Android P: So passt Google die Benachrichtigungsleiste an die Notch-Smartphones an (Screenshots)

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In diesem Jahr und wahrscheinlich auch im nächsten Jahr werden viele Smartphones mit der Notch auf den Markt kommen und den Nutzern damit das geben, was sie eigentlich gar nicht möchten. Google bereitet sich mit Android P auf diese Entwicklung vor und passt die Benachrichtigungsleiste am oberen Rand entsprechend an. Das dürfte allerdings dazu führen, dass die Oberfläche bei Geräten ohne Notch plötzlich nicht mehr ganz so schick aussieht.


In den vergangenen Jahren sind die Smartphone-Displays immer größer geworden. Gleichzeitig sollten aber die Smartphones selbst nicht weiter in der Größe wachsen, da eben nicht jeder Mensch riesige Bauarbeiter-Hände hat. Also musste der Rahmen um die Displays immer kleiner werden und ist mittlerweile bei vielen Geräten kaum noch sichtbar. Was mit Samsungs „Edge“ begann und das Display links und rechts über den Rand gezogen hat, hat längst kuriose Blüten angenommen.

android p notch

Die Lücke am oberen Rand des Displays dürfte auch für Google sehr überraschend gekommen sein, denn Android war nicht darauf vorbereitet und wird erst mit der kommenden Version angepasst. Die Notch wird dabei mit eingeplant und als optische Trennung zwischen der nun in eine linke und rechte Hälfte geteilte Leiste. Die auffälligste Änderung für langjährige Android-Nutzer wird es sein, dass die Uhrzeit nun plötzlich von der rechten Seite an den linken Rand wandert.

Die Benachrichtigungen bleiben auch weiterhin auf der linken Seite, müssen sich den spärlichen Platz nun aber noch mit der Uhrzeit teilen. Das führt dazu, dass nur noch maximal vier Icons angezeigt werden können. Sind noch weitere Benachrichtigungen vorhanden, werden diese mit sehr kleinen Punkten symbolisiert – auf obigen Screenshots sind sie gut sichtbar. Gibt es eine weitere Benachrichtigung, ist ein kleiner Punkt zu sehen. Bei zwei Benachrichtigungen zwei Punkte und bei drei und mehr sind es natürlich drei Punkte.

Die Frage ist natürlich, wie das ganze aussehen wird, wenn die Notch noch etwas größer ausfällt. Da sie von den Designern in der Zukunft als wichtiges Design-Element eingesetzt wird, ist ihre Größe nicht unbedingt nur von den technischen Notwendigkeiten vorgegeben. Eine Patent-Zeichnung von Samsung zeigt eine relativ große Notch – zu groß für Androids Anpassungen.



Die große Frage ist nun, warum die Smartphones ohne diese Lücke, die noch deutlich in der Überzahl sind, unter diesen Anpassungen „leiden“ müssen. Eine Anpassung in den Einstellungen wäre vielleicht keine schlechte Idee, hat aber auch bei der zweiten Developer Preview nicht den Weg in das Betriebssystem gefunden. Damit werden auch alle Smartphones ohne dieses Element eine „virtuelle Lücke“ haben, da sich hier eine Stelle befindet, die nicht mehr genutzt werden kann.

Würden Googles Designer auf die Prozent-Anzeige des Akkus verzichten, hätte die Uhrzeit auch wieder auf der rechten Seite Platz und es könnten drei weitere Benachrichtigungs-Icons angezeigt werden.

Insgesamt wird man das Gefühl nicht los, dass die Designer hier einen Schnellschuss durchführen müssen, für den das Betriebssystem nicht wirklich geeignet ist. Erinnert an das damalige sehr erfolglose Android Honeycomb, das eiligst für den Einsatz auf Tablets zusammengeklöppelt wurde, aber am Ende zu einem der größten Flops in der Android-Geschichte wurde. Aber vielleicht hat sich das Thema ja auch schon bald wieder erledigt, denn das erste vollflächige Display ohne Notch steht bereits in den Startlöchern.

Vor kurzem haben wir euch die kostenlose Android-App Notifix vorgestellt, die mit dem nun von Google geschaffenen Problem aufräumt. Sie ordnet alle Benachrichtigungen in fünf Kategorien ein, die dann jeweils mit nur einem Icon zusammengefasst werden. So kommt es gar nicht erst zur Überfüllung, auch wenn die Lösung nicht jedem gefallen dürfte.

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