Jeder hat die Wahl, ob er Google nutzt

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Wie vorgestern bekannt wurde, will die Handelskommission FTC Google Search untersuchen. Während es noch nicht ganz klar ist, was genau untersucht werden soll, hat sich Google nun in einem Posting dazu geäußert. Das Posting steht ganz unter dem Motto „Using Google is a choice“.

Frei übersetzt bedeutet das in etwa „Jeder hat die Wahl, ob er Google nutzt“. Google respektiere die Untersuchung der FTC und will sie bei ihrer Arbeit unterstützen, wie man das in der Vergangenheit schon bei anderen Untersuchungen mit unterschiedlichen Behörden gemacht.

Im Posting schreibt Google, dass man sich von Anfang an die Idee verfolgt hätte, dass man sich zuerst auf den Nutzer konzentriert und alles andere danach folgt. Es sei egal nach was man suche. Ob man Tickets kaufen will, den besten Burger in der Nähe sucht oder eine royale Hochzeit schauen möchte. Google will den Nutzern die Infos bieten, die er sucht und das so schnell wie möglich.

Manchmal ist das beste Ergebnis ein Link zu einer anderen Seite. In anderen Fällen findet man sie in Nachrichten, Sportergebnissen, Börsenberichten, einem Video oder einer Karte.

„Sofortige Antworten. Neue Quellen für Wissen. Leistungsfähige Tools – alle kostenlos. In nur 13 Jahren haben wir ein Model erschaffen, dass die Art und Weise wie Leute Antworten finden geändert hat und sowohl großen als auch kleinen Unternehmen geholfen hat Jobs zu schaffen und neue Kunden zu gewinnen.

Die Suche hilft dir dabei überall hinzu gelangen und alles zu erkunden – auf einem offenem Internet. Using Google is a choice – und es gibt eine Vielzahl von anderen Möglichkeiten Informationen zu finden: andere allgemeine Suchmaschinen, Spezialsuchmaschinen, direkter Zugriff auf die Webseite, mobile Anwendungen, Soziale Netzwerke und mehr.

Weil es immer Auswahl gibt, arbeiten wir ständig daran die Suche besser zu machen und wir folgen dabei diesen Prinzipien, die uns von Anfang an leiten:

  • Mache das, was am besten für den Nutzer ist. Wir machen jedes Jahr hunderte Änderungen an unserem Algorithmus, die das Erlebnis bei der Suche verbessern. Nicht jede Webseite kann an erstes Position oder auf der ersten Seite der Suchergebnisse erscheinen.
  • Die relevanteste Antwort so schnell wie möglich. Gibt man heute „Wetter in Chicago“ oder „wie viel Fuß sind eine Meile“ ein, erscheint die Antwort direkt unter der Suchbox. Oft sogar bevor der Nutzer auf Enter drückt. Wir arbeiten immer an neuen Möglichkeiten auch komplexere Fragen einfach und schnell zu beantworten. Werbung bietet ebenfalls nützliche Informationen, daher arbeiten wir hart daran, diese auch relevant zu halten.
  • Markiere Werbung als Werbung. Google hat immer zwischen Werbung und den Suchergebnissen unterschieden. Beim Experimentieren mit neuen Formanten und Inhalten werden wir weiterhin transparent darüber sein, was Werbung ist und was nicht.
  • Sei transparent. Wir geben mehr Informationen darüber weiter wie unser Ranking funktioniert, als andere Suchmaschinen. Sei es über die Webmaster Central WebsiteBlogDiagnostik Tools, Support Forum oder YouTube. Wir geben auch Werbenden detailliere Informationen über die ad auction und Tipps wie sie ihren ad quality scores verbessern können. Kürzlich haben wir sogar weitere Transparency Tools vorgestellt, eine große Änderungen am Algorithmus angekündigt, schalten einen Hinweis, wenn eine Webseite wegen Spam herabgestuft wurde und zeigen unseren Werbenden genau  an welche Anzeigen nicht im Einklang unserer Regeln stehen.
  • Loyalty, not lock-in. Wir glauben fest daran, dass der Nutzer seine Daten kontrolliert und daher gibt es bei uns die Data Liberation Front. Dieses Team von Entwicklern zeigt Wege auf, wie man seine Daten mitnehmen kann. Wir wollen, dass der Nutzer bei uns bleibt, weil wir unsere Produkte verbessern und er nicht bei uns bleibt, weil wir ihn einsperren.

Googles marktbeherrschende Stellung ist eine, die sich das Unternehmen erarbeitet hat und nicht durch Übernahmen erlangt hat. Nach deutschem Recht kann das Kartellamt nicht viel dagegen machen, wenn sich ein Unternehmen einen großen Marktanteil erarbeitet hat. Erst wenn man einen Missbrauch dieser Stellung nachweisen kann, kann das Kartellamt Strafen verhängen.

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comment ommentare zur “Jeder hat die Wahl, ob er Google nutzt

  • Sehe ich genau so, Google zu nutzen ist meine Entscheidung, weil das, was sie mir bieten gut ist. Docs, Reader, Gmail, Picasa, Maps und Kalender zusammen mit einem Android-Smartphone, einfach klasse und schnell.

  • Also wenn ich “wie viel Fuß sind eine Meile” bei Google eingebe, kommt als Antwort nur ein Treffer: „Jeder hat die Wahl, ob er Google nutzt – GoogleWatchBlog“.

    🙂

    • Lag an Pascals Übersetzung. Beim Einheiten-Umrechnen (bzw. beim erkennen ob und was umgerechnet werden soll) ist die englischsprachige Version leider sehr viel weiter. So muss es hier eigentlich immer heißen „Ausgangseinheit in Zieleinheit“, z.B. „ein fuß in meilen“.

  • Stattdessen sollten die Kartellbehörden mal ein besonderes Augenmerk auf Apple (und vielleicht Skype/Microsoft) werfen…

  • Ich habe oft das Gefühl, dass Google bei AdWords schlicht verlangen kann, WAS es will – bzw. es keinen Sinn macht bei anderen Suchmaschinen zu werben.

    Natürlich tritt man in Konkurenz mit Mitbewerbern – es ist eben nur schade, dass dies in Deutschland lediglich auf einer Platform stattfindet. Man ist heutzutage schon sehr abhängig von Google – zumindest, wenn man gefunden werden möchte.

    • Naja adwords ist eine der Möglichkeiten, gefunden zu werden – die andere ist den Content auf den eigenen Seiten so aufzubereiten, das der Kunde von google ohne Bezahlung zu einem geschickt wird.

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