Die Übernahme von Nokia durch Microsoft ist noch längst nicht in so trockenen Tüchern wie man vielleicht gedacht hätte: Chinas Handelsbehörde hat Bedenken angemeldet und will das Geschäft genau unter die Lupe nehmen - und wird dabei von der Konkurrenz der beiden Unternehmen befeuert. Google und Samsung haben sich beide an die chinesische Behörde gewandt und ebenfalls Bedenken gegen diesen Deal angemeldet.
Googles URL-Shortener goo.gl gehört derzeit neben bit.ly wahrscheinlich zu den beliebtesten Tools um eine URL mit Überlänge zusammen zu stauchen. Leider hat sich seit längerer Zeit nicht mehr viel bei dem Dienst getan und auch eine mobile Oberfläche lässt das Angebot seit Anfang vermissen. Ein Entwickler hat sich nun die Mühe gemacht, eine App zu entwickeln die einer offiziellen Google-Version in nichts nachstehen würde.
Die Übernahme von WhatsApp durch Facebook kam für Google offenbar doch nicht ganz so überraschend wie für die Nutzer: Nachdem man im vergangenen Jahr die "kleine Summe" von 1 Milliarde Dollar geboten hat und beim Gründer Jan Koum abgeblitzt ist, dürften die Gebote in den letzten Wochen zu einer richtigen Übernahmeschlacht ausgeartet sein - so soll Google gar noch mehr als 19 Milliarden Dollar geboten haben.
Im Herbst 2003 hat Andy Rubin das Unternehmen Android gegründet und mit der Entwicklung eines mobilen Betriebssystems für Smartphones begonnen. Nach etwa 18 Monaten hatte er dann ein vorzeigbares Vorserien-Produkt in der Hand, ihm war aber klar dass er die Software nicht ohne einen großen Partner im Rücken verbreiten können wird. Bei der Suche nach Investoren klopfte er auch bei Samsung an, und wurde Eiskalt abgewiesen.
Microsoft hat ein Problem: Während man auf dem Desktop mit dem Windows-Betriebssystem immer noch die dominierende Kraft ist, sieht das auf dem mobilen Markt komplett gegenteilig aus. Zwar konnte Windows Phone in den letzten Monaten einige Achtungserfolge erzielen, der wirkliche Durchbruch will dem mobilen Betriebssystem aber einfach nicht gelingen. Nun überlegt man in Redmond, in Zukunft auch Android-Apps zu unterstützen.
In dem jahrelangen Streit um den Wettbewerbsmissbrauch durch Google am Suchmaschinenmarkt hat sich das Unternehmen mit der EU auf einige Zugeständnisse geeinigt die den Konkurrenten in bestimmten Fällen mehr Platz in den Suchergebnissen einräumen. Wie genau diese neue Aufteilung in den Suchergebnissen aussehen wird geht aus vor wenigen Tagen von der EU veröffentlichten Screenshots hervor.
Seit einigen Wochen hält sich das hartnäckige Gerücht, dass Nokia schon bald ein eigenes Android-Smartphone auf den Markt bringen wird. Angesichts der Tatsache dass man sich jahrelang gegen Googles Betriebssystem gestreubt hat, und mittlerweile eine Microsoft-Tochter ist, war das Gerücht bisher mehr als wage. Aber nun soll Microsoft grünes Licht gegeben und das Projekt Normandy schon Ende Februar auf dem MWC vorgestellt werden.
Seit gefühlt einem Jahr sucht der Software-Gigant Microsoft nach dem nicht ganz so überraschenden Rücktritt nach einem neuen CEO und hat währenddessen offenbar auch bei Google gewildert. Einer der wichtigsten Google-Manager, Sundar Pichai, soll auf der Wunschliste der externen Kandidaten ganz oben stehen. Doch Google wird den Android- und Chrome-Manager natürlich nicht so einfach ziehen lassen.
Samsung Vor einigen Tagen haben Google und Samsung ein umfangreiches Patentabkommen bekannt gegeben und damit einen sehr großen Schritt aufeinander zugemacht. So sehr die beiden Unternehmen derzeit gegenseitig aufeinander angewiesen sind, so sehr standen sie sich noch vor wenigen Wochen fast feindlich gegenüber. Jetzt soll es aber noch eine weitere Vereinbarung geben, die aus den beiden Unternehmen wieder dicke Freunde macht.
Googles Entwickler haben einen mittelschweren Bug in GMail entdeckt, durch den einige Nutzer unwissentlich Mails als Spam markiert oder gar gelöscht haben. Das Problem ist zwar mittlerweile behoben, aber die Auswirkungen des Bugs konnten die Entwickler natürlich nicht beheben, daher bittet man nun die Nutzer einiger Plattformen ihren Spam- und Trash-Ordner durchzusehen und diese Mails evt. wiederherzustellen.
Ende letzten Jahre hatte Google angekündigt, schon bald die Möglichkeit zu schaffen Chrome Apps auch auf das Smartphone zu bringen - und jetzt ist es soweit: Ab sofort gibt es eine Developer Preview eines Frameworks, das die Portierung von Chrome Apps auf die mobilen Plattformen übernimmt und dem Entwickler die ganze Arbeit abnimmt. Allerdings haben diese Apps mit dem Chrome-Browser nicht viel zu tun.
Samsung Die mobile Branche war in den vergangenen Jahren nicht nur durch die rasanten Entwicklungen geprägt, sondern vor allem auch durch viele große Patentstreitigkeiten und Gerichtsverfahren zwischen den IT-Giganten. Jetzt haben die beiden Schwergewichte Google und Samsung ein 10 Jahre währendes Patent-Abkommen bekannt gegeben, dass die gemeinsame Nutzung aller Patente erlaubt - ein Gewinn für beide Seiten, der millionen-teure Prozesse erspart.
Wenn sich eine neue Technologie bzw. Geräteklasse erst einmal im Massenmarkt etabliert hat der Konkurrenzkampf zwischen den Unternehmen entsprechend hoch ist, sinken die Preise - diese Regel gilt spätestens seit dem Einstieg der chinesischen Hersteller auch für Smartphones. Motorola sieht aber das untere Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht, und kann sich sogar ein Smartphone für nur 50 Dollar vorstellen.
Was Anfang als völlig Utopisch abgetan wurde, wird mittlerweile durch immer weitere Leaks fast schon bestätigt: Das erste Nokia Android-Smartphone. Nun gibt es erneute Screenshots des Betriebssystems, das sich sehr eindeutig zwischen Android und Windows Phone platziert - aus beiden Systemen hat man sich das beste herausgepickt und dies scheinbar unter einem Dach vereint.
Schon seit einigen Jahren dominieren mobile Geräte bzw. Betriebssysteme über den klassischen Desktop-PC, doch wie weit sich dieses Ungleichgewicht inzwischen verschoben hat ist fast schon erschreckend: Den Großteil der Verkaufszahlen machen wenig überraschend die Smartphones aus, nur noch jedes 7. verkaufte Gerät war ein Desktop-PC bzw. Laptop - und das mit entsprechenden Folgen für Microsoft, Apple und Google.