Spaß am Wochenende: Googles neues KI-Experiment kann Zeichnungen automatisch vervollständigen

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Vor etwa eineinhalb Jahren hat Google erstmals Quick Draw veröffentlicht und hat damit große Erfolge feiern können. Mit der App sollten sie Nutzer aber nicht nur Spaß haben, sondern sie haben auch eine gigantische Datenbank von Zeichnungen gefüttert, die von Google für verschiedene Zwecke verwendet wird. Ein neues Projekt soll nun praktisch ein Auto-Complete für Zeichnungen ermöglichen und sehr genau erkennen, was der Nutzer zeichnen möchte.


Mithilfe der Künstlichen Intelligenz hat Google im Laufe der Jahre eine starke Bilderkennung veröffentlicht, die in immer mehr Produkten zum Einsatz kommt. Diese bezieht sich aber nicht immer nur auf Fotos und der Identifizierung von Objekten und Personen, sondern auch auf einfachen Zeichnungen von Menschen. Die Schwierigkeit dabei ist es, dass die Zeichnungen nie perfekt sind und bei jedem Menschen anders aussehen.

Quick Draw Scryer Pen

Mit dem KI-Experiment Scyring Pen greift Google nun wieder auf die riesige Quick Draw-Datenbank zu und will es dem Nutzer vermeintlich erleichtern, Zeichnungen anzufertigen. Das ganze funktioniert recht einfach: Zuerst wählt man unten rechts eines der Objekte aus, das man zeichnen möchte. Und dann kann es schon losgehen: Nach dem ersten Strich fängt die App bereits an, dünne Hilfslinien zu zeichnen, mit denen die eigene Zeichnung fortgesetzt werden könnte.

Quick Draw Scryer Pen 2

Man kann auch weiterhin frei zeichnen und die Vorschläge werden sich nach jeder einzelnen Bewegung anpassen. Folgt man den Vorschlägen, ergibt sich irgendwann ein komplettes Bild, das in etwa der Durchschnittszeichnung vieler Menschen entspricht. Die Vorschläge stammen direkt aus der Quick Draw-Datenbank, die für jedes dieser Objekte Hunderttausende bis Millionen von Beispielen hat und so auch sehr schnell passende Vorschläge finden kann.



Bisher entsteht in der App noch ein ziemliches Gekrakel, aber dennoch ist die Grundidee nicht weniger beeindruckend. Wenn die Qualität erst einmal steigt und die Umsetzung verbessert wird, könnte es auch den nicht ganz so talentierten Menschen in Zukunft erleichtert werden, bestimmte Dinge zu zeichnen. Das macht natürlich nur dann Sinn, wenn es eine automatische Erkennung der Objekte gibt, aber das dürfte dann wohl der nächste Schritt sein.

Schon ein halbes Jahr nach dem Start von Quick Draw hatte Google die Erweiterung Auto Draw vorgestellt, mit der tatsächlich schon mein oben beschriebenes Szenario wahr wird. Der Nutzer zeichnet einfach drauf los, die Algorithmen versuchen das Objekt zu erkennen und können es dann durch eine professionelle Version ersetzen. Dabei geht dann zwar die persönliche Note verloren, aber es ist eine sehr gute Alternative zu Scrying Pen.

Probiert doch alle drei Apps einfach einmal aus, ist auch ein schöner Spaß fürs Wochenende 😉

» Scrying Pen
» Quick Draw
» Auto Draw

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