Google Maps: So könnt ihr euch vor Manipulationen schützen und die volle Kontrolle übernehmen (Video)

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Google Maps ist für viele Menschen die erste Anlaufstelle, wenn es um lokale Informationen aller Art geht. Zu fast jedem Ort oder Unternehmen findet sich ein Eintrag auf der Karte, der häufig mit vielen, von den Nutzern hochgeladenen, Details versehen ist. Allerdings kommt es dabei immer wieder zu Manipulationen, die für den Inhaber zu einem großen Problem werden können. Jedes Unternehmen sollte also darauf achten, die Kontrolle über den eigenen Eintrag zu besitzen.


Immer wieder sorgen gefälschte oder manipulierte Einträge innerhalb von Google Maps für Schlagzeilen, denn die Veränderungen sind meist medienwirksam, teilweise unterhaltsam oder manchmal auch einfach ziemlich dreist. In den vergangenen Wochen hatten wir eigentlich aus allen Kategorien neue Beispiele: Eine YouTuber-Villa wurde zum Obdachlosenheim, die Parteizentrale der AfD zum Karnevalsverein und in Österreich wurde die Volkspartei zu einem Aktenvernichtungsdienst. Und das nur innerhalb der letzten Wochen.

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Für ein Unternehmen kann der Eintrag in Google Maps sehr wertvoll sein, wird aber häufig noch stark unterschätzt. Viele Nutzer verwenden die Kartenplattform als erste Anlaufstelle und besorgen sich die wichtigsten Eckdaten in der App, statt auf die Homepage oder andere soziale Kanäle des Unternehmens zu wechseln. Es ist also essentiell wichtig, dass die dort veröffentlichten Daten korrekt sind und vor allem nicht manipuliert wurden. Nicht selten gibt es Fälle, in denen Konkurrenten die Daten manipulieren und dadurch den Mitbewerber schwächen können.

Man stelle sich nur vor, eine Gruppe von Nutzern oder auch ein Konkurrent sorgt dafür, dass das eigene Geschäft in Google Maps als „dauerhaft geschlossen“ markiert oder mit völlig falschen Öffnungszeiten manipuliert wird. Das kann tatsächlich gerade bei der Gewinnung von Neukunden Gift sein und der Inhaber wundert sich, warum keine Kunden oder Gäste mehr kommen. Falsche Angaben über die Branche, gefälschte Fotos und andere Dinge tragen dann ihr Übriges dazu bei, das Unternehmen oder zumindest die Filiale in die Krise zu stürzen.

Glücklicherweise bietet Google jedem Unternehmen die Möglichkeit an, die Inhaberschaft über den eigenen Eintrag zu übernehmen und diesen damit in eine Art Mini-Homepage zu verwandeln. Der Unternehmen hat mehr Möglichkeiten, kann direkt mit Kunden kommunizieren und alle anderen Nutzer können keine Details mehr verändern.



Unternehmen bei Google My Business registrieren
Als Erstes muss das Unternehmen im Portal Google My Business angelegt oder angeeignet werden, falls es bereits auf der Karte vorhanden ist. Dazu müssen lediglich einige wenigen Daten wie der Unternehmensname und die Adresse ausgefüllt werden und schon ist der erste Schritt abgeschlossen. Das Unternehmen ist nun in eurem Konto vorhanden und könnte über dieses administriert werden. Doch das ist natürlich nur mit einer entsprechenden Berechtigung möglich.

» Google Support: Einen Brancheneintrag hinzufügen oder Zugriff anfordern

Eintrag bestätigen
Google muss nun sicherstellen, dass der Benutzer tatsächlich der Inhaber ist – dafür gibt es verschiedene Wege. Der einfachste Weg ist die Bestätigung auf dem Postweg: Innerhalb von etwa zwei Wochen wird eine Postkarte an die angegebene Adresse geschickt, auf der sich ein Code befindet. Dieser Code muss dann nach Erhalt wieder bei My Business eingetragen werden und berechtigt dann zur Inhaberschaft. Google setzt dabei einfach voraus, dass nur berechtigte Personen diese Postkarte erhalten können.

Alternative Methoden sind die Bestätigung per Telefon, E-Mail oder auch über die Google Suchkonsole. Diese Möglichkeiten werden allerdings nur den Unternehmen angeboten, deren Eintrag nicht oder nicht primär auf der Karte erscheint.

» Google Support: Lokalen Brancheneintrag bei Google bestätigen



Nach diesen einfachen Schritten hat der Inhaber dann die volle Kontrolle über den Business-Eintrag und kann beliebige Daten ändern, viele Details hinzufügen, aber auch die neuen sozialen Funktionen nutzen oder viele zusätzliche Statistiken abrufen. Wichtiger ist aber noch, dass eine Masse an Nutzern oder Local Guides nicht so einfach Informationen ändern können, ohne das der Inhaber zustimmt oder dies einfach verhindern kann. Man kann sich also darauf verlassen, dass der Eintrag laut den eigenen Angaben korrekte Daten an die potenziellen Kunden ausgibt.

Diese wenigen Minuten Arbeit, die man mit der Registrierung hat, sollte man investieren, um diesen wichtigen sozialen Auftritt unter Kontrolle zu bringen. Die vielen Zusatzfunktionen zur direkten Kommunikation müssen natürlich nicht genutzt werden, aber wenn die wichtigen statischen Informationen erstmal vorhanden und korrekt sind, haben die bösen Buben keine Chance mehr. Und der Geschäftsinhaber kann wieder ruhiger schlafen, weil zumindest diese eine potenziell negative Quelle ausgeschaltet ist.

Und wer noch immer zweifelt, ob der Aufwand lohnt, sollte nicht vergessen, dass der Google Maps-Eintrag ähnlich relevant wie eine Facebook-Seite oder die eigene Homepage ist. Und über diese beiden Dinge würde man die Kontrolle wohl auch nicht so einfach in die Hände anderer Nutzer legen.

Siehe auch
» Google Maps: So funktioniert die Kartenplattform – Entwickler geben sehr interessante Einblicke (Video)

» Google Maps: Huawei kündigt eigene Kartenplattform MapKit an – Google Maps bekommt neue Konkurrenz

» Google Maps: Lime-Scooter in der Routenplanung & erste Scooter-Standorte in Deutschland


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