Splitterlogo Google lässt in einem fast 30-minütigem Video den Datenschutz des Jahres 2007 Revue passieren. In diesem Video, das im Privacy Channel veröffentlich wurde, werden folgende Dinge angesprochen und erklärt: Datenschutz ?Anonymisierung der Cookies nach 18 Monaten. Kurze Zeit nach Google führten auch Microsoft und Yahoo! das ein. ?AskEraser. Laut Peter Fleischer kann ask das nur einführen weil Google die Daten für Suchen stellt. ?Cookies sterben früher. Bislang hatten Cookies von Google ein Leben von 31 Jahren, dies wurde auf 24 Monate verkürzt. ?Transparenz. Durch einfache und verständliche Sprachen wird versucht, den Nutzern zuzeigen welche Daten erhoben werden können. Bestes Beispeil dürfte die Google Toolbar sein. Nach der Installation im Firefox öffnet sich ein Fenster, das in ungefähr 10 Zeilen den Datenschutz erklärt. Hier ist auch automatisch das Send von Daten über die Nutzungsdauer deaktiviert. Das kommt 2008: Die Google Nutzer schauen sich lieber Videos an. Sie lesen nur ungern einen Text, der schwer verständlich ist und sehr lang ist. Aus diesem Grund gibt es nächstes Jahr ein Video das den Datenschutz erklärt, sicherlich auch in Deutsch. ?Die Videos aus dem Privacy Channel (1, 2, 3), sind ein Anfang hier für. ?Google Account. Dieser ermöglicht dem Nutzer selbst nochmal das zu finden wonach er vor einigen Wochen gesucht hat, wobei er Webhistory erst selber aktivert haben. ?Mit Blogger und orkut kann der User kontrollieren wer seinen Blog / sein Profil sehen kann, nur seine Familie und/oder Freunde. Politik ?Google Earth: Zensur wegen Sicherheit und Datenschutz. ?Streetview: Bilder werden in der Öffentlichkeit aufgenommen, so wie es jeder sehen könnte. Probleme: Wie findet man die Menschen deren Gesichter man erkennt. In den USA gibt es für den Menschen verschiedene Datenschutzgesetze, je nachdem wo er sich aufhält (in der Öffentlichkeit bzw. bei sich daheim). Für Ländern, wie Australien, werden die Gesichter unkenntlich gemacht. Leider ergibt sich dadurch kein weltweiter Standard. ?Google Mail Werbung: Wie sicher bekannt ist, scannt Google Mail jede Nachricht und blendet relavante Werbung dazu ein. Es liest aber kein Mensch sondern nur ein Programm, das gleichzeitig auch Spams ausfiltert. Hier wird ein Vergleich erhoben: Wenn man sich in irgendwo anmeldet, wird man vielleicht gefragt, ob man Kinder hat, wo man lebt, das Geschlecht, Schulabschluss, PC-Kenntnisse, ... Werbung in Google Mail ist wie schon gesagt von Schlüsselwörtern abhängig. ?Google Talk: Auch hier gibt es Datenschutz. Zum Beispiel die "Go off the record" Funktion ?Transparenz bei Ads: Unter großen Bannern findet man unter anderem auch die URL des Werbenden und ein Feedback-Button. Das Video Leider konnte ich keine Zusammenfassung finden, aber ich habe die wichtigesten Infos kurz zusammengefasst.
