Neue Suchmaschine: Powerset will Googles Marktführerschaft

Verfasst von Jens am 16. März 2007 | 5 Kommentare

Powerset
“Alle zehn Jahre kommt etwas daher, das den Markt auf den Kopf stellt” sagt der Chef einer noch in Entwicklung befindlichen Suchmaschine. Google feiert im nächsten Jahr seinen 10. Geburtstag, da wird es also Zeit dass es durch etwas neues abgelöst wird – meinst zumindest das Team des Suchmaschinen-Startups Powerset.

Powerset brüstet sich zur damit einen Algorithmus zu besitzen der der Suchmaschine zu ein wenig Intelligenz verhilft. Während Google und alle anderen Suchmaschine stur nach den gesuchten Wörtern in einem Text suchen soll Powerset die Eingabe des Users verstehen und ihm in sekundenschnelle die benötigte Antwort geben.

Sucht man bei Google nach “Who acquired IBM?”, spuckt die Suchmaschine über 1 Million Ergebnisse aus die zwar alle 3 Wörter beinhalten aber liefert nicht unbedingt die eigentliche Antwort – die muss sich der User noch selbst zusammenstellen. Sucht man bei Powerset nach der gleichen Anfrage werden nur 4 Ergebnisse geliefert, dafür enthalten diese aber die korrekte und benötigte Antwort.

Klingt natürlich erstmal sehr beeindruckend, aber einen öffentlichen Test gibt es bisher noch nicht. Erst im Sommer diesen Jahres will Powerset mit einer ersten Version an den Start gehen und Google die Marktführerschaft nehmen. Wenn das ganze so funktioniert wie es die Gründer beschreiben muss sich Google wirklich warm anziehen, aber ich persönlich glaube nicht an diese Technik…

Die Suchmaschine wird vielleicht einige Fragen beantworten können, aber auch nur dann wenn die Antwort vorher einprogrammiert worden ist. Ich schließe natürlich nicht aus dass es irgendwann tatsächlich mal einen intelligenten Algorithmus geben wird, aber ich glaube nicht dass es heute schon soweit ist. Am Ende ist es doch nur ein Programm dass stur die Suchabfrage analysiert und ohne “nachdenken” Ergebnisse ausspuckt.

Aber lassen wir uns überraschen ob wir von Powerset noch etwas hören werden… Weitere Details gibt es im SPIEGEL-Artikel.

» Artikel bei SPON

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Yahoo! wollte Google kaufen

Verfasst von Jens am 22. Januar 2007 |

Yahoogle
IOnut von Google OS hat ein interessantes Posting über Yahoo!s Übernahmepläne von Google im Jahr 2001 geschrieben. Doch der Kauf wurde dann doch noch kurzfristig abgeblasen, da die Chefetage nicht das Potenzial von Google erkannt hat. Tja, dafür beißen sie sich heute sicherlich in den Arsch… :-D
Wobei ich aber glaube dass Google nicht soweit wäre wie es heute ist, wenn es von Yahoo! kontrolliert werden würde…

» Artikel bei Google OS

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Maps-OneBox jetzt ohne Links zu Yahoo! und MapQuest

Verfasst von Jens am 17. Januar 2007 | 2 Kommentare

New York
Seit bestehen der Maps-OneBox, die Links zu verschiedenen Kartendienstleistern bei der Eingabe von Adressen anzeigt, wurden die Konkurrenten von Google praktisch unterstützt. Natürlich sind die Google Maps als erstes gelistet und noch weitere 2 mal beim OneBox-Titel und beim Klick auf die Karte verlinkt – daher dürften die Konkurrenten nicht viel Klicks abbekommen haben. Seit gestern sind die Links zu den Konkurrenten jetzt verschwunden.

Ohne Ankündigung oder Nennung von Gründen hat Google die Links zu den Konkurrenten Yahoo! und MapQuest einfach entfernt. Da Google jeden einzelnen Klick analysiert darf man entweder davon ausgehen dass so gut wie niemand auf diese Links geklickt hat – oder aber das zuviele User auf diese Links geklickt haben und somit die Marktführerschaft der Google Maps gefährden.

