Suchergebnisse für China
In wenigen Tagen ist das Jahr 2010 Geschichte und wir starten wohl mit einem Google Doodle ins zweite Jahrzehnt des dritten Jahrtausends. Aber vorher wollen wir noch einmal einen Blick auf das Jahr 2010 legen. Los geht es mit diesem Artikel und den ersten beiden Monaten.
Anfang des Jahres stellte Google das Nexus One vor. Dieses Handy mit Android 2.1 verfügt über keine Anpassung und kann so direkt von Google aktualisiert werden. Es richtet sich vor allem an Entwickler, die so ihre Apps auf einem Gerät mit unverändertem Betriebssystem testen können. Entwickelt wurde das Gerät von Google und HTC. Ein Verkaufsschlager wurde es nicht. Inzwischen gibt es mit dem Nexus S von Samsung ein weiteres Gerät, das ohne Anpassungen durch den Hersteller auf dem Markt kommt.
Das HTC Desire entspricht dem Nexus One in weiten Teilen. Sie unterschieden sich nur in wenigen Punkte (Nexus One hat optische Tasten (Home, Menü, Zurück und Suche) und einen mechanischen Trackball, das Desire hat mechanische Tasten und einen optischen Trackball). Außerdem hat das Nexus One ein zweites Mikrofon zur aktiven Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen.
Google Docs war lange Zeit nur dafür gedacht Dokumente, Tabellen und Präsentationen dort zu speichern, sie online zu erstellen und mit anderen gemeinsam daran zu arbeiten. Seit Januar bietet Google jedem Nutzer ein Gigabyte an Speicher an. Jeder kann dort nun jede beliebige Datei hochladen und anderen freigeben. Das Bearbeiten ist nicht möglich. Jede Datei darf maximal ein Gigabyte groß sein. Wer mehr Speicher benötigt, kann sich für wenige Dollar mehr kaufen. Für 5 Dollar bekommt man schon 20 GB für ein Jahr.
Nachdem im Dezember 2009 ein Angriff auf Google und andere Firmen in China verübt wurde, gab das Unternehmen aus Mountain View bekannt, dass man die Zensur nicht mehr mitmachen werde. Nach der Klärung einiger Fragen und den Umzug der Server nach Hongkong bietet Google den chinesischen Nutzer unzensierte Ergebnisse an. Google musste die Ergebnisse übrigens selbst filtern. Soll es nun Filterungen an den Ergebnissen geben, muss das die Regierung selbst machen.
Dieses Jahr hat Google das Ende des Internet Explorer 6 zumindest bei Google Diensten beschlossen. Neben Docs, Calendar und Google Mail unterstützt auch YouTube den uralten Browser von Microsoft nicht mehr. Los ging es mit dem neuen Design, das erstmals im Januar gezeigt wurde. Dieses Design hat Google dann am 31. März live geschaltet und wurde von einigen als Aprilscherz angesehen. Es ist deutlich schlichter aufgebaut und stellt das Video ins Zentrum. Alles andere ist heller geworden und rückt so in den Hintergrund.
In der Zwischenzeit hat Google einige Änderungen am Design vorgenommen und weiter optimiert.
Chrome hat in den Entwicklerversionen schon die Nummer 10. Damit wurde das übertroffen, was wir vermutet hatten. Anfang des Jahres – genauer Ende Januar – wurde Chrome 4 mit der Unterstützung für Erweiterungen für Windows freigeben. Von Chrome für Mac und Linux gab es damals nur eine noch nicht ganz ausgereifte Beta-Version. Mit den Erweiterungen lassen sich viele Funktionen in Chrome nachrüsten und verbessern. So gibt es zum Beispiel eine Erweiterung, die über neue Mails von Google Mail informieren lassen, eine andere ermöglicht das Twittern aus Chrome.
Im Laufe des Jahres hat Google weitere Updates veröffentlicht und veröffentlicht seit September neue Chrome Versionen ungefähr alle 6 Wochen.
So weiter geht es mit dem Februar.
