Street View

Google hat ein Patent auf "panoramischen oder dreidimensionalen Kartenumgebungen" erhalten. Vermutlich geht es hierbei um Google Street View. 

In der Patentschrift wird beschrieben wie das System für Gebote um die Platzierung von Werbung auf den Fotos funktionieren soll. Man will Poster, Plakatwände und andere Werbeflächen erkennen und diese mit anderen Anzeigen überblenden. 

Eine Software erkennt Plakatwände auf den Fotos. Einer der Gründe wieso Google nicht bekannt geben wollte, wo man Fotos machen wird, soll gewesen sein, dass man so verhindern möchte, dass Unternehmen extra Werbung aufstellen um via Street View zu werben. 

Ob es sich wirklich um Street View dreht lässt Google offen. Google reicht regelmäßig Patente für Erfindungen von Googlern ein.
Earth

Google hat neue Aufnahmen von Haiti nach dem Erdbeben veröffentlicht. Der Satellit GeoEye, an dem Google beteiligt ist und die exklusiven Rechte für die Verwendung der Bilder im Internet hält, machte gegen 10:27 EST zwei Fotos, die man nun als Layer zur Verfügung stellt.

Diese Bilder zeigen einen Vergleich:
Haiti 

Das Layer kann man hier herunterladen. 
Docs

Google gab gestern bekannt, dass man in wenigen Tagen jede beliebige Datei bei Google Docs hochladen kann. Wie auch Dokumente, PDFs, Tabellen und Präsentationen kann man diese dann auch anderen Nutzern freigebe. Das Bearbeiten von Bildern, Videos und MP3s ist aber nicht möglich. 

Google stellt jedem Nutzer insgesamt 1 GB zur Verfügung. Dies betrifft sowohl Nutzer von Google Apps als auch vom normalen Google Docs. Wer mehr möchte muss Speicher kaufen. Erst vor einigen Monaten hat Google die Preise drastisch gesenkt. Der gekaufte Speicher wird dann für Google Mail, Google Docs und Picasa gemeinsam genutzt. Vom GB werden nur Dateien abgezogen, die Google nicht umwandelt. Google wandelt Dokumente, Tabelle und Präsentationen um. 

Sobald die "Festplatte" in eurem Account aktiviert ist, soll ein Hinweis darauf erscheinen. Übrigens werden auch die geteilten Ordner unterstützt. So ist es möglich Musik, Videos oder auch Programme an andere weiterzugeben. Eine Alternative ist bspw. Wuala GoogleWatchBlog » Themenübersicht: Das lange Warten auf das GDrive
Spiegel Titel
Der Spiegel hat diese Woche Google zur Titelgeschichte gemacht. Die Artikel dazu sind sehr aktuell, da sogar das Nexus One erwähnt wird. Im Interview mit dem Spiegel sagte Europachef Schindler "Wir sammeln nicht Daten,um einen Machtanspruch zu befriedigen oder um Menschen zukontrollieren. Wir nutzen Daten, damit wir für unsere Kunden einen Mehrwert schaffen können."

Durch den Suchverlauf ist es zum Beispiel möglich zu unterscheiden was ein Nutzer mit Golf meint: Das Auto, den Golf von Mexiko oder den Sport. Hat er in den vergangen Wochen nach Auto kaufen gesucht, weiß Google, dass man vermutlich eher das Auto meint als den Sport.

Es ist eine gute Zusammenfassung und der Artikel zeigt aber auch welches Potenzial in den Diensten steckt und welche Gefahren davon ausgehen. Als Beispiel nennt man die Gesichtserkennung, die derzeit in Google Goggles noch deaktiviert ist. So könnte man jede Person identifizieren, egal ob auf Nacktfotos oder betrunken auf Partybildern.

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Google Mail

Google hat letztes Jahr eine Einstellung für Google Mail vorgestellt, die den Dienst immer über https laufen lässt. Bei https werden alle Datein verschlüsselt an die Server übertragen. Google hat nun bekannt gegeben, dass man diese Einstellung in den kommenden Wochen für alle Nutzer auf https ändern wird.

Über die verschlüsselte Verbindung kann es zu leichten Performance-Einbußen kommen. Die Einstellung bleibt allerdings erhalten, wer Google Mail nicht verschlüsselt nutzen möchte, da er seiner Internetverbindung vertraut, kann es weiterhin deaktivieren.  
China

Google gab gestern Abend bekannt, dass man die Zensur auf Google.cn einstellen wird. Mitte Dezember habe man mit 20 anderen Unternehmen verstärkte Cyber-Attacken festgestellt. Außerdem wurde mehrfach versucht auf Google Mail-Accounts von Menschenrechtler zuzugreifen.

Google hat diese Informationen nicht geheim gehalten, sondern weitergegeben, da man eine Debatte über die Redefreiheit anstoßen will. Google stellte die zensierte Version von Google für China im Januar 2006 vor, da man hoffte, dass so das Internet für die Chinesen offener wird. 

Wegen der Attacken und der immer noch bestehenden Zensur hat Google nun beschlossen, dass man die Zensur in China nicht mehr duldet und Google.cn nbald unzensiert online stellt. Google ist sich bewusst, dass es möglicherweise abgeschaltet wird und seine Büros in China schließen muss.

