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Es mag sich peinlich anhören, jedoch sieht eine Klägerin aus Kalifornien einen klaren Missbrauch der Daten bei der Google Suche. Gemeint ist die Formatierung der URLs von Google, auf die sich Rückschlüsse auf Browser, System und Benutzer ziehen lassen. Da bei jedem Webseiten-Aufruf ein Referrer übergeben wird, könnten so Dritte an die Daten kommen. Google hat sich dazu noch nicht geäußert.
Eine Kalifornierin, Paloma Gaos, hat am Montag bei Gericht gegen Google eingereicht. Grund seien Datenschutzverletzungen. Google würde über Referrer Daten an Dritte weitergeben und hätte URLs aktiv so gestaltet, dass immer ein nachvollziehbarer Nutzer identifiziert werden kann. Dadurch würde Google personenbezogene Daten weitergeben.
Referrer sind die Internetadressen, die beim Klick auf eine URL an den Server im HTTP-Header weitergegeben werden. Klickt man also hier auf einen Link auf eine Webseite, so sollte Standardmäßig der GoogleWatchBlog.de/url als Referrer angegeben sein. Man kann diese Referrer aber auch blockieren, etwa über Browser-Extensions oder -Plugins.
Eine Google URL besteht aus vielen möglichen Teilen. So auch aus einer eindeutigen ID, die von Google intern vergeben wird. Außerdem können Quellen (Browser, Homepages etc) mitgeliefert werden (source=) und weitere Informationen, die eigentlich für fremde Seiten irrelevant sind. Seit der Einführung der neuen Suchseite ist dies aber nicht mehr so leicht möglich: Durch Ajax-Aufrufe wird die URL zerstückelt oder nicht übergeben.
Die Anwälte von Gaos sehen das etwa genau so. Die Weitergabe von persönlichen Daten an Dritte stellt einen Eingriff in den Datenschutz dar, dem man nachgehen muss. Ob Google das gewollt oder ungewollt getan hat, ist relativ, denn bisher äußerte sich Google dazu nicht.
Als erwiesen sieht ein weiterer Kläger diese Datenschutzverletzungen an. So klagt der ehemalige Mitarbeiter Christopher Soghoian im September bei der Aufsichtsbehörde FTC, dass Google zudem den Benutzer betrügen würde: In den Nutzungsbedingungen steht ausdrückt, dass keine Daten an Dritte weitergegeben werden. Er untermauert seine Aussage mit den von Matt Cutts, dass das Ajax-Modell zwischenzeitlich geändert werden musste, da sonst die Referrer nicht ordentlich übergeben wurde. Soghoian wörtlich: „Wie in dieser Beschwerde bereits mehrfach dokumentiert wurde, hat Google jedes Mal, wenn die Weitergabe von Suchbegriffen über den Referrer versehentlich gestoppt wurde, schnell dafür gesorgt, die Weitergabe der Daten wieder zu gewährleisten. Zum Beispiel hat die Firma nach den Versuchen mit der Ajax-basierten Suchseite eine öffentliche Erklärung abgegeben, die besagte: 'Wir haben nicht die Absicht, das Referrer-Tracking zu unterbrechen.”
Nun muss entschieden werden, ob einer Sammelklage stattgegeben wird. Sollte Google verurteilt werden, könnte es passieren, dass Google seine Aktivitäten in diesem Bereich eingrenzen oder abstellen muss und die Zusatzinformationen anderweitig speichern muss. Außerdem könnte ein heftiges Strafgeld wegen Datenmissbrauch anstehen.
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Google muss sich wohl einer neuen Prüfung der Justiz der US-Behörden unterziehen, so heißt es im offiziellen Blog. Die Wettbewerbshüter wollen genau prüfen, ob der Kauf Gefährdungen im Markt auslöst. Damit wird vor Allem auf Microsofts Bing-Suche angesprochen, die mit Daten von ITA-Software beliefert wird.
Es könnte noch einmal richtig kompliziert werden, bevor Google letztendlich vom ITA-Kauf profitieren kann. Im Google Public Policy Blog gab man gestern bekannt, dass die US-Wettbewerbshüter noch einen Blick in die Unterlagen werfen wollen und genauer hinschauen wollen.
