Über viele Jahre gab es Diskussionen rund um das Leistungsschutzrecht, das unter den verschiedensten Bezeichnungen bekannt war und auch beschlossen wurde - oftmals zum Unverständnis Außenstehender. Doch das, was damals noch als übertrieben galt, kehrt jetzt in einer ganz neuen Dimension zurück, die das Web negativ verändern könnte. Daher sollte erneut eine Diskussion darüber angestoßen werden, ob Google für Inhalte zahlen muss.
Vor ziemlich genau einem Jahr wurde trotz riesiger Proteste die EU-Urheberrechtsreform beschlossen, die schon wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden ist, aber im Laufe des kommenden Jahres greifen soll. In Frankreich könnte die Situation rund um das Leistungsschutzrecht schon vorab eskalieren, denn die Wettbewerbsbehörde möchte Google nun dazu verdonnern, für Inhalte zu bezahlen. Google lehnt das aber bekanntlich rigoros ab.
Vor wenigen Monaten wurde die EU-Urheberrechtsreform beschlossen, deren Auswirkungen in den kommenden eineinhalb Jahren erstmals deutlich werden. Ein Teil dieser Reform ist das Leistungsschutzrecht, das bereits mehrfach gescheitert ist und schon im Oktober in Frankreich erneut in Kraft treten wird. Google reagiert nun darauf und wird die Darstellung von Inhalten aus Google News stark beschneiden - was zu einem gewaltigen Traffic-Einbruch führen wird.
Die Google Websuche besteht längst nicht nur aus den bekannten 10 blauen Links, sondern enthält bei fast jeder Anfrage aufbereitete Inhalte mit zusätzlichen Informationen. Doch um diese zusätzlichen Inhalte gibt es immer wieder Diskussionen, zuletzt vor allem aufgrund des Leistungsschutzrechts. Doch die Angelegenheit rund um die angeblich geklauten Songtexte wirft die Frage auf, warum Google für manche Inhalte zahlt und für andere wiederum nicht.
Das Leistungsschutzrecht ist in der EU und insbesondere in Deutschland bereits seit Jahren ein großes Thema und steht nun tatsächlich kurz vor der Einführung. Die Aussicht auf das vermeintlich große Geld von Google und anderen Suchmaschinen weckt natürlich auch bei US-Verlagen Begehrlichkeiten, die sie nun im Rahmen einer ersten Studie schon einmal angemeldet haben. Allein für das vergangene Jahr wollen US-Verleger nun einen Anteil an einem Umsatz von 4,7 Milliarden Dollar, den Google mit den "gestohlenen Inhalten" erzielt haben soll.
Erst vor wenigen Tagen wurde die EU-Urheberrechtsreform endgültig beschließen, zu der unter anderem auch das Leistungsschutzrecht gehört, das seit jeher für große Diskussionen sorgt. Vorsorglich hat die VG Media in der vergangenen Woche eine Milliarden-Rechnung an Google geschickt und eine Nachzahlung für mehrere Jahre gefordert. Jetzt hat Google diese Forderung zurückgewiesen und spielt mit dem Gedanken, eine Gegenrechnung aufzustellen.
Der Tag ist gekommen. Heute stimmt das EU-Parlament über die EU-Urheberrechtsreform ab und wird damit sehr entscheidende Weichen stellen - oder eben nicht. Die wochenlangen Proteste haben in der vergangenen Woche in extrem gut besuchten europaweiten Demos gegen Uploadfilter sowie wenige Tage zuvor sogar zu einer Schwärzung der kompletten Wikipedia geführt. Heute wird sich zeigen, ob es etwas gebracht hat.
Die EU-Urheberrechtsreform steht nach der Finalisierung des Entwurfs kurz vor dem Abschluss und wird einen erheblichen Einfluss auf das Internet im EU-Raum haben. Gestern haben wir bereits die möglichen Folgen für YouTube beleuchtet und heute blicken wir auf ein weiteres Google-Produkt, das nach dem Beschluss der Reform ebenfalls heftig am Wanken ist: Google News ist in der aktuellen Form dann nicht mehr tragbar, dürfte sehr schnell verschwinden und den Fortbestand vieler kleinerer Publikationen beeinflussen.
