Android 12 kommt: Googles Update-Turbo kann nicht zulegen – aktuelle Verteilung der Android-Versionen

android 

Das neue Betriebssystem Android 12 geht mit großen Schritten Richtung Zielgerade und wird voraussichtlich Anfang September für die Pixel-Smartphones zum Download freigegeben. Nachdem wir in der vergangenen Woche auf unsere Zahlen zur Verteilung der Android-Versionen geblickt haben, schauen wir uns nun die globalen Zahlen der großen Marktforscher an. Wie weit konnte sich der Vorgänger Android 11 innerhalb der letzten neun Monate verbreiten?


android next generation

Jede neue Android-Version bringt viele Verbesserungen mit und wird häufig von den Nutzern heiß erwartet, aber sie bringt auch das Dauerproblem der Fragmentierung stets auf die nächste Stufe. Zwar hat Google in den letzten Jahren sehr viele Anstrengungen unternommen, um die Android-Updates zu vereinfachen und das Problem einzudämmen, doch den großen Durchbruch hat man bis heute nicht geschafft. Das zeigt sich auch an den Zahlen zur Verteilung der Android-Versionen. Googles Update-Turbo zeigt zwar Wirkung, kann aber nicht weiter zulegen.

Vor wenigen Tagen haben wir euch unsere Zahlen zur Android-Verteilung gezeigt, die hier im Blog einen mehr als 50-prozentigen Anteil für Android 11 ausweisen. Global sieht das allerdings völlig anders aus. Glaubt man den Statistiken von Statcounter, dann kam Android 11 im Mai 2021 auf einen Anteil von gerade einmal 15 Prozent und ist damit nur auf Platz 3 der meistgenutzten Versionen – ganz knapp hinter Android 9 Pie. Die Zahlen decken sich übrigens recht genau mit anderen Anbietern wie Statista & Co.

Die aktuelle Verteilung der Android-Versionen:

  • Android 11: 15,1%
  • Android 10: 36,9%
  • Android 9: 17,3%
  • Android 8: 9,1%

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android-verteilung juni 2021

Wie ihr an obiger Grafik sehr gut ablesen könnt, steht Android 11 ungefähr beim gleichen Stand wie Android 10 vor einem Jahr. Die Verteilung der jeweils aktuellen Version hat sich also weder verbessert noch verschlechtert und ist weitgehend stabil. Doch erst zum Release des Nachfolgers kann die dann zweitneueste Version den Sprung auf den ersten Platz machen: Sprich, als Android 11 veröffentlicht wurde, übernahm Android 10 den Spitzenplatz. Schauen wir uns den derzeitigen Trend an, werden wohl auch Android 10 und Android 11 im August/September die Plätze tauschen – pünktlich zum Release von Android 12.

Es zeigt sich leider auch, dass das Wachstum der zweitneuesten Version bis zum nächsten Weihnachtsgeschäft anhält und erst dann spürbar sinkt. Insgesamt ergibt das ein positives, aber kein zufriedenstellendes Bild: Man kann sagen, dass die Masse der Nutzer mit den zwei oder drei jüngsten Android-Versionen unterwegs ist. Für Android-Verhältnisse ist das akzeptabel, auch wenn noch Luft nach oben ist. Vielleicht wird es ja mit Android 12 den nächsten großen Sprung geben können.

Wir behalten die globalen sowie unsere eigenen Zahlen weiter im Auge und dürfen gespannt sein, wie die Verteilung kurz vor dem finalen Release von Android 12 aussieht. Dann gibt es die nächste Auswertung.

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[Statcounter]


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comment 2 Kommentare zum Thema "Android 12 kommt: Googles Update-Turbo kann nicht zulegen – aktuelle Verteilung der Android-Versionen"

  • Naja solange dem normalen Käufer Aussehen, Preis, und der Verkäufer im Mediamarkt (die Leuten ohne Ahnung immer noch Huawei andrehen)wichtiger ist als ein sicheres immer aktuelles System, wird sich daran nichts ändern!

    Selbst solche Marken wie OnePlus und Samsung brauchen Monate bis das Major Updates auf dem Vorjahresgeräten ist.

    Es bleibt als Fazit: Entweder ein Pixel oder ein iPhone, wenn man ein sicheres Up to Date System haben will!

  • Und wieso genau soll das jetzt ein “Problem” (Googles Update-Turbo) seitens Google sein, wie es die Überschrift suggeriert? Ist doch nicht Googles Problem wenn 1. die Hersteller es nicht auf die Reihe bekommen und 2. die User dann die Updates nicht durchführen? Dazu muss erwähnt werden, dass kein Hersteller dazu gezwungen wird auf Android ihrer eigene Oberfläche drüber zu legen, was die Zeit, bis sie Updates zur Verfügung stellen können, sicherlich zusätzlich deutlich verlängert.

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