Dennoch hat Google allerlei Unterstützung aus der Branche bekommen. Angeblich soll die in den USA voll hinter Google stehen. Das versteht sich aber auch von selbst - denn dort ist der Markt mit Flug-Tickets heiß umkämpft. Wenn da ein Riese wie Google plötzlich eine Suchmaschine für Flüge startet, bringt das umso mehr Kunden - und mehr Konkurrenz.
Konkurrenz ist aber auch das, was Microsoft so fürchtet. Google könnte den heißen Draht zu Bing irgendwann abknipsen, weshalb die Juristen der USA noch einmal genauer hinschauen müssen. Sie fordern jetzt mehr Unterlagen - Sicherheit für die Branche und für den Markt.
Dass dieser Prozess aber langwierig sein kann, weiß Google am Besten: Bei AdMob hatte die FTC über ein Jahr lang geprüft und geprüft, bis der Übernahme schlussendlich zugestimmt wurde. Ob es bei ITA genau so lange dauern wird, ist eher unwahrscheinlich. Dennoch lässt Google glücklich verlauten, dass man bereits an guter Software arbeite, die von ITA Gebrauch machen wird.
ITA Software ist Marktführer in den USA, wenn es um die Suche von Flug-Tickets geht. Kunden sind große bekannte Tourismus-Unternehmen, IT-Firmen, aber eben auch Microsoft. Durch eine XML-Schnittstelle der "QTX"-Software wird die Suchmaschine Bing ständig mit aktuellen Daten zu Flügen und Preisen beliefert. Google hatte am 1. Juli ITA für schlappe 700 Millionen US-Dollar gekauft - für Google ein wichtiger Kauf.
Der Rest der Welt darf mal neidisch werden, denn Logitech macht eine Art Windows7-Launch-Party im Google-Design. Das allerdings nur in den USA. Dazu muss man sich eintragen - und wenn man eine Reihe von Partys gemacht hat, will Logitech sogar noch dafür bezahlen.

Logitech war ja einer der Partner für das neue Konzept des Google TV und so will der die Google-TV-Geräte direkt mal auf dem Markt ausprobieren. Das geht aber nicht irgendwie per Klick-and-buy, sondern mit einem Spezial, welches es nur in den USA und nur in 3 Städten gibt. Man muss sich zur "Host with the Most"-Party anmelden, dann entscheiden die Facebook-User wohin sie am liebsten wollen und stimmen reichlich ab. Am 20. August wird der mit den meisten Stimmen gewählt und darf dann alle (Facebook-/Twitter-)Freunde, Familie, Bekannte usw. einladen und riesige Partys veranstalten, bei dem der Google TV Mittelpunkt sein soll. Am Ende gibt's dafür auch noch Geld von Logitech. Begrenzt ist das ganze auf Los Angeles, New York und San Francisco.
» Logitech auf Facebook

Google hat sich vor der Marktaufsicht FTC klar dafür ausgesprochen, dass sich der Markt Probleme selbst lösen muss und auf staatliche Regulierung verzichten muss. Hintergrund ist der Streit zwischen Verlagen und Zeitungen über die Nutzung von deren Inhalten in Google Search und News.
Die Verlage werfen Google vor mit ihrem Content Geld zu verdienen und wollen nun von Google einen Teil zurück. Andere sind dazu übergegangen Google den Zugriff auf ihre Artikel zu unterbinden. Auch in Deutschland wird unter dem Stichwort Leistungsschutzrecht darüber diskutiert.
Google sagt, dass ein staatlicher Eingriff das Problem nicht lösen wird. Geschäftliche Probleme brauchen geschäftliche Lösungen, so der übersetzter Titel des Statements. Zeitungen hätten immer wieder vor Herausforderungen gestanden und diese überwunden.
Eines ist für Google aber glasklar. Die Zeiten hoher Gewinnmargen bei Zeitungen gehören der Vergangenheit an. Diese Margen waren durch künstliche Verknappung möglich und haben den Zeitungen und Verlagen viel Geld gebracht. Durch das Internet ist dies aber - auch durch staatlichen Eingriff - nicht mehr möglich. Zudem sei die Relevanz durch die bessere Messbarkeit von Onlinewerbung wichtiger.

Apple hat zwar seine AGB geändert, das ist aber scheinbar noch kein Grund, Google direkt auf die Straße zu setzen. Wie ein Entwickler beim Wall Street Journal (WSJ) berichtet, würde Apple dennoch Apps zulassen, die Werbung von Fremdanbietern beinhaltet.