Das ist wieder einmal ein kleiner Schritt weg von dem “Do not Evil”-Prinzip. Zwar ist es sehr ungewöhnlich dass man seine Konkurrenten unterstützt und sogar User liefert – aber genau mit solchen Dingen hat sich Google seit jeher gebrüstet und war stolz auf seine sehr fairen Leistungen. Das jetzt nach und nach so etwas entfernt wird könnte einen kleinen Strategiewechsel bedeuten.

Und auch das erklärte Ziel, alle Informationen der Welt zu organisieren und durchsuchbar zu machen, passt nicht so ganz zu dieser Aktion. Schließlich bietet MapQuest doch noch einige Funktionen mit denen die Google Maps nicht aufwarten können, und genau diese Funktionen – und damit Informationen – gehen für den DAU-Googler damit verloren. Schade.

P.S. In der Finance-OneBox sind die Links noch vorhanden.

[Googlified]

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Googles Blogsuche überholt Technorati

Verfasst von Jens am 29. Dezember 2006 | 1 Kommentar

Google Blogsuche
Wer hätte das gedacht: Googles Blogsuche darf sich jetzt offiziell als größte Blogsuchmaschine bezeichnen. In den letzten 2 Wochen wurde der Konkurrent Technorati nach einer sehr langen aber steilen Aufholjagd überholt. Diese hohe Userzahl dürfte aber wohl mehr an der Integration in Google festzumachen sein als an der Qualität der Suchmaschine.

Marktanteile

Da Googles Blogsuche teilweise auf der Startseite zu sehen ist, in den Google News integriert ist, bei Google Alerts integriert ist, in OneBoxen erscheint und nebenbei auch noch die Standardsuchmaschine bei Blogger ist, ist es nicht verwunderlich dass der Spitzenplatz jetzt erreicht worden ist.

Was die Suche in Weblogs selbst angeht ist Technorati aber immer noch das große Nonplusultra. Technorati ist sehr viel mehr als eine Suchmaschine, es ist eine Art Tor zur Bloggingwelt, es verknüpft die einzelnen Blogs miteinander und bewertet sie danach – im Grunde das PageRanking nur für Blogs. Warum die Googler so etwas bisher nicht auf die Beine gestellt haben weiß ich nicht, aber es geht ja anscheinend auch ohne.

Die Frage ist nur ob Google damit zufrieden sein kann. Marktführer sein hin oder her, darauf dürfen sie sich nicht ausruhen, denn sonst wandern die Millionen neuen User ganz schnell wieder zu Technorati ab…

» Genauere Zahlen und Gründe bei Hitwiste

[Googlified]

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Google vs. Baidu: Kampf um Chinas Videomarkt

Verfasst von Jens am 18. Dezember 2006 | 2 Kommentare

Google vs. Baidu
Den Kampf um den zukunftsträchtigen und zur Zeit sehr wichtigen Video-Community-Markt hat Google derzeit in den meisten Ländern mit YouTube und Google Video gewonnen. In China geht das ganze jetzt erst richtig los und gemeinsam mit dem ehemaligen Google-Spross Baidu liefert man sich einen Kampf um diesen Markt.

Während Baidu sein eigenes Videoportal schon gestartet hat und dank Marktführerschaft im Suchmaschinenbereich vom Start weg erfolgreich ist, ist sich Google immer noch unschlüssig wie man an diesen Markt rangehen soll. Entweder wird ein komplett neues Portal aufgebaut oder lediglich eine übersetzte Version von YouTube angeboten. Viel Zeit sollten sich die Googler mit dieser Entscheidung nicht mehr lassen, denn wenn sich User einmal in einer Community festgesetzt haben, ist es schwer sie von dort wegzulocken.

