YahooVor über 1,5 Jahren wollte Mircosoft Yahoo kaufen um so einen Angriff auf Google zu starten. Jetzt haben die beiden US-Konzerne Yahoo und Microsoft eine Kooperation angekündigt. Die Yahoo!-Suche wird künftig mit Bing unter der Haube laufen.Bereits am Wochenende gab es erste Gerüchte um eine Kooperation. Am Mittwoch schließlich wurde es offiziell. Yahoo wurde bereits Google-Technik bis vor einige Jahre eingesetzt. Laut Microsoft sind die Verträge schon unterzeichnet. Während Microsoft die Suchtechnik liefert, soll sich Yahoo um die Vermarktung der Werbeflächen kümmern. Dies betrifft sowohl bing.com als auch die Yahoo-Suche.Außerdem bekommt Microsoft Zugang zu den Suchtechniken von Yahoo. Diese darf man auch in Bing integrieren. Der Vertrag läuft zehn Jahre. Yahoo hofft mit der Kooperation auf zusätzliche Einnahmen von 500 Millionen Dollar im Jahre. Außerdem sollen die Betriebskosten um 200 Millionen Dollar gesenkt werden. Insgesamt möchte man so 700 Millionen Dollar mehr zur Verfügung haben.Die Verhandlungen hätten über ein Jahr gedauert.
Zwei Tage eher als angekündigt hat Microsoft seine neue Suchmaschine Bing online gestellt. Die Suche ist in der Beta-Phase und soll Google angreifen und weitere Marktanteile gewinnen. Wer Bing in Deutschland nutzen möchte, muss erst noch das Land oben rechts auf die USA ändern. Es heißt zwar auch ohne diese Änderung Bing, aber es fehlen einige Funktionen.Das Design ist deutlich anders als das von Google. Der Hintergrund beim Suchfeld lässt sich ändern und es erscheinen bei jedem Bild zwei bis vier Blasen die einige Beispiele aufzeigen. Auf der linken Seite findet man neben der Web auch die Bilder, Videos, News und Maps-Suche. Ich möchte mich mal nur auf die Websuche beschränken.Wie bei Google werden beim Eingeben von Suchbegriffen Vorschläge gemacht. Die Ergebnisseite schaut völlig anders aus als bei Google. Bei der Suche nach Apple wird apple.com als "Best match" ausgewiesen. Auch hier gibt es noch eine Suchbox, wie bei einige Webseiten bei Google (Sitelinks. Bei Google wurde man jetzt erwarten, dass zehn Ergebnisse zu Apple kommen, vielleicht mit einer Onebox für News oder Videos. Doch Microsoft denkt da deutlich anders, was meiner Meinung völliger Blödsinn ist. Nach dem "Best match" erscheinen vier weitere Ergebnisse zu Apple und dann jeweils drei Ergebnisse zu Apple Memory, Apple Downloads, Apple Reviews, Apple Jobs, Apple Monitor.Ist bei den ersten vier Ergebnissen kein Treffer dabei, muss man extra noch auf See more results klicken. Was bei der Suche nach Apple jetzt vielleicht egal ist, kann man manchen Suchen, bei denen eben nicht das erste Ergebnis das beste ist, sehr nervig werden.In der Seitenleiste werden neben diesen fünf Vorschlägen auch einige "Related Searches" angezeigt. Außerdem ein Suchverlauf.Dass Microsoft seine eigenen Standards definiert, sollte jedem Webmaster bei Internet Explorer auffallen (wobei es sich mit IE8 etwas gebessert hat). Auch Microsofts Suche Bing scheint seine eigenen Regel zu haben. Vor allem bei Suchen nach Personen wird mal schon der Title-Tag der Webseite missachtet und einfach der Name als Titel verwendet. So zum Beispiel bei der Suche nach Philipp Lenssen.