Ob es jetzt mit der Federal Trade Commission (FTC) zu tun hat, oder ob Apple einfach nicht genau geguckt hat: Apple lässt weiterhin Apps zu, die Werbung von Fremdanbietern beinhaltet, das berichtet zumindestens das WSJ auf Berufung eines Entwicklers. Dieser habe mehrere Apps mit u. a. auch Google-Werbung inseriert und das AppStore-Team habe diese Apps durch den Prozess gelassen. Damit übergeht Apple natürlich selbst seine neuen AGB, nachdem das nicht mehr erlaubt sein soll - und weshalb sich bei Google Unruhe breit machte (wir berichteten).
Die FTC ermittelt weiter und vielleicht versucht ja Apple damit zu umgehen, dass die FTC negativ berichtet oder vielleicht sogar ein Prozess vor dem Gericht zu beginnen. Es kann auch sein, dass Apple seine AGB nochmals anpasst oder nachbessert, da es ja diese Proteste aus fremden Reihen gab. Wir bleiben dran.
»» Golem

Nachdem Apple auf der WWDC angekündigt hat, dass iAd, das Werbeprogramm von Apple, kommen soll, wird es nun auch neue Vorschriften für Entwickler geben. Demnach sollen nur noch "reine Werbefirmen" auf mobile Geräte mit dem iPhone OS kommen. Google bzw. AdMob gefällt das gar nicht und legt öffentlichen Einspruch ein.
Mit den neuen i-Geräten iPhone 4, iPad und anderen tragbaren Apple-Produkten gehen neue Entwickler-Bedingungen daher. Diese Bedingungen besagen, dass nur noch Werbetreibende auf die iOS-Geräte dürfen, wenn sie reine Werbefirmen sind. Damit schließt Apple natürlich auch die Konkurrenz von Microsoft, Yahoo und Google aus - seines selbst kann Apple aber endlich im mobilen Werbemarkt loslegen.
Die neuen Regeln "gefährden Unternehmen, die wettbewerbsfähige mobile Technologien (wie Google) anbieten, genauso wie Firmen, bei denen Werbung nicht das Hauptgeschäft ist", schreibt der AdMob-Gründer Omar Hamoui, dessen Unternehmen von Google ausgekauft wurde, "Diese Änderung ist nicht im Interesse der Entwickler und der Nutzer", außerdem möchte der Gründer ein Dialog mit Apple führen.
Zum 1. Juli 2010 möchte Apple sein iAd-Dienst beginnen. Bis es aber soweit ist, wird die FTC (Regulierungsbehörde der USA) Ermittlungen im Fall aufnehmen, wie Insiderkreise vom "Financial Times"-Magazin berichten. Möglicherweise behindert Apple so den Markt. Auch das Justizministerium hat Interesse am Fall angemeldet, allerdings ist noch nicht klar, welche Kommission letztendlich den Fall begutachtet. So lange dürfte Apple vorerst alle Werbetreibenden, die sonst Geschäfte haben, ausschließen - und damit sein iAd nach vorn drücken - iAd umfasst bspw. Partner wie Disney oder Nissan.
Zwischen Apple und Google funktioniert es schon länger nicht mehr richtig. Nachdem Eric Schmidt - CEO Google - aus dem Aufsichtsrat von Apple gegangen ist, gab es öfters Streit. So hatte Apple bspw. eine iPhone-App aus dem App-Store gekickt, Google hingegen versucht mit AdMob auf die Apple-Geräte zu kommen. Steve Jobs hat aber schon zum nächsten Seitenhieb ausgeholt und so bleibt wohl noch offen, ob Apple wirklich nichts gegen seine Konkurrenz hat.
» SpiegelOnline
Google darf sich offiziell glücklich schätzen, denn die Regulierungsbehörde FTC kann dem Kauf zugestimmt. Endlich kann Google und AdMob richtig durchstarten und ihre Ideen, die mobile Werbe-Landschaft aufzuräumen, umsetzen. Die liegt nicht zuletzt am Zuspruch welchen die Industrie der AdMob-Übernahme gegeben hat.