Google Street View sollte zumindest in Deutschland das bestimmte Google-Thema das Jahres machen. Den Anfang machte Ilse Aigner mit ihrer Kritik an Street View. Sie griff damals einige Punkte auf, die Google schon vorher – bereits im Sommer 2009 – mit dem zuständigen Datenschutzbeauftragten Prof. Caspar aus Hamburg geklärt hatte. So sorgte sie für Verunsicherung. Im Interview mit dem Focus sagte sie auch, dass man gesetzlich gegen Street View vorgehen wolle. Einen Gesetzesentwurf, den Hamburg im Bundesrat eingebracht hat, wurde im Mai abgelehnt. Verschiedene Unternehmen – darunter neben Google auch Microsoft, die Telekom und weitere – haben einen Kodex ausgearbeitet, der aber nicht ganz so weit geht wie die Vereinbarung von Google und dem Datenschützer von Hamburg. Was daraus wird, wird das neue Jahr zeigen.
Für Ärger sorgte auch Google Buzz. Was Buzz ist, bedarf denk ich keiner Erklärung und sollte klar sein. In der ersten Version gab es keine Einstellungen für den Datenschutz und so wurden quasi alle Kontakte öffentlich. Google hat recht schnell reagiert und Änderungen vorgenommen. Buzz steht leider nach wie vor nur in Google Mail zur Verfügung. Eine Klage gegen die Datenschutzverstöße konnte man beilegen und wird einen Betrag spenden. Außerdem will Google aus seinen Fehlern gelernt haben und hat den internen Datenschutz verbessert. Jedes neue Feature wird von einem unabhängigen Team geprüft, ob es gesetzeskonform ist und dann ggf. angepasst.
2010 gab es auch einige Updates bei Google Street View. Den Anfang machte Street View in Dänemark und Schweden. Norwegen und Finnland folgte wenige Tage später im Februar. Für Aufsehen sorgte eine Klage eines Finnen, der sich nackt in Street View fand. Diese zog er inzwischen zurück.
In den USA will Google nächstes Jahr in einer oder mehreren Gemeinden ein sehr schnelles Netz aufbauen. Bis zu 1 Gigabit soll pro Sekunde erreicht werden. Umgerechnet entspricht dies 128 MB pro Sekunde. Ab Februar konnten sich Gemeinden bewerben. Google will mindestens 50.000 Menschen damit verbinden. Sollte der Test in Stanford erfolgreich ablaufen, ist es auch möglich, dass man eine halbe Million Menschen an das Netz anschließt. Die Stadt Topeka hat sich ebenfalls beworben und nannte sich inoffiziell für einen Monat in Google um. Prompt nutzte Google das für seine Aprilscherz und wurde am 1. April zur Suchmaschine Topeka.
Inzwischen gibt es für die meisten Dienste einen experimentellen Bereich. Google Mail und Calendar haben Labs, Blogger nutzt Blogger in Draft für Experimente und außerdem testet Google unterschiedliche Dienste im Google Labs. Seit Februar gibt es auch bei Google Maps ein Labs. Es bringt neue Features wie Zoomen durch Auswählen, Kurzurl, drehbare Karten und mehr mit. Auch bei der Maps-App für Android gibt es zwei optionale Features. Diese sind ein Maßstabsbalken und Measure.
Jedes Video auf YouTube bietet Google auch über einen HTML5-Player an, der so die Anhängigkeit von Flash löst und auf Features des Browsers setzt. Richtig los mit dem Beta-Test ging es im Februar. Anfangs unterstützte man nur Webkit-Browser, da Opera und Firefox nicht über den nötigen h.264-Codec verfügen. Nun gibt es mit WebM ein freies Format , das alle drei unterstützen. Mehr dazu dann in zwei Tagen.
Morgen geht es dann weiter mit März und April.
Schon wieder ist ein Monat vorbei und auch im Oktober hat Google wieder auf seinen vielen Startseiten Doodles geschaltet. Insgesamt waren es 25 Doodles, 2010 damit 223.
Wie immer könnt Ihr Euch durch die Doodles klicken, wenn Ihr mit der Maus auf das erste Klick. Im Feed funktioniert das leider nicht.
Wie immer könnt Ihr Euch durch die Doodles klicken, wenn Ihr mit der Maus auf das erste Klick. Im Feed funktioniert das leider nicht.
Und wieder ist ein Monat fast vorbei und auch im September hat Google wieder einige Doodles online geschaltet. Zwei davon waren ganz besondere Doodles und sollte auf Google Instant hinweisen. Weltweit gesehen gab es im September 22 Doodles, 2010 damit 198.
Wie immer gilt: Klickt einfach das Doodle an, wenn Ihr auf den Blog seid und dann könnt Ihr mit dem Pfeil das nächste sehen.