Oft werden die großen Suchmaschinen wegen ihrer Datensammelwut kritisiert. Doch es gibt Methoden, die Anbieter davon abzuhalten die Daten zu sammeln. Momentan leider nur in den USA hat Ask.com nun den AskEraser direkt auf der Startseite integriert, mit dem der Benutzer ganz einfach mit einem Klick seine Daten löschen kann. Normalerweise werden die Protokolle über Suchaktivitäten bei Ask.com, wie auch bei Google, für 18 Monate gespeichert. Mit aktiviertem AskEraser werden die Daten bereits nach wenigen Stunden gelöscht. AskEraser soll einen besseren Schutz der Privatsphäre der Nutzer gewährleisten. Folgende Daten werden mit AskEraser gelöscht: Alle Suchanfragen, IP-Adresse, User-ID und Session-ID Cookies. Der Verweis zu AskEraser ist in der rechten oberen Ecke von Ask.com und Ask.com UK zu finden. Ask.com Deutschland ist derzeit nicht mit dem AskEraser ausgestattet. Doch schon haben die Blogger einige Nachteile indentifiziert, die im FAQ erläutert werden:
Selbst wenn der AskEraser aktiviert ist, wird ein Protokoll der Suche aufgezeichnet, soweit es Strafverfolgungsbehördern oder der Gesetzgeber erfordern. In solchen Fällen werden wird Ask.com die Daten trotzdem speichern, auch wenn es so aussieht, als würde der AskEraser aktiviert sein.
Hier ein Original-Auszug:
1. Formal legal request ? Ask.com must abide by the laws and regulations of local, state and federal authorities. Even when Ask Eraser is enabled, we may store your search activity data if so requested by law enforcement or legal authority pursuant to due process. In such case, we will retain your search data even if AskEraser appears to be turned on. 2. When AskEraser is on, you will not be able to use a number of personalization options available on the Ask.com site. The primary reason for this is that each of these options requires us to set cookies, require you to log-in, etc.
FAQ Artikel zum AskEraser Offizielle Ankündigung auf dem Ask.com Blog Google Ankündigung zur Löschung der Daten nach 18 Monaten [Google Blogscoped, Klaus von at-web, BasicThinking, readwriteweb]
Blogger Ein israelischer Blogger hatte auf seinem Blog bei Blogger.com sich über 3 Politiker des Landes beschwert. Die drei verklagten den anonymen Nutzer. Da das Gericht den Blogger nicht identifizieren konnten, forderten die Richter den Angeklagten per Blog auf vor Gericht zu erscheinen oder anonym zu bleiben, dafür aber zu widersprechen und Gegenklage einzureichen. Die Politiker suchten danach den Kontkat mit Google auf, mit der Bitte die IP heraus zu geben. Google kam der Forderung nach und gaben diese preis. Kritiker werfen nun Google vor, ohne Gerichtsbeschluss gehandelt zu haben. Das bestreitet Google ab und sagt, erst gehandelt zu haben, als der Gerichtsbeschluss vorlag. Im Gegensatz zu in vielen Ländern, ist die Diffamierung in Israel nicht nur ein Vergehen, sondern wird ab einem bestimmten Grad als Straftat betrachtet. Da der Blogger schrieb, dass die Politiker in Kontakt mit der Unterwelt stehen, ist auch letzteres der Fall. [Winfuture]
Google Der Journalist Michael Soukup besuchte Google in Zurüch und schrieb für die Sonntagszeitung einen Artikel über Datenschutz bei Google. In vielen Interviews und Vorträgen wiederholt Marissa Mayer: "Google soll Dein bester Freund sein." Was aber wenn die Suchmaschine zum schlimmsten Feind wird? Lediglich mit einem der 30 Google Produkte verdienen die Mountain Viewer Geld. Laut Firmenbroschüre will Google großartige Produkte kreieren, die von den Nutzer geliebt werden. Microsoft Gründer Bill Gates gerät immer wieder ins staunen, wie Google es schafft mit einem Produkt so viel Geld zu verdienen. Google Adwords ist der Motor von Google. Die meist 4-zeiligen Anzeigen werden in den Suchergebnissen