Noch befinden wir uns im tiefsten Winter, doch schon bald werden die Temperaturen wieder steigen und wir könnten unsere Sportschuhe und Fahrräder wieder herausholen und die zurückgelegten Strecken mit My Tracks aufzeichnen und analysieren. Doch aus letzterem wird leider nichts, denn pünktlich zum Temperaturanstieg wird Google die App einstellen. Diese Meldung, die doch sehr überraschend kommt, bekommen viele Nutzer derzeit beim Öffnen der App angezeigt. Über die Gründe schweigt sich Google aus.
Vor einigen Jahren war es sehr beliebt, die diversen Google-Angebote per API anzuzapfen und eigene Versionen der verschiedenen Suchmaschinen zu bauen - meist als spezialisierte Versionen für die eigenen Angebote. Doch so beliebt dieser Einsatz damals gewesen ist, so schnell sind die vielen angepassten Suchmaschinen wieder verschwunden - und daher hat Google vor vielen Jahren auch schon entschieden, diese Schnittstellen einzustellen. Aber erst jetzt zieht man endgültig den Stecker und hat die Abschaltung für den 15. Februar angekündigt.
Bevor Googles soziale Ambitionen mit Google+ endlich in einem fertigen Produkt endeten, hatte man viele Jahre eine Reihe von Tools und Angeboten, mit denen man einige Funktionen von Social Networks nachbauen wollte. Ein damals populäres Tool war etwa Google Friend Connect, mit dem man Blogs folgen, Kommentare abgeben und auf einige weiteren Wegen mit Autoren und Besuchern von Webseiten kommunizieren konnte. Wohl kaum einer wusste, dass das Tool noch immer verfügbar war, deswegen wird jetzt endgültig der Stecker gezogen.
Nach langen Spekulationen wurde Ende Mai Google Photos vorgestellt, ein dritter Anlauf bei dem endlich alles richtig gemacht werden sollte. Von Anfang an war klar, dass die Photos den Vorgänger Google+ Photos ersetzen werden, doch stattdessen gab es nun für zwei Monate eine fast schon merkwürdige Koexistenz von beiden Angeboten. Doch schon in wenigen Tagen ist damit Schluss, denn ab dem 1. August zieht Google langsam aber sicher den Stecker und wird die alte Fotoverwaltung schrittweise einstellen.
In der Anfangszeit von Google+ hatte Google praktisch das ganze Unternehmen an das Netzwerk gesetzt und im Wochentakt neue Features und Funktionen angekündigt und auch eingeführt. Eine dieser Funktionen war Google+ Ripples, das mit sehr viel Potenzial gestartet ist, aber in der weiteren Folge keine Erwähnung mehr fand und auch nicht mehr verbessert wurde. Da es aus diesen Gründen kaum genutzt wurde, hat man nun die Reißleine gezogen und das Feature mit sofortiger Wirkung eingestellt.
Moderator Vor gut 6,5 Jahren hat Google das Frage-und-Antwort Tool Moderator vorgestellt, bei dem Nutzer zu beliebigen Themen Fragen stellen bzw. diese eben beantworten konnten. Jeder Nutzer hat anschließend die Möglichkeit auf diese Fragen oder auch Vorschläge zu reagieren und diese dann zu bewerten oder zu kommentieren. Doch das Tool wurde nie wirklich populär, so dass Google sich nun entschlossen hat es nun im Rahmen der nächsten Frühjahrsputz-Aktion endgültig einzustellen.
Die Tage werden wieder länger und Google lässt mal wieder sein Frühjahrsputz-Team heraus: Gestern Abend hat das Team angekündigt, dass Google Code demnächst eingestellt wird und schon jetzt keine neuen Projekte mehr aufnehmen wird. Die Plattform gehörte viele Jahre zu den bekanntesten und beliebtesten Hosting-Plattformen für Sourcecode und ganze Projekte, hat aber in der letzten Zeit den Anschluss verloren. Statt weitere Arbeit hinein zu stecken, stellt Google die Plattform nun komplett ein.