Wie immer gilt: Klickt einfach das Doodle an, wenn Ihr auf den Blog seid und dann könnt Ihr mit dem Pfeil das nächste sehen.

Seit Google seine Server aus China nach Hongkong umgezogen hat, gab es das "Mainland China service availability chart". Auf dieser Übersicht wurde gezeigt, welche Google Dienste derzeit in China von der großen Mauer geblockt werden oder nur teilweise zugänglich sind. Nun hat Google den Service für viele weitere Länder gestartet.
Die Charts gibt es für verschiedene Dienste von Google, darunter die Suche, Google Mail, Google Docs, YouTube, Blogger, Picasa Web und Google News. Das Diagramm skaliert den Traffic auf einen Wert zwischen 0 und 100. Der Nutzer kann einen beliebigen Zeitraum ab dem 1. Januar 2009 wählen. Gab es eine Blockade durch ein Land zeigt Google ein kleines Fähnchen mit weitere Infos an. Ein Beispiel ist hier die rund zehntägige Blockade von Youtube durch Pakistan in Zusammenhang mit "Everyone Draw Mohammad Day" auf Facebook.
Ein weiteres Beispiel ist Sperre von YouTube im Iran seit dem 12. Juni 2009. Außerdem gibt es im Transparency Report auch Infos zu den Löschanfragen von Regierungen. Google möchte mit dem Tool seinen Beitrag zur freien Zugänglichkeit von Informationen leisten.
» Transparency Report

Und wieder ist ein Jahr im Google Kalender vorbei. Heute vor 12 Jahren wurde die Google Suche gestartet. Die eigentliche Gründung von Google ging erst am 27. September über die Bühne. Wie jedes Jahr fasst wir auch heute am 7. September das letzte Google Jahr zusammen. Der Artikel wirft noch einem einen Blick auf wichtige Ereignisse von Google zwischen Anfang September 2009 und heute ? in nicht chronologischer Reihenfolge.
Schauen wir uns zuerst einmal an, was Google so alles an seinen Software-Produkten geändert hat. Picasa hat gleich drei Updates erhalten. Picasa 3.5 brachte die Gesichtserkennung direkt in die Software. Bisher war diese ausschließlich in Picasa Web nutzbar. Mit dem Update auf 3.6 ? welches rund drei Monate später folgte ? passt Google die Software an einige Änderungen von Picasa Web an (Alben mit Login schützen). Das bisher letzte Update erschien vor wenigen Wochen. Picasa 3.8 steht nur auf Englisch zur Verfügung und integriert Picnik, automatische Videos rund um eine Person und Batch Upload.
Google Earth 5.1 behob einige Fehler und brachte eine deutliche Steigerung der Geschwindigkeit mit. In Google Earth 5.2 hat Google seinen Browser Chrome integriert. Somit ist es möglich verlinkte Webseiten direkt in Earth anzuschauen und gibt dem Begriff Geo-Browser direkt eine neue Bedeutung.
Google Chrome ? anfang September 2009 noch Chrome 2 ? erhielt mit den Versionen 3, 4, 4.1, 5 und vor wenigen Tagen Chrome 6 gleich fünf Updates und steht auch für Mac und Linux bereit. Ein weiteres neues Produkt, in dem Chrome zu Einsatz kommt ist Chrome Frame. Das Plugin für den Internet Explorer ersetzt die veraltete Trident Engine für ausgewählte Webseiten und bringt so neue Features in eine bekannte Oberfläche. Alle Details zu Chrome gibt es in unserem Artikel zum 2. Geburtstag von Chrome.
Wo wir schon beim Internet Explorer sind. Im Laufe der letzten 12 Monate hat Google für immer mehr Produkte die Unterstützung des alten Browsers von Microsoft eingestellt. Hier seinen YouTube, Google Mail, Docs und der Calendar genannt. Aber auch andere alte Browser wie den Firefox 2 wird Google nicht mehr unterstützen.
