Google Maps: Huawei kündigt eigene Kartenplattform MapKit an – Google Maps bekommt neue Konkurrenz

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Google Maps dominiert in vielen Ländern den Markt der Kartenplattformen, muss aber dennoch stets vor neuen Konkurrenten auf der Hut sein, die in den vergangenen Monaten immer größere Sprünge gemacht haben. Jetzt hat ein Unternehmen angekündigt, groß in den Mapping-Markt einzusteigen und eine eigene Kartenplattform eröffnen zu wollen, von dem man es bisher wohl nicht erwartet hätte: Der Smartphone-Hersteller Huawei.


In puncto Funktionsumfang Daten und Funktionsumfang macht Google Maps so schnell niemand etwas vor und das wird auf absehbare Zeit vermutlich auch so bleiben. Genau das ist aber auch die Chance für die Konkurrenz, sich auf spezielle Nischen zu konzentrieren und dort zu wachsen. Derzeit drängen größere Konkurrenten wie Apple Maps und Bing Maps mit neuen Funktionen in den Markt, aber auch Neueinsteiger wie Qwant Maps oder sogar DuckDuckGo wollen etwas vom großen Kuchen abhaben. Bei Huawei hat es wohl andere Gründe.

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Huawei hat auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz nicht nur das neue Betriebssystem Harmony OS angekündigt, sondern hat durchblicken lassen, in den Markt der Kartenplattformen einzusteigen. Das eigene Produkt soll MapKit heißen, bereits im Oktober starten und in Kooperation mit einigen Partnern wie Booking.com oder Yandex aufgebaut werden. Huawei möchte allerdings derzeit keine eigene Karten-App anbieten, sondern eine Softwareplattform schaffen, die andere Entwickler nutzen können. Details dazu sind allerdings nicht bekannt.

Gemunkelt wird von großen Plänen wie einem schnellen Gleichzug mit Google Maps-Funktionen wie der AR-Navigation, aber auch präzisere Daten wie z.B. die Fahrbahnerkennung auf mehrspurigen Straßen. Der Ansporn für diese Plattform dürfte erneut der US-Bann sein, denn nach einer nicht auszuschließenden erneuten Eskalation könnte Huawei auch Google Maps verlieren. Warum man dann nicht einfach auf Lösungen wie OpenStreetMap setzt und nun selbst in einen sehr schweren Markt einsteigen will, bleibt vorerst im Dunkeln.

Huawei scheint derzeit Schnellschüsse abzugeben, ohne große Details zu nennen oder vorzeigbare Produkte in der Hand zu haben. Vielleicht wird MapKit eines Tages ein großer Konkurrent – wenn man nicht zuvor von Apple wegen des Namens verklagt wird – aber in den nächsten Jahren muss sich Google Maps wohl keine Sorgen machen.

Siehe auch
» Android Auto: Googles Plattform bekommt Konkurrenz – Huawei kündigt neue Alternative HiCar an (Video)

» Die Folgen des US-Banns: Huawei verliert knapp zwei Millionen Kunden an Samsung und Xiaomi

[golem]

Google Maps: So lassen sich Manipulationen verhindern & die volle Kontrolle von Einträgen übernehmen


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comment 1 Kommentare zum Thema "Google Maps: Huawei kündigt eigene Kartenplattform MapKit an – Google Maps bekommt neue Konkurrenz"

  • Auch wenn ich ein absoluter Fan und sehr aktiver Mapper auf OSM bin, so bin ich doch froh das es ein Nischendasein führt und für solche Projekte nicht verwendet wird. Wo viele User sind, wird auch viel Schund getrieben, was dazu führt das die Qualität je nachdem eher schlechter anstatt besser wird. Google Maps ist ein Parade-Beispiel dafür. Auch bei OSM gibt es schon genügend fragwürdige User. Und ich erinnere mich zum Beispiel, das die OSM-Karten bei Pokemon verwendet wurden. Das hat dazu geführt, das man die Karten so editiert hat, dass das erscheinen von bestimmten Pokemons „provoziert“ wurde. Auf solche Spässe kann ich verzichten.

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