Vor etwas mehr als einem Jahr hat Google das Projekt Helpouts gestartet und hatte das ehrgeizige Ziel, dort eine Live-Support-Plattform zu starten. Das Projekt schien Google-intern allerdings nie einen hohen Stellenwert zu haben, denn schon kurz nach der Ankündigung war nicht mehr viel von dem Angebot zu hören. Es wurde weder von Google promotet noch hatte man sich darum bemüht, möglicherweise selbst Helpouts-Sessions anzubieten. Nach nur 17 Monaten zieht Google nun den Stecker und wird die Plattform im April einstellen.
Google lässt den damals recht erfolgreichen Messenger Google Talk schon seit langer Zeit auf Raten sterben, wird nun aber schon in der kommenden Woche endgültig den Stecker ziehen: Am 16. Februar werden die Talk-Server endgültig eingestellt und alle noch verbreiteten Clients werden sich nicht mehr einloggen bzw. Nachrichten verschicken können. Das Nachfolgeprodukt Hangouts wurde bereits vor langer Zeit vorgestellt, kommt aber bei weitem nicht an die Popularität von Talk.
Als die Google Glass vor zwei Jahren zum ersten vorgestellt worden sind, war die Fachwelt begeistert und unter den potenziellen zukünftigen Nutzern gab es eine wahre Euphorie. Doch gut zwei Jahre danach ist von dieser Begeisterung nichts mehr zu spüren und so wirklich interessiert sich niemand mehr für Googles Cyberbrille, und das aus ganz verschiedenen Gründen. Das musste nun auch Google einsehen und wird das Projekt in der jetzigen Form beenden und die Entwicklung noch einmal von Grund auf neu starten.
Im Juni letzten Jahres hat Google offiziell das neue Spezial-Betriebssystem für Fernseher, Android TV vorgestellt, und gibt damit in diesem Jahr richtig Gas. Natürlich wird daneben das bisherige Betriebssystem Google TV obsolet und wird nun offiziell nicht mehr weiter entwickelt. Bisher hatte sich Google nicht zur Zukunft des zweiten Betriebssystems geäußert, ab sofort werden aber alle Programmierschnittstellen und Entwicklungsbibliotheken abgeschaltet und sind damit nicht mehr nutzbar.
Während die Google News in vielen Ländern weltweit sowohl von den Verlagen als auch von den Nutzern sehr gut angenommen werden und teilweise sogar eine existenzielle Grundlage bilden, sieht es in einigen europäischen Ländern ganz anders aus: In Deutschland hatte man Google in den letzten Jahren das Leben mit dem Leistungsschutzrecht schwer gemacht, das sich aber mittlerweile wieder in Luft aufgelöst hat. In Spanien hingegen zieht Google nun andere Konsequenzen und schließt die Google News schon in den nächsten Tagen.
Orkut Vor knapp vier Monaten hat Google angekündigt, dass das Social Network Orkut geschlossen wird - und kaum jemanden hat das Heute noch interessiert. Am morgigen 30. September wird bei der Community nun endgültig der Stecker gezogen, Zeit also sich Heute noch einmal vom Netzwerk zu verabschieden und möglicherweise ältere Inhalte aus der Vergangenheit zu löschen oder zu exportieren. Ab morgen steht das Netzwerk im Read-Only-Modus zur Verfügung.
Orkut Eines der ältesten und - in vielen Teilen der Welt - unbekanntesten Google-Services wird nun seinen Weg auf den ewigen Google-Friedhof finden. Ende September zieht Google seinem ersten Social Network Orkut den Stecker und stellt es wegen immer weiter gesunkenen Nutzerzahlen ein. Ohnehin wurde das Social Network schon immer sehr stiefmütterlich behandelt und hatte noch nie wirklich in Googles Strategie gepasst.
Vor gut zwei Jahren hat Google den Hersteller der App QuickOffice übernommen und das Tool schon kurze Zeit darauf für Google Apps-Nutzer zur Verfügung gestellt und im vergangenen Jahr auch für Privatanwender kostenlos verteilt. Jetzt zieht man den Stecker und stellt die App mit sofortiger Wirkung ein - schon in wenigen Tagen soll es aus dem Play Store verschwunden sein. Vermissen sollte es aber kaum jemand.