oder bei Google Mail eingeblendet. Die anderen Dienste sollen in Zukunft, auch wenn Google die Verknüpfung von Suchverhalten und persönlichen Daten bisher dementiert, dazu dienen zielgerichteter zu werben und damit den Gewinn zu herhöhen. Schuld daran ist aber nicht Google, das sie so viele Daten von ihren Nutzern erhalten, auch wenn das immer wieder mal behauptet wird. Die tatsächliche Schuld hat der User, nicht weil er unvorsichtig mit seinen Daten ist, nein, sondern weil dieser durch Web 2.0 alle Hemmungen fallen lässt. Selbstverständlich nutzt Google das auch aus, zum Beispiel durch die verschiedenen Profile bei orkut oder Blogger. Für alle Dienste nutzt mal nur ein Passwort. Für die Speicherung von Diensten und der Daten stehen Google 450.000 Server bereit. Wie gefährlich der Verlust des Passwortes sein kann, haben wir hier gezeigt. » Artikel bei Sonntagszeitung [Sonntagszeitung.ch]
Google Der vierte Teil beschäftigt sich mit dem Video: Google Search Privacy: Personalized Search. Dieses Video erklärt Webhistory und wie man es verwendet. Anfang November 2007 startete Google den Channel Google Search Privacy bei YouTube. Das zweite Video aus der Serie erklärt wie und welche Daten von Google genutzt werden um die Suchergebnisse dem Benutzer anzupassen. Das Video Laut Maile Ohye ist es Googles Ziel dem User exakt das zu geben, wonach der sucht. Was Google verwendet um die Ergebnisse anzupassen 1. IP Adresse und Google Domain Das Video liefert das Beispiel football. Die Amerikaner meinen Football, die Engländer Fußball. Durch die Domain (also USA google.com und England google.co.uk) lässt sich in etwa einordnen woher der User kommt, die IP schafft es genauer. 2. Google Account Der Google Account ermöglicht es Google Webhistory anzulegen. Die Suchanfragen nimmt Google dann auch bei mehrdeutigen Begriffen wie "Bass" (engl. für Barsch oder das Instrument) oder golf (entweder den Sport oder das Auto. Je nach Webhistory wird beim Ersten - zum Beispiel einige Suchen nach Musik oder den Rolling Stones - dann das Instrument früher angezeigt. Sucht man nach Handicap, meint man wahrscheinlich den Sport, nicht das Auto. Auch wird hier darauf hingewiesen, dass man Webhistory jederzeit löschen kann, oder wenn man zum Beispiel für nach einem Geschenk sucht und sich mit seinem Partner den Account teilt, jederzeit bei History ein Pause einzulegen. Wenn man Webhistory komplett löscht, löschen sich die Daten auch auf den Google Servern. Das was Google behält ist die IP Adresse, den Suchbegriff sowie das angeklickte Ergebnis und die Cookies. Weiteres liefert hier das erste Video. Was ist Google Webhistory? Sie wollen diese tolle Website noch einmal aufrufen und finden sie nicht wieder? Mit Webprotokoll können Sie bereits besuchte Webseiten (einschließlich Google-Suchanfragen) anzeigen und durchsuchen. Webprotokoll bietet außerdem interessante Trends zu Ihren Webaktivitäten, wie z. B. welche Websites Sie am häufigsten besuchen und Ihre häufigsten Suchanfragen. Mit Webprotokoll können Sie schließlich personalisierte Suchergebnisse basierend auf von Ihnen bei Google durchgeführten Suchanfragen und von Ihnen besuchten Websites aufrufen. » Artikel zu Webhistory
