Mail.
Google Mail

Google hat eine kleine, aber feine, neue Funktion bei den Google Tasks in Google Mail veröffentlicht. Klickt man nun auf „Actions“ findet man dort „Email task list“. Klickt man das an, wird eine neue Mail erstellt, in der alle Aufgaben aufgelistet sind einschließlich bereits erledigter. 

email task list

Ich denke, dass das ein erster Schritt ist, gemeinsam an einer Aufgabenliste zu arbeiten. Ich denke, dass Google demnächst wie bei Google Docs eine Freigabefunktion integrieren wird. 

[thx to: bastians
Booksearch

Noch wenigen Tagen können Autoren und Verlage zum „Google Book Settlement Agreement“ Stellung nehmen und Einsprüche dagegen erheben. Gestern gab Microsoft, Yahoo und Amazon bekannt sich der sogenannten Open Book Alliance anzuschließen. Diese Vereinigung wird von Internet Archive und dem Wettbewerbsanwalt Gary Reback geleitet.

Noch steht die offizielle Gründung aus, aber die Open Book Alliance hat ein Ziel: Ihrer Meinung ist die Vereinbarung von Google mit dem Verlagen und Autoren wettbewerbsfeindlich. Der New York Times sagte der Anwalt, dass vielen jetzt erst klar werde, wie weitreichend die Konsequenzen des Google Book Settlement seien. Reback hatte in den 1990er Wettbewerbsverfahren für das US-Jusitzministerium gegen Microsoft geleitet. 

Eine Klage gegen das Abkommen von Google plante mal allerdings nicht, man wolle vielmehr die Öffentlichkeit aufklären. Wahrscheinlich nächste Woche wird die Alliance offiziell in Erscheinung treten und weitere Mitglieder neben Microsoft, Yahoo und Amazon nennen. Die Bibliothekarsverbände New York Library Association und Special Libraries Association sowie "American Society of Journalists and Authors", ein Autorenverband" haben ihren Beitritt bereits signalisiert. 

Zum Abkommen zwischen Google und den Verlagen und Autoren muss noch ein Richter sein OK gegeben. Hierfür ist am 7. Oktober eine Anhörung angesetzt.

[Golem]
Google Listen Google Listen ist das neuste Produkt von Google im Google Labs. Es ist eine Anwendung für Android-Geräte und kann kostenlos heruntergeladen werden. Mit Google Listen kann man auf Androiden Podcasts anhören oder sich Artikel vorlesen lassen, soweit es vom Betreiber angeboten wird. Derzeit kann man ausschließlich englische Streams und Podcasts mit der Anwendung suchen, was sich aber noch ändern soll.