Heute Nacht ist Wolfram Alpha online gegangen. Die Suchmaschine versucht aus der Frage die Antwort zu berechnen. Dabei werden keine Webseiten angezeigt, sondern lediglich Informationen, die man in einer Datenbank eingetragen hat. Hier mal meine ersten Eindrücke von Wolfram Alpha.Gleich als erstes fällt auf, dass die Webseite nur sehr langsam reagiert. Dies liegt aber sehr wahrscheinlich am Hype, den es gerade um Wolfram Alpha gibt.Who is Angela Merkel? Die Anfrage "Who is Angela Merkel?" (Wer ist Angela Merkel) listet wie alle anderen Ergebnisse Inforamtionen in Tabellen und Grafiken auf. Bei Google werden diese Infos im Snippet von Wikipedia auch aufgelistet: Angela Merkel was born as Angela Dorothea Kasner in Hamburg on 17 July 1954, as the daughter of Horst Kasner (b. 6 August 1926 in Berlin-Pankow), ... Lediglich der Zeitstrahl existiert bei Google nicht und dass Angela Merkel head of state ist. Letzteres kann man aber aus "Germany's first woman Chancellor" lesen.May 23, 1949 Am 23. Mai 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Während man bei Google diese Informationen schnell findet, zeigt Wolfram zum Beispiel, dass der 23. Mai 1949 ein Montag, der 143. Tag im Jahr 1949 war und wie lange das schon her ist (59,98 Jahre). Auch Sonnenauf- und -untergang werden angegeben.When is the next eclipse? Wer wissen will, wann die nächste Sonnenfinsternis ist, sollte meiner Meinung nach Wolfram Alpha nutzen. Hier liefert Google als Ergebnis zwar eine Liste der NASA, aber die Infos sind nicht so übersichtlich wie bei Wolfram. Hier gibt es neben einigen Tabellen, die zum Beispiel die Start- und Endzeit angeben, auch eine Grafik, die den Verlauf der Sonnenfinsternis darstellt. Am 22. Juli gibt es in Teilen Chinas, Indiens, Bangladesches und Myanmar eine totale Sonnenfinsternis.Als sehr störend empfinde ich aber, dass die Ergebnisse vorher als Bild geniert werden und so ein Kopieren der Informationen nicht möglich ist. Dies macht Wolfram Alpha für Blinde zum Beispiel nicht oder nur eingeschränkt nutzbar. Gut hingegen ist die Exportfunktion. Alle Infos lassen sich als PDF exportieren. Hier funktioniert das Kopieren der Daten aber. Der Link bei Search the Web führt übrigens zu Google, Live oder auch zu Yahoo.
sightwalk.de ist ein weiterer Dienst der 360°Grad Fotos auf Straßenniveau ins Internet stellt. Als erster tut er dies in Deutschland. Während Google von einigen Datenschützern immer wieder Steine in den Weg gelegt werden, hat sightwalk ohne vorher etwas bekannt zu geben den Dienst gestartet.Sightwalk beruft sich hier auf die §§ 22 und 23 KunstUrhG und argumentiert - übrigens wie es Google auch schon tat - dass die Personen nicht auf dem Fokus der Aufnahmen liegen. Dennoch habe man versucht Gesichter und Kennzeichen zu entfernen.Derzeit ist ausschließlich Köln online. Berlin, Bonn, Düsseldorf, Hamburg und München sollen aber im zweiten Quartal folgen. Hier ist jeweils ein 360° Bild online.In wenigen Tagen befassen sich die Datenschützer der Bundesländern mit dem Geotagging von Bildern. Je nachdem wie entschieden wird, könnten Street View schon bald kommen oder eben auch nicht. Für sightwalk könnte die Entscheidung das Aus bedeuten.