Ich denke eine Lokalisierung von YouTube wäre das beste, denn ich denke dass dieses Portal auch in China kein Fremdwort mehr ist und Google somit den Image- und Bekanntheitsvorteil hat. Laut der Meldung ist YouTube aber nicht auf die individuellen Bedürfnisse der Chinesen eingestellt – aber welche sollen das denn sein? Ich denke diese “Bedürfnisse” könnte man auch leicht nachrüsten und YouTube somit schnell internationalisieren.

» Artikel bei de.internet.com

[thx to: MainP]

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Google hat seine IE7-Seite von Yahoo! kopiert

Verfasst von Jens am 13. Dezember 2006 | 2 Kommentare

Google vs. Yahoo!
Das Design von Googles IE7-Seite gehört doch nicht zu einem vorgeschriebenem Template von Microsoft, sondern wurde ganz einfach bei Yahoo! abgekupfert. Das hat Googler Matt Cutts jetzt in seinem Blog zugegeben, findet daran aber garnichts verwerfliches.

Die Googler haben gemerkt dass die Downloadseite von Yahoo! sehr viel besser und informativer aussieht und dem User noch mehr zum Download animiert, also hat man sein eigenes Design verworfen und einfach das von Yahoo! kopiert. Matt Cutts erklärt in seinem Blog, warum er damit kein Problem hat und Yahoo! besser auch keines haben sollte – denn auch Yahoo! kopiert gerne fleißig von Google.

In seinem Blog gibt er Beispiele für die Veränderungen von Yahoo!, insbesondere von den Anzeigen neben den Suchergebnissen. Erst wurde die Hintergrundfarbe dezenzt aufgehellt (ein wenig auf Google-blau), und später wurden die Anzeigen dann rechts neben den Ergebnissen platziert und mit einer dünnen blauen Linien von den restlichen Suchergebnissen abgetrennt. Ich denke diese Kopien sind sehr viel schwer wiegender als die einer einzigen Download-Seite ;-) Und die Yahoo!-Design können das ganze auch als kompliment sehen :-D

» Screenshot der alten Download-Seite
» Posting bei Matt Cutts, mit Screenshots der Yahoo!-Veränderungen

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Google bietet Internet Explorer 7 zum Download an

Verfasst von Jens am 11. Dezember 2006 | 3 Kommentare

Google IE 7
Hachja, da kündige ich vor 2 Tagen den Browserkrieg 2.0 an und dann fällt mir Google in den Rücken. Neben dem Firefox halten die Googler nämlich auch noch den Internet Explorer auf ihren Servern bereit – natürlich ebenfalls soweit wie möglichich googlisiert. Dabei fällt übrigens auf, das Microsoft anscheinend sehr strenge Vorgaben macht wie die Downloadseite auszusehen hat.

Hier ein Screenshot von Googles IE-Downloadseite:
IE 7 - Google

Und hier einer von Yahoo!s IE-Downloadseite:
IE 7 - Yahoo!

Das kann ja wohl kein Zufall sein, oder ? ;-)

Google bewirbt den Browser übrigens wieder selbst in der Websuche unter dem Stichwort ie7, hier erscheinen Googles Anzeigen wieder ganz oben und lässt dem unwissenden User garkeine andere Möglichkeit den “normalen” oder gar den Yahoo!-IE runterzuladen. Außerdem wird der neue IE auf der IE-Toolbar-Seite beworben.

Das kann man jetzt natürlich als Schlag ins Gesicht für den Firefox sehen, aber das ist es natürlich nicht. Denn auch wenn der IE sehr unbeliebt ist, ist er immer noch in weiten Teilen der Welt Marktführer, also natürlich nicht zu verachten – also soll er auch möglichst viele User zu Google locken. Ich denke aber nicht dass Google den co-branded IE irgendwann einmal auf der Startseite bewerben wird.