Accounts Heute der zweite Teil der Wochenserie: Wie schaut es denn mit dem Zugriffschutz aus? Viele Accounts von Webdiensten bieten Mechanismen an, um die Sicherheit der Daten des Benutzers zu gewähren. Sie zeigen an wann der letzte Login war, einige sogar welcher Provider das war. Bei Google sind zwar schon manche Mechanismen vorhanden, aber da herrscht Verbesserungsbedarf: Wann war der letzte Login? Wie siehts bei Google aus: Bei Google Mail wird zwar der Zeitpunkt des letzte POP3 Abruf angezeigt, aber nicht der letzte Login. Bei Google AdSense oder AdWords, also bei den Diensten die mit Geld zu tun haben, wird der Zeitpunkt des letzten Logins angezeigt, was zeigt, dass die Technik bei Google schon vorhanden ist. Schon bald könnte das für den ganzen Account bereit stehen. Laut Garett Rogers gibt es im Google in your language Programm "View account activity" zu übersetzen. Diese Daten könnten dann bereit stehen: *Anzahl PCs bzw. Browser die momentanen mit dem Google Account eingeloggt sind, sowie deren IPs *In Verbindung mit den Real-Time Aktivitäten, lassen sich dann auch die Aktivitäten der Vergangenheit anzeigen Siehe auch Wunsch #191. Die Konkurrenz GMX Wenn man sich bei GMX einloggt, sieht man entweder oder Beide Hinweise geben einen Aufschluss, wann der letzte erfolgreiche Login war; der zweite zeigt wann der letzte war und wie viele fehlgeschlagene Loginversuche - durch letzteres könnte, wenn man es nicht selber war, ein Beweis dafür sein, dass jemand versucht (hat), den Account zu stehlen. Arcor Verschlüsselung Auch kann man bei Google eMails nicht verschlüsselt senden. Dadurch wird Google Mail für Unternehmen uninteressant, da Daten fürs Finanzamt verschlüsselt per Mail verschickt werden müssen. Selbst wenn Google hier nachlegt, muss es eine Technik sein, die es bereits gibt. Bis sich nämlich eine neue durchsetzt, vergehen Jahre. Automatisches Ausloggen Das ist ein Problem das nicht nur Google betrifft. Ein Szenario: Während der Arbeit logst Du Dich mit deinem Google Account ein, vergisst es aber dich abzumelden. Der nächste Kollege oder Dein Chef bemerkt es, macht Dich aber nicht darauf aufmerksam, weil du schon weg bist. Neugierig liest er nun die Google Mails. Unter Umständen hast Du etwas aus der Firma mit Google Mail verschickt. Was hier die Kündigung verhindert hätte können, wäre ein Auto-Logout.
Marissa Mayer Die Schweizer Zeitung SonntagsBlick hat ein Interview mit Chef-Googlerin Marissa Mayer über Googles Zukunft, Rechtliche Probleme und der Websuche als Wissenschaft geführt. Eines der Hauptaussagen von Marissa war, dass Google in Zukunft noch sehr viel mehr Daten speichern möchte und nicht die Rolle des Dienstleisters sondern des "besten Freundes" übernehmen möchte.
[...] die User dazu animieren, mehr von sich preiszugeben, mehr Daten hochzuladen. Je mehr Informationen im Netz verfügbar sind, desto besser werden die Suchresultate.
Damit wiederholt Marissa die Aussage von Eric Schmidt vor einigen Monaten, nämlich dass Google immer mehr Daten von den Usern sammeln und damit auch immer mehr Geld verdienen möchte. Marissa gibt auch ehrlich zu dass bei dieser Informationssammlung immer mehr Geld fließt und dies das Hauptziel ist - rechtfertigt das aber damit dass dafür sehr viele kostenlose Dienste angeboten werden können die mit dem verdienten Geld subventioniert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, nämlich auch die letzten Geheimnisse des Users zu erfahren, möchte Google in Zukunft die Rolle des besten Freundes einnehmen. Der Vorteil für den User ist dabei, je mehr der beste Freund über uns weiß, desto bessere Ratschläge kann er uns geben. Anders als bei einem echten Freund kann man bei Google aber jederzeit die weitergegebenen Informationen wieder löschen bzw. ändern. Diese zukünftige Datensammlung wird aber auch nur dann möglich, wenn sich die Copyright- und Datenschutz-Gesetze grundlegend ändern. Entsprechende Anstrengungen unternimmt Google derzeit mit geforderten neuen globalen Datenschutzgesetzen. Die Zukunft von Google wird also ganz entscheidend von diesen neuen Gesetzen abhängen. Wir dürfen weiterhin gespannt sein... » Das Interview bei Blick.ch [thx to: Patrick]