Google hat sich im letzten Jahr bemüht die Optik seiner Dienste Google Mail, Docs, Calendar und Reader zur Vereinheitlichen. Alle nutzen standardmäßig nun eine ähnliche Oberfläche mit ähnlichen Farben. Auch Google Maps wurde in diese Richtung angepasst. YouTube hat Google zum gefühlten tausenden Mal geändert. Das Design, das am 1. April online gestellt wurde, verfügt über einige neue Features wie Live-Updates bei viel kommentieren Videos. Nach und nach hat Google fast alle Bereiche optisch überarbeitet. Auch die Channels haben im Herbst endlich das neue Design erhalten. Beim Dienst Google Bookmarks hat sihc dieses Jahr nach langer Pause mal wieder was getan. Ein neues Design brachte neue Features wie Listen mit.
2009/2010 hat Google einige neue Dienste vorgestellt. Im Oktober 2009 kam Wave. Bis Mai 2010 brauchte man aber eine Einladung, im August hat Google dann Wave schließlich eingestellt. Die Technik will man in anderen Produkten nutzen. Wave wird zudem offen gelegt. Sidewiki soll Kommentare auf Webseiten ermöglichen, die das nicht bietet. Über die Toolbar für IE und Firefox, ein Bookmarklet für andere Browser und eine Extension für Chrome ist die Kommunikation mit anderen Besuchern möglich.
Das Google Dashboard listet alle Daten auf, die man in den einzelnen Diensten gespeichert hat. Außerdem sieht man hier schön, welche Daten auch an andere Nutzer freigegeben wurden. Insgesamt hat sich Google um einen besseren Datenschutz bemüht.
Im Dezember 2009 wurde der Quellcode vom Chrome OS als Chromium OS freigeben, erste Builds zeigten damals, was Google schon für das Betriebssystem geschaffen hat. Ebenfalls im Dezember kam mit goo.gl ein eigener URL-Kürzer von Google. Dieser lässt sich in Feedburner fürs twittern nutzen, in Google Maps gibt es ein Experiment, dass diesen für Maps nutzt und zahlreiche Erweiterungen erlauben die Kürzung von anderen URLs.
Auch bei Google Apps hat sich ein wenig getan. So ist es für ausgewählte Nutzer schon möglich mit
ihrem Google Apps-Account auf andere Dienste wie Blogger, YouTube und ähnliches zuzugreifen. In der kommenden Zeit soll es das für alle Apps-Nutzer geben, wenn es der Administrator freigibt.
Werfen wir mal einen Blick auf neue Features bei einzelnen Produkten. In der Summe ? so unser Eindruck ? hat sich eigentlich am meistens bei Google Docs getan. Das Webclipboard ermöglicht es Texte, Grafiken und Tabellen problemlos zwischen zwei oder mehreren Dokumenten hin und her zu kopieren. Export ermöglicht es alle Daten auf einmal zu sichern. In Google Docs hatte ich bereits im Sommer 2008 eine mögliche Festplatte vermutet. Anfang des Jahres 2010 war es dann so weit. Man kann alle Dateien in Google Docs speichern. Um nicht jede Datei einzeln auswählen zu müssen, gibt es den Bulk-Upload mit Flash. Die Editoren in Text und Tabelle wurden überarbeitet und bringen weitere Features von Desktopsoftware wie MS Office oder OpenOffice mit. Die Echtzeitübertragung von Buchstabe für Buchstabe macht es zudem leichter gemeinsam an einem Dokument zu arbeiten. Google Docs verfügt außerdem über eine Texterkennung und kann Inhalte aus Bildern und PDFs auslesen.
Bei Google Mail wurde Drag&Drop eingefügt. Hiermit ist es möglich Anhänge ganz leicht anzuhängen. Man braucht sie nur in das Fenster zu ziehen. Auch den Download hat Google inzwischen möglich gemacht. Den Kontaktmanager hat Google um einige Funktionen erweitert und erlaubt das Telefonieren aus Google Mail heraus. Ein Anruf jedes Telefons ist möglich und relativ kostengünstig.
In den letzten Monaten hat Google wieder verstärkt eingekauft. Mit Recaptcha verfügt Google nun über eine Plattform, mit der man das Digitialisieren von Büchern beschleunigen kann. Jeder der ein ReCaptcha eintippt, hilft dabei nicht richtig erkannte Wörter aus den Scans zu verbessern. Mit Admob hat sich Google einen Spezialisten für mobile Werbung gekauft. Die Technik von Etherpad lässt sich in Wave und Docs verwendet. DocVerse wurde von ehemaligen Mitarbeitern von Microsoft gegründet und von Google übernommen. Das Plugin für MS Office ermöglicht es in der bekannten Oberfläche gemeinsam an Texten zu arbeiten. DocVerse passt gut zu Google Apps. Picnik ist eine Webseite mit der man Bilder bearbeiten kann. Die gekaufte Firma ist inzwischen schon Picasa Web und in Picasa 3.8 integriert worden. Weitere Übernahmen findet ihr unter dem Tag übernahme.