» Google IE 7 Download

[Google OS]

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Google, Yahoo & Microsoft machen Sitemaps zum Standard

Verfasst von Jens am 16. November 2006 | 6 Kommentare

Google Sitemaps
Googles Konkurrenten Yahoo! und Microsoft haben den Vorteil der Sitemaps erkannt und nutzen diese Technik jetzt ebenfalls für ihre Suchmaschinen. Dazu haben die 3 Unternehmen die Website sitemaps.org ins Leben gerufen die alle allgemeinen Informationen über die Inhaltsdatei sammelt. Damit wird erstmals ein Google-Service zum Quasi-Webstandard.

Die zu Google übermittelten Sitemaps werden auch weiterhin nur bei Google gelistet. Wer seine Inhaltsdatei auch bei Yahoo! und Microsoft sehen möchte, muss diese Extra zu ihnen übermitteln. Der Standard wird von den 3en allgemein gehalten, aber was jede Suchmaschine selbst daraus macht bleibt ihnen selbst überlassen. Damit dürfte der Kampf um die Sitemaps eröffnet sein.

Da alle 3 großen in diesem Markt diesen Standard nun unterstützen werden sich sicherlich auch sehr schnell noch weitere Suchmaschinen anschließen und eine Sitemap demnächst zum unersetzlichen Bestandteil einer Homepage machen. Außerdem wird es dann wohl bald, analog zu den bei-allen-Suchmaschinen-eintragen-Diensten, Angebote geben die die eigene Sitemap an alle Suchmaschinen übermitteln.

Warum Google das Protokoll jetzt geöffnet hat kann ich nicht nachvollziehen. Bisher war dies ein unschlagbarer Vorteil gegenüber den anderen Suchmaschinen, aber dieser ist ja nun nicht mehr vorhanden und die anderen bereichern sich an der von Google teuer entwickelten Technik… Hat Google wirklich so gute Absichten das Web zu ordnen, dass sie dabei sogar eigene Einbußen in Kauf nehmen? Kaum zu glauben…

» Sitemaps.org
» Ankündigung im Webmaster-Blog

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iRows-Team arbeitet ab sofort an Google Spreadsheets

Verfasst von Jens am 15. November 2006 | 2 Kommentare

Google Spreadsheets
Was Google SpreadSheets bisher noch nicht geschafft hat haben die Jungs von iRows schon lange integriert. iRows ist eine Online-Tabellenkalkulation die Anfang diesen Jahres gestartet wurde, also 5 Monate vor Spreadsheets. Die beiden Entwickler haben jetzt ein eigenes Büro im Googleplex bezogen und werden ab sofort am Konkurrenzprodukt Spreadsheets arbeiten.

Screenshot: iRows

Google besteht darauf, dass iRows nicht übernommen wurde – wohl aber deren Entwickler. Diese sollen ihr Know-How und die Features ihrer Software in Googles Produkt integrieren und es somit wettbewerbsfähig machen. iRows selbst soll noch bis Ende des Jahres online sein – so lange wird es garantiert, was danach passiert steht noch im Raum. Aber ich denke, dass die beiden Entwickler Yoah Bar-david und Itai Raz an ihrem Produkt nicht mehr weiter arbeiten und die ganze Kraft in Spreadsheets stecken werden.

Vorallem die Möglichkeit Diagramme, und das in mehreren Formen, einzufügen sucht bei Spreadsheets noch sein Pendant. Ich denke dass wir diese Funktion noch in diesem Jahr bei Googles Tabellenkalkulation finden werden. Wenn iRows dann eingestellt wird können die User gleich zu Google Spreadsheets wechseln ohne eine wichtige Funktion vermissen zu müssen.