Stephen Wolfram will das schaffen, was schon einige versucht haben: Einen Google Killer erfinden. Sowohl Cuil als auch WikiaSearch werden kaum genutzt. Beide Suchmaschinen waren beim Start vor einen halben bzw. über einem Jahr von einen Hype umgeben. Die eine, weil es von Ex-Googlern - auch Xoogler genannt - entwickelt wurde, die andere bei der Erfinder von Wikipedia an der Entwicklung beteiligt ist.Doch bei Wolfram|Alpha soll alles anderes werden. Zum einen ist der Hype schon ausgebrochen noch bevor man überhaupt etwas von der Suchmaschine sehen kann. Stephen Wolfram war schon recht früh ein Wunderkind. Im Alter von 20 Jahren machte der Brite seinen Doktor in theoretischer Physik. Kurze Zeit später entwickelte er Mathematica. Diese Software ist bis heute Standardwerkzeug für Mathematiker und eine Art universeller Computer-Werkzeugkasten für mathematische Modelle.Wolfram soll Fragen nicht mit Suchergebnissen beantworten, sondern eine Antwort errechnen. Stephen Wolfram schreibt in seinem Blog, dass man vor 50 Jahren, also in der "Steinzeit" der Computer dachte, dass sie in wenigen Jahren Antworten errechnen können.Bei Wolfram sollen keine Crawler zum Einsatz kommen. Wolfram soll aus drei Teilen bestehen: - eine gigantische Datenbank - eine große Anzahl an Algorithmen - einen Übersetzer, der die Frage in Rechenaufgaben verwandeltDas Team hat alle Einträge in der Datenbank manuell gesammelt und jede als zuverlässig eingestuft.
Die Webseite soll ab Mai 2009 Fragen beantworten.Kay Oberbeck beantwortete mir die Frage was Google davon halte so: "Wir begrüßen Wettbewerb, der Innovationen fördert und den Nutzern noch mehr Wahlmöglichkeiten an die Hand gibt. Für uns wie auch alle anderen Anbieter im Bereich der Web-Suche ist es wichtig, sich mit leistungsfähigen Konkurrenten messen zu können - das spornt uns an und führt letztlich dazu, dass die Nutzer von diesem Wettbewerb profitieren."[Spiegel]
Google Die Marktforscher von comScore haben für den Monat Januar wieder einmal aktuelle Zahlen des amerikanischen Suchmaschinenmarkts veröffentlicht: Laut den Messungen steht Google zwar immer noch mit weitem Abstand an der Spitze, musste aber 0,5 Prozentpunkte gegenüber der Konkurrenz einbüßen.Anteil Januar 09 / Dezember 08 / Differenz: Google 63% (63,5% - 0,5) Yahoo! 21% (20,5% + 0,5) Live! 8,3% (8,1% + 0,2) AOL 3,9% (3,8% + 0,1) Ask 3,7% (3,9% - 0,2)Die 0,5 Prozent die Google fehlen tauchen bei Yahoo! wieder auf, die weiteren Suchmaschinen schieben sich die Promille ebenfalls untereinander zu - große Veränderungen darf man innerhalb eines Monats natürlich nicht erwarten. Das Volumen der Websuchen stieg um ganze 7% gegenüber Dezember 2008 - mE eine sehr starke Steigerung, dürfte in den nächsten Monaten sicherlich wieder etwas sinken.[heise]
Google Mail Laut einer aktuellen comScore-Statistik holt Google Mail mit großen Schritten auf die Konkurrenten Hotmail/Livemail und Yahoo! Mail auf. Wenn sich die Werte weiter so entwickeln wird Google Ende 2009 Hotmail die Silbermedaille nehmen - Yahoo! allerdings wird erst Mitte 2011 vom Thron gestoßen. Wenn die Konkurrenz weiter vor sich hin schlummert kann es natürlich auch schneller gehen... AUFWACHEN MS & Yahoo! Die aktuellen Zahlen: (monatliche Unique User Dezember 07 - 08) Google Mail: 2007: 20,8 Mio.; 2008: 29,6 Mio. (+43%) Hotmail: 2007: 45,7 Mio.; 2008: 43,5 Mio. (-5%) Yahoo!: 2007: 82,8 Mio.; 2008: 91,9 Mio. (+11%)[ZDnet-Blog]