Schon seit vielen Monaten brütet das EU-Parlament über der Einführung eines EU-weiten Leistungsschutzrechts, das einige Abgeordnete gegen den Willen vieler Gegenstimmen einführen möchten. Gestern Abend hat dieses Leistungsschutzrecht eine wichtige Hürde genommen und wurde von den Unterhändlern als Entwurf beschlossen. Sollte es nun tatsächlich beschlossen werden - und danach sieht es aus - wäre es wohl nicht nur das Ende von Google News, sondern auch von YouTube in der aktuellen Form und sehr vielen weiteren Internetplattformen.
Schon seit langer Zeit diskutiert die EU-Kommission über ein mögliches Leistungsschutzrecht für alle EU-Länder, das schon in Kürze beschlossen werden könnte. Google stellt sich natürlich gegen ein solches Gesetz und hat vor wenigen Wochen allen Nutzern mit stark beschnittenen Suchergebnissen vor Augen geführt, was das bedeuten würde. Jetzt hat das Unternehmen offizielle Zahlen zu diesem Experiment bekannt gegeben.
In der EU wird seit Monaten über ein mögliches Leistungsschutzrecht sowie Uploadfilter diskutiert, die häufig auch mit "Artikel 11" und "Artikel 13" abgekürzt werden. Zwar gab es in den vergangenen Tagen positive Signale GEGEN die umstrittenen EU-Vorgaben, doch damit sind sie noch lange nicht vom Tisch. Google hat nun noch einmal bekräftigt, dass man Google News in Europa einstellen wird, wenn die Gesetze in der aktuellen Form von den Ländern beschlossen werden.
Die EU-Kommission ist aktuell mit dem Feinschliff des neuen Leistungsschutzrechts beschäftigt, dessen exakter Wortlaut in der kommenden Woche veröffentlicht und dann in jedem einzelnen EU-Land umgesetzt werden soll. Google bereitet sich nun darauf vor und fährt aktuell einige Tests in der Websuche, um herauszufinden, wie die Nutzer auf die fehlenden Informationen reagieren, die ihnen vielleicht bald nicht mehr geliefert werden können.
Es scheint fast so, als wenn in der EU-Kommission aktuell das gesamte Internet zur Debatte steht und viele Dinge reguliert werden müssen, die über viele Jahre problemlos funktioniert haben: Schon bald könnte ein EU-weites Leistungsschutzrecht beschlossen werden, dessen Folgen Google schon einmal vorsorglich klargemacht hat: Google News würde eingestellt werden. Natürlich stellt sich die grundsätzliche Frage, warum und wofür Google überhaupt zahlen soll.
Google News gehört für viele redaktionell gepflegte Webseiten zu den wichtigsten Traffic-Lieferanten, aber dennoch sind die großen europäischen Verlage bekanntlich nicht ganz glücklich - denn sie möchten Geld sehen. Doch Google hat schon vor Jahren klargestellt, dass man nicht bereit ist, auch nur einen einzigen Cent für die kurzen Auszüge zu zahlen. Das führt nun dazu, dass Google erneut ganz offen mit der Abschaltung von Google News droht.
Bereits vor weit über vier Jahren, nämlich im März 2013, wurde das Leistungsschutzrecht in Deutschland eingeführt - aber wirklich geändert hat sich seitdem nichts, zumindest nicht für die Beteiligten Parteien. Und weil es in Deutschland und einigen anderen Ländern schon nicht funktioniert, hat sich die EU-Kommission einfach mal gedacht, dass man das Gesetz gleich europaweit einführen könnte. Wie eine unter Verschluss gehaltene Studie nun aber zeigt, ist das keine gute Idee.