Googles Websuche macht in den nächsten Tagen wieder einen großen Schritt hin zum persönlichen Assistenten und wird seinen Nutzer noch besser kennen lernen: Die dazu nötigen Informationen zieht die Websuche aus GMail und verarbeitet diese weiter. Bisher stand diese Funktion nur den Nutzern zur Verfügung die an dem Search Field Trial Experiment teilgenommen haben.
Seit fast einem halben Jahr testet Google in den Dev-Release von Chrome eine völlig neu aufgebaute New Tab-Seite: Diese besteht nur noch aus einer abgespeckten Google-Startseite und einer Liste der 8 meistbesuchten Webseiten. Nun scheinen sich die Entwickler damit angefreundet zu haben und bereiten die Umstellung für alle Nutzer vor.
Googles Websuche kann bekanntlich nicht nur zur Suche nach Webseiten verwendet werden, sondern kann über diverse OneBoxen auch Einheiten umrechnen oder Rechenaufgaben lösen. Mit einer neuen OneBox kann die Websuche nun auch als Countdown mit einem akustischen Ablauf-Signal verwendet werden.
Google betreibt einige der meistbesuchten Webseiten und Web-Apps der Welt - darunter natürlich die Websuche, GMail und YouTube, aber diese Statistik ist dennoch sehr beeindruckend: Google ist mittlerweile für 25 Prozent (!) des gesamten Internet-Traffics in den USA verantwortlich und weist dabei ein beeindruckendes Wachstum auf. Der Großteil davon geht natürlich auf die Kappe von YouTube.
In den letzten Jahren hat sich Google immer mehr vom Content-Sammler bzw. Content-Sucher zu einem Content-Anbieter gewandelt - zumindest wenn es um semantische Inhalte geht die einfach aufbereitet werden können. Der Google-eigene Content wird in der Websuche mittlerweile so sehr beworben, dass die eigentlichen Ergebnisse aus dem "großen Web" kaum noch in den Suchergebnissen auftauchen.
Die amerikanische Handelskommission FTC hat in einem Schreiben an zwei Dutzend US-Suchmaschinen die striktere Trennung von Inhalten und Werbung angemahnt. Die Grenzen verschwimmen zunehmend und sind vor allem auf mobilen Geräten kaum zu erkennen. Tatsächlich sind bei Google die Grenzen kaum noch wahrzunehmen.
Generalanwalt Niilo Jääskinen des Europäischen Gerichtshofs hat bewiesen, dass er das Internet und die Funktionsweise einer Suchmaschine verstanden hat: Laut seinem Gutachten kann Google nicht dazu verpflichtet werden, Inhalte aus dem Index zu löschen bzw. ist überhaupt nicht für diese verantwortlich.
Einer der wohl unbekanntesten und am wenigsten genutzten Operatoren der Google Websuche wurde nun eingestellt: Der Tilde (~) Operator hat die Websuche angewiesen, nach diesem Wort und dessen Synonymen zu suchen und diese gemeinsam in den Ergebnissen anzuzeigen. Dies ist allerdings schon seit mehr als 3 Jahren kaum mehr nötig.
Wer auf der Suche nach lokalen Ergebnissen, wie etwa Restaurants, ist, erhält von Google eine spezielle Ansicht der Websuche mit einer Google Map und einer lokalen Ergebnisliste. Jetzt wird diese komplett überarbeitet und die Auflistung der Ergebnisse durch eine interaktive Karussell-Ansicht ersetzt - allerdings mit weniger Details.
Google hat angekündigt, sich künftig noch mehr gegen Kinderpornografie im Internet einzusetzen und etwaige Bilder aus dem Netz zu verbannen. Dafür baut das Unternehmen nun eine Datenbank mit Hash-Werten solcher Bilder auf und will in Kooperation mit weiteren Unternehmen, Behörden und Hilfsorganisationen dafür sorgen, dass einmal entfernter Content nicht mehr veröffentlicht werden kann.
Genau so heimlich wie die Quick View Funktion in der mobilen Websuche gekommen ist, wurde sie nun wieder abgeschafft: Nach genau 2 Monaten ist der Button zur schnellen Ansicht einer Webseite, mit einer Ladezeit von knapp 100ms, wieder verschwunden. Google scheint offenbar kein Interesse mehr an Quick View-Funktionen zu haben.
Schon bald werden sich die Pakistani eine neue Suchmaschine suchen müssen: Die Regierung droht Google nun offen mit einer kompletten Sperrung der Internetseiten, wenn sich das Unternehmen nicht bereit erklärt eine gefilterte und zensierte Version von YouTube in Pakistan anzubieten. Google gibt sich allerdings stur.