Google MicrosoftDie kürzlich von comScore veröffentlichten Zahlen an Suchanfragen in den USA für den August wird den Live.com Betreiber Microsoft alles andere als gut gefallen. Von den insgesamt über 11 Milliarden gestellten Suchanfragen in den USA im August 2008 wurde gerade einmal 977 Millionen über Live.com getätigt. Google hingegen konnte deutlich zulegen.Microsoft hatte noch im Juli 8,6 % Marktanteil, im August waren es 8 %. Auch Yahoo! muss Verluste hinnehmen: Zwei Milliarden Suchen ergeben einen Marktanteil von 19 % - ein Minus von 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat.Die Amerikaner tätigten gut sieben Millarden Suchen über Google. Die Mountain Viewer kommen nun auf 63 Prozent in den USA.» mehr Daten bei ComScore[Winfuture, thx to: veith]
Richard Kimbler
Und wieder einmal läuft Google ein prominenter Mitarbeiter davon: Richard Kimbler, lange Zeit als Manager für "Sales and Operation" in Südostasien zuständig, wechselt mit sofortiger Wirkung zum Social Network Friendster und übernimmt dort praktisch die Rolle als neuer Chef - gut amerikanisch CEO. Auf der Karrieleiter auf jeden Fall ein großer Sprung, aber ob Friendster einen Googler wirklich glücklich macht...? Soweit ich weiß sind die auch eher auf dem absteigenden Ast. Aber vielleicht ist ja gerade das die Herausforderung ;-)[TechCrunch]
CuilDie ehemalige Googlerin - ein sogenannter Xoogler - Anna Patterson und ihr Mann Tom Costello, ehemaliger IBM Mitarbeiter, haben gemeinsam die Suchmaschine cuil entwickelt und diese gestern veröffentlicht.Nach eigenen Angaben ist der Index der Suchmaschine über 120 Milliarden Seiten groß, derzeit exakt 121.617.892.992 Webseiten. Google hat nach Schätzungen circa 40 bis 50 Milliarden Webseiten im Index. Der GoogleBot fand vor einigen Tagen die Billionste unique URL. cuil, das man wie "cool" ausspricht, ist ein Gälisches Wort und bedeutet Wissen und Hasel, erklärt das FAQ. Mit der genannten Indexgröße ist cuil dreimal so groß wie Google und zehnmal größer als Live.com.cuil soll gerade für Internetnutzer interessant sein, die sehr viel Wert auf Datenschutz legen. Die Suche legt lediglich ein Cookie auf den PC und überträgt vorlieben des Nutzers an die Server, die die Daten nicht speichern. Das Motto der Firma ist "Cuil analyzes the Web, not its users" (Cuil analysiert das Web, nicht seine Nutzer).Die Suchergebnisse sind nicht in einer Liste dargestellt, sondern in verschiedenen Spalten und zu den meisten Ergebnissen gibt es auch ein Bild. Laut den Betreibern soll dies besser lesbar sei. Die Ansicht nennt sich übrigens "organized results". Die Nutzer können zwischen zwei und drei Spalten wählen, wobei bei zwei Spalten einfach nur die dritte ausgeblendet wird.In der dritten Spalte wird eine Box angezeigt, mit der man die Ergebnisse einschränken kann.googlewatchblog - CuilDerzeit finanziert sich die Suchmaschine aus 33 Millionen $, die von einigen Investoren zur Verfügung gestellt wurden.Die Suche gibt es nur auf Englisch.» cuil.com-- Meine persönliche Meinung zu cuil.com: Die Startseite ist schlicht genau wie Google. Mir gefällt es aber nicht, dass der Hintergrund schwarz ist. Die Ergebnisse von Einwortsuchen (also Suchanfragen die nur aus einem Wort bestehen) sind in Ordnung, aber bei einigen Suchen mit zwei oder mehr Worten kam es mir so vor, als ob cuil das Suchergebnis aus den Resultaten der einzelnen Begriffen zusammenmischt. --[heise]