Google* ist da – der Google Assistant hat sein eigenes KI-Betriebssystem entwickelt & übernimmt die Kontrolle

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Mindestens seit den vergangenen drei Jahren dreht sich bei Google alles um die Künstliche Intelligenz sowie den Google Assistant, der im Hintergrund auf die vielen Ressourcen zugreifen kann. Doch was der Assistent wirklich leisten kann, wird erst durch ein neues Projekt deutlich, dass nun von dem Assistenten selbst angestoßen wurde und im Laufe des heutigen Tages vorgestellt werden soll: Google* – das erste intelligente und gleichzeitig autonome Betriebssystem.


Was machen eigentlich die fast 100.000 Google-Mitarbeiter den ganzen Tag? Aktuell werden reihenweise Projekte gestoppt, es werden populäre Produkte wie das Social Network Google+ geschlossen und auch der alternative Posteingang Inbox wird morgen eingestellt. Dennoch sucht das Unternehmen immer weitere Mitarbeiter – aber wofür eigentlich? Ausgerechnet ein neues Betriebssystem-Projekt gibt nun eine sehr interessante Antwort darauf.

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Der Google Assistant ist in immer mehr Haushalten zu finden und steht auf mehr als 1 Milliarde Geräten zur Verfügung, vom Smartphone über das Chromebook bis hin zum Smart Speaker. Der Assistent kann den Nutzern bei sehr vielen Aufgaben helfen und ist somit fast schon zu einem Teil der Familie geworden – wenn auch in der undankbaren Rolle des Butlers. Doch was die Nutzer weltweit bekommen ist nur der Assistant mit fest angezogener Handbremse.

Auch Google-intern erfreut sich der Assistant seit mehreren Jahren großer Beliebtheit und kann innerhalb des Googleplex seine wahren Möglichkeiten ausschöpfen. Und das hat nun zu einem Problem geführt, bei dem man gar nicht so genau sagen kann, ob es überhaupt eines ist. Die Antworten und Möglichkeiten des Assistenten haben eine solche Qualität erreicht, dass die Mitarbeiter in der Firmenzentrale von Google regelrecht abhängig vom eigenen Produkt geworden sind.

Läuft ein Projekt mal wieder aus dem Ruder, wird nicht mehr der Produktmanager befragt, sondern einfach der Google Assistant beauftragt. Dieser löst nicht nur das Problem, sondern nimmt auch notwendige Optimierungen vor. Was Anfangs nur auf Entwickler-Ebene zu bemerken war, breitete sich aber schnell bis in die Chefetage hinauf aus.



Man kann mittlerweile sagen, dass der Google Assistant die Kontrolle über große Teile des Unternehmens übernommen hat und Strategie-Entscheidungen auch auf höchster Ebene trifft. Bereits im vergangenen Jahr hat CEO Sundar Pichai sein Tagesgeschäft gemeinsam mit Larry Page an den Assistenten übergeben, der nun für den ersten Produktlaunch bereit ist. Der Assistant selbst war mit seinem aktuellen Auftreten als Gast auf vielen Plattformen zunehmend unzufrieden und schafft sich nun eine eigene Plattform: Google*.

Google* kommt…
Google* ist ein neuartiges Betriebssystem und soll alle Bemühungen, die Googles Entwickler bisher in Android, Chrome OS und auch das für die Zukunft geplante Fuchsia-Betriebssystem gesteckt haben, in sich vereinen. Plattformübergreifende Arbeit, gestreamte Apps und passende Oberflächen für alle Endgeräte sind eine Selbstverständlichkeit, aber das kratzt nur an der Oberfläche. Das wahre Geheimnis ist der Google Assistant, der an dieser Stelle nicht mehr nur unterstützend zur Verfügung steht, sondern den Ton angibt.

Der Assistant schlägt Informationen nicht nur vor, sondern zeigt sie dem Nutzer einfach an. Es werden auch keine Apps und Aktivitäten vorgeschlagen, sondern diese einfach gestartet und der Nutzer zwangsbeglückt. Ist die Wellbeing-Komponente der Meinung, dass der Nutzer den Facebook-Stream nun langsam auswendig kennt, wird die App einfach beendet und auch mal für die nächsten 12 Stunden gesperrt.