YouTube In der letzten Zeit ist Google wegen Datenschutz-Problemen in die Kritik geraten, nicht zuletzt deswegen weil sich immer mehr Personen Gedanken darüber machen was Google mit all den gesammelten Daten anfangen könnte. Oft wurde gefordert dass ganze Datensammel-System ein wenig durchsichtiger zu machen, und jetzt wird das ganze endlich umgesetzt. Im Google Privacy Channel bei YouTube wird alles jetzt ganz genau erklärt. In unregelmäßigen Abständen sollen in diesem Channel Videos darüber veröffentlicht werden wie die einzelnen Dienste die Daten verarbeiten, welche Daten genau wofür genutzt werden und wieviele Daten gesammelt werden. Alles in allem dürfte es wohl darauf herauskommen dass Google alle nur denkbaren Daten sammelt, aber nur 1% davon für irgendetwas nutzt - und das natürlich nur zum Vorteil der User *zwinker* Den Anfang macht die Websuche: » Google Privacy Channel [WinFuture, thx to: Sergej]
Google In letzter Zeit musste sich Google mehr oder weniger freiwillig mit dem Thema Datenschutz beschäftigen und so einige Gefechte austragen. Der oberste Datenschützer bei Google, Peter Fleischer, hat heute auf einer UNESCO-Konferenz einen globalen Datenschutz-Standard gefordert, da ein Großteil der Länder bis heute garkeine Gesetze zum Datenschutz haben. Mehr als 3/4 aller Länder weltweit haben noch garkeine oder nur sehr mangelhafte Gesetze zum Thema Datenschutz. Um dies zu ändern soll die UN ein gemeinsames global geltendes Datenschutz-Gesetz schaffen dass den aktuellen Gegebenheiten entspricht. Google kritisiert auch dass die Datenschutzgesetze der meisten Länder noch aus der "vor-internet-lichen" Zeit stammen und heute nicht mehr aktuell sind. Google gibt sich damit mal wieder als positiver Vorreiter, hat aber natürlich auch wieder einige Hintergedanken. Da man die Diskussion selbst ins Rollen gebracht hat, hofft man natürlich darauf an der Erstellung eines solchen Gesetzes beteiligt zu sein und damit zukünftigen Problemen aus den Weg zu gehen. In einigen Ländern wird durch ein globales Gesetz der Datenschutz abgeschwächt und Google hat nichts mehr zu befürchten. Wie schon gesagt, eine gute Sache, aber die Intention dahinter signalisiert mir doch dass Google vielleicht noch ganz andere Interessen hegt und in Zukunft vielleicht noch sehr sehr (sehr) viel mehr Daten sammelt als bisher... » Artikel bei teltarif [thx to: urmelchen]
Zur Zeit gibt es die Fotos von Google Maps StreetView nur für einige amerikanische Großstädte, aber Google arbeitet stetig daran den Service auszubauen und auf weitere Städte auszuweiten. Die kanadische Datenschutzbeauftragte Jennifer Stoddart fürchtet jetzt dass demnächst die Digitalisierung von Kanada anstehen könnte und hat einige offene Fragen an Google...
Google
Immer wieder wird Google vorgeworfen zuviele Informationen über seine User zu sammeln und umfangreiche Profile über jeden User zu erstellen. Das mag im Endeffekt vielleicht sogar stimmen, wird aber von einem Teil der User völlig falsch aufgefasst. Alle gesammelten Informationen dienen am Ende dem Benutzer selbst und erleichtern ihm das Leben. Um diese Datensammlung besser zu erklären hat Google eine neue Videoreihe gestartet. Teil 1 der Videoreihe beschäftigt sich damit, welche Informationen Google über seine User während einer einfachen Suchanfrage sammelt. Im Video wird jedes einzelne gesammelte Detail mitsamt seiner Notwendigkeit erklärt. Dazu gehören unter anderem die IP-Adresse, der benutzte Browser, die Suchanfrage und natürlich das Datum sowie die Informationen aus dem Cookie für den Suchverlauf. Natürlich wird am Ende auch gezeigt welche Daten nach 18 Monaten anonymisiert werden. Teil 1: Die nächste Teile dieser Reihe, die laut Google noch nicht produziert sind, beschäftigen sich unter anderem mit dem Google Account und welche Informationen tatsächlich über den User gesammelt und verfügbar sind - und vorallem wozu diese Informationen notwendig sind und warum sie gesammelt werden. Ich glaube das wird noch sehr interessant - und könnte vielleicht auch das bei einigen verlorene Vertrauen in Google wieder stärken. » Ankündigung im Google-Blog
