Google verrät: So funktioniert der beeindruckende Portrait-Modus der Pixel 2-Smartphones

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Seit gestern sind die Pixel 2-Smartphones im Handel bzw. Online erhältlich, und mit dem gestrigen Tag sind dann auch viele Reviews der Smartphones Online gegangen. Diese haben sich wenig überraschend vor allem um die Kamera gedreht, die auch in diesem Jahr wieder zu begeistern weiß und Bestnoten bekommt. Jetzt gibt Google einen sehr genauen Einblick darin, wie der beeindruckende Portrait Modus funktioniert.


Als die ersten Informationen über die Spezifikationen der diesjährigen Pixel-Smartphones aufgetaucht sind, gab es lange Gesichter: Google setzt nicht so wie viele andere Hersteller auf eine Dual-Kamera und protzt auch nicht mit Megapixeln und drohte dadurch, den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren. Doch weit gefehlt, denn all die (vermutlich geplanten) Defizite bei der Hardware konnte man mit Software und einem speziellen Image-Chip ausgleichen und liefert wieder einmal, die beste Smartphone-Kamera der Welt.

pixel 2 portrait modus

Die Pixel 2-Smartphones bringen drei neue Modi mit: Die Motion Photos mit Bewegung, das Face Retouching für eine weich gezeichnetere Haut-Partie und der Portrait Modus. Letzter sorgt dafür, dass Personen auf Fotos besonders herausstechen und auch wirklich im Mittelpunkt stehen. Das wird aber nicht durch die Bearbeitung der Person erreicht, sondern durch ein verwischen des Hintergrunds. Tatsächlich ergeben sich dadurch sehr schöne Fotose, die man eigentlich nur von einer teuren Spiegelreflex-Kamera erwarten würde.

Google erklärt nun sehr genau, wie das ganze mit nur einer einzigen Kamera funktioniert: Einerseits durch einen technischen Kniff bei der Hardware und durch Künstliche Intelligenz. Die Künstlichen Intelligenzen wurden mit knapp einer Million Fotos von Personen und Tieren trainiert, so dass sie sehr gut zwischen Menschen und dem Hintergrund unterscheiden können. Dabei hat man auch jede Menge Accessoires wie Sonnenbrillen oder Hüte mit in die Trainings-Fotos gegeben, so dass auch diese einwandfrei erkannt werden.

Als zweites kommt der technische Kniff zum Einsatz, in dem man einmal durch die linke und durch die rechte Seite der Linse blickt – und so das menschliche Auge simuliert. Dadurch kann man eine Art Tiefen-Karte erstellen, die dann zusätzlich verwendet wird um beide Bereiche voneinander abzutrennen. Der Hintergrund wird dann automatisch etwas verwischt, und schon entsteht ein solches Portrait.



pixel 2 portrait modus 2

Das ganze funktioniert auch bei der Frontkamera, allerdings muss man dabei vollständig auf die Künstliche Intelligenz setzen, da dort kein Blick durch zwei verschiedene Winkel möglich ist. Dennoch sollen sich die Ergebnisse kaum unterscheiden, da das Motiv gerade bei der Frontkamera meist ohnehin ein Selfie ist, so dass es nicht all zu viele andere Dinge außer Personen gibt, die berücksichtigt werden müssten. Wie man aber sieht, werden selbst Dinge im Vordergrund, bei denen es sich nicht um Personen handelt, nicht gepixelt.

Doch trotz dieser intelligenten Funktionen kann die Kamera und die Software natürlich nicht alles übernehmen, und der Nutzer muss auch selbst für ein perfektes Foto sorgen. Dazu gibt Google auch noch einige Tipps mit auf dem Weg, mit denen das perfekte Foto gelingen soll.

  • Geh möglichst nah an das Motiv bzw. die Person heran, so dass der Kopf das Display füllt.
  • Bei einem Gruppenfoto sollten alle Personen in der gleichen Distanz zur Kamera stehen.
  • Der Abstand zu Objekten im Hintergrund sollte ausreichend groß sein.
  • Für Close-Up Fotos, nutzt den manuellen Fokus um das Motiv auszuwählen. Halte die Kamera etwas vom Objekt entfernt, da zu nahe Objekte nicht fokussiert werden können



Sensor Split

Wer nun noch tiefer in die Technik der Kamera der Pixel 2-Smartphones einsteigen möchte, kann sich auch diesen Artikel + Video ansehen, in dem wir sehr genau die Funktionsweise der Kamera erklären. Auch der Portrait Modus kommt dort noch einmal zur Sprache und die hier beschriebenen Methoden werden noch einmal etwas tiefer ausgeführt.

Wer den Portrait Modus nutzen möchte, aber erst einmal kein Pixel 2 anschaffen möchte, kann sich diese Funktion auch auf alle anderen Smartphones holen. Die Pixel 2-Version der Google Camera gibt es zum Download und der Portrait Modus kann dann mit sehr guten Ergebnissen auch auf allen anderen Geräten verwendet werden. Der Trick mit dem doppelten Winkel der Kamera funktioniert dann zwar nicht, aber die KI reicht mittlerweile auch aus um solche Effekte zu erzielen.

Wer möchte, kann auch noch weitergehen und sich eine Reihe von Apps, Tools und Inhalten herunterladen um das eigene Smartphone in ein Pixel 2 zu verwandeln.

Wer sich noch einmal von der Qualität der Kamera überzeugen möchte, kann sich auch eine Galerie ansehen, in der es viele Beispielfotos gibt – unter anderem auch mit diesem Portrait-Effekt. Und es ist sehr gut möglich, dass die Qualität der Bilder in Zukunft dank Pixel Visual Core noch besser wird.

» Artikel im Google-Blog

Alles was ihr über Googles Pixel 2-Smartphones wissen müsst – Reviews, Tests, Downloads & mehr



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