» Google Blog 
Docs In den nächsten Wochen gibt Google den Nutzern von Google Apps die Möglichkeit, jede beliebige Datei in Google Text & Tabellen hochzuladen, zu speichern und mit ihren Gruppen in Google Text & Tabellen zu teilen. Jeder Nutzer erhält 1 GB Speicherplatz und jede einzelne hochgeladene Datei darf bis zu 250 Megabyte umfassen. Kunden der Google Apps Premier Edition werden zudem in der Lage sein, Dateien via Documents List API per Stapelverarbeitung hochzuladen oder entsprechende Tools Dritter zu verwenden. Dieses Update würde aus Google Docs das lange erwartete GDrive machen, was ich schon des öfteren geschrieben habe. Google Apps Premium Nutzer können zudem die Google Documents List Data API nutzen um Dateien hochzuladen. Diese Anwendungen von Dritten erleichtern den Wechsel zu Google Apps Memeo Connect for Google Apps is a new desktop application that offers an easy way to access, migrate, and synchronize files to Google Docs across multiple computers. (PC and Mac) Syncplicity offers businesses automated back-up and file management with Google Docs. (PC) Manymoon is an online project management platform that makes it simple to organize and share tasks and documents with coworkers and partners, including uploading files to Google Docs. Was Google genau unter "jede beliebige Datei" versteht, bleibt abzuwarten. Eine Antwort steht uns gegenüber noch aus. [Update: Es bedeutet wirklich jeder Dateityp.] Wir hoffen, dass es Bilder, Videos und Co bedeutet und es demnächst auch den normalen Google Docs Nutzern zur Verfügung steht. Die Funktion soll es übrigens auch für das normale Google Docs geben GoogleWatchBlog » Themenübersicht: Das lange Warten auf das GDrive
Heute in den Google-Kurzmeldungen: Mobile Suche mit Geolokalisierung, Google will Energie verkaufen, Justizministerin droht Google, Translator Toolkit, Fastflip in News und Ärger wegen Nexus.

Google hat die Funktionen der mobilen Startseite für Android und das iPhone erweitert. Das vor einigen Wochen auf einer Konferenz angekündigte "Near me now" steht vorerst nur in den USA zur Verfügung. Damit ist es möglich nach Orten in der Umgebung zu suchen ohne, dass man den Ort eingeben muss. Google nutzt hierfür die Geolocations-API von HTML5. (Google Mobile Blog

Google hat bei der amerikanischen Energieregulierungsbehörde eine Lizenz zum Stromhandel beantragt. Mit dieser Lizenz darf man Strom kaufen und verkaufen. Laut einem Sprecher möchte man aber nicht selbst als Verkäufer auftreten und auf dem Markt für einen Umschwung sorgen, sondern man möchte den angestrebten Status der CO2-neutralen Produktion damit erreichen.

Die Justizministerin fordert Google zu mehr Transparenz auf. Der Suchmaschinen-Konzern entwickle sich gerade weithin unbemerkt zu einem Riesenmonopol, ähnlich wie Microsoft, sagte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Sie wolle als erste Reaktion aber nicht etwas verbieten. (heise)

Google hat seinen Services Translator Toolkit erweitert. In der Sidebar auf der Startseite finden man nun wie in Google Mail und iGoogle sowie orkut einen Chat. Diesen kann man aber in den Einstellungen deaktivieren. Außerdem hat es einige weitere Updates geben. (Google Blog)

Google bereitet es derzeit vor sein Experiment Fastflip aus dem Google Labs zu entfernen. Auf der englischen Google News-Seite ist Fastflip heute Nacht ans Ende der Seite integriert. Details zu Fastflip gibt es hier. (Google News Blog)

Die Erben von Philip K. Dick  sehen im Namen Nexus One eine Verletzung ihrer Markenrechte. In einem Werk geht es um eine hochentwickelte Roboter-Serie namens Nexus-6. Die Gesellschaft hat Google aufgefordert die Verwendung von Nexus One einzustellen. (Chip)

Update 16:55 Uhr: Google nahm zur Kritik Stellung:
Google-Sprecher Kay Oberbeck erklärte zu der Kritik, es sei integraler Bestandteil der Politik des Unternehmens, "in all unseren Services und der Entwicklung neuer Produkte, unseren Nutzern volle Transparenz und Wahlmöglichkeit darüber zu geben". Google arbeite ständig daran, seine Aktivitäten in diesem Bereich zu verbessern und "wir freuen uns über die Möglichkeit, diese Themen mit dem Bundesjustizministerium zu besprechen", fügte der Sprecher hinzu. 
Google

Gestern schlug der Präsident Nicolas Sarkozy vor Google zu besteuern. "Derzeit müssen diese Unternehmen in den Ländern Steuern zahlen, in dem sie ihren Hauptsitz haben, obwohl sie einen großen Teil unseres Werbemarktes bilden."

"Ein Unternehmen darf durchaus eine dominante Position auf dem Markt haben - es gibt erst dann ein Problem, wenn es diese dominante Position missbraucht", sagte ein Kommissionssprecher heute. "Die Google-Steuer" soll die angekündigten Subventionen für klassische Medien finanzieren. Sollte die Steuer eingeführt werden, wird die Kommission diese unter dem Gesichtspunkt staatlicher Hilfen für bestimmte Branchen prüfen. 

[SPON]