Die Zukunft des Google Assistant scheint auf wackligen Füßen zu stehen, denn in dieser Woche hat Google nicht etwa die lange erwartete Zusammenlegung mit Bard verkündet, sondern stattdessen den Mob geschwungen und feucht durchgewischt: Man hat das Aus für 17 praktische Features verkündet und somit nicht unbedingt das gewünschte Signal gesendet, auf das die Nutzer eigentlich warten.
Sprachassistenten wie der Google Assistant hatten es in letzter Zeit nicht leicht, denn sie stehen plötzlich im Schatten der sehr viel "klügeren" KI-ChatBots, können aber kaum mit diesen konkurrieren. Das weiß man auch bei Google, hat schon vor einigen Monaten das neue Produkt Assistant with Bard angekündigt und dürfte dieses in Kürze starten. Schon davor zeigt sich, dass die beiden Produkte ein nahezu perfektes Duo abgeben und die Schwächen des jeweils anderen ausgleichen.
Am heutigen Freitag geht die CES in Las Vegas zu Ende und alle großen Unternehmen haben ihre ersten Präsentationen des Jahres abgehalten - darunter auch Google. Allerdings verliefen Googles Präsenz und Ankündigungen ganz anders als erwartet, denn die großen Pläne mit Bard und Assistant wurden nicht einmal erwähnt. Das könnte man in einigen Tagen nachholen, was in diesem Fall nicht unbedingt eine gute Nachricht wäre.
Eigentlich warten wir auf die großen Ankündigungen rund um Google Assistant und Bard, doch statt uns viele neue Funktionen zu bringen, hat man sich erst einmal für den umgekehrten Weg entschieden: Recht überraschend hat man jetzt eine Liste mit ganzen 17 Funktionen des Google Assistant erstellt, die in Kürze eingestellt werden. Das dürfte viele Nutzer enttäuschen.
Vielleicht noch in dieser Woche soll Google Assistant with Bard als neues Produkt starten, das die Stärken der beiden beteiligten Produkte unter Android zusammenführen soll. Google hat diese Zusammenlegung bereits offiziell angekündigt und in einem aktuellen Teardown der Google-App zeigt sich jetzt, dass die Oberfläche fertig und bereit zum Einsatz ist. Auf Screenshots und Videos ist die neue Oberfläche und auch der Weg zum Aufruf zu sehen.
Wir sind wahrscheinlich nur noch wenige Wochen von der ersten Android 15 Developer Preview entfernt und jetzt gibt es eine interessante Information zum kommenden Betriebssystem: Google dürfte es ab dieser Version alternativen Sprachassistenten ermöglichen, ein eigenes magisches Aktivierungswort festzulegen und somit auf Zuruf aktiviert zu werden. In einem Testlauf ließ sich das bereits aktivieren.
Google bezeichnet sich selbst seit vielen Jahren als eine AI First-Company und hat die Künstliche Intelligenz in unzählige Produkte integriert, ohne dass dies in den meisten Fällen sichtbar wird. Anders sieht es bei der generativen Künstlichen Intelligenz aus, die man mit mehreren Marken bearbeitet. Hier findet ihr eine schnelle Erklärung von Google Assistant, Bard, Assistant with Bard, Gemini, Pixie und Galaxy AI.
Google und Microsoft liefern sich seit einiger Zeit ein Fernduell um die generative Künstliche Intelligenz, die von beiden Unternehmen als "neue Ära" bezeichnet wird und entsprechend tief in die Ökosysteme integriert werden soll. Vor wenigen Tagen hat Microsoft einen großen Schritt angekündigt, der ganz unterschiedlich aufgenommen wurde und auf den Google - in welcher Form auch immer - reagieren muss: Eine Copilot-Taste auf allen Computer-Tastaturen.
In genau zwei Wochen lädt Samsung zum jährlichen Event Galaxy Unpacked, das ohne Frage das neue Galaxy S24 hervorbringen wird, über das wie üblich schon die allermeisten Informationen bekannt sind. Dennoch könnte es Überraschungen geben, denn ein neuer Teaser lässt vermuten, dass Samsung in puncto Künstlicher Intelligenz eng mit Google kooperiert. Gut möglich, dass eine neue Form von Bard oder Gemini auf den Smartphones Premiere feiern wird.
In Kürze dürfte der Start von Google Assistant with Bard bevorstehen, der sich immer stärker abzeichnet und möglicherweise in der letzten vorbereitenden Phase steckt. Nachdem bereits Screenshots sowie ein Video der Oberfläche aufgetaucht sind, ist nun auch die Nutzerinfo für den Umstieg auf die Produktkombination gesichtet worden. Die Nutzer werden darauf hingewiesen, dass Bard zur Verfügung steht und ausprobiert werden kann.