Vorallem das Design der Software erinnert sehr viel stärker an eine Desktop-Version als an eine Online-Software, woran Spreadsheets noch ein wenig arbeiten muss. Ein erster Blick auf das Interface, und man hat das Gefühl einen Screenshot zu sehen – wirklich sehr beeindruckend. Die Software hat sich bisher übrigens durch Google Ads finanziert, das gefällt den Googler-Herzen ;-)

» Vergleich iRows – Spreadsheets

[Google OS]

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Yahoo! siegt über Google

Verfasst von Jens am 14. November 2006 |

Google vs. Yahoo!
Der ewige Kampf, Google gegen Yahoo! – wer ihn am Ende gewinnt ist heute noch nicht abzusehen. Aber im Kampf “Google – Yahoo! Battle over the Net” hat Google einen herben Rückschlag erleiden müssen…

Bei einem Tennisturnier Googler gegen Yahoo!ler hat Google mit 157 zu 163 nach 6 Runden verloren. Eine Revanche wird es sicherlich auch irgendwann geben *g* Interessant ist die Frage wie dieses Turnier überhaupt zu Stande gekommen ist, anscheinend gibt es unter den Mitarbeitern mehr Freundschaft als Konkurrenzdenken ;-)

» Fotos vom Spiel

[Googlified]

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Eric Schmidt: Keine Konkurrenz für Microsoft Office

Verfasst von Jens am 11. November 2006 |

Google Docs & Spreadsheets vs. Microsoft Office
Eric Schmidt und co werden derzeit nicht müde zu betonen, dass sie nicht mit Microsoft in Konkurrenz treten möchten – zumindest nicht im Bereich der Office-Applikationen. Am Rande der Web2.0-Konferenz erklärte er, dass es nie die Absicht war und voraussichtlich nie die Absicht sein wird eine ernsthafte Konkurrenz zu Microsoft Office auf den Markt zu bringen – können wir ihm das glauben?

Eric Schmidt sagte:

The argument goes like this: For many people, it would be just as easy to have the computer in the cloud store the information that you use everyday. Furthermore, if you have that model, it should enable very rapid sharing so we embarked on a strategy more than a year ago to build applications that are focused on sharing and collaboration … The sum of that is a different way of managing information and we don?t position it as an office suite. We position it as something you?d use everyday in everyday life. (…)

We don?t see it as a replacement of Office. The focus we have is not the focus they have … Our focus is on casual sharing and casual collaboration.

Okay, soweit hat er vollkommen recht. Niemand würde auf die Idee mit kommen mit Google Docs & Spreadsheets professionelle Dokumente, oder gar Dokumente an denen viel Geld hängt, zu erstellen (hoffe ich doch zumindest).

Ein erster wichtiger Grund Google D&S nicht zu verwenden ist natürlich dass die Daten nicht lokal gespeichert sind, obwohl es die Möglichkeit dazu gibt tun dies wohl nur wenige. Außerdem haben Googles Tools noch nicht den nötigen Umfang um ansprechende Dokumente erstellen zu können. Beim Import & Export gehen außerdem einige Dinge verloren – vorallem das Layout kann man danach so gut wie vergessen, das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Allerdings steckt das ganze ja noch in den Kinderschuhen. Sowohl Google D&S, als auch das berühmt-berüchtigte Web2.0 sowie die geheime Wunderwaffe AJAX. All das wird sich über die Jahre entwickeln, die Probleme werden beseitigt und die Sicherheitslücken geschlossen – dann wird das ganze vielleicht in ferner Zukunft einmal eine gute Alternative.

Derzeit fallen die ganzen Google Tools noch durch ihre starke Fehleranfälligkeit und langsame Geschwindigkeit auf – wer einmal große Tabellen bei Spreadsheets erstellt hat weiß wovon ich rede. Oft gehen auch Informationen unterwegs verloren und Google meldet nur “Oops! The Connection is broken” – und die Daten sind im Nirvana. So lange das nicht behoben ist werden Online-Programme es schwer haben.

Für mich bleibt Google D&S, Calendar & co. eine Alternative zum schnellen anschauen eines Dokuments. Wenn es dann aber um die Bearbeitung geht greife ich weiterhin auf die Produkte des beliebten und berechtigten Marktführers (heise-foren-slang) zurück.