Google
Zwar gibt es immer mal wieder kleine Sicherheitslücken aber im großen und ganzen hat Google die Sicherheit der Daten seiner User ganz gut im Griff und die eigenen Server zu einer Festung gemacht. Ein Eindringen von außen scheint also so gut wie unmöglich - aber wie sieht es von innen auf? Wer hat vollen Zugriff auf die Google-Server und eure privaten Daten? Wie sichert Google die Datensicherheit intern? Douglas Merrill von Google sagt dazu folgendes:
Wir beschränken den Zugriff auf die Daten mit verschiedenen Ansätzen. Zum Beispiel hat der Produktmanager der Google Maps keinen Zugriff auf die Daten die das Book Search Team gesammelt hat. Auf besonders sensible Informationen wie z.B. Kreditkarteninformationen oder persönliche Mails ist der Zugriff noch sehr viel stärker beschränkt. Es wird komplett aufgezeichnet wer wann auf welche Daten zugegriffen hat und was er damit angestellt hat. Diese kleine Gruppe von berechtigten Personen bekommt jeweils nur soviel Zugriff wie es unbedingt für die Arbeit erforderlich ist. Größtenteils wird der Zugriff auf die Daten auch soweit automatisiert dass kein direkter Eingriff in die Datenbank notwendig ist.
Hoffen wir dass das intern auch wirklich so streng geregelt wird. Fragt sich nur: Welche Person verteilt die Zugriffsrechte? [Google Blogoscoped]
Google
Google setzt sich in letzter Zeit immer mehr für die Interessen der Internet-Nutzer und - Unternehmen in Punkto Datenschutz und Zensur ein. Vor einigen Tagen hat Google in Deutschland gedroht Google Mail einzustellen wenn die Datenschutzbestimmungen nicht gelockert werden. Aktuell fordert Google von der US-Handelsbehörde sich mehr gegen Zensur im "ausländischen Internet" einzusetzen. Google sieht in der Zensur allgemein eine "Handelsbarriere" und sieht sein Geschäftsmodell in einigen Bereichen gefährdet. Dass Zensur im Internet immer mehr an Bedeutung gewinnt hat man zuletzt vorallem bei der Deutschland-Einführung von flickr und dessen umfangreicher Zensur gesehen. Wie sich die Handelsbehörde nun dafür einsetzen soll solche Bestimmungen z.B. in Deutschland zu lockern ist mir aber ein Rätsel. Ich denke die USA haben zur Zeit einige andere Probleme ;-) Natürlich könnte man jetzt sagen dass Google selbst die Zensur etwa in China fördert, weil man sich dort Zensurvorschriften machen hat lassen und diese mittlerweile auch streng einhält. Dies rechtfertigt man aber damit, dass die chinesische Regierung niemals nachgeben würde und man den Usern lieber eine zensierte Suchmaschine als garkeine Suchmaschine anbieten möchte. So kann man es natürlich auch sehen... Ich denke in nächster Zeit wird sich Google noch sehr oft in die Gesetzgebung in den einzelnen Länder einmischen und versuchen die Gegebenheiten zu den eigenen Gunsten zu verschieben. Nicht zuletzt deswegen wurde letzte Woche der Public Policy Blog gestartet. Wirkliche Erfolgschancen gebe ich dem ganzen Vorhaben allerdings nicht, eher dürfte es für Google nach hinten losgehen - trotzdem befürworte ich es natürlich dass sich ein Unternehmen versucht gegen solche Dinge einzusetzen. » Artikel bei heise [thx to: Gregor Best]
Google
