Apple hat in jüngster Vergangenheit den Datenschutz als ganz großes Thema für sich entdeckt, mit dem man gegen Konkurrenten wie Google oder Facebook aktiv wird. Dazu hat man sich auf die Fahnen geschrieben, den großen Internetkonzernen so wenige Daten wie möglich zu übermitteln und den Nutzern besseren Alternativen zu bieten. Doch nun sorgt eine Sammelklage in den USA für Aufmerksamkeit, denn tatsächlich lagert Apple auch Daten an Google & Co. aus.
Mit der Google Cloud Platform ist Google seit vielen Jahren als einer der größten Anbieter von Cloud-Lösungen aktiv und erwirtschaftet jährlich mehrere Milliarden Dollar mit der Vermietung von Speicherplatz und Rechenpower. Wie jetzt offiziell bekannt geworden ist, gehört auch Apple zu den großen Kunden von Google und hat weite Teile der eigenen iCloud in Googles Rechenzentren ausgelagert.
Obwohl Apple mehrere eigene Rechenzentren betreibt, benötigt es für den Betrieb und die Speicherung der Daten der iCloud die Hilfe von gleich mehreren Cloud-Anbietern. Bisher hatte Apple dafür auf die Dienstleistungen von amazon und Microsoft gesetzt, wird aber jetzt noch einen dritten Anbieter ins Boot holen: Google. Einige Daten der iCloud werden in Zukunft also tatsächlich auch auf Googles Servern gespeichert werden, da sich Apple unabhängiger von einem einzelnen Hersteller machen möchte. Ein wichtiger Schritt für Googles Cloud-Business.