[Google Blogoscoped]

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Google möchte Anbieterwechsel erleichtern

Verfasst von Jens am 10. November 2006 | 7 Kommentare

Laut Google-Chef Eric Schmidt möchte das Unternehmen seinen Nutzern in nächster Zeit Wege und Tools zur Verfügung stellen um die Daten von Google zu exportieren und sie bei der Konkurrenz zu importieren. Was anfangs unlogisch klingt – “geht nur wenn ihr wollt” – könnte sich am Ende sogar für Google auszahlen und die Nutzerzahlen weiter erhöhen.

Eric Schmidt

Wir lassen sie [Google-Nutzer] weiterziehen, falls sie uns nicht mögen.

Auf welchem Wege der Ex- und Import funktionieren soll wurde noch nicht näher beleuchtet, es kann aber davon ausgegangen werden dass Google gemeinsam mit den Mitbewerbern einen Standard einführen möchte. Und genau das könnte für Google große Vorteile bringen.

Um an die Daten der Google-User zu kommen muss die Konkurrenz diesen Standard unterstützen – und wenn sie das tut, könnten die eigenen User umgekehrt auch alle zu Google wechseln. Und auch die Hemmschwelle, alle Dokumente bei Google zu hosten, wird sinken – weil die User genau wissen dass sie ihre Daten immer wieder vom Server herunter bekommen.

Dies könnte ein nächster sehr genialer Schritt werden – aber warten wir mal ab was wirklich dahinter steckt.

» Artikel bei WinFuture

[thx to: vectrex & sergej]

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eBay plant AdSense Konkurrenz

Verfasst von Jens am 11. Juni 2006 | 3 Kommentare

Nachdem das Online Auktionshaus eBay, zu dem auch Skype und PayPal gehört mit Yahoo kooperiert scheint sich die Strategie nun schärfer gegen Google zu wenden, zumal Google Base eine ernsthafte Bedrohung für eBay werden könnte und Google nun auch noch ein Online Bezahlsystem ankündigte. Michael van Swaaij, Strategiemanager bei eBay kündigte AdContext als direkte Konkrrenz zu Google AdSense Programm zur Integration von relevanter Werbung auf Webseiten.

Ein wesentlicher Unterschied zu Google AdSense soll ein dynamischer Beteiligungsanteil sein, der abhängig vom Anzeigenvolumen zwischen 35 und 60 Prozent liegen soll. Primär ist das Programm darauf ausgerichtet eBay Artikel zu bewerben, was eine direkte Antwort auf die Integration des AdWords Angebots in Google Base darstellt.

[ZDNet, CNN]

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Konkurrenz für Google Print

Verfasst von Jens am 31. Mai 2006 |

Google hat sich seit Oktober 2004 mit Google Print vorgenommen sämtliche in Buchform verfügbare Informationen zu digitalisieren. Der Amerikanische Buchhändler Amazon bietet eine ähnliche Funktion zur Volltextsuche in einigen Büchern an, das Projekt besitzt jedoch eine viel kleinere Dimenson. Doch inzwischen haben sich auch andere der Digitalisierung von Printmedien verschrieben und kämpfen mit harten Bandagen nun auch vor Gericht gegen Google um im Rennen zu bleiben.

Dem geduldigem Papier geht es zeitlich gesehen gleich von 2 Richtungen an den Kragen. Historische Schriften digitalisiert Google Print und die deutsche Wikimedia, während der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Amazon aktuelle Literatur auf einer offenen Plattform online durchsuchbar macht.

Die Projekte unterscheiden sich allerdings stark in Struktur, Ausrichtung, Dimension und vor allem Buget:

Die Google Buchsuche, das weltweit größte derartige Projekt mit einem geschätzten jährlichen Buget von 300 Millionen US-Dollar, besteht eigentlich aus 2 Projekten. Im Google Library Program, werden Bücher in Bibliotheken eingescannt und im Publisher Program erhalten Verlage die Möglichkeit ihre Litearatur durchsuchbar zu machen, um so ihre Verkaufsraten zu steigern. Leider sind die Partner im Library Program ausschließlich Bibliotheken im englischsprachigen Raum. Deutschsprachige Bücher kommen vor allem über das Google Publisher Program hinzu.