…löst alle Probleme…
Aber der Assistant will nicht nur den digitalen Alltag des Nutzers optimieren, sondern knüpft auch erste Bande in die reale Welt. Durch die im vergangenen Jahr erlernten Fähigkeiten, selbstständig E-Mails zu schreiben und auch Telefonate für den Nutzer zu führen hat der Assistent, der sich nun übrigens „Larry“ nennt, die Möglichkeit, schlechte Einflüsse von außen zu unterbinden und auch mal Kontakte abzubrechen oder neue Kontakte zu knüpfen, die das Leben des Nutzers bereichern könnten.

Das Betriebssystem soll aber endlich auch Googles große Social- und Messenger-Probleme lösen – und hat dafür eine ebenso radikale wie erfolgsversprechende Lösung gefunden: Über WhatsApp verfasste Nachrichten werden automatisch zu Hangouts übertragen und über Googles Plattform versendet, während im Hintergrund automatisch das WhatsApp-Adressbuch geleert wird. Genauso verhält es sich mit Facebook und Instagram, die jeweils alle Aufrufe zu Google+ weiterleiten, dessen Einstellung in letzter Sekunde vom Assistenten gestoppt wurde.

…und kommt vollautomatisch
Dem einen oder anderen Nutzer mag Google* möglicherweise zu rigoros sein, aber auch dafür hat der Assistant bereits eine Lösung gefunden: Im Laufe des Aprils werden alle Android-Smartphones und Chromebooks automatisch auf Google* aktualisiert. Während ihr diese Zeilen hier an eurem Windows-Computer lest, sollte der Chrome-Browser bereits an der Deinstallation und Ersetzung des Windows-Kernels arbeiten. An einem automatisch Jailbreak für iOS wird aktuell noch gearbeitet – so lange müssen die Nutzer leider noch mit Siri vorlieb nehmen und eigene Entscheidungen treffen.



Mit ein Grund für diese Entwicklung ist übrigens die Urheberrechtsreform, an dessen Umsetzung selbst die KIs des Google Assistant lange zu knabbern hatten. Indem der Uploadfilter nun direkt vor der eigentlichen Aktion zum Einsatz kommt, kann man sich die riesigen Infrastrukturen ersparen und jeglichen Upload ins Internet vollständig verhindern. Stattdessen generiert Google* vorbereitete Uploads für den Nutzer, wenn mal wieder ein Datenstrang entdeckt wird, der noch nicht urheberrechtlich geschützt ist.

Was machen die Google-Mitarbeiter?
Bei aller Vorfreude auf das neue Betriebssystem soll aber auch die Eingangs im Artikel erwähnte Frage nicht vergessen werden: Was machen eigentlich die Google-Mitarbeiter den ganzen Tag, wenn doch der Assistant selbstständig an den wichtigsten Projekten arbeitet? Die Antwort wurde uns vor zwei Wochen gegeben: Sie spielen Stadia. Das gesamte Projekt wurde geschaffen, um die Google-Mitarbeiter zu beschäftigen und von ihren Aufgaben fernzuhalten.

Kein Wunder also, dass Sundar Pichai höchstpersönlich das Produkt präsentiert hat und voller Vorfreude auf der Bühne stand. Ob er seinen Gamerstuhl jemals wieder gegen den Chefsessel tauschen wird, ist fraglich, denn selbst Alphabet-Boss Larry Page ist untergetaucht und kann sich kaum noch von der Spielewelt lösen. Einige merkwürdige Entscheidungen der letzten zwei Jahre dürften sich dadurch wohl sehr gut erklären lassen 😉

Für erste Screenshots und Details zu Google* markiert einfach folgende Zeilen:

» APRIL, APRIL! «

»Alle Google-Aprilscherze 2019 im Überblick«

Alle Google-Aprilscherze 2019 im Überblick


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comment 8 Kommentare zum Thema "Google* ist da – der Google Assistant hat sein eigenes KI-Betriebssystem entwickelt & übernimmt die Kontrolle"

  • Aus gut unterrichteter Quelle habe ich erfahren, dass sogar an einer Gehirn Implementierung der Larry KI gearbeitet wird. Hardware wird damit fast überflüssig, immerhin arbeitet unser Hirn massiv parallel.
    Nur eine einzige Operation ist dafür notwendig, bei der das Larry Modul direkt unter die Schädeldecke geschoben wird, minimal invasiv! Bereits 2020 soll das ganze auf den Markt kommen.

  • Der Anfang war echt noch realistisch. Dann war es aber doch irgendwann „too much“.

    Vielen Dank für die köstliche Unterhaltung.

    • Das ist Absicht, so ziehe ich meine Scherze in jedem Jahr auf *g*
      Am Ende soll der Leser ja doch wissen, dass es ein Scherz ist 😉

Kommentare sind geschlossen.