Google war von seiner Platzierung bei der Datenschutz-Topliste auf dem letzten Platz natürlich überhaupt nicht begeistert und hat schon direkt nach der Veröffentlichung seine Enttäuschung darüber angekündigt dass Google nicht genügend Zeit gegeben worden ist sich dafür zu rechtfertigen oder darauf zu antworten. Dies wird jetzt in einem Blog-Eintrag und mit einem offenen Brief von Peter Fleischer, Datenschutzbeauftragter bei Google, nachgeholt. Erst einmal hat Peter sowohl im Blog als auch im offenen Brief angekündigt den Datenschützern entgegen zu kommen und die Anonymisierung von Log-Daten statt nach 24 jetzt schon nach 18 Monaten vornehmen zu wollen. Weiter entgegen kommen kann und möchte Google den Datenschützern nicht, da eine kürzere Frist eventuell zu einem Konflikt mit regionalen Gesetzen führen könnte. Peter gab auch einige sehr gute Gründe für die Speicherung der Daten an:
Google nutzt die Logdaten... - zur verbesserung der Such-Algorithmen zum Vorteil der User - um seine komplette Infrastruktur gegen feindliche Angriffe zu schützen - um die Stabilität seines Werbe-System zu garantieren und Klickbetrug sowie Spam analysieren zu können - um seine User (Google Mail) vor Spam- und Phishing-Mails zu schützen - um auf gesetzliche Forderungen einzugehen und User zurückverfolgen zu können - um die regionalen gesetzlichen Forderungen der Daten-Speicherung einzuhalten
Zu guter letzt hat Peter auch in Aussicht gestellt dass Google demnächst eine Umstellung seines Cookie-Verfahrens ankündigen und durchführen wird. Seit anbeginn speichert Google auf jedem PC einen Cookie mit der höchstmöglichen Länge von mehreren Jahrzehnten. Was daran genau geändert werden soll oder ob die Gestaltung des Google Accounts komplett umgeändert wird ließ Peter erst einmal offen - könnte aber ebenfalls interessant werden. Peter ging zwar nicht auf alle Punkte der Liste ein, hat aber dennoch einen sehr guten Rundumschlag gegen diese Liste vorgenommen. Datenschutz ist zwar wichtig und sollte ernst genommen werden, aber teilweise widersprechen diese Richtlinien einfach zu sehr Googles Geschäftsmodell. Vielleicht sollte Google seine User einfach öfter darauf hinweisen dass massenhaft Daten über sie gesammelt und ausgewertet werden - die meisten wissen das eh schon und würden sich daran nicht stören. » Der offene Brief von Peter Fleischer » Blog-Eintrag [heise]
Google
Die Bürgerrechtsorganisation Privacy International hat eine Rangliste der größten und wichtigsten Web-Unternehmen und dessen Datenschutz-Praktitken erstellt. Dabei geht es darum wieviele Daten von den Usern gesammelt, verarbeitet und eventuell weiter genutzt werden. Dass Google dabei nicht gut abschneidet kann man sich sicherlich denken, aber dass es gleich den letzten Platz belegt gibt dann doch ein wenig zu denken... Erst einmal die Punkte die Privacy International an Google kritisiert:
» Google sammelt und speichert haufenweise IP-Adressen, ist aber nicht der Meinung dass daraus ein User-Profil erstellt oder Informationen gesammelt werden können. » Lückenhafte, ungenaue und beinahe nutzlose Datenschutzbestimmungen. In den Bestimmungen wird kaum erwähnt welche Daten genau gesammelt, gespeichert und später verarbeitet werden. » Google kümmert sich nicht um die Datenschutz-Sorgen seiner User. Um bestimmten Content von Googles Servern entfernen zu lassen der die eigenen Persönlichkeitsrechte verletzt dauert es viel zu lange. Außerdem werden neue Angebote ohne Vorankündigung veröffentlicht die wieder einmal die Privatsphäre verletzen könnten (z.B. Street View) » Durch die DoubleClick-Übernahme kann Google noch mehr Profilinformationen über jeden einzelnen Internet-User anlegen. » Jeder der einen Google-Account besitzt muss es einfach in Kauf nehmen dass das Unternehmen jeden Klick, jede eingehende Information auswertet und auf unbestimmte Zeit abspeichert und zum Aufbau eines Profils nutzt. User haben keine Möglichkeit die aufgezeichneten Daten einzusehen oder diese im einzelnen zu löschen. » Google speichert alle Suchanfragen, die dazugehörigen IP-Adressen und den genauen Zeitpunkt für 18 bis 24 Monate und gibt den Usern nicht die Möglichkeit diese Aufzeichnung zu unterbinden. Diese Informationen werden zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht ausgewertet, aber könnten später genutzt werden - und der User hat wieder einmal keine Möglichkeit diese Daten zu entfernen. 