Aus der Übernahme des Codec-Spezialisiten On2 hat Google gemeinsam mit Mozilla und Opera einen freien Codec für Webvideos entwickelt. WebM wurde auf der Google I/O vorgestellt. Chrome 6 sowie Opera 10.6 unterstützen ihn bereits, die Betas vom Firefox 4 kommen ebenfalls damit zurecht. YouTube arbeitet derzeit daran seine Videos in das Format zu konvertieren. Insgesamt hat Google bei YouTube einiges für HTML5 gemacht. So gibt es einen Player, der die Videos im Video-Tag von HTML5 abspielt. Hierbei wird auf mp4 bzw. webm zurückgegriffen. Videos auf Youtube dürfen nun 15 Minuten lang und bis zu 4096 x 3072 Pixel groß sein.
Google startet immer wieder Experimente. Mal sind es ?Labs?-Bereiche für Produkte, mal auch der Einstieg als Provider. Google hat angekündigt in einigen Städten mit 50.000 bis 500.000 Einwohnern ein 100 Gbit/s-Netzwerk aufzubauen. Um an diesem Test teilnehmen zu können, war Topeka sogar bereit sich in Google umzubenennen.
Bei Google Maps gibt es seit Februar ein eigenes Labs. Hier testet Google Funktionen, die noch nicht ganz ausgereift sind. Dazu zählen Luftbilder (45°-Aufnahmen), Messtool, drehbare Karten und noch einige weitere.
Bei Google Mail Labs hat Google Anfang 2010 einige Funktionen als Standardfunktion übernommen, aber gleichzeitig auch einige weniger beliebte Features eingestellt. Eins dieser Features war Email Addict (hiermit konnte man Google Mail für 15 Minuten schlafen legen, neue Mails wurde nicht sofort angezeigt). Fester Teil von Google Mail hingegen wurde zum Beispiel ?Custom Label Colors? (hiermit kann man weitere Farben für die Labels festlegen).
Im normalen Google Labs gibt es auch einige Apps für Android. Google Goggles ermöglicht es mithilfe von Bildern zu suchen. Ganz gut arbeitet das mit Büchern und Posters. Texte erkennt Goggles ebenfalls und kann zum Beispiel für das Speichern von Visitenkarten genutzt werden. Weitere neue Apps sind Maps mit Navigation, integriertem Latitude und Umgebungssuche.
Zu Weihnachten 2009 bekam jeder Googler ein Handy geschenkt, aber nicht irgendein Handy, sondern das Nexus One. Für die Öffentlichkeit war das Smartphone Anfang Januar exklusiv über einen Shop über das Internet erhältlich. Eine weitere App von Google für Android ist Earth, die ebenfalls erstmals mit dem Nexus One gezeigt wurde.
Kerngeschäft von Google ist nach wie vor die Suche. Auch hier hat sich einiges getan. Der Suchschlitz wurde größer, die Buttons durch Grafiken ersetzt. Die Links werden erst beim Bewegen der Maus sichtbar. Das Design der Ergebnisse wurde in zwei Schritten geändert. Als erstes wurde eine Sidebar eingefügt, als nächstes kam ein neues Design mit einem neuen Logo. Durch die Änderung ist das erste Ergebnis ein wenig weiter nach oben gerutscht. Die Suchergebnisse passen sich seit dem Herbst 2009 auch bei nicht eingeloggten Benutzer unter Umständen an alte Begriffe an.
Weiterhin durchsucht Google das Internet nun in Echtzeit und zeigt Status Updates bei Facebook, Twitter und MySpace nach wenigen Sekunden an. Durch Änderungen am Algorithmus, die Google im Sommer 2009 öffentlich getestet hat, findet man aktuelle Infos nun weiter oben in den Ergebnissen. Stichwort lautet hier Caffeine. Außerdem gibt es nun auch Ergebnisse aus seinem ganz persönlichen ?social circle?. Bei der Bildersuche gab es das erste wirklich große Update. Die Strenge einer Tabelle wurde abgeschafft und Google zeigt die Vorschaubilder nun platzsparender an. Außerdem ist das klicken auf die nächste Seite weggefallen.
