Seit einigen Wochen sorgt eine mögliche Zusammenarbeit mit dem US-Militär bei Google sowohl intern als auch extern für Aufregung. Erst in der vergangenen Woche hatten mehr als 3.000 Mitarbeiter eine Petition unterschrieben, um die Zusammenarbeit nicht Zustande kommen zu lassen. Doch dem begegnet die Führungsetage nun mit neuen Richtlinien und hält weiter an dem Projekt Maven fest.
Vor etwa eineinhalb Jahren hat Google erstmals Quick Draw veröffentlicht und hat damit große Erfolge feiern können. Mit der App sollten sie Nutzer aber nicht nur Spaß haben, sondern sie haben auch eine gigantische Datenbank von Zeichnungen gefüttert, die von Google für verschiedene Zwecke verwendet wird. Ein neues Projekt soll nun praktisch ein Auto-Complete für Zeichnungen ermöglichen und sehr genau erkennen, was der Nutzer zeichnen möchte.
Google gehört zu den weltweit größten Technologie-Unternehmen und ist dementsprechend nicht nur in der Privatwirtschaft sondern auch in Zusammenarbeit mit regierungsnahen Organisationen aktiv. Vor etwa einem Monat hatte man mit etwas Stolz verkündet, mit dem US-Militär zusammenzuarbeiten, was sowohl extern als auch intern nicht nur auf Begeisterung gestoßen ist. In einem von Tausenden Mitarbeitern unterzeichneten Offenem Brief wird nun die Einstellung des Projekts gefordert.
Wenn es um die Bereiche der Bilderkennung in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz geht, ist Google ganz weit vorne und hat viele interessante Technologien verwendet. Wie das Unternehmen jetzt öffentlich verkündet hat, stellt man dieses Wissen nicht nur den eigenen Entwicklern zur Verfügung, sondern hilft auch dem US-Militär bei der Entwicklung von Künstlichen Intelligenzen für den Einsatz im Fotobereich.
Google hat sich im Laufe der Jahre eine sehr starke Bilderkennung bzw. Objekterkennung aufgebaut, die unter anderem auch für jeden Nutzer sichtbar in Google Photos zum Einsatz kommt. Doch trotz aller beeindruckenden Ergebnisse ist die Erkennung noch längst nicht perfekt und macht in manchen Fällen Fehler - und das kann in einigen Fällen für großen Ärger sorgen. Wie sich jetzt zeigt, hat Google es bis heute nicht geschafft, einen peinlichen Fehler aus dem Jahr 2015 zu fixen.
Google hat schon seit Jahren eine sehr große Expertise in der Bilderkennung und verwendet diese in den unterschiedlichsten Anwendungen. Bekannt sind vor allem die diversen Tools zur Erkennung von Objekten in Bildern, aber das ist ja bekanntlich nur die halbe Miete. Jetzt hat Google Research ein neues System vorgestellt, das sich die reinen Bilder vornimmt und die Qualität bewertet - und das mit einer hohen Trefferquote.
Trainierte Algorithmen oder Künstliche Intelligenzen können nicht nur die Sprache des Nutzers verstehen, sondern auch die Handschrift erkennen und daraus Buchstaben, Zeichen oder Wörter bilden. Googles im vergangenen Jahr gestartet Plattform Quick, Draw kann aber noch mehr: Die dahinter liegenden Algorithmen können Zeichnungen erkennen und sind mittlerweile sehr gut darin, zu erkennen was der Nutzer zeichnet. Mittlerweile sind mehr als 1 Milliarde Zeichnungen in der Datenbank.
Nicht nur das Filtern und Zusammenstellen von Informationen ist ein Schwerpunkt für Künstliche Intelligenzen, sondern vor allem auch die Kommunikation mit dem Menschen. Diese gestaltet sich abseits der Sprache allerdings schwerer als man denkt und muss so in riesigem Ausmaß trainiert werden. Google hat nun weitere Daten aus der im vergangenen Jahr gestartet Zeichen-App Quick Draw veröffentlicht und zeigt viele interessante Beispiele.
Mit kleinen und größeren Experimenten zeigen Googles Entwickler immer wieder, was mit Künstlicher Intelligenz möglich ist und lassen die Nutzer oft auch Dinge ausprobieren. Erst vor einem halben Jahr wurde Quick Draw Veröffentlicht, mit dem die Algorithmen die Zeichnungen eines Nutzers erkennen und das Objekt erraten sollten. Jetzt wurden die Ergebnisse dieses Tools veröffentlicht, und es zeigt wie unterschiedlich Menschen einige Dinge zeichnen und wie schwer es dadurch für die KI wird.
Das Zeichnen auf einem Touchscreen oder mit der Maus am Computer kann manchmal ziemlich schwierig sein, so dass die Ergebnisse oft den Werken eines dreijährigen Kindes als einer echten Skizze gleichen. Googles Entwickler haben dieses Problem nun erkannt und bieten mit dem neuen Tool AutoDraw nun eine geniale Lösung dafür an, die stark auf Künstliche Intelligenz setzt und aus jeder schlechten Zeichnung eine erkennbare Form macht.