Bericht: Google arbeitet an einem eigenständigen Augmented Reality-Headset

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Mit Daydream hat Google schon seit einiger Zeit ein Virtual Reality-Headset im Angebot, das sich offenbar nur mäßigem Erfolg erfreut und noch nicht den endgültigen Durchbruch feiern konnte. Jetzt soll das Unternehmen an einem Standalone-Augmented Reality-Headset arbeiten, das noch einmal ganz andere Möglichkeiten bieten wird. Derzeit soll sich das Projekt noch in einer frühen Phase befinden, so dass in diesem Jahr nicht mehr mit einer Vorstellung zu rechnen ist.


Google arbeitet schon seit Jahren an der Entwicklung der Virtual Realiy und auch der Augmented Reality und hat dabei schon einige Erfolge und viele Produkte vorzuweisen. Doch bisher konnte keines der Produkte einen wirklichen Durchbruch feiern, aber das sieht bei der Konkurrenz nicht anders aus. Die Suche nach dem Geheimrezept läuft also weiter – und jetzt versucht Google es mit einem AR-Headset.

lenovo mirage daydream
Hinweis: Das ist nur ein Symbolbild

Laut exklusiven Informationen von WinFuture arbeitet Google derzeit in enger Zusammenarbeit mit Qualcomm an einem Augmented Reality-Headset, das keine Verbindung zu einem Computer benötigt und alle notwendigen Berechnungen direkt im Gehäuse des Geräts vornehmen wird. Produziert werden soll das Headset vom taiwanesischen Hersteller Quanta, der schon für das Pixel C-Tablet mit Google zusammengearbeitet hat.

Um das ‚Standalone‘ zu ermöglichen, kommt ein Qualcomm-Chip zum Einsatz, der speziell für das Internet of Things entwickelt wurde und somit besonders stromsparend viel Leistung ermöglicht. Der Prozessor verfügt über vier Kerne, wobei jeweils zwei mit 1,6 Gigahertz und zwei mit 1,7 Gigahertz getaktet sind. Durch den Fokus auf das Stromsparen soll das Headset einige Stunden lang ohne Stromquelle betrieben werden können. Viel länger dürfte man das sowieso anfangs nicht aushalten.

Google soll erst Anfang dieses Jahres Kontakt mit den Partnern aufgenommen haben und selbst noch keinen funktionsfähigen Prototypen vorliegen haben, so dass das Projekt noch weit von der Fertigstellung entfernt ist. Eine Präsentation auf dem ‚Made by Google-Event‘, zu dem schon erste Details bekannt geworden sind, ist also auszuschließen.



Das Projekt erinnert von der Beschreibung etwas an Google Glass, das schon vor Jahren ebenfalls dem Nutzer Informationen direkt in das Sichtfenster einblenden konnte. Der Ansatz dürfte zwar nun ein ganz anderer sein, aber die frühen Erfahrungen in diesem Bereich dürften sicher mit einfließen. Aber auch das von Google finanzierte Startup Magic Leap konnte kürzlich erste Ergebnisse präsentieren und bei dem Projekt eine Rolle spielen.

Da Google in den letzten Monaten sehr viel Kraft in den Aufbau der eigenen AR-Plattform ARCore gesteckt hat, die aktuell nur über das Smartphone nutzbar ist, ist ein solches Gerät keine große Überraschung. Wieder einmal hat man durch die einfache Plattform dafür gesorgt, dass zahlreiche Inhalte zur Verfügung stehen werden, bevor das Gerät überhaupt angekündigt wird.

Derzeit soll sich das Projekt noch in einem solch frühen Stadium befinden, dass es auch jederzeit wieder eingestellt werden könnte. Da aber alle großen Unternehmen die virtuellen Realitäten als großes zukünftiges Geschäftsfeld sehen, dürfte Google wohl weiter in diesen Bereich pushen.

[WinFuture]


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