Im Zuge der Sache mit den WLAN-Daten (siehe weiter unten) hat Google beschlossen seine Suche optional auch zu verschlüsseln. Über encrypted.google.com wird der Begriff verschlüsselt an Google übertragen und so von Dritten nicht einsehbar.
Standardmäßig verschlüsselt Google inzwischen auch Google Mail. Nach der Sache mit einem Hacker Angriff auf Google und andere Firmen im Dezember 2009 hat sich Google im Januar dazu entschlossen sich aus China zurückzuziehen. Ganz hat man den größten Markt aber nicht verlassen, aber immerhin verzichte man auf die Zensur. Stattdessen wird die Suche für China nun von Servern aus Hongkong betrieben. Die auferlegte Zensur ist somit weggefallen.
Google Street View wurde in Tschechien, Mexiko, Kanada, Niederlande, Dänemark, Norwegen, Finnland und Hongkong gestartet. In Deutschland kam es wieder zu Diskussionen, nachdem Ilse Aigner Kritik äußerte. Google stellt in seinem Gutachten fest, dass Street View rechtens ist, das Land Rheinland-Pfalz kam zum Gegenteil. Bei der Erstellung des vereinbarten Verfahrensverzeichnisses stellte Google fest, dass man WLAN-Daten mit sogenannten Payload gespeichert hat. In diesen Daten findet man von unverschlüsselten Netzwerken unter Umständen auch Passwörter. Google hat daraufhin alle Fahrten gestoppt und in vielen Ländern mit den Behörden zusammengearbeitet. Die WLAN-Instrumente wurden entfernt.
Exklusiv für Deutschland hat man ein Tool entwickelt mit dem die öffentliche Ansicht ? also das, was jeder von der Straße aussieht ? vor der Veröffentlichung entfernen lassen kann. Dieses Tool ging einher mit der Ankündigung Street View in 20 Städten zu veröffentlichen.
Auch wenn viele es nicht glauben können oder wollen, aber Google legt Wert auch Datenschutz. Dies zeigt sich zum Beispiel in der jüngst angekündigten Vereinfachung der Datenschutzbestimmungen. Aber auch bei Analytics wurde der Datenschutz verbessert. Der Webmaster kann festlegen, dass Google den letzten Teil der IP-Adresse nicht speichern soll. Für Chrome, Firefox und Internet Explorer bietet Google zudem ein Addon an, dass die Ausführung des Scriptes unterbindet.
Dieser Artikel hat selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Er soll einfach nur einen Überblick über das letzte Jahr bei Google liefern. Ist Euch was unklar, nutzt einfach mal unsere Suche ;-)
Wie bei uns schon Tradition gibt es hier nun alle Doodles, die Google bisher zum Geburtstag veröffentlicht hat.

PS: Das Logo ganz oben ist das erste Logo von Google.
Derzeit macht die Warnung vor einer Android-App die Runde, die eigentlich nur Hintergrund-Bilder austauschen sollte. Die App sendete aber Daten nach China, wo sie dann (glücklicherweise) bei einer Sicherheitsfirma landen. Diese hat den Honeypot in den Android-Market gestellt und am Dienstag sich zu erkennen gegeben.
Die Sicherheitsfirma Lookout, die auch für Backup-Lösungen und Sicherheitskonzepte bekannt ist, hat vor nicht ganz einer Woche auf der "Black Hat" Sicherheitskonferenz ein App in den Marketplace von Android gestellt, die zwar harmlos aussieht, aber im Hintergrund Nutzerdaten weiter verschickt. Es geht um die "Jackeey Wallpaper"-App, die im Rahmen des "App Genome Project" von Lookout entwickelt wurde.
Die App wechselt zwar auch das Hintergrundbild, fragt den Nutzer aber genau so nach der Freigabe seiner Daten ab. Da die Nutzer in der Routine auf OK drücken, konnte die Sicherheitsfirma so an über 4 Millionen Datensätze kommen. Dabei übermittelte die App den Standort, die Kontakte, Mailbox-PIN, und angeblich auch Browser-Verlauf und SMS-Daten via Internet nach China.
