Wear OS: Google übernimmt Fitbit für 2,1 Milliarden Dollar & bringt neuen Schwung in den Wearable-Markt

google 

Schon seit einigen Wochen wurde darüber spekuliert, dass Google den Wearable-Hersteller Fitbit übernehmen möchte – und nun wird es tatsächlich dazu kommen. Google hat vor wenigen Stunden angekündigt, den für Smartwatches und Fitness-Armbänder bekannten Hersteller Fitbit zu übernehmen und somit vor allem die eigene Plattform Wear OS zu stärken. Der Kaufpreis liegt bei 2,1 Milliarden Dollar.


Google war bisher nicht unbedingt erfolgreich im Wearable-Markt und hatte in den vergangenen Jahren viele Projekte gestartet, die sich entweder nicht durchsetzen konnten oder unter den hohen Erwartungen zurückgeblieben sind. Das gilt insbesondere für den wichtigen Smartwatch-Bereich, in dem man weder in puncto Hardware noch Software die Füße wirklich auf den Boden bekommen hat – trotz Wear OS. Mehr dazu in diesem Artikel.

fitbit

Der Bericht über das Übernahmeangebot für Fitbit hat sich bestätigt: Google hat die Übernahme von Fitbit bekannt gegeben und legt dafür nicht weniger als 2,1 Milliarden Dollar auf den Tisch. Im Gegensatz zu ähnlichen Übernahmen wie HTC oder Motorola übernimmt Google diesmal nicht nur die Filetstücke, sondern das gesamte Unternehmen mit allen Werten, Produkten und Mitarbeitern. Die Ankündigung, nun gemeinsam an Wearables arbeiten zu wollen, lässt vermuten, dass Fitbit vorerst weiterhin eigenständig operieren soll. Möglicherweise nach dem gleichen Modell wie bei Google Nest.

Fitbit wurde 2007 gegründet und ist eine große Marke im Bereich der Fitnesstracker, aber auch Smartwatches. Gleichzeitig betreibt das Unternehmen auch Plattformen zur Sammlung dieser Fitness- und Gesundheitsdaten – mit denen Google sehr sensibel umgehen möchte. Die Fitbit-Daten werden nicht zur Google-Personalisierung oder die Werbung verwendet, das kann man jetzt schon versprechen. Wir dürfen sehr gespannt sein, welche Produkte uns in Zukunft noch erwarten werden.

Fitbit-Übernahme: Die Pixel Watch kommt – Google hat große Smartwatch-Pläne und kündigt neue Produkt an


Fitbit: Begehrter Wearable-Hersteller – Facebook wollte Fitbit übernehmen & wurde von Google ausgestochen



google fitbit logo

Die vielen Möglichkeiten und Chancen dieser Übernahme haben wir euch bereits sehr ausführlich in diesem Artikel zusammengefasst. Natürlich wird uns diese Übernahme aber auch noch in den nächsten Tagen und Wochen beschäftigen, denn sie stellt Googles Wearable-Geschäft vollständig auf den Kopf. Während man bisher rein das Betriebssystem geliefert hat und in puncto Hardware immer wieder Pläne verworfen hat, steigt man nun plötzlich zu einem der größten und bekanntesten Hersteller auf.

Fitbit hat in den letzten Jahren zwar an Schwung verloren und im letzten Quartal einen Verlust geschrieben, aber um Geld muss sich Fitbit keine Sorgen mehr machen und die Produktpalette ist vielversprechend und etabliert. Schaut euch einfach einmal an, was Fitbit so alles im petto hat und in welche Richtung die nun natürlich im Raum stehende „Pixel Watch“ gehen könnte.

» Fitbit-Produkte bei Amazon

Siehe auch
» Firework: Google und YouTube planen Übernahme – der TikTok-Konkurrent arbeitet an der ‚Zukunft des Videos‘

» Der Smartphone-Markt wächst wieder: Huawei wächst rasant, Apple verliert & Android kommt auf 88 Prozent

Google Maps: Der neue Inkognito Modus wird endlich für alle Nutzer ausgerollt – so könnt ihr ihn nutzen

[Ankündigung im Google-Blog]


Keine Google-News mehr verpassen: Abonniere den GoogleWatchBlog-Newsletter
GoogleWatchBlog Newsletter abonnieren


Teile diesen Artikel:

Facebook twitter Pocket Pocket

comment 1 Kommentare zum Thema "Wear OS: Google übernimmt Fitbit für 2,1 Milliarden Dollar & bringt neuen Schwung in den Wearable-Markt"

  • Erinnert an die Übernahme von Withings. Dann konnte Nokia nichts mit den Trackern anfangen, der Support wurde mieser, und zum Glück hat einer der ehemaligen Withings-Leute die Marke dann wieder „nach Hause“ geholt.

    Google wird die Marke Fitbit genauso ruinieren, weil man schon bislang mit der Technologie nichts Sinnvolles auf den Markt gebracht hat. Bisschen herumspielen bis auch der letzte Nutzer vergrault wurde, und dann einstampfen.

    Wie Google es halt sonst auch macht, ne andere Idee als nutzlose Assistenten fest als Knopf einzubauen, kommt denen im Leben nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.