Die gesamte Datenbank beinhaltet geschätzt schon über eine Million Werke, und wächst täglich um weitere 5000 Stück. 75% davon werden gar nicht mehr gedruckt, so daß Google einen großen Teil der dem Internetsurfer verborgenen Informationen zurück holt.

Alle Rechte bleiben bei den Verlagen, nur 20% des Inhaltes wird öffentlich einsehbar. Doch da im Google Library Program die Verlage nicht vorab gefragt werden, ob die Werke über die Datenbank öffentlich einsehbar sein sollen (die Opt-Out Methode), hat sich das Unternehmen so schon eine Klage vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und den Universitätsbibliotheken eingehandelt, die Ende Juni verhandelt wird. In den USA laufen ähnliche Klagen mit dem Argument, dass z.B. im Musikbereich ebenfalls klar gelte, dass Rechte vorher eingeholt und bezahlt werden müssten.

Amazons “Search Inside the Book” hingegen fordert von teilnehmenden Verlagen ab die Rechte an der Literatur abzutreten (die Opt-In Methode).

Deutsche Bücher sollen mit “Volltext Online” vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels digital verfügbar machen. Doch im Unteschied zu den anderen Projekten sollen die Daten dezentral auf den Servern der Verlage gespeichert bleiben, um so die Kontrolle bei den jeweiligen Urherbern zu belassen.

Wikimedia Deutschland, der Betreiberververein der deutschen Wikipedia hat sich mit dem Wikisource Projekt vorgenommen sämtliche frei verfügbare Literatur im Volltext und Anmerkungen zu sammeln und verfügbar zu machen. Zuerst wandern die Seiten eingescannter Literatur in die Wikimedia Commons Datenbank und fließen dann durch Mitarbeit der Community in die Wikisource ein. So werden manuell auch Handschriften digitalisiert, die mit maschninellen Verfahren nie indexierbar wären.

» Wikipedia Artikel: Google Print

[heise.de - Digitalisierungsprojekte, heise.de - Volltextsuche Online, ZDNet, Die-Google-Gesellschaft, buchmarkt-online, heise.de - Opt-In Opt-Out, heise.de - Google Print Europa]

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Microsoft zieht bei Maps nach

Verfasst von Jens am 24. Mai 2006 |

Microsoft startet in die Offensive gegen die Google Maps und verbessert den eigenen Kartendienst local.live.com. 33 Flugzeuge kartographieren bereits die großen Städte der USA und sollen bis Ende des Jahres 80% der bewohnten Fläche in einer Auflösung abgedeckt haben, in der man sogar Hydranten erkennen können soll.

In den letzten Tagen verbesserte Microsoft den Live Local Kartendienst zudem um Echtzeit-Verkehrsdaten für die USA durch eine Kooperation mit Traffic.com, mit der 35 Großstädte der USA abgedeckt werden. Außerdem stellt Microsoft nun auch umfangreiches Kartenmaterial für Europa zur Verfügung. Fotos aus der Vogelperspektive sind nun auch für Großbritannien verfügbar. Deutsche Nutzer sehen in der Startansicht nun Europa statt die USA.

Eine Outlook-Integration für Outlook XP und Outlook 2003, ermöglicht es nun Routen mit Terminen zu verknüpfen und die Verbindung mit dem Passport Account sorgt für die persistente Speicherung der Orte und Routen bei Microsoft. Verknüpfungen zu MSN-Spaces und dem Live Messenger ermöglicht den Austausch der Informationen.

Bleibt als für Google also viel zu tun, um die Verknüpfungen mit Accountdaten und Kalender und Messenger nachzuziehen, um im Rennen zu bleiben. Vorerst wurde schon mal das Design dynamisiert. Komischerweise nur auf maps.google.de sind nun Tabs unter den Eingabefeldern wechseln zwischen Orts-, Unternehmens- und Routensuche.

Quelle: ZDNet, TechCrunch

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