Dass es im Marketplace von Android öfter zu solchen Scherzen kommt, hat die Kritik der letzten Tage gezeigt. Dennoch will Google am Konzept festhalten und weiterhin die Apps erst dann prüfen, wenn sie ein Benutzer meldet. Damit entstehen keine künstlichen Richtlinien, wie etwa im AppStore von Apple.
» Lookout Blog {via Venturebeat}
Update: Mobilflip.de hat eine kurze Übersicht von Meldungen von Lookout zusammengestellt, aus denen hervorgeht, dass Lookout diese Aktionen schon mehrere Male gemacht hat, um mehr Werbung auf Newsseiten und Blogs zu bekommen. Ob die Android-App tatsächlich ein Schädling war, ist nicht klar.

Googles Musikladen könnte doch bald Realität werden, wenn man der Presse Glauben schenken darf. Die "New York Times" berichtet jetzt davon, dass Google an Partnerschaften mit den großen Lizenznehmern sowie Plattenlabels arbeitet. Außerdem soll sich Google die Anwältin Elizabeth Moody geangelt haben, die in Lizenzfragen wohl die Beste sein soll.
Die erste Meldung war die, dass Google angeblich die Anwältin Elizabeth Moody angeheuert haben soll, für Google einzuspringen. Vorher hatte sie beispielsweise für Spotify, MySpace Music, iLike und MOG gearbeitet. Die soll auch guten Kontakt zu Plattenbossen und wichtigen Personen aus der Musikindustrie haben. Da wundert es eigentlich nicht, wenn sich Google sicherheitshalber die Verstärkung gönnt.
Die interessantere Meldung kam aber von der "New York Times". Dort behaupten Insider, dass sich Google in "fortgeschrittenen Verhandlungen" mit Harry Fox Agency befinde, einer Agentur, die Lizenzierungen für tausende von Partner übernimmt. So könnte schon im November oder Dezember Google Music eröffnet werden - und da kommt ja die Anwältin genau richtig. Die Harry Fox Agency wollte sich zu all den Gerüchten nicht äußern, auch Google äußert sich (generell) zu Gerüchten nicht.
Google hatte im Mai Simplify Media gekauft, einen Spezialisten für die Synchronisation von Medieninhalten. Seit dem wird viel spekuliert, was Google mit der Technik und dem Know-How anfangen wird. TechCrunch lieferte im Juni die Antwort und sprach von "Google Music", seit dem häuften sich die Gerüchte, dass Google Music bald kommt. Fakt ist allerdings, dass man Google Music nicht mit der Musik-Suche von Google in China verwechseln sollte.
Das schreiben Andere:
» heise, Gerüchte um Musikladen von Google verdichten sich
» ZDNet, Google heuert Anwalt für Musiklizenzen an
» Winfuture, Mehr Hinweise auf einen Musikdienst von Google

Letztes Jahr hat Google das Google Fellowship Program in den USA eingeführt, um die Unterstützung für die universitäre Forschung auszubauen. Die Studenten, die 2009 Stipendien erhielten, seien eine wirklich beeindruckende Gruppe gewesen, schreibt Google im Google Blog. Viele von ihnen absolvieren in diesem Sommer Praktika bei führenden Institutionen und einige haben sogar Lehraufträge für das nächste Jahr erhalten.