Es war wohl die längste Entscheidung für Google: Seit Dezember 2009 gibt es Streit mit der Regulierungsbehörde. Als Grund sah das FTC zunächst eine Absprache, später vermutete es dass Google die "Monopol"-Stellung im mobilen Segment an sich reißen wolle. Danach musste Google seine Stellungnahme vor dem Kartellamt abgeben und zuletzt wurden Vertreter der Industrie nach ihrer Meinung gefragt; und ja: Es sah schon so aus, als ob die Industrie auf Googles Seite war - und dementsprechend haben sie sich auch geäußert.
Nun hat Google feierlich bekannt gegeben, dass das FTC seine Zustimmung erteilt hat und Google endlich durchstarten kann: "Wir freuen uns, dass wir mit Omar Hamoui und seinem talentiertem Team an AdMob arbeiten können, um neue mobile Werbelösungen für Marketer, Mobile App Entwickler und Mobile Publisher anbieten können", so Susan Wojcicki, Vice President für Produkt Management im Google Blog, "Wenn die Handynutzung steigt, kann auch nur das Wachstum im mobilen Werbemarkt steigen [...] Wir sind wirklich erstaunt, welche Möglichkeiten es noch in diesem Bereich gibt".
Auch hier werden die Teams wieder zusammengelegt und arbeiten an einem Projekt unter den Namen "Google". Google hat im November 2009 rund 750$ Mio. (500 Mio. €) für AdMob hingelegt. Angesichts solcher Statistiken und solchen rasant wachsenden Zahlen wird AdMob sicher ein Erfolg im Hause Google.

Wie man aus einem aktuellen Bericht entnehmen kann, gibt Google rund 57% mehr Geld für die Lobby-Arbeit aus. Rund eine Millionen Euro steckte Google in die Lobbyisten.
Im Vergleich zum ersten Quartal 2009 gab Google mehr Kosten für die Lobby-Arbeit aus. Was bisher nur 880.000 US-Dollar ausmachte, ist jetzt auf 1,38 Millionen Dollar (=~ 1 Mio Euro) gestiegen.
Begründet wird dies durch die anstehende Übernahme von AdMob. Die Lobbyisten müssen volle Arbeit bei Politikern, Beamten, Anwälten und der Öffentlichkeit leisten und von ihrer Meinung überzeugen.
Google will AdMob für 750 Millionen US-Dollar übernehmen. Im Weg steht derzeit noch das FTC, welches die Übernahme genau überprüft.
Nach Angaben des Wall Street Journals soll es demnächst eine groß angelegte Untersuchung des Kartellamts der USA, FTC, geben. Die Klage soll sich auf die Übernahme seitens Google richten, da noch einige Standpunkte ungeklärt seien. Das FTC fordert auch AdMob auf, die Auswirkungen einer Übernahme von Google offen zulegen. Letztes Jahr hatte das FTC bereits Bedenken bei der Übernahme geäußert.
Es könnte sein, dass Google sich bald dem Kartellamt unterziehen muss, denn aktuell scheint es Bedenken und Probleme bei der Übernahme des Partners für mobile Werbung zu geben. Am Dienstag sagte ein Google-Sprecher gegenüber dem Wall Street Journal (WSJ), dass die Konkurrenz auf mobilen Geräten dennoch konkurrenzfähig bleibe, wenn Google AdMob übernehmen sollte. Aktuell ist AdMob der größte Werbetreibende auf dem Markt der PDAs und iPhones.
Ein Kartell-Involvierter wirft Fragen auf und äußert seine Wettbewerbs-rechtlichen Bedenken, denn einige Analysten glauben, dass der Smartphone-Werbe-Markt den des PCs weit überholen wird, deshalb "müssen wir auf jede Transaktion von Such- und Anwendungsbezogener Werbung auf Smartphones aufpassen", so Herb Kohl vom FTC-Ausschuss.
Google bezog am Dienstag auch Stellung und wies darauf hin, dass Apple jetzt auch den Markt bezieht, der schon 2 Jahre alt ist. Somit sieht Google keine Gefahr für andere Dienste, die eventuell konkurieren würden. Eigentlich wollte Google diesen Deal auch schon längst über die Bühne gebracht haben, aber das FTC hatte schon im November bedenken gehabt und hat eine Untersuchung des Falls eingeleitet.
Nach Angaben von Kohl könnte das FTC bald gegen Google vorgehen und weitere Klagen einreichen, die den Fall genauer untersuchen. Der Start von AdMob unter Googles Hand sollte also noch nicht in greifbarer Nähe sein.