Google One: Google Premium? Die Abo-Plattform sollte flexibler werden – Vorschläge für größere Abo-Pakete

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Die Abo-Plattform Google One hat kürzlich mit dem globalen Start des VPN-Angebots nachgelegt, das vielen zahlenden Nutzern zur Verfügung steht und natürlich noch mehr Nutzer von einem Abo überzeugen soll. In den letzten Jahren hat sich Google aber noch einige weitere Abo-Dienste aufgebaut, die vielleicht ein bisschen Unterstützung benötigen könnten. Wäre ein erweitertes Google One-Abo die Lösung?


google one logo

Viele Google-Produkte werden kostenlos angeboten und im Allgemeinen gilt das Google-Netzwerk auch heute noch hauptsächlich als werbefinanziert. Doch tatsächlich werden die Nutzer an immer mehr Stellen zur Kasse gebeten, was sich mittlerweile auch an den Quartalszahlen des Unternehmens abzeichnet. Selbst bei den Hardware-Produkten, die in immer größerer Zahl angeboten werden, gibt es ein zusätzliches Abo-Modell, mit denen die Nutzer durch monatliche Zahlungen weitere Funktionen freischalten können.

Über die Erfolge der zahlreichen Abo-Dienste ist nichts bekannt, doch wenn man als Powernutzer alles abonnieren würde, käme man schon bald auf einen dreistelligen Betrag pro Monat. Das geht sicherlich auch anders und vielleicht wäre es eine gute Idee, wenn Google eine Reihe zentraler Abos anbieten würde, die mehrere Plattformen umfassen oder auch ein Gesamtpaket bieten könnten. Wenn man das wichtigste Abo-Produkt schon “Google One” genannt hat, dann kann man es auch gleich als solches am Markt platzieren.

Den derzeitigen Umbau einiger Abo-Plattformen könnte man als Hinweis darauf verstehen, dass hinter den Kulissen bereits an so etwas gearbeitet wird. Auch hier könnte man sich ein wenig von der Konkurrenz inspirieren lassen, denn Amazon Prime oder Apple One (womit wir wieder beim Namen wären) bieten bereits Komplettpakete an – wenn auch teilweise nicht mit dem gesamten Programm.




Die aktuellen Umbauarbeiten
Google One wurde kürzlich um das neue VPN erweitert, bei YouTube testet man derzeit drei verschiedene Abo-Stufen, laut unbestätigten Gerüchten könnte sich bei Stadia etwas ändern und durch die neuen Nest-Produkte hat man gerade erst das Nest Aware-Abo ein wenig abgewertet. Auf der anderen Seite wurde das Fitbit-Abo aufgewertet. Es ist also nichts in Stein gemeißelt und eine Verbindung wäre sehr sinnvoll.

Google One Hardware-Abo
Google One bietet primär zusätzlichen Speicherplatz für das Google-Konto, hat aber längst weitere Vorteile. Früher gab es eine lose Verbindung zwischen Google One und den Pixel-Smartphones und es ist naheliegend, dass vor allem Pixel-Nutzer ein solches Abo abschließen würden. Ich halte es daher für sinnvoll, die beiden weiteren Hardware-Abos direkt mit Google One zu verknüpfen. Das Paket könnte dann folgendermaßen aussehen:

  • Google One
  • Nest Aware
  • Fitbit Premium

Ein solches Paket könnte natürlich Auswirkungen auf die Verkäufe der Hardware haben. Wer ein Pixel-Smartphone und ein Fitbit-Gerät besitzt, würde beim zusätzlichen “Gratis-Abo” für Nest Aware auch die Nest-Sicherheitslösungen kaufen. Typische Synergieeffekte, von denen sowohl Nutzer als auch Hersteller profitieren.

Google One Medien-Abo
Das zweite mögliche Paket wäre ein Medien-Abo, das alle Abos rund dum die Streamingplattformen mit einschließt. Bisher sind lediglich die Play Points mit Google One verknüpft, allerdings haben diese kaum eine Bedeutung und nur die wenigsten Nutzer dürften das sinnvoll verwenden. Aber es gibt ja noch einiges mehr:

  • Google One
  • Google Play Pass
  • Google Play Points
  • YouTube Premium
  • Stadia Premium
  • YouTube TV (derzeit nur USA)




google-doodle-logo

Google One & Google One One
Und wenn man schon zwei zusätzliche Pakete anbietet, kann man da ja noch einmal eine Schleife drummachen und ein Big-Paket anbieten. Sozusagen Google One One. Was so etwas kosten könnte, lässt sich aus meiner Position heraus realistisch überhaupt nicht einschätzen. Der halbe Preis im Vergleich zum Einzelabo aller Plattformen wäre aber sicherlich drin. Man darf ja nicht vergessen, dass so etwas schlussendlich mehr Nutzer bringt und sich über Quer-Subventionen in den allermeisten Fällen für beide Seiten rechnet. Natürlich sollte auch das bisherige Google One mit seiner Speichererweiterung als Einzel-Abo bestehen bleiben.

Google ist überraschenderweise nicht wirklich geschickt bei der Kundenbindung und macht vieles unnötig schwer. Leider bleibt es bei einem Riesenkonzern nicht aus, dass die linke Hand nicht weiß was die rechte tut, aber ein gemeinsamer Überzug kann da vielleicht etwas helfen. Andere Unternehmen schaffen es ja auch.


Ich denke, dass so etwas bei Google bald überfällig ist. Vielleicht startet man einfach ein Google Premium, denn andere passende Namen wie Google One oder Google+ sind ja bereits besetzt/verbrannt. Vielleicht gäbe es dann auch noch weitere Angebote, die man sich bisher aufgrund schlechter Erfolgsaussichten gespart hat. Konkret würde mir das Videostreaming einfallen. Mit YouTube und Google Play verkauft oder verleiht man seit vielen Jahren Filme und Serien, hat aber niemals ein Abo angeboten. Und das trotz Google TV und Chromecast.

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comment 1 Kommentare zum Thema "Google One: Google Premium? Die Abo-Plattform sollte flexibler werden – Vorschläge für größere Abo-Pakete"

  • Workspace fehlt in meinem Auge noch:
    für Absprachen im Verein nutzen wir gerne Google Meet. Hier ist ja die 60 Minutengrenze für nicht Workspace-Kunden (wieder) eingeführt worden.
    Privat habe ich ein Google One-Abo mit 2 TB. Das finde ich auch gut: Vor allem, da der Speicher in der Familie aufgeteilt werden kann. Google One-Kunden können leider keine WorkSpace-Kunden werden. Bedeutet: keine langen Google Meet-Meetings für mein normales Konto. Eine Aufnahme von Google Meet in die Google One Vorteile fände ich daher super!

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