Universitäten sind nach wie vor eine Quelle für höchst innovative Forschungsergebnisse in den Computerwissenschaften. Und ganz besonders sind es die geförderten Studenten, die maßgeblich für die Zukunft auf unserem Gebiet sind. Dieses Jahr werden wir das Stipendienprogramm weltweit ausbauen und auf Europa, Israel, China und Kanada erweitern. Wir freuen uns sehr, unsere Unterstützung für herausragende Leistungen in der Graduiertenforschung fortsetzen zu können und gratulieren den folgenden Doktoranden ganz herzlich zu ihren Google-Stipendien 2010:
Google European Doctoral Fellowships
- Roland Angst, Google Europe Fellowship in Computer Vision (ETH Zürich, Schweiz)
- Arnar Birgisson, Google Europe Fellowship in Computer Security (Chalmers University of Technology, Schweden)
- Omar Choudary, Google Europe Fellowship in Mobile Security (University of Cambridge, Großbritannien)
- Michele Coscia, Google Europe Fellowship in Social Computing (Universität Pisa, Italien)
- Moran Feldman, Google Europe Fellowship in Market Algorithms (Technion – Israel Institute of Technology, Israel)
- Neil Houlsby, Google Europe Fellowship in Statistical Machine Learning (University of Cambridge, Großbritannien)
- Kasper Dalgaard Larsen, Google Europe Fellowship in Search and Information Retrieval (Universität Aarhus, Dänemark)
- Florian Laws, Google Europe Fellowship in Natural Language Processing (Universität Stuttgart, Deutschland)
- Cynthia Liem, Google Europe Fellowship in Multimedia (Delft University of Technology, Niederlande)
- Ofer Meshi, Google Europe Fellowship in Machine Learning (Hebräische Universität Jerusalem, Israel)
- Dora Spenza, Google Europe Fellowship in Wireless Networking (Sapienza Universität von Rom, Italien)
- Carola Winzen, Google Europe Fellowship in Randomized Algorithms (Universität des Saarlandes/Max-Planck-Institut für Informatik, Deutschland)
- Marek Zawirski, Google Europe Fellowship in Distributed Computing (Lycée Professionnel Pierre et Marie Curie/INRIA, Frankreich)
- Lukas Zich, Google Europe Fellowship in Video Analysis (Czech Technical University, Tschechische Republik)
Google bezahlt den Studenten bis zu drei Jahre sämtliche Studiengebühren und Lebenshaltungskosten. Die Stipendiaten haben in ihrer bisherigen Studienlaufbahn bereits herausragende Leistungen erbracht.
Auch im Juni hat Google wieder zahlreiche Doodles veröffentlicht. Viele hiervon waren Teil des Doodle4Google Wettbewerbs rund um die WM. Klickt einfach das Doodle an, wenn Ihr auf den Blog seid und dann könnt Ihr mit dem Pfeil das nächste sehen oder scrollt mit der Maus. Im Juni waren es insgesamt 41, 2010 damit 143.

Nachdem im Januar bekannt geworden war, dass Google in China Opfer von Hacker geworden war, zog Google sich im März aus China zurück und die Google-Domain von China - google.cn - leitete die Nutzer automatisch auf Google.com.hk (Hongkong) weiter. Aufgrund von chinesischen Bestimmungen hat Google nun seine Position geändert und die Weiterleitung eingestellt.
So heißt es heute im Google Blog, dass man bei Gesprächen mit Vertretern der chinesischen Regierung festgestellt habe, dass diese die Weiterleitung für inakzeptable halten und man daher die Internet Content Provider Lizenz von Google nicht verlängert werde. Googles Lizenz läuft am 30. Juni aus.

Daher hat man nun die Weiterleitung eingestellt. Nutzer, die google.cn nun aufrufen sehen lediglich ein Bild. Erst nach einem Klick gelangen sie zu Google.com.hk und können ihre Suche ausführen. Noch kann es vorkommen, dass Nutzer weitergeleitet werden. In einigen Tagen sollen dann aber alle aus China auf dieser Seite landen. Google hat heute den Antrag für die Verlängerung der Lizenz eingereicht.
Dell wendet sich von Windows 7 ab. Grund dafür ist Chrome OS, das sei "sicherer als Windows" und daher ab demnächst auf ersten Dell-Netbooks zu finden. Damit kann Google seinen ersten richtigen Partner in dieser Hinsicht feiern.
Wie ein Dell-Manager gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigt, gibt es bald richtige Dell-Netbooks, die mit Googles Chrome OS laufen. Den Wechsel zieht man vor, da die Architektur sicherer ist und das System an sich dadurch günstiger wird. "Es wird im Markt in den nächsten zwei bis drei Jahren einzigartige Innovationen geben, bei dem Computer-Produkte neue Formen annehmen. Wir wollen dabei die Spitzenposition einnehmen", so Amit Midha aus Dell China, "Mit Chrome, Android und ähnlichen Alternativen wollen wir zu den Marktführern gehören".
Mit Dell hat Google zwar den dritten Partner bekommen, denn HP und Acer lauern auch schon auf, dennoch ist aber Dell die erste Firma, die Deals mit Google bestätigte. Chrome OS soll schon nächsten Monat erscheinen, bis dahin sollen auch Android- und Chrome-Tablets ihren Weg auf den Markt finden. Das Release der ersten Dell-ChromeOS-Netbooks wird aber Ende 2010 erwartet. Die Partnerschaft soll nach der Quelle zwei bis drei Jahre andauern.