18 bis 24 Monate sind einfach viel zu lang. » Google hat über seine vielen Dienste Zugang zu zusätzlichen Informationen die den Google Account komplettieren und kann so ein Profil über jeden seiner User anlegen. Insbesondere mit Orkut werden jede Menge persönliche Informationen gesammelt die demnächst ausgewertet werden könnten. Selbst wenn ein User sein Orkut-Profil löscht, bleiben diese Daten weiterhin gespeichert. » Es werden alle Suchanfragen die über die Google Toolbar durchgeführt werden abgespeichert und ausgewertet. Durch einen eigens dafür angelegten Cookie kann der User anhand der Toolbar jederzeit identifiziert werden, außerdem werden alle besuchten Webseiten mit protokolliert - sofern der User diese Option aktiviert hat. Google gibt nicht an wie lange diese Log-Daten abgespeichert werden. » Es werden soviele Suchanfragen abgespeichert dass alleine schon daraus ein Profil erstellt werden kann. Es gibt keine Möglichkeit bestimmte Suchanfragen daraus zu löschen. Beachte: Der Suchverlauf ist nicht gleich das Logging der Suchanfragen. » Google gibt keinerlei Informationen darüber welche Daten bei Angeboten wie Google Maps, Google Video, Google Talk, Google Reader, Blogger und andere gesammelt und ausgewertet werden können.
Das sind erst einmal jede Menge Punkte die inhaltlich alle korrekt sind, aber subjektiv gesehen fast schon unumgänglich sind. Das erstellt eines möglichst genauen Profils ist nun einmal das Geschäftsmodell dass Google wohl kaum aufgeben wird und auch nicht kann. Der Zugang und das löschen der einzelnen Daten wird derzeit nach und nach über die History-Funktion hinzugefügt - obwohl natürlich auch in diesem Punkt fraglich ist, ob hier gelöschte Informationen nicht auch weiterhin ausgewertet werden. Die verteilte Speicherung der Daten, was einen Datenverlust zu 99,9% ausschließt, bringt es nun einmal mit sich dass die Daten nicht sofort von allen Servern gelöscht werden können. Ich stimme der PI zu, dass Google eine Möglichkeit anbieten sollte einzelne Daten aus dem Profil entfernen zu können oder den Usern wenigstens einen genauen Einblick zu geben welche Daten genau gespeichert und auf welchem Wege sie ausgewertet werden. Ich denke darum wird Google auch in der Zukunft nicht mehr drumherum kommen. Google selbst ist über diese Liste natürlich "not amused"
» Wir sind sehr enttäuscht über diesen Report, der größtenteils auf Missverständnissen unserer Dienste basiert. » Es ist schade dass PI entschieden hat den Report zu veröffentlichen und uns keine Möglichkeit gegeben hat auf diese Liste zu reagieren oder ihr in Einzelheiten zu widersprechen. » PI dagegen sagt, dass Google kontaktiert worden ist - aber nicht geantwortet hat. Was nun stimmt steht in den Sternen... Ich denke dass Ding ist auf irgendeinem Google-Schreibtisch einfach liegen geblieben.
Garett Rogers hat übrigens noch einen interessanten Titel zu diesem Thema eingeschoben: Wenn Google all diese Punkte einhalten und verbessern will gibt es nur eine Möglichkeit: Close all Google Accounts Übrigens ist Google auch in Deutschland sehr zögerlich damit, Angaben und Informationen rund um die Datensammlung zu machen, wie Lawblogger Udo Vetter in einer Rede angedeutet hat. » Die Liste » Artikel bei heise » Artikel bei Google OS » Offener Brief an Eric Schmidt von PI Nachtrag: » Datenschutz-Topliste